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Windbergen

Version vom 2. Juli 2019, 20:37 Uhr von Roland (Diskussion | Beiträge)

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Windbergen ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 12 m ü. NHN
  • Fläche: 17,31 km²
  • Wie viele Einwohner hat Windbergen?
Windbergen hat 781 Einwohner. (Stand: 31. Dezember 2018)

Bevölkerungsstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 782
2001 811
2002 831
2003 835
2004 846
2005 840
2006 842
2007 839
2008 839
2009 846
2010 833
2011 820
2012 822
2013 808
2014 808
2015 812
2016 804
2017 790
2018 781
  • Postleitzahl (PLZ): 25729
  • Vorwahl: 04859
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Klaus-Peter Groth (KWV)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Windbergen

  • Gemeindeschlüssel: 01051134
  • Regionalschlüssel: 010515175134

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: 370
  • Grundsteuer B: 390
  • Gewerbesteuer: 370
  • Breitengrad: 54,044978° N
  • Längengrad: 9,117779° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:36:28

Wappen

Wappen von Windbergen
  • Wappengenehmigung/ -annahme: 12.11.1991
  • Flaggengenehmigung/ -annahme: 12.11.1991
  • Entwurfsautoren:
* Nagel, Uwe, Bergenhusen
  • Wappenfiguren:
* Ankerkreuz
* Schrägzinnenmauer

Wappenbeschreibung

In Silber eine gesenkte, schräglinke rote Schrägzinnenmauer, darüber, etwas nach rechts aus der Mitte versetzt, ein blaues Ankerkreuz.

Historische Begründung

Das Ankerkreuz im Wappen der Gemeinde Windbergen erinnert an eine Begebenheit im ausgehenden Mittelalter. Windbergen wurde das Ziel von Wallfahrten, als auf seiner Feldmark um 1450 ein Bronzekruzifix gefunden wurde. Die Verehrung dieses wundertätigen Kreuzes führte in der Folgezeit zur Errichtung einer Kapelle am Fundort. 1547 wurde diese Wallfahrtskapelle zur Pfarrkirche erhoben. Die Zinnenmauer in der unteren Wappenhälfte ist aus dem Wappen des Geschlechts der Vogdemannen übernommen. Als der im Lande verbliebene Teil der Reventlow war dieses Dithmarscher Geschlecht ursprünglich adlig und auf der Geest in Windbergen ansässig. Es stellte die Vögte des nominellen Landesherrn, des Erzbischofs von Bremen. Später erweiterten die Vogdemannen, wie andere Geschlechter auch, ihren Machtbereich in die Marsch hinein. Neocorus berichtet, daß beim Sturm auf die Marienburg 1403 ein führender Angehöriger der Vogdemannen den Tod fand. Zum Andenken an seine Tapferkeit habe seither das Geschlecht die Mauer der zerstörten Burg als Wappenzeichen geführt. Dagegen spricht, daß die verwandte holsteinische Adelsfamilie Reventlow seit jeher gleichfalls die Zinnenmauer im Wappen führte. Die Farben des in seiner Schlichtheit eindrucksvollen Gemeindewappens entsprechen mit Blau, Silber und Rot den Landesfarben Schleswig-Holsteins.

Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Wetter in Windbergen

Aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geografie

Wo liegt Windbergen?

Windbergen liegt im Süden von Dithmarschen, zwischen Meldorf und Sankt Michaelisdonn. Der Ort liegt zwischen der hügeligen und waldreichen Geest und der weiten flachen Marsch.

Ortsteile

Die Gemeinde besteht aus folgenden Wohnplätzen:

  • Schmalbeck
  • Spersdiek
  • Windbergen
  • Windbergen, Bahnhof
  • Windbergerfeld
  • Wodansberg

Nachbargemeinden

Straßen

Windbergen verfügt über 25 Straßen. Wodansberger Straße ist mit 2.321 Metern die längste Straße. Mit 143 Metern ist Rosenstraße die kürzeste Straße in Windbergen.


Angemessene Miete in Windbergen

Da die Gemeinde Windbergen zum Amt Mitteldithmarschen gehört beträgt die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) für

1 Person 314.00 €
2 Personen 372,60 €
3 Personen 429,00 €
4 Personen 501,50 €
5 Personen 551,00 €
jede weitere Person 58,00 €

Stand: 2019

Quelle


Politik

Die Gemeindevertretung in Windbergen besteht aus 11 Mitgliedern.

Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • KWV 64,3% (7 Sitze)
  • BBW 35,7% (4 Sitze)

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Windbergen ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Vereine und Organisationen


Geschichte

  • Auf dem Gemeindegebiet Windbergens wurden zahlreiche archäologische Funde gemacht. Hauptsächlich stammen diese aus der jüngeren Steinzeit vor ca. 4000 Jahren. Im Jahre 1937 wurden u. a., Grünsteinhammer, Schmalmeißel, Flintäxte, Flintdolche, Bohrer und Rundschaber gefunden. Die frühzeitliche Besiedelung wird zudem durch eine Reihe von Hügelgräbern aus der Bronzezeit belegt. Ebenso wurden im Jahre 1925 und 1933 im Ortsteil Spersdick wie auch am Wodansberg Graburnen gefunden.
  • 1265 wird Windbergen als "Wintberg" erstmalig urkundlich erwähnt. Abzuleiten ist dieser Name wohl von dem Ritter Volquinus de Wintberg. Die heutige Schreibweise "Windbergen" findet sich in einer Klageschrift des Landes Dithmarschen an Herzog Adolf VII aus dem Jahre 1447.
  • 1495 wurde das "Heilige Kreuz" gefunden.
„Vormals war Windbergen zu Meldorf eingepfarrt, aber ein wunderbarer Umstand, so erzählt Hans Dethlefs, gab der ersten Capelle, wie der nachherigen Kirche ihr Daseyn.
An der Stelle der jetzigen Kirche pflügte ein Mann und plötzlich stehen seine Ochsen still, weil sie den Pflug nich zu ziehen vermögen. Bei genauer Untersuchung findet er vor dem Pflugeisen ein kleines ehernes Crucifix, wofür man das noch jetzt auf dem Altar befindliche ausgiebt. Dieses Crucifix verbirgt er als ein Heiligthum, verschließt es in einen Kasten, findet es aber zu seinem Erstaunen alle Morgen wieder oben auf liegen.
Noch will er dieses Heiligthum keinem zeigen, allein er kommt von Sinnen, und wie er nun den Vorfall offenbart, kehrt auch sein Verstand zurück. Jetzt errichtet er auf jener geheiligten Stelle ein großes Kreuz, und daneben eine kleine hölzerne Zelle.
Das Wunder wird bekannt, und das Kreuz kommt in großen Ruf. Andächtige wallfahren aus dem ganzen Lande und anderen benachbarten Orten dahin, und noch zu Heinrich von Zütphens Zeit wird dem Kreuze, wobei der Wunder viele geschehen, große Ehre erwiesen. Die Wallfahrenden kommen aber nicht mit leerer hand, sondern bringen reichliche Opfer dar, und von diesen erbaut man in der Folge eine Capelle."
J. Hanssen/ H. Wolf aus: "Chronik des Landes Dithmarschen von J. Hanssen und H. Wolf; Langhoffsche Buchdruckerei; Hamburg 1833"; ebd.: S. 32-33

Persönlichkeiten

  • Carstens, Dietericus (* 15.05.1693 zu Windberge)
  • Hansen, Jacob (* in Windbergen; + 1878), 1831 Hauptpastor in Meldorf, 1849 Propst in Süderdithmarschen
  • Hansen, Wilhelm Peter (* 3. April 1870 in Windbergen; † 27. Oktober 1946 in Jena) war ein deutscher Politiker und Diplomat.
  • Heuck, Hans Detl. (* in Windbergen; + 1870), 1828 Pastor in Windbergen
  • Hinrichs, Claus (* 8.01.1882 in Windbergen), studierte Jura, Zahnmedizin
  • Jess, Karl (* 2.06.1844 in Heide), Pastor in Windbergen, später in Süderlügum
  • Staack, Herm. Johs. (* 2.02.1853 in Windbergen), Theologie, Kaufmann in Amerika: Maquoketa (Jowa)
  • Wolf, Heinr. (* in Windbergen; + 1846), stud. theol.

Wirtschaft und Infrastruktur

Kirche

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 14 517
1998 16 1.169
1999 8 496
2000 4 211
2001 11 660
2002 9 602
2003 14 811
2004 5 13
2005 10 536
2006 6 571
2007 4 209
2008 9 395
2009 14 558
2010 12 808
2011 16 992
2012 11 520
2013 11 420
2014 14 966
2015 10 459
2016 12 662
2017 15 1.645
2018 14 1.338

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018

Gewerbe

Schule

Evangelischer Kindergarten

Gesundheit

Einkaufen


Sehenswürdigkeiten

Walzenkrug

DLM-5453.jpgWalzenkrug.jpeg

Objektbezeichnung: Walzenkrug. Weitere Objektbezeichnung: Hochzeitskrug, Deckelkrug Datierung: 1803

Sachsystematik: Hochzeit und Ehejubiläen Technik: gegossen, graviert

Maße: H: 31,6 cm, D: 10,7 cm (Öffnung), D: 11,7 cm (Fuß), B: 16,5 cm (mit Griff) Ort: Windbergen (Gebrauchsort)

Funktion: Geschenk Beschreibung: Auf überstehendem Fuß erhebt sich der zylindrische Körper. Die Vorderseite zeigt zwischen ziselierten Bändern eine von Tulpenblüten umgebene Inschrift:

Es lebe das Junge Ehepar. Das heute sich noch blöde war. Und die sich Morgen besser kennen. Wen sie sich aus den bette trennen.

Der Deckel trägt die von ziselierten Blattranken umgebene Inschrift: Hans Wilhelm Meier in Winbergen 1803. Auf dem Griff, kaum erkennbar, zwei Meistermarken und Beschau. Inventarnummer: DLM 5453 Copyright: Dithmarscher Landesmuseum


FlaRak Stellung Wodansberg

Die Batterie Windbergen war 1990 dem in Stadum beheimateten Flugabwehrraketengeschwader 39 als 4. Staffel unterstellt worden. Windbergen wurde als letzte aktive Stellung Mitte 1994 geräumt, das Personal kam nach Stadum. In Dellstedt hat die Heider Lehrgruppe der Unteroffizierschule der Luftwaffe ein Feldlager wie bei einem Auslandseinsatz aufgebaut. Unterkünfte und Gefechtsstände sind in Containern untergebracht. In einer „Post-Conflict-Area“ können mögliche Szenarien nach Ende eines Bürgerkrieges geübt werden. In Rollenspielen wird zum Beispiel der Umgang mit Demonstranten oder das Verhalten bei Minenunfällen durchexerziert. Zum Artikel der DLZ: Kleinstandorte der Bundeswehr in Dithmarschen

Die Radartätigkeit der HAWK-Station war Gegenstand einer Sammelklage in Berlin bezüglich Strahlenschädigungen. Vor der Schließung war die Hawk-Station in eine Patriot-Einheit umgewandelt worden.

Grabmal Gustav Frenssen

Frenssen hatte sich auf eigenen Wunsch an einer heidnischen Stätte, dem Wodansberg in Windbergen begraben lassen. Wenn man am Fuße des Wodansbergs steht, weist ein Wegweiser den Hügel hinauf mit der Aufschrift Gustav Frenssen Grab. Schon in der Hauptstraße des Dorfes findet man einen Wegweiser und auch eine Erklärungstafel zu dem Grab.

Auf dem Grabstein stehen noch weitere Namen. So ist trotz der Verwitterung noch zu lesen, daß Anna Frenssen-Warft hier begraben liegt, seine Ehefrau und auch Wiebke Brent-Frenssen, seine Adoptivtochter. Ebenso steht auf dem Stein noch Martha Schulze. Diese Frau wurde erst 1983 dort beerdigt und war die Haushälterin von Frenssens. Auf dem Stein steht geschrieben: wollten auch in der Asche beieinander sein.

Nach seinem wenige Wochen vor Kriegsende erfolgten Tod wurde der ehemalige Pastor Frenssen auf eigenen Wunsch hin an "heidnischer" Stätte, dem Wodansberg bei Windbergen, bestattet. Um seinen Nachlaß kümmerte sich zunächst die Witwe Anna Frenssen, die von ihrem - nach dessen Angaben parapsychologisch begabten - Ehemann Gustav Frenssen schrieb, er sei immer in Angst gewesen, besonders vor Tieren und Geistern, und seine Phantasie habe ihn permanent gequält und beunruhigt. - Quelle: Spiegel-Wissen. Zum ganzen Artikel: SPIEGEL Wissen


andere Wikis


Weblinks


siehe auch:

Karten


Städte und Gemeinden im Kreis Dithmarschen

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