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Uhu

Aus Dithmarschen-Wiki

Uhus zählen zu den beeindruckensten Nachtjägern. Auch in Dithmarschen ist diese Raubvogelart heimisch. Der Artikel befasst sich mit den Gefahren, denen der Uhu durch Wilderei ausgesetzt ist.


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Tafel: Museum Albersdorf....Uhutod durch Schrot! Am 28. April 2008 wurde ein besetzter Uhuhorst mit einem Jagdgewehr (Schrotflinte) frühmorgens illegal beschossen. Das Uhuweibchen und der Nestling kamen ums Leben. Der oder die Täter müssen das Sarzbütteler Revier mit der Horstbuche gut gekannt haben. Ein totes Uhuküken auf dem beschossenen Horst Da das Röntgenfoto bei einem Allgemeinmediziner entstand, wurde das Uhuweibchen verpackt und war nicht korrekt ausgerichtet, so dass die Kopfform untypisch wirkt. Gut sieht man die Schrotkugeln im Kopf. Zahlreiche frische Einschüsse am Horst. Oben konnte eine Schrotkugel gesichert werden. Der Tatort im Sarzbütteler Teil des Riesewohldes: 1 Jagdkanzel 2 Frischtotes Uhuweibchen 3 Beuterest: Ringeltaube 4 seit längerem totes Uhuküken 5 Horstbuche Fotos: Robitzky



Inhaltsverzeichnis

Uhu-Frevel in Dithmarschen

Der NABU informiert: Uhu-Abschuss: "Eine kriminelle Aktion von bislang nicht gekannter Dreistigkeit“ Unbekannte schießen Uhu-Familie vom Nest | Minister von Boetticher attackiert Jäger scharf | Offensichtlich kein Einzelfall

6. Mai 2008: In einem Wald bei Sarzbüttel (Kreis Dithmarschen) ist vor einer Woche eine Uhu-Familie abgeschossen worden. Mit einem Schrotschuss auf das Nest hat ein Unbekannter das Uhu-Weibchen und seine zwei Junguhus getötet. Umweltminister v. Boetticher verurteilte den ungesetzlichen Frevel scharf: Den Einsatz eines Schrotgewehrs wertete der Minister als "Indiz, dass die Tat durch einen in der Region aktiven Jäger begangen wurde." Landrat Jörn Klimant, der Kreisjägermeister und der Naturschutzbeauftragte des Kreises, Walter Denker, unterzeichneten als Reaktion auf die Vorkommnisse heute eine gemeinsame Erklärung zum Greifvogelschutz. Zudem wurde eine Belohnung von 2.000 € für die Ergreifung des Täters ausgesetzt.

Der Abschuss ist in Dithmarschen nicht der erste Fall von illegaler Verfolgung: Das illegale Töten geschützter Vögel ist hier leider keine Ausnahme. So wurden im vergangenen Jahr zwei Seeadlerpaare bei ihrer Brut gestört und gaben das Gelege auf. Auch in diesem Jahr gab es bereits Fälle illegaler Greifvogel- Verfolgung. Schon im Jahr 2006 fing sich im vom NABU betreuten Meldorfer Speicherkoog ein Mäusebussard in illegal aufgestellten Schlageisen. Der Täter wurde rechtskräftig verurteilt. Aus anderen Gebieten in Schleswig-Holstein ist u.a. die Errichtung illegaler Großfallen für den Massenfang von Krähenvögeln bekannt geworden. Im Pinneberger Raum wurden von der Polizei Taubenzüchter mehrfach beim illegalen Habicht-Fang mit Hilfe von Fallen gestellt.

Der NABU schätzt die Dunkelziffer der Jagdfrevel als hoch ein. Bei Jagdzusammenkünften werden nach Erkenntnissen des NABU immer wieder hinter vorgehaltener Hand illegale Methoden der "Raubzeugbekämpfung" thematisiert. Offensichtlich gehen dabei Teile der Jägerschaft von einer stillschweigenden Duldung ihrer illegalen Machenschaften aus. Der NABU begrüßt daher die klare Absage des Umweltministers an derartige Praktiken. Ob sich nun in der Jägerschaft Verhaltensänderungen ergeben, darf nach Ansicht des NABU aber wegen der teilweise tief sitzenden, tradierten Vorurteile gegen jegliches "Raubzeug" deutlich bezweifelt werden. Dazu trägt auch die Landesjagdzeitenverordnung bei, die entsprechend dem Wunsch der Jägerschaft viele Greifsäuger wie das Mauswiesel zur naturschutzfachlich unsinnigen Bejagung freigibt.

Auch "Freiwillige Vereinbarungen" zwischen Jagdverbänden, Ministerium und Naturschützern, die inhaltlich im wesentlichen nur die Einhaltung bereits bestehender gesetzlicher Regelungen festlegen, dürften notorische Gesinnungstäter kaum abhalten können. Quelle: Nabu

Dithmarscher Erklärung

Siehe auch: Dithmarscher Erklärung

Artenhilfsprogramm

4. August 2007: Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt der Uhu in Schleswig-Holstein als ausgerottet. Ab Anfang der 1980er Jahre wurden bis 2002 im Rahmen eines Artenhilfsprogrammes 681 in Gefangenschaft gezüchtete Junguhus in Schleswig-Holstein ausgesetzt. Der Gesamtbestand des Landes wurde in der jüngsten Vergangenheit auf etwa 100 Brutpaare geschätzt.

Anlässlich der Jahresvogelkampagne des NABU wurde im Jahr 2005 der Brutzeitbestand des Uhus auf einer rund 1.900 km² großen Probefläche im östlichen Hügelland Schleswig-Holsteins systematisch erfasst. Dabei wurden insgesamt 58 Uhu-Reviere registriert.

Auf Basis dieser Ergebnisse und aktueller Befunde aus weiteren Landesteilen schätzen die Uhu-Experten des NABU den Gesamtbestand auf rund 350 Reviere. Der Uhu ist in Schleswig-Holstein mit Ausnahme der Marsch und der Insel Fehmarn wieder flächendeckend verbreitet. „Damit dürfte die imposante Eule zumindest im nördlichsten Bundesland den Sprung von der Roten Liste geschafft haben“, so Oscar Klose vom NABU Schleswig-Holstein, der die Erfassung federführend koordiniert und ausgewertet hat. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden nun im Corax, der Zeitschrift der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig- Holstein und Hamburg, veröffentlicht.

Corax

Die vollständige Veröffentlichung ist als pdf-Datei bei den beiden Autoren Oscar.Klose@nabu-sh.de und Bkoop.Avifauna@T-online.de erhältlich.

Corax.jpg

Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein

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Ein weiteres Problem: Der Raub von Jungvögeln und Eiern


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