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Trennewurth

Version vom 18. Oktober 2016, 07:49 Uhr von Ditschie (Diskussion | Beiträge)

Trennewurth ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 2 m ü. NHN
  • Fläche: 7,79 km²
  • Einwohner: 250 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsstand in Trennewurth am 31.12.
* 2000: 300
* 2001: 297
* 2002: 288
* 2003: 291
* 2004: 272
* 2005: 267
* 2006: 268
* 2007: 257
* 2008: 260
* 2009: 262
* 2010: 263
* 2011: 259
* 2012: 253
* 2013: 255
* 2014: 249
* 2015: 250
  • Postleitzahl: 25693
  • Vorwahl: 04857
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeisterin: Ellen Johannssen (KWV)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Trennewurth


Wetter

Das Wetter in Trennewurth!


Geografie

Lage

Trennewurth liegt im Südwesten von Dithmarschen zwischen Marne und Meldorf, durch den Ort führt die B 5. Die Nordsee ist etwa 5 Kilometer entfernt.

Ortsteile

  • Trennewurth,
  • Trennewurtheraltendeich,
  • Trennewurtherneuendeich und
  • Trennewurtherkroge

Nachbargemeinden

Straßen

Trennewurth verfügt über 11 Straßen. Trennewurtherneuendeich ist mit 3.267 Metern die längste Straße. Mit 211 Metern ist Mühlenweg die kürzeste Straße in Trennewurth.


Politik

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft KWV alle neun Sitze in der Gemeindevertretung.


Vereine und Organisationen


Geschichte

  • Der Name leitet sich von der alten Wurt her, auf der das Dorfzentrum der Marschgemeinde liegt. Nach Untersuchungen mit der Radiokohlenstoffmethode stammt der älteste Teil der Wurt etwa aus den Jahren 200 v. Chr. bis 55 n. Chr.
  • Zur Zeit der Völkerwanderung wurde die Siedlung wahrscheinlich wieder aufgegeben.
  • Neue Besiedlungsspuren finden sich erst wieder aus dem Mittelalter. Da der Küstenstand höher als in der Frühzeit war, musste die ursprünglich vor allem aus Mist errichtete Wurt mit Klei erhöht werden.
  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung festgestellt, dass es in Trennewurth 300 Einwohner gab und die Schule von 70 Kindern besucht wurde. Zur damaligen Zeit gab es folgendes Gewerbe:
* 2 Wirtshäuser,
* 1 Brennerei,
* 1 Brauerei und mehrere Handwerker.
  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung festgestellt, dass es in Trennewurther-Altendeich 81 Einwohner und in Trennewurther Neuendeich 221 Einwohner gab, dort gingen 80 Kinder in die Schule und in der Gemeinde gab es mehrere Gewerbetreibende und Handwerker.
  • Am 01.04.1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Marne aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Trennewurth-Trennewurtherdeich.
  • Am 01.03.1971 wurde der Name der Gemeinde Trennewurth-Trennewurtherdeich, mit 29 Buchstaben damals einer der längsten Gemeindenamen Deutschlands, amtlich in Trennewurth geändert.

Persönlichkeiten


Wirtschaft und Infrastruktur

Immobilien

Gewerbe

Schule

Gesundheit

Einkaufen


Sehenswürdigkeiten


Polizeiliche Lagemeldung


Weblinks


Karten


Flächendarstellung von Trennewurth

Trennewurth

Trennewurth liegt in der Dithmarscher Südermarsch. Südöstlich der Wurt finden sich zwei Wehle, die bei Deichbrüchen im Mittelalter entstanden. Die Gemeinde hat vier Ortsteile: Trennewurth, Trennewurtheraltendeich, Trennewurtherneuendeich sowie Trennewurtherkrooge. Sie liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Marne und Meldorf. Die Bundesstraße 5 führt durch die Gemeinde. Der Name leitet sich von der alten Wurt her, auf der das Dorfzentrum der Marschgemeinde liegt. Nach Untersuchungen mit der Radiokarbonmethode stammt der älteste Teil der Wurt etwa aus den Jahren 200 v. Chr. bis 55 n. Chr. Zur Zeit der Völkerwanderung wurde sie wahrscheinlich wieder aufgegeben. Neue Besiedlungsspuren finden sich erst wieder aus dem Mittelalter. Da der Küstenstand höher als in der Frühzeit war, musste die ursprünglich vor allem aus Mist errichtete Wurt mit Klei erhöht werden. Quelle: Wikipedia

Theater auf dem Köhlerhof

Uwe Böttjer und Jens Rusch sollte es gelingen, die Regisseurin Barbara Neureiter (siehe Foto) 1990 zu einer spektakulären Inszenierung des Stückes "Das Liebeskonzil" von Oskar Panizza zu überreden: Auf dem Lande, auf dem Bauernhof von Wiebke und Lothar Köhler in Trennewurth. Über diese Veranstaltung wurde eine aufwendige Dokumentation mit Fotos von Sönke Dwenger und Illustrationen von Jens Rusch erstellt. Außerdem wurde eine Tagung mit kompetenten Wissenschaftlern in der "Galerie Zufriedenheit" im Dithmarscher Gudendorf organisiert. Auf dem Köhlerhof wurde das Scheunengebälk zum Himmelsgewölbe, der Scheunenboden zum irdischen Auditorium, der Kuhstall wurde zur Hölle, weit vor BSE. In großen Fässern wurde Schwefel verkokelt und die Zuschauer mußten sich in wärmende Decken hüllen, die das Rote Kreuz zur Verfügung gestellt hatte, weil sich die Scheune im Oktober nicht heizen ließ...


Uwe Böttjer war zu der Zeit Geschäftsführer und Mitbewohner im KOOG-HAUS, der bekannten sozialpsychiatrischen Einrichtung in Brunsbüttel. Aus diesem Blickwinkel heraus wollte er den Mythos von der Symbiose zwischen Genie und Wahnsinn näher betrachten. Als Genie kann der Psychiater und Autor Dr. Oskar Panizza gelten, der an einer Schizophrenie litt und von 1905 bis zu seinem Tode 1921 in der Anstalt Herzoghöhe bei Bayreuth lebte. Als Referenten konnten zum Beispiel Dr. Werner Ritter gewonnen werden, der das Werk von Wilhelm Lange-Eichbaum, der als Vater der Genieforschung gilt, fortsetzte. Als weiterer Fachmann nahm Dr. Wolfgang Treher teil, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, psychopathologische Persönlichkeiten zu erkennen:"Es ist die wichtigste Aufgabe von uns Psychiatern ..... Gurus und Volksverführer zu erkennen, zu analysieren und der Öffentlichkeit zu erkennen zu geben".

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung unterscheide sich die Kreativität der Gesunden von der Kreativität der Kranken. Letztere brenne aus, verbrauche sich, die schizophrene Kreativität bleibe so "ein Feuerwerk aus der Selbstverbrennung der Seele", an der sich der Kranke irgendwann völlig aufzehre". So auch am Schicksal von Panizza zu erkennen. Leider blieben seine Bücher wenig beachtet, obwohl er seiner Zeit weit voaus wahr. Erst heute wird das Thema der Identifizierung von psychopathologischen Persönlichkeiten wieder in den USA aufgegriffen. Feinde verschaffte er sich auch durch den Nachweis, dass der Begründer der Anthroposophie schizophren war.


Als Oskar Panizza 1895 sein Liebeskonzil auf die Bühne brachte,
konnte er nicht ahnen, daß sein Thema 100 Jahre später nichts an Aktualität eingebüßt hatte. Durch die Pandemie AIDS und die Reaktionen selbsternannter :Bedenkenträger wurde der drohende Zeigefinger wieder gegen liberale Sexualgewohnheiten erhoben, ganz wie zu Panizzas Zeiten. Mutige Regisseure wie Werner Schroeter und Barbara Neureiter brachten das Stück wieder auf die Bühnenbretter, für das Oskar Panizza mit Festungshaft bestraft wurde und im Irrenhaus endete. Jens Rusch fertigte über 60 Illustrationen an.
Und wieder wurde reagiert wie zu Panizzas Zeiten, diesmal von Dithmarscher Lehrern.

Galerie mit Fotos von Sönke Dwenger

Das "Liebeskonzil" auf dem Köhlerhof in Trennewurth, 1990


zur Inszenierung des Theaterstückes "Das Liebeskonzil" auf dem Köhlerhof in Trennewurth. Copyright beachten!

Galerie mit Illustrationen von Jens Rusch

Widersacher.jpg

Literatur

»Es ist got gefellig gewesen in unsern tagen kranckheiten zu senden (als wol zu achten ist) die unsern vorfaren unbekant seint gewesen. Da bey haben gesagt die der heiligen geschrift obligen, das die blatteren uß gotz zorn kumen seint, und got damit unsere bösen berden straffe und peynige.«

Ulrichen von Hutten, eins teutschen Ritters

»Von den Frantzosen oder blatteren« 1519

»Dic Dea, quae causae nobis post saecula tanta insolitam peperere luem? ...«

Fracastoro

»Syphilis sive de morbo Gallico« 1509


Schriften von Oskar Panizza

Pressereaktionen

Nachdem einige Marner Lehrer ihre Schüler vor dieser Inszenierung gewarnt hatten, erlangte diese Aufführung eine erhöhte Presseaufmerksamkeit. Besonders abwegig war dabei die Behauptung, die Initiative ginge von einer nicht näher definierbaren "Dithmarscher Sekte" aus. Quintessenz: Dieses Outing zeigte den namentlich bekannten Lehrern, dass sie in Bezug auf das Studium der jüngeren klassischen Literatur einen eklatanten Nachholbedarf offenlegten und in Bezug auf regionale Kulturinitiativen einen enormen Realitätsverlust zu verzeichnen hatten. Die Veranstaltung wurde von ihren Schülern interessiert aufgenommen.

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