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Schlüter, Manfred

Version vom 5. Oktober 2017, 07:55 Uhr von Ditschie (Diskussion | Beiträge)

Manfred Schlüter

Wohnhaft in Hillgroven.
Manfred Schlüter ist als Illustrator und Autor von Kinderbüchern bekannt; aber er ist gleichzeitig auch Künstler - Materialbilder und Objekte sind dabei seine Schwerpunkte.

Während er bis 1994 die freie Kunst immer ein bisschen vernachlässigt hat, ist es heute so, dass er auf keines seiner Talente mehr verzichten möchte: der „Brotberuf“ des Illustrators und Autors konkurriert nicht mit seiner künstlerischen Tätigkeit, sondern beide Bereiche ergänzen einander: hier lebt er die heitere Seiten des Lebens aus – kann selbst noch einmal Kind sein -, dort darf er auch kritisch, ironisch und manchmal melancholisch sein.

Über seinen Freund, den bekannten Kinderbuchautor Lornsen, Boy, kam er Anfang der 1980er Jahre zum Illustrieren; mittlerweile wurden seine Bücher mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und er ist nicht nur allein Illustrator, sondern auch Autor zahlreicher Kinderbücher. Für Kinder zu schreiben, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe: sie sind kritischer, aber auch begeisterungsfähiger als Erwachsene. Es ist, so Manfred Schlüter, als streue er mit seinen Worten und Bildern Samen aus, in der Hoffnung, dass einige von ihnen aufgehen, Wurzeln schlagen und irgendwann einmal Früchte tragen. Mit seiner Kunst verhält es sich ganz ähnlich –, er liefert keine Interpretationen, keine Eindeutigkeiten, keine begrenzten Bilder und Objekte, vielmehr streut er auch hier so etwas wie Angebote aus und es ist für ihn immer wieder überraschend, wie seine Angebote angenommen werden und was die Individualität des Betrachters daraus macht. Schlüters Bilder, deren stilistische Nähe zu Surrealisten wie Magritte, Ernst oder Dali durchaus beabsichtigt ist, lassen vor den Augen des Betrachters eine magisch-realistische Welt entstehen, die oftmals bedrohlich wirkt, weil sie sich einem eindeutigen Zugriff entzieht. Auf seine Collagen und Materialbilder, die gerne mit Zitaten und Anspielungen arbeiten, muss man sich spontan und emotional einlassen, um sie zu verstehen. Unbeschwerter hingegen wirken seine Objekte. Man spürt hierin deutlich Schlüters Freude am Gestalten, auf die er sich immer von Neuem völlig unvoreingenommen einlässt. Denn diese Skulpturen, die den ein oder anderen an Totempfähle oder primitive Roboter erinnern mögen, sind gefertigt aus Fundstücken, aus Weggeworfenem, aus Resten unserer Zivilisation. Recycling-Kunst sozusagen. Diese Gegenstände werden ihrem ursprünglichen Gebrauchswert enthoben und zu neuen Gebilden transformiert. Das Material diktiert das Entstehen, ein Prozess, der sich verselbständigt und in dem der Künstler quasi nur als Hilfsmittel fungiert. Aber das nimmt Manfred Schlüter gerne in Kauf, hilft es ihm doch, immer über die Grenzen des Bewusstseins hinauszuschauen und vielleicht auch dem Betrachter einen Weg auf die „andere Seite“ der Realität zu öffnen.

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