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Schalkholz

Version vom 2. Juli 2019, 20:09 Uhr von Roland (Diskussion | Beiträge)

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Schalkholz ist eine Gemeinde im Amt Kirchspielslandgemeinden Eider im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 17 m ü. NHN
  • Fläche: 12,5 km²
  • Wie viele Einwohner hat Schalkholz?
Schalkholz hat 585 Einwohner. (Stand: 31. Dezember 2018)

Einwohnerstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 569
2001 590
2002 585
2003 593
2004 592
2005 593
2006 609
2007 592
2008 584
2009 592
2010 592
2011 597
2012 594
2013 602
2014 590
2015 586
2016 588
2017 587
2018 585
  • Postleitzahl (PLZ): 25782
  • Vorwahl: 04838
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Manfred Lindemann (CDU)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Schalkholz

  • Gemeindeschlüssel: 01051100
  • Regionalschlüssel: 010515169100

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: 310
  • Grundsteuer B: 320
  • Gewerbesteuer: 330
  • Breitengrad: 54,246244° N
  • Längengrad: 9,257028° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:37:02

Wetter in Schalkholz

Aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geografie

Wo liegt Schalkholz?

Schalkholz liegt im Nordosten von Dithmarschen, etwa 3 Kilometer nördlich von Tellingstedt. Durch seine Lage in der hügeligen Geest ist Schalkholz landschaftlich sehr reizvoll und die Gemeinde befindet sich in der Eider-Treene-Sorge-Niederung, dem größten Feuchtwiesengebiet Schleswig-Holsteins.

Ortsteile

  • Schalkholz,
  • Dornhorst,
  • Kreuzberg,
  • Krim,
  • Steinkrug und
  • Vierth

Nachbargemeinden


Angemessene Miete in Schalkholz

Da die Gemeinde Schalkholz zum Amt Kirchspielslandgemeinden Eider gehört beträgt die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) für

1 Person 310.50 €
2 Personen 355,80 €
3 Personen 411,75 €
4 Personen 468,35 €
5 Personen 489,25 €
jede weitere Person 51,50 €

Stand: 2019

Quelle


Politik

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft WGS seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die CDU vier.


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • WGS 55,7% (5 Sitze)
  • CDU 44,3% (4 Sitze)

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Schalkholz ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Vereine und Organisationen


Geschichte

  • Im 16. Jahrhundert entstand ein erstes, amtliches Mühlenregister. In diesem war eine mit Wasserkraft betriebene Mühle in Schalkholz verzeichnet.
  • 1580 wurde ein Sühnestein mit heute teils unleserlicher Inschrift südöstlich von Schalkholz an der Straße nach Tellingstedt aufgestellt. Der Sage nach soll hier ein Klaas Groth seinen Bruder erschlagen haben.
  • 1836: Schalkholz hatte 141 Einwohner,
  • 1840: Schalkholz hatte 186 Einwohner,
  • 1845: Schalkholz hatte 194 Einwohner,
  • 1855: Eine Volkszählung ergab, dass es in Schalkholz 270 Einwohner gab und das die Schule von 46 Kindern besucht wurde.
  • 1871: Schalkholz hatte 314 Einwohner,
  • In den 1880er Jahren übernahm der Schmiedemeister Johannes Christian August Krüger die Schalkholzer Schmiede.
  • 1876 wurde bei Schalkholz ein Hügel abgetragen und in dessen Mitte ein Steingrab freigelegt, welches auf den Antrag des Apotheker Hartmann vom Norderdithmarscher Kreistag angekauft und sicher gestellt wurde; Knochen oder Gegenstände wurden jedoch nicht gefunden - das Grab war lediglich mit gelbem Sand ausgefüllt gewesen.
  • 1888 gründete sich die Genossenschaftsmeierei Schalkholz,
  • 1900: In diesem Jahr begann die Dokumentation der Windmühle "Adelheid" auf dem Schalkholzer Mühlenberg; wie lange dort bereits eine Windmühle stand ist unbekannt. "Adelheid" wurde 1900 auf Eiderstedt demontiert und auf dem Mühlenberg wieder aufgestellt. Der erste Besitzer war Peter Claußen Glüsing,
  • 1908: Schalkholz hatte 455 Einwohner,
  • ab 1920 betrieb Nicolaus Hinz aus Pahlen die Windmühle "Adelheid", Eigentümerinnen zu gleichen Teilen waren die Witwe Johanna Catharina Margaretha Kaulen geb. Gudewehr, und Anna Hintz.
  • 1927 wurde die Windmühle "Adelheid" zwangsversteigert und der Hintz-Anteil ging an Johann Glüsing über.
  • 1928 erwarb Johann Glüsing auch den Anteil an der Windmühle "Adelheid", den die Witwe Johanna Kaulen noch hatte.
  • 1933 gab es 481 Einwohner in Schalkholz.
  • Am 01.04.1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Tellingstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Schalkholz.
  • 1937 erwarb die Witwe Johanna Kaulen die Windmühle "Adelheid" zurück, welche sie mit Hilfe von Heinrich Rottmerhusen leider nur kurze Zeit betrieb. Aufgrund mangelnder Fachkenntnis wurde der Mühlenbetrieb durch die Behörden stillgelegt.
  • 1939 gab es 461 Einwohner in Schalkholz.
  • 1941 wurde die ´Windmühle "Adelheid" durch den Sohn von Johanna Kaulen, Hinrich Kaulen, abgebrochen.
  • 1970 wurde die Auflösung der Genossenschaftsmeierei beschlossen,
  • 1992 wurde der "Falkenhof" aufgebaut.
  • 2016 kürte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Schleswig–Holstein e. V. in der Gemeinde Schalkholz am 20. März den Wald des Jahres 2016. Im Jahre 2016 wurde die Auszeichnung an Herbert Rüsch vergeben, der seit 1989 ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen in Schalkholz aufgeforstet und seither vorbildlich gepflegt hat.

Persönlichkeiten

  • Carstens, Johannes (* 23.02.1846 in Schalkholz bei Heide), studierte Medizin
  • Hartz, Hans (* 22. Oktober 1943 in Lunden; † 30. November 2002 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Sänger und Liedermacher und lebte eine Zeit lang in der Gemeinde.
  • Wandmaker, Helmut (* 9. November 1916 in Schalkholz; † 19. Juli 2007 in Tellingstedt) war ein deutscher Offizier während des Zweiten Weltkriegs, Unternehmer, Rohkostpionier und Buchautor.

Wirtschaft und Infrastruktur

In Schalkholz hat sich nachfolgendes Gewerbe angesiedelt:

Ihre Einkäufe können die Schalkholzer im benachbarten Tellingstedt erledigen, dort gibt es mehrere Supermärkte. Dort finden sich auch weiterführende Schulen, zum Gymnasium müssen die Schüler allerdings nach Heide fahren.

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 20 1.208
1998 16 591
1999 17 837
2000 16 944
2001 13 790
2002 12 1.017
2003 13 1.016
2004 15 668
2005 20 927
2006 8 227
2007 9 381
2008 9 580
2009 7 334
2010 9 711
2011 18 519
2012 15 1.104
2013 13 855
2014 11 767
2015 10 1.000
2016 22 2.071
2017 19 906
2018 25 2.140

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018


Sehenswürdigkeiten

Schalkholzer Eiszungenbecken

Quelle: Dr. Volker Arnold

Lackprofil.jpg


Lackprofil von Schalkholz

Schichten erzählen von einer Gletscherzunge und dem, was folgte.

Varnish profile of Schalkholz: layers tell about a glacier tongue and about that, what followed

Das Schalkholzer "Eiszungenbecken" hebt sich im Höhenrelief der Dithmarscher Geest besonders deutlich ab. Es entstand gegen Ende der zweiten Phase der vorletzten Eiszeit (Saaleeiszeit, hier das sog. Warthestadium) vor weit über 100.000 Jahren. Ein kurzzeitig erneut vordringender Gletscher des Inlandeises durchbrach von Osten her seine eigenen Aufschüttungen (Moränen) und Schmelzwasserablagerungen. Die so entstandene, nach Westen zeigende Eiszunge türmte ringsum eine neue, hufeisenförmige Stauchmoräne auf. Als das Eis abschmolz, blieb die Hohlform der Eiszunge zurück, zunächst mit einem längst verschwundenen See gefüllt.

The Schalkholz "ice tongue basin" is silhouetted especially clear against the height relief of the old moraine landscape ("Geest") of Dithmarschen. It developed at the end of the second phase of the last but one Ice Age (Saale Ice Age, here the so called Warthe phase) more than 100 000 years ago. An again shortly advancing glacier of the inland ice broke through its own accumulations (moraines) and melting water depositions from the east. The by this developed ice tongue, showing to the west, pilled up roundabout a new horseshoe-shaped push moraine. When the ice melted the hollow form of the ice tongue stayed. It was firstly filled with a long since disappeared lake.


Neandertaler

1978 wurde östlich von Schalkholz ein Abzug ("Lackprofil") genommen, das die Schichtenfolge eines kleinen Teils einer Kiesgrubenwand widerspiegelt. Der rot markierte Rahmen stellt den Ausschnitt des Lackprofiles dar, der rote Punkt die Hinterlassenschaften der Neandertaler.

In 1978 a copy (varnish profile), which reflects the strata sequence of a small part of a gravel pit wall, was taken east of Schalkholz. The red marked frame shows the extract of the varnish profile, the red dot the devices of the "Neandertaler" (name of the people of that time).


Tundra

Die Gletscher drangen von Osten her bis in die Mitte Schleswig-Holsteins vor. Das Gebiet von Schalkholz war durch eine kaum bewachsene Kälteheide (Tundra) geprägt. Nachdem sich zuvor Flugsand (farblos) abgelagert hatte, kam es nun – über dauernd tiefgefrorenem Untergrund – zu langsamer Bewegung des sommerlich auftauenden Oberbodens hangabwärts ("Fließerden", ocker). Kurz vor Ende der letzten Eiszeit war das Tälchen durch frostschuttreiche Fließerden völlig verfüllt. Damals, vor 15.000 Jahren, hielten sich hier Rentierjäger auf (Funde der "Hamburger Kultur").

From the east the glaciers advanced to the middle of Schleswig-Holstein. The area of Schalkholz was formed by a hardly covered coldness heath land (tundra). After the former deposition of drifting sand (colourless), now there was - above the constantly deep-frozen subsoil - a slow movement of the top soil, dewing in the summer, sloping downwards ("flowing soils", ochre). Shortly before the end of the last Ice Age the little valley was completely filled by frozen flowing soils, which were abundant in debris. At that time, 15 000 years ago, reindeer hunters stayed here (findings of the "Hamburg Culture").


Warmphase und Kälteeinbruch

In der nächsten Warmphase, dem Odderade-Interstadial, hat eine Bodenbildung unter einem lichten Bewuchs von Birken, Kiefern, Fichten und Erlen stattgefunden. Nach dieser etwa 5.000 - 10.000 Jahre dauernden Erwärmung kam es zu einem starken Kälteeinbruch. Wann genau, ist unbekannt – vielleicht vor etwa 30.000 Jahren.

In the next warming phase, the Odderade interstadial, a soil development has taken place under a thinned out natural cover of birch, pines, spruces and alders. After this warming, lasting about 5 000-10 000 years, there was a strong cold snap. When exactly is not known -probably about 30 000 years ago.


Altsteinzeitliche Menschen

Die Kältephasen der letzten Eiszeit wurden von mehreren relativ kurzen Warmphasen (Interstadialen) unterbrochen. Im Brörup-Interstadial vor über 60.000 Jahren kam es zur Ausbreitung von Birke, Kiefern, Fichte, Lärche und Erle. Auch Spuren des altsteinzeitlichen Menschen sind aus dieser Zeit von dieser Stelle nachgewiesen – die ältesten Dithmarschens! In der Rinne bildete sich nochmal ein Torf. Zuvor hatte sich Flugsand abgelagert.

The coldness phases of the last Ice Age were interrupted by several quite short warming phases (interstadials). In the Bröruo-interstadial, more than 60 000 years ago, there was an extension of birch, pines, spruces, larch and alder. Also traces of the Palaeolithic human are proved at this place - the oldest of Dithmarschen! In the groove a peat was formed again. Before that drifting sand had deposited.


Eiszungenbecken

In der letzten Warmzeit vor gut 100.000 Jahren hatte sich im Talgrund ein dünner Waldtorf gebildet. Darunter liegt als Gletscherablagerung der Geschiebelehm (lila). Tiefer befinden sich durch die Eis-Stauchung gefaltete und gestörte ältere Schmelzwasserkiese (olivbraun). Sie umrahmen als Hügelkette das Eiszungenbecken.

About 100 000 years ago, in the last warm period, a thin forest peat had formed in the valley bottom. Underneath it lays as a deposition of the glacier the boulder clay (lilac). Deeper there exist older melting water gravels (olive-brown) folded and disturbed by ice-compression. They frame as a ridge the ice tongue basin.


Höhengrafik

Das Schalkholzer Eiszungenbecken (mit Entnahmestelle). Höhengrafik über Karte von 1880. Viele der Randhöhen fielen und fallen dem Kiesabbau zum Opfer.

The Schalkholz ice tongue basin (with removal site). Altitude graphic above map of 1880. Many of the margin levels fell and fall prey to the gravel excavation. Eisvorstoß Ice thrust

Tauende Eiszunge und hufeisenförmig gestauchte Moränen (Spitzbergen, nach Gripp) Dewing ice tongue and horseshoe-shaped jolted moraines (Spitzbergen). By Gripp

Links


siehe auch:

Weblinks


Karten


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