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Sankt Michaelisdonn: Unterschied zwischen den Versionen

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* Wie viele Einwohner hat Sankt Michaelisdonn?
 
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: Sankt Michaelisdonn hat 3.422 Einwohner. ([https://www.statistik-nord.de/zahlen-fakten/bevoelkerung/bevoelkerungsstand-und-entwicklung/dokumentenansicht/bevoelkerung-der-gemeinden-in-schleswig-holstein-1/ Stand: 30. September 2018])
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: Sankt Michaelisdonn hat 3.410 Einwohner. ([https://www.statistik-nord.de/zahlen-fakten/bevoelkerung/bevoelkerungsstand-und-entwicklung/dokumentenansicht/bevoelkerung-der-gemeinden-in-schleswig-holstein-1/ Stand: 31. Dezember 2018])
  
 
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Aktuelle Version vom 2. Juli 2019, 19:48 Uhr

Sankt Michaelisdonn ist eine Gemeine im Kreis Dithmarschen.

Aus dem großartigen Buch Dithmarschen: Weites Land am Meer von Jürgen Rust

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Basisdaten

  • Höhe: 3 m ü. NHN
  • Fläche: 23,06 km²
  • Wie viele Einwohner hat Sankt Michaelisdonn?
Sankt Michaelisdonn hat 3.410 Einwohner. (Stand: 31. Dezember 2018)

Einwohnerstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 3.749
2001 3.822
2002 3.796
2003 3.779
2004 3.759
2005 3.700
2006 3.680
2007 3.641
2008 3.626
2009 3.640
2010 3.635
2011 3.583
2012 3.499
2013 3.518
2014 3.501
2015 3.432
2016 3.420
2017 3.417
2018 3.410
  • Postleitzahl (PLZ): 25693
  • Vorwahl: 04853
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Volker Nielsen (CDU)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Sankt Michaelisdonn

  • Gemeindeschlüssel: 01051097
  • Regionalschlüssel: 010515163097

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: 275
  • Grundsteuer B: 285
  • Gewerbesteuer: 310
  • Breitengrad: 53,994438° N
  • Längengrad: 9,122148° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:36:29

[Bearbeiten] Wappen

Wappen von Sankt Michaelisdonn
  • Wappengenehmigung/ -annahme: 26.11.1964
  • Flaggengenehmigung/ -annahme: 06.12.1991
  • Entwurfsautoren:
* Lippert, W.H., Brunsbüttel
  • Wappenfiguren:
* Drache
* Michael, Heiliger
* Windmühlenflügel

[Bearbeiten] Wappenbeschreibung

In Blau ein barhäuptiger, bärtiger Mann (St. Michael) mit blondem Haar in goldener bäuerlicher Kleidung, der einem auf dem Rücken liegenden, rotbewehrten goldenen Drachen eine Lanze mit goldenem Schaft und einem silbernen Sensenblatt als Spitze in den Hals stößt und oben rechts von vier ins Kreuz gestellten goldenen Windmühlenflügeln begleitet wird.

[Bearbeiten] Historische Begründung

Das Wappen von St. Michaelisdonn gibt den namengebenden Heiligen wieder, und zwar in ungewöhnlicher Kleidung und Bewaffnung, als sei er ein Angehöriger der bäuerlichen Bevölkerung Dithmarschens in der Vergangenheit. Die dem heiligen Michael geweihte Kirche wurde in den Jahren 1610 und 1611 aus den Erträgen einer Kollekte erbaut. Schon 1612 wird der Ort mit Rücksicht auf seine Lage auf dem Donn, der Dithmarscher Binnennehrung, in den Urkunden als "Niekerken upe Dunne" oder "Karcke upm Dunnen" bezeichnet. Im Laufe der Zeit übertrug sich der Kirchenname auf die Donnsiedlung: St. Michaelisdonn. Das Motiv des Wappens geht auf das alte Kirchensiegel zurück, welches den heiligen Michael im Kampf mit dem Höllendrachen zeigt. Die Windmühlenflügel vertreten die Mühle am Ort, die ein bekanntes Wahrzeichen der Gemeinde darstellt.

Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

[Bearbeiten] Wetter in Sankt Michaelisdonn

[Bearbeiten] Aktuell

[Bearbeiten] Wetterarchiv

[Bearbeiten] Unwetterwarnung


[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Wo liegt Sankt Michaelisdonn?

Sankt Michaelisdonn liegt im Süden Dithmarschens zwischen Brunsbüttel und Meldorf, sowie Marne und Burg.

[Bearbeiten] Ortsteile

  • Hindorf
  • Hopen
  • Norderdonn
  • Sankt Michaelisdonn (Ortskern)
  • Süderdonn
  • Westdorf

[Bearbeiten] Nachbargemeinden


[Bearbeiten] Angemessene Miete in Sankt Michaelisdonn

Da die Gemeinde Sankt Michaelisdonn zum Amt Burg-Sankt Michaelisdonn gehört beträgt die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) für

1 Person 314.00 €
2 Personen 372,60 €
3 Personen 429,00 €
4 Personen 501,50 €
5 Personen 551,00 €
jede weitere Person 58,00 €

Stand: 2019

Quelle


[Bearbeiten] Politik

Von den 18 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU acht, die Wählergemeinschaft AFW sechs die SPD vier Sitze.


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • CDU 46,0% (9 Sitze)
  • FW 17,0% (3 Sitze)
  • SPD 24,0% (4 Sitze)
  • ABB 14,0% (3 Sitze)

[Bearbeiten] Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sankt Michaelisdonn ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


[Bearbeiten] Vereine und Organisationen

Schaust Du!


[Bearbeiten] Chronik / Gemeindegeschichte

St.Michaelisdonn historisch Bereits in der Jungsteinzeit, also etwa 3500 bis 1500 Jahre vor Christi Geburt, gab es die ersten Ansiedelungen im Bereich des heutigen St. Michaelisdonns. Es handelte sich dabei um Bauernsiedlungen der Indogermanen. Noch heute sind steinzeitliche Hünengräber aus dieser Zeit in der Umgebung von Hindorf, Hopen und Westdorf auf der Geest zu finden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Umgebung des Ortes immer wieder von verschiedenen Völkern bewohnt, wie von den Wikingern oder den Sachsen, die 449 n.Chr. nach England auswanderten. Später gehörten die hier lebenden Bauern zur "Freien Bauernrepublik Dithmarschen", die am 17.2.1500 in der Schlacht von Hemmingstedt tapfer die Dänen vertrieben. 59 Jahre später wurde Dithmarschen jedoch geschlagen.

Der Name "Sankt Michaelisdonn" wurde 1611 zum ersten Mal erwähnt, denn am 8. September 1611 wurde die St.Michaelis-Kirche eingeweiht. Die hier ansässigen ländlichen Siedlungen waren vorher unter den Bezeichnungen "Rethdiek", "Rethdieker Donn" oder "Rösthusener Donn", benannt nach dem nahen Dorf Rösthusen, geläufig. Der Name "Donn" verweist auf die Sandablagerungen (Donn = Düne) vor dem Geestrand, der ehemaligen Küstenlinie. Zu St. Michaelisdonn gehörten die eigenständigen Bauernschaften Norderdonn und Süderdonn, früher auch unter den Namen "St. Michaelis-Norderdonnerwurt" und "St. Michaelis-Süderdonn" bekannt.

Am 23. Januar 1706 veranlasste der dänische König Christian V., dass an jedem Dienstag vor Pfingsten ein Holzmarkt in St. Michaelisdonn auf dem Marktplatz abgehalten werden durfte. Schon bald wurde der Holzmarkt zum wichtigsten Ereignis im Jahr, an dem viele Händler und Handwerker ihre Ware anboten. Als einer der größten Holzmärkte in Schleswig-Holstein wurde dieses Ereignis später mit einem Jahrmarkt am Wochenende davor verknüpft. Der Holzmarkt bestand bis in die 30-er Jahre des 20. Jahrhunderts, danach boten immer mehr kleinere Läden auf den Dörfern Holzwaren und andere Güter an.

1803 hatte St. Michaelisdonn 621 Einwohner. Die Bevölkerung bestand meist aus kleinen Kaufleuten, Handwerkern, Bauern und Arbeitern.

1845 wurde bei einer Volkszählung festgestellt, dass in Sankt Michaelisdonn 876 Einwohner lebten und eine Schule mit 2 Klassen betrieben wurde, in die 200 Kinder gingen. Es gab seinerzeit mehrere Gewerbetreibende sowie Krüger, Höker, Schmiede, Radmacher und weitere Handwerker.

In Hopen wurden bei der gleichen Volkszählung 107 Einwohner gezählt. Hopen gehörte auch die halbe Feldmark des ehemaligen Dorfes Boordorp (wurde 1402 vom Herzog Erich von Lauenburg sehr verheert), welches sündlich von Hopen lag.

Durch die zentrale Lage des Ortes im südlichen Dithmarschen wuchs St. Michaelisdonn schnell und schon 1867 wurden 1050 Einwohner gezählt.

Ein wichtiger Schritt in der wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde war die Eröffnung der Marschenbahn am 1. November 1878. Nun war St. Michaelisdonn über eine Eisenbahnlinie mit Heide, Itzehoe und Hamburg verbunden. Ein Bahnhof wurde in der Feldmark der Bauernschaft Westdorf gebaut. Durch die Eisenbahn gab es einen Arbeitskräftebedarf und weitere Menschen zogen in den Ort.

Nur zwei Jahre später wurde am 27. März 1880 die Zuckerfabrik St. Michaelisdonn gegründet und die Fabrikgebäude 1881 fertiggestellt. Dies bedeutete einen weiterer Aufschwung für den Ort. Durch die Zuckerfabrik wurde St. Michaelisdonn überregional bekannt, denn sie war lange Zeit die einzige Fabrik dieser Art in Schleswig-Holstein und insgesamt die Zuckerfabrik mit der längsten Betriebszeit in ganz Deutschland. Durch die Fabrikerrichtung erfolgte dann auch der Bahnanschluss nach Marne und in die Köge, um von dort Zuckerrüben nach St. Michaelisdonn zu transportieren.

Am 14. März 1885 wurden die Bauernschaften Norderdonn und Süderdonn zur Bauernschaft St. Michaelisdonn vereint. Claus Buhmann war von 1871 bis 1885 der letzte Bauernschaftsvorsteher in Norderdonn, Peter Jacob Schwarz im gleichen Zeitraum der letzte Bauernschaftsvorsteher von Süderdonn.

1905 betrug die Einwohnerzahl 1024, 1919 schon 1220 Einwohner.

1911 begann die Fusion der Bauernschaften St. Michaelisdonn, Hindorf, Hopen und Westdorf durch die Einrichtung eines eigenen Standesamtbezirkes.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Marne aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Sankt Michaelisdonn.

Am 1. Oktober 1935 wurden die genannten Bauernschaften zur Gemeinde St. Michaelisdonn zusammengefasst. In dem Ort lebten nun zusammen 2036 Einwohner. Der erste Bürgermeister war Heinrich Weerts aus Hopen, der bis Kriegsende 1945 im Amt blieb. Er löste Peter F. Hanßen ab, der von 1923 bis 1935 der letzte Bauernschaftsvorsteher von St. Michaelisdonn war. Am 31.Oktober 1935 wurde St. Michaelisdonn eine kirchspielsfreie Landgemeinde. Dazu wurde die Bauernschaft St. Michaelisdonn aus der Kirchspielslandgemeinde Marne und die Bauernschaften Hindorf, Hopen und Westdorf aus der Kirchspielslandgemeinde Süderhastedt ausgegliedert.

1935 erfolgte auch der Aufbau eines Segelflugplatzes auf dem Spiekerberg zur Ertüchtigung der Jugend. Einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg trafen flugbegeisterte Bürger wieder zusammen und bauten den Sportflugplatz St. Michaelisdonn-Hopen auf.

Den höchsten Stand der Einwohnerzahl erreichte St. Michaelisdonn nach 1945, als zahlreiche Heimatvertriebene durch den Zweiten Weltkrieg bis Schleswig-Holstein geflüchtet waren. 3873 Menschen lebten damals auf dem Donn; sie wurden größtenteils in den Häusern der bisherigen Einwohner mit untergebracht.

In den folgenden Jahren wanderten einige der Heimatvertriebenen in andere Bundesländer ab, andere bauten sich eigene Häuser in St. Michaelisdonn. So entstanden zwischen 1947 und 1950 die Siedlungen in der Pommernallee, auf dem Heisterberg (Heiddonn) und in der Kampstraße in Hindorf. Bis 1950 pendelte sich die Einwohnerzahl bei 3100 ein.

1966 war ein wichtiges Jahr in der Geschichte St. Michaelisdonns. Die Gemeinde wurde vom Land Schleswig-Holstein zum "ländlichen Zentralort" ernannt. Die Errichtung von wichtigen Einrichtungen wie der Realschule, der Landwirtschaftsschule, dem Schwimmbad, einer Apotheke und weiteren Einkaufmöglichkeiten sind dem vorausgegangen.

Am 1. April 1970 gründete St. Michaelisdonn gemeinsam mit den Nachbargemeinden Eddelak, Averlak und Dingen das Amt Kirchspielslandgemeinde Eddelak-St. Michaelisdonn. Hierzu wurde auch die neue Amtsverwaltung zentral in St. Michel errichtet.

In den Jahrzehnten nach dem Krieg waren vor allem die Ortsteile St. Michaelisdonn, Westdorf und Hopen immer mehr zusammengewachsen. Vor allem in den 70er Jahren und 80er Jahren wurden zwischen Westdorf und Hopen großflächige Wohngebiete errichtet. Hier bauten vor allem auch Arbeitnehmer aus dem neu errichteten Industriegebiet Brunsbüttel (12 km entfernt) ihr Eigenheim. So entstanden die Straßen rund um "Wiedhof" und "Feldrain". Anfang der 80er Jahre lebten schon mehr als 3500 Einwohner in der Gemeinde. Viele ursprüngliche ländliche Geschäfte und Betriebe verschwanden jedoch leider gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Dagegen wurde St. Michaelisdonn mehr und mehr ein attraktiver Wohn- und Urlaubsort. Die Errichtung von Neubaugebieten vollzieht sich bis heute.

1995 wurde die Zuckerfabrik St. Michaelisdonn geschlossen. Das industrielle Wahrzeichen des Ortes verschwand endgültig 2002, als die weithin sichtbaren Fabrikgebäude abgerissen wurden. Dies war ein herber Schlag für die Wirtschaft des Ortes.

Im Jahr 2004 gab es einen wichtigen Fortschritt in der touristischen Entwicklung der mittlerweile 3800 Einwohner zählenden Gemeinde St. Michaelisdonn. Die Draisinenbahn nach Marne und der Golfplatz "Am Donner Kleve" wurden eröffnet und erweitern seitdem das attraktive touristische Angebot des Ortes.

(Quellenangabe: Als unterstützende Quelle diente die Ortschronik der Gemeinde St. Michaelisdonn von Wilhelm Stock. Das umfangreiche und hoch interessante Buch von 1983 ist sehr empfehlenswert und bei der Gemeinde bzw. beim Amt erhältlich.)


[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Buhmann, Kl. Friedr. (* 16.07.1852 in Sankt Michaelisdonn), Theologie
  • Eisenhuth, Nicolaus (* 10.09.1679 auf den St. Michaelis Donnen)
  • Franzke, Alfred
  • Gerber, Chr. Aug. (* in Sankt Michaelisdonn), Arzt in Elmshorn und Preetz
  • Gerber, Joach. H. (* 18.04.1815 in Sankt Michaelisdonn; + 1846), Dr. phil. Pastor in Marne und Colmar
  • Huesmann, M. N. (* in Eddelak), Pastor in Sankt Michaelisdonn und Flensburg
  • Landmann, Heinz
  • Meyer, Waldemar (* 1.07.1854 in Hemme; + 1892), Pastor in Sankt Michaelisdonn
  • Peters, Eva (* 27.6.1939 in Köslin)
  • Claus Johann Rusch
  • Sievers, Reimer (* 11.08.1848 in Linden, Pastor in Sankt Michaelisdonn und Jörl.
  • Sothmann, M. N. (* in Sankt Michaelisdonn), 1815 Lehrer in Oldesloe, 1819 in Glückstadt, 1823 Pastor in Mildstedt
  • Thies Völker

[Bearbeiten] Kulturelle Einrichtungen / Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Freimaurermuseum

[Bearbeiten] Holländerwindmühle „Edda”

Die Windmühle ist das Wahrzeichen von Sankt Michaelisdonn und steht im Ortsteil Hopen.

Ursprünglich war 1666 eine Bockmühle aus Buchholz hierher umgesetzt worden, um eine benachbarte Wassermühle zu ersetzen. 1806 heiratete der Theologe und Müllersohn Claus Harms die Tochter des Müllers aus Hopen.

1842ersetzte dann eine Holländerwindmühle die Bockmühle 1920 wurde die Mühle dann in "Marie" umbenannt, bis sie 1959 ihren Namen "Edda" erhielt; so hieß eine Schwiegertochter des Müllers Jürgens, dessen Vorfahren seit 1762 hier als Müller wirkten. Bis heute mahlt "Edda" noch Korn für den Eigenbedarf.

[Bearbeiten] Claus Harms-Denkmal

Das Claus-Harms-Denkmal befindet sich auf dem Marktplatz in Sankt MIchaelisdonn. Das Denkmal erinnert an den Theologen und Müllersohn, der in Diekhusen-Fahrstedt bei Marne geboren wurde und 1805 die Tochter der Müllers der alten Bockmühle von Hopen heiratete.

Auf dem Marktplatz in St. Michaelisdonn befindet sich das Claus-Harms-Denkmal. Es erinnert an den berühmten Theologen und Müllersohn Claus Harms. Claus Harms wurde in Diekhusen-Fahrstedt bei Marne geboren. 1806 heiratete er die Tochter des Müllers der alten Bockmühle von Hopen, die die Vorgängerin der Holländerwindmühle „Edda" war.

[Bearbeiten] Bismarckstein

Der Bismarckstein ist ein Findling, der vermutlich vor 200.000 Jahren zur Dithmarscher Geest gelante. Als der Nord-Ostsee-Kanal verbreitert wurde, stieß man zwischen 1907 und 1914 auf diesen Stein (Ausmaße: Länge: 3,50 Meter, Durchmesser: 2 Meter, Gewicht: 25 Tonnen).

Nachdem alle Versuche vergebens waren, ihn durch Sprengladungen zu Fundamentmaterial zu verarbeiten, machten einige Donner Kanalarbeiter den Vorschlag, den Stein zur Ehren des "Eisernen Kanzlers Otto von Bismarck" (1815-1898); Reichskanzler des Deutschen Reiches von 1871 bis 1890) auf dem Klev bei St. Michaelisdonn aufzurichten.

[Bearbeiten] Kaiserliches Postamt

1873 richtete die preußische Verwaltung eine Postagentur in Sankt Michaelisdonn ein. Anfangs wurde hierzu in einer Gaststätte ein Zimmer als "Postzimmer" eingerichtet, nachdem jedoch der Briefverkehr zunahm, zog die Post 1906 in ein 1880 errichtetes Gebäude um. Das "kaiserliche Postamt" wurde nun von einem Postmeister geleitet.

Von 1923 - 1952 wurde auch noch eine örtliche Fernsprechvermittlungsstelle betrieben.

1965 wurde ein neues Postamt erbaut und die "Alte Post" ging in private Nutzung.

1989 wurde das Gebäude durch die Gemeinde Sankt Michaelisdonn gekauft und umfangreich saniert.

Heute befindet sich in dem Backsteinbau ein Geschäftsgebäude.

[Bearbeiten] St.-Michaelis-Kirche

Von 1610 - 1611 wurde eine Filialkirche der Marner Kirche aus Spendenmitteln erbaut und nach dem Erzengel Michael benannt; der Gemeindename Sankt Michaelisdonn kommt von dieser Namensgebung. Mit dem Bau der Kirche erhielt die Gemeinde dann auch ihre Selbständigkeit, gehörte aber weiterhin zum Kirchspiel Marne.

1679 wurde zum Andenken an den Meldorfer Künstler und Schreib- und Rechenmeister und seiner Frau ein Grabdenkmal an der Nordwand aufgehängt.

1681 bekam die Kirche einen Kronleuchter.

1693 erhielt die Kirche einen zentralen Altar und aus dem späten 17. Jahrhundert stammt die Taufe.

1702 wurde durch Harm Hinrich Pohlmann eine Kanzel als Ersatz für eine ältere geschnitzt.

1730 erfolgte die Erweiterung der Saalkirche nach Westen.

1747 wurde ein Turmerrichtet.

1964 wurde der freistehende Glockenturm errichtet.

[Bearbeiten] Donner Kleve

Südöstliche von Sankt Michaelisdonn liegt das Gebiet "Kleve" (= Kliff). Dieser Landschaft wurde vor etwa 5000 Jahren geschaffen, als die damalige Küstenlinie unmittelbar am Geestrand verlief. Im Laufe der Zeit kam es zu Unterspülungen und Uferabbrüchen und es formte sich somit eine Steilküste. Das abgetragene Erdreich lagert sich als langgestreckter Nehrungshaken (Donn) vor der Küste ab.

Durch die natürliche Anladung entwickelte sich im Laufe der Zeit die Marschlandschaft, so dass die Küstenlinie nicht mehr am Kliff verlief. Dies führte dazu, dass die Landschaftsform abflachte und bewaldete. Der Höhenzug ragt heute 30 Meter aus der Marschlandschaft hervor und der Klevhang erstreckt sich an der Nahtstelle zwischen Geest und Marsch.

Das Naturschutzgebiet Kleve ist mit einem Eichen-Mischwald bewachsen und es finden sich zahlreiche "Kratteichen" auf dem Areal. Weil die Eichen seinerzeit regelmäßig abgeholzt wurden, entstand ein sogenannter Niederwald (Kratt).


[Bearbeiten] Golfplatz

Im Ortsteil Hopen wurde 2004 der Golfplatz "Am Donner Kleve" eröffnet. Hier besteht die Möglichkeit auf 18 Spielbahnen zu spielen.

[Bearbeiten] Draisinenbahn

Ebenfalls 2004 wurde der Betrieb der Marschenbahn Draisine aufgenommen. Eisenbahninteressierte und Freunde von Draisinen haben hier die Möglichkeit die alte Strecke der Marschbahn zwischen Marne und Sankt Michaelisdonn auf 9 Kilometern mit einer Fahrraddraisine befahren.

[Bearbeiten] Verkehrslandeplatz

In Hopen gibt es einen kleinen Flugplatz, von dem aus die Möglichkeit besteht, verschiedene Flugplätze zu erreichen. Folgende Flugplätze sind innerhalb einer Flugstunde von St. Michaelisdonn aus zu erreichen (gerechnet mit 100 kt Reisegeschwindigkeit):

  • Wangerooge,
  • Langeoog,
  • Baltrum,
  • Norderney,
  • Juist,
  • Borkum,
  • Emden,
  • Bremerhaven,
  • Nordholz,
  • Stade,
  • Uetersen,
  • Hartenholm,
  • Itzehoe,
  • Büsum,
  • St. Peter-Ording,
  • Husum
  • Pellworm,
  • Föhr,
  • Sylt,
  • Rendsburg,
  • Flensburg,
  • Kiel,
  • Lübeck,
  • Fehmarn,
  • Wismar
  • Lolland (Maribo),
  • Sonderborg,
  • Aero,
  • Sydfyn/Tasinge,
  • Tondern

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Sankt Michaelisdonn ist verkehrstechnisch auf vielfältige Art und Weise zu erreichen. So führt die Bahnstrecke Hamburg - Westerland an der Gemeinde entlang, die Züge verkehren stündlich. Zur Bundesstrasse B5 bei Brunsbüttel sind es 12 Kilometer, von dort gelangt man zur A23 nach Hamburg.

In Hopen gibt es die Möglichkeit den kleinen Verkehrslandeplatz zu nutzen.

Sankt Michaelisdonn verfügt über eine gute Gesundheitsversorgung.

In Sankt Michaelisdonn gibt es eine Grund- und Gemeinschaftsschule, zum Besuch eines Gymnasiums müssen die Schüler nach Meldorf, Marne oder Brunsbüttel fahren.

[Bearbeiten] Gewerbe

Schaust Du!

[Bearbeiten] Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 38 2.412
1998 43 2.480
1999 40 3.398
2000 33 1.854
2001 35 1.974
2002 34 2.848
2003 37 2.032
2004 31 1.840
2005 34 1.981
2006 34 1.752
2007 61 5.511
2008 39 2.959
2009 48 2.190
2010 40 2.499
2011 44 3.430
2012 45 4.811
2013 53 4.881
2014 54 8.291
2015 46 4.726
2016 63 5.587
2017 49 4.054
2018 39 4.450

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018


[Bearbeiten] Weblinks


[Bearbeiten] siehe auch:


[Bearbeiten] Karten


[Bearbeiten] Städte und Gemeinden im Kreis Dithmarschen

Albersdorf ; Arkebek ; Averlak ; Bargenstedt ; Barkenholm ; Barlt ; Bergewöhrden ; Brickeln ; Brunsbüttel ; Buchholz ; Büsum ; Büsumer Deichhausen ; Bunsoh ; Burg ; Busenwurth ; Dellstedt ; Delve ; Diekhusen-Fahrstedt ; Dingen ; Dörpling ; Eddelak ; Eggstedt ; Elpersbüttel ; Epenwöhrden ; Fedderingen ; Frestedt ; Friedrichsgabekoog ; Friedrichskoog ; Gaushorn ; Glüsing ; Großenrade ; Groven ; Gudendorf ; Hedwigenkoog ; Heide ; Hellschen-Heringsand-Unterschaar ; Helse ; Hemme ; Hemmingstedt ; Hennstedt ; Hillgroven ; Hochdonn ; Hövede ; Hollingstedt ; Immenstedt ; Kaiser-Wilhelm-Koog ; Karolinenkoog ; Kleve ; Krempel ; Kronprinzenkoog ; Krumstedt ; Kuden ; Lehe ; Lieth ; Linden ; Lohe-Rickelshof ; Lunden ; Marne ; Marnerdeich ; Meldorf ; Neuenkirchen ; Neufeld ; Neufelderkoog ; Nindorf ; Norddeich ; Norderheistedt ; Nordermeldorf ; Norderwöhrden ; Nordhastedt ; Odderade ; Oesterdeichstrich ; Oesterwurth ; Offenbüttel ; Osterrade ; Ostrohe ; Pahlen ; Quickborn ; Ramhusen ; Rehm-Flehde-Bargen ; Reinsbüttel ; Sankt Annen ; Sankt Michaelisdonn ; Sarzbüttel ; Schafstedt ; Schalkholz ; Schlichting ; Schmedeswurth ; Schrum ; Schülp ; Stelle-Wittenwurth ; Strübbel ; Süderdeich ; Süderdorf ; Süderhastedt ; Süderheistedt ; Tellingstedt ; Tensbüttel-Röst ; Tielenhemme ; Trennewurth ; Volsemenhusen ; Wallen ; Warwerort ; Weddingstedt ; Welmbüttel ; Wennbüttel ; Wesselburen ; Wesselburener Deichhausen ; Wesselburenerkoog ; Wesseln ; Westerborstel ; Westerdeichstrich ; Wiemerstedt ; Windbergen ; Wöhrden ; Wolmersdorf ; Wrohm