Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz | Aktuelle Version

Landpartie

Version vom 27. Januar 2009, 17:16 Uhr von Helge Bösenberg (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Treffen am Elbdeich


So funktioniert ein Hochrad
Heike Götz wagt sich mutig auf das hohe Gefährt
Der Weg führt zu Jiaogulan
Treibhauskultur bei Rijk Zwaan
Jens Rusch, Heike Götz, Joachim Schmidt

Inhaltsverzeichnis

Die NDR "Landpartie"

Heike Götz erkundet radelnd die Besonderheiten Norddeutschlands. Unsere kleine Begegnung beginnt ungefähr dort, wo kurz zuvor die Brunsbütteler Wattolümpiade stattgefunden hat. Jens Rusch auf dem Hochrad, von dem ihn noch kurz zuvor ein bezeichnenderweise schwarzes Schaf gestossen hatte. Der linke Arm ist gerade aus dem Gips und das Radeln wirkt noch ein wenig traumatisch inmitten der Schafe am Deich. Ulrich Koglin, der für die Landpartie-Redaktion das Thema recherchiert hatte, fand den Drehort jedoch sehr angemessen, womit er ja auch nicht Unrecht hat. An dieser Stelle ist Brunsbüttel halt tatsächlich am schönsten.


Hochrad

Die Funktionsweise eines Hochrades ist schnell erklärt: Keine Bremse, keine Kette, keine Luftpumpe. Nur etwa 15 Jahre gab es diese Räder, dann wurde das "Niedrigrad" mit Kettenübersetzung, wie wir es heute kennen zur Ablösung erfunden. Viele Unfälle machten das Hochrad auch nicht beliebter. Einen dreiviertel Meter mit den Füssen über dem Boden, flottes Absteigen kaum möglich, das ist wie "Fliegen für Arme", wie Jens Rusch gern anmerkt, zumindest, wenn man auf einer Deichkrone fahren möchte. Immerhin ist Heike Götz mutig genug, es auch einmal auszuprobieren.


Mitbringsel

Das Gespräch entwickelt sich zu einem interessanten Thema, denn auch Heike Götz hatte bereits von dem sogenannten "Unsterblichkeitskraut", wie man Jiaogulan in den asiatischen Ursprungsländern nennt gehört. Diese hatte Jens Rusch vor vier Jahren aus Khao Lak in Thailand mit nach Deutschland gebracht. Einfache Keimlinge, in feuchte Tempo-Taschentücher und Plastikbeutelchen gehüllt. Im Norden Thailands, in Chiang Mai hatte er ein Jahr zuvor Plakate eines Kongresses über diese Pflanze gesehen und war neugierig geworden.


Im Internet erfuhr er dann, dass diese Pflanze in Asien als Komplimentärmedizin in der Onkologie eingesetzt wird. Da sie den dithmarscher Boden anscheinend sehr gern mag, machte Jens Rusch verschiedene Versuche und wagte es dann, die Pflanze im Freiland überwintern zu lassen, was zu seiner Überraschung hervorragend funktionierte. Da er nun über sehr viele Keimlinge der ersten Generation verfügte, deren Wirkstoffe im Vergleich zu aus Samen weitergezüchteten Pflanzen ungleich stärker ausfallen, beschloss er, Kinder dieser Mutterpflanze an Krebsbetroffene in Dithmarschen zu verschenken. Diesen Weg möchte Heike Götz nun in ihrem Filmbericht aufzeigen.


Unterstützung

Nach einem Aufruf in der Dithmarscher Landeszeitung, in dem er ein leerstehendes Treibhaus suchte, bot ihm Joachim Schmidt ein weit konfortableres Zuchtgebäude und seine Kenntnisse als Gentechniker in der Kohlveredelung an. Hier erfährt Heike Götz, wie man aus einer einzelnen Mutterpflanze dutzende identischer "Trabanten" klonen kann. Gentechnik einmal völlig unumstritten. Joachim Schmidt erläutert vor laufender Kamera, dass in diesem speziellen Treibhaus jede Klimasituation der Erde künstlich erzeugt werden kann. Lichtverhältnisse, Temperaturkurven und Luftfeuchtigkeit, das alles ist hier identisch wie in Thailand oder Zentralchina herstellbar. Und nicht nur das: es kann sogar noch wachstumsfördernder manipuliert werden, indem die ohne bereits "günstigen" Voraussetzungen noch idealer gestaltet werden.


Die Verschenkaktion

Heike Götz erfährt, dass die beiden Initiatoren im Frühjahr 2008 fast 1000 Pflanzen in kleinen Töpfchen an Krebsbetroffene verschenkten, mit der Maßgabe, weitere dann resultierende "Ableger" an Freunde oder andere Krebsbetroffene im kommenden Frühjahr zu verschenken. So etwas wie ein "grüner Kettenbrief" eben. Die Reaktionen der Krebsbetroffenen, die so beschenkt wurden, veränderten die Einschätzungen der Rijk Zwaan-Mitarbeiter. Nach jeder dankenden Umarmung, jedem Händedruck wurde ihnen bewusster, was sie hier eigentlich begonnen hatten. und auch an Joachim Schmidt und Jens Rusch, die die Aktion nach der letzten verschenkten Pflanze eigentlich als abgeschlossen betrachteten, ging dieser ungeplante Effekt nicht vorüber. Die Nachfragen hörten nämlich keineswegs auf, als alle Pflanzen verschenkt waren. Nun hat Joachim Schmidt erneut begonnen, aus dem genetischen Urmaterial aus dem kleinen Brunsbütteler Garten von Jens Rusch weitere Zöglinge zu züchten.

Sendetermin

Zum Sendetermin am 30. 11.08 wird er sie so gross gezogen haben, dass weitere "Unsterblichkeitspflanzen" an Krebsbetroffene dieser Region verschenkt werden können.



Weitere Informationen über Jiaogulan.


Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …