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Läden im Koog-Fürböter: Unterschied zwischen den Versionen

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(Otto Fürböter, Sattler und Tapezier)
(Verwandte Themen)
 
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== Otto Fürböter, Sattler und Tapezier ==
 
== Otto Fürböter, Sattler und Tapezier ==
  
[[Bild:Otto_Fuerboeter,Tochter_Ilse-1913.jpg|thumb|left|375px|Otto Fürböter und Tochter Ilse vor dem Haus Koogstraße 56 (Quelle:Rainer Fürböter)]]
 
  
[[Bild:Buergerverein-OFuerboeter.jpg|thumb|365px|Auszug aus der Chronik des Bürgervereins Brunsbüttel-Nord]]
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[[Bild:Otto_Fuerboeter,Tochter_Ilse-1913.jpg|thumb|Otto Fürböter und Tochter Ilse vor dem Haus Koogstraße 56 (Quelle:Rainer Dürr)]]
  
Der Name Fürböter steht für die meisten älteren Einwohner Brunsbüttels sicherlich nur in Verbindung mit dem Buchladen in der Koogstraße 56 auf der linken Seite. Den wenigsten dürfte bekannt sein, daß der Bruder des Buchladen-Gründers, Otto Fürböter, der Eigentümer dieses Hauses war und auf der rechten Seite einen Möbelladen betrieb. Er bekleidete im Vorstand des Bürgervereins Brunsbüttelhafen (heute Bürgerverein Brunsbüttel-Nord) das Amt des 1. Schriftführers.
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Der Name '''Fürböter''' steht für die meisten älteren Einwohner Brunsbüttels sicherlich nur in Verbindung mit dem Buchladen in der Koogstraße 56 auf der linken Seite. Den wenigsten dürfte bekannt sein, daß der Bruder des Buchladen-Gründers, '''Otto Fürböter''', der Eigentümer dieses Hauses war und auf der rechten Seite einen Möbelladen betrieb.  
<br/>Im folgenden das Baugesuch für das Gebäude Koogstraße 56 aus dem Jahr 1908.
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<br/>Otto Fürböter hatte bereits '''1904''' einen Laden in der '''Koogstraße 84''' und wechselte dann '''1906 in die Koogstraße 87''' ([[Läden im Koog-Koogstraße 85-91]]). Dort übernahm er den Möbelladen von Fritz Buhtz (siehe auch [[Läden im Koog-Koogstraße 64-67]]), bevor er endgültig sein Haus '''Koogstraße 56''' bezog.
  
[[Bild:Baugesuch_1908.jpg|thumb|left|370px|Baugesuch 1908 (Quelle: Rainer Dürr, Enkel des O.Fürböter)]]
 
[[Bild:Baugesuch-Übersetzung.jpg|thumb|370px|Übersetzung des Baugesuchs (Uwe Möller)]]
 
 
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Bild:1904-03-12 125a Otto Fürböter.jpg|[[Kanal-Zeitung 1904]]
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Bild:1906-06-30 346a Otto Fürböter.jpg|[[Kanal-Zeitung 1906]]
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Bild:Baugesuch_1908.jpg|1908-Baugesuch für das Gebäude Koogstraße 56 (Quelle: Rainer Dürr, Enkel des O.Fürböter)
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Bild:Baugesuch-Übersetzung.jpg|Übersetzung des Baugesuchs
  
 
Bild:Laden_Fürböter_Macht_Kienass-RD.jpg|Links Ernst Fürböter, Mitte Elektrogeschäft Kurt Macht, rechts Feinkost Horst Kienass-Mitte 50er Jahre
 
Bild:Laden_Fürböter_Macht_Kienass-RD.jpg|Links Ernst Fürböter, Mitte Elektrogeschäft Kurt Macht, rechts Feinkost Horst Kienass-Mitte 50er Jahre
 
Bild:Unterschrift_Fürböter-1908.jpg|Unterschrift Otto Fürböter 1908
 
Bild:Unterschrift_Fürböter-1908.jpg|Unterschrift Otto Fürböter 1908
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Bild:KS056-1908.12.07-Otto Fürböter.jpg|Werbung Otto Fürböter 7.12.1908 Koogstr.56
 
Bild:Otto_und_Margarete_Fürböter-1954-RD.jpg|Otto und Margarete Fürböter 1954
 
Bild:Otto_und_Margarete_Fürböter-1954-RD.jpg|Otto und Margarete Fürböter 1954
  
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"Dokumente von Rainer Dürr (Enkel des Otto Fürböter)"
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''Dokumente von Rainer Dürr (Enkel des Otto Fürböter)''
  
 
== Ernst Fürböter, Buchhandlung ==
 
== Ernst Fürböter, Buchhandlung ==
  
 
Am 7. August 1909  gründete Ernst Fürböter, geb. 14.02.1883 in Berlinerau Kreis Segeberg, im Alter von 26 Jahren eine Buchhandlung im Hause seines Bruders Otto in der Koogstraße 56 in Brunsbüttelkoog.
 
Am 7. August 1909  gründete Ernst Fürböter, geb. 14.02.1883 in Berlinerau Kreis Segeberg, im Alter von 26 Jahren eine Buchhandlung im Hause seines Bruders Otto in der Koogstraße 56 in Brunsbüttelkoog.
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<br/>Siehe auch [[Läden im Koog-Koogstraße 56-63]]
  
== Aus der Literatur-Welt 1909 ==
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=== Aus der Literatur-Welt 1909 ===
  
 
* Selma Lagerlöf erhält den Literatur-Nobelpreis
 
* Selma Lagerlöf erhält den Literatur-Nobelpreis
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<br/>''(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf)''
 
<br/>''(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf)''
  
== Werbung Ernst Fürböter 1909-1914 ==
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=== Werbung Ernst Fürböter 1909-1914 ===
  
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Bild:1909.08.10-Ernst_Fürböter.jpg|Geschäftseröffnung 1909
 
Bild:1909.08.10-Ernst_Fürböter.jpg|Geschäftseröffnung 1909
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Bild:1914.01.17-Ernst_Fuerboeter.jpg|Losverkauf 17.1.1914
 
Bild:1914.01.17-Ernst_Fuerboeter.jpg|Losverkauf 17.1.1914
 
Bild:1914.04.04-Frau_Ernst_Fuerboeter.jpg|Morgenmädchen gesucht 4.4.1914
 
Bild:1914.04.04-Frau_Ernst_Fuerboeter.jpg|Morgenmädchen gesucht 4.4.1914
Bild:Stempel_Fürböter.jpg|Stempel Buchhandlung Fürböter
 
  
Bild:Umschlag_Ernst_Fürböter.jpg|Umschlag Ernst Fürböter
 
Bild:Umschlag_Karl_Fürböter.jpg|Umschlag Karl Fürböter
 
  
 
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== Familiengeschichten ==
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[[Bild:KS056-1920.12.09-Fürböter.jpg|thumb|center|800px|Werbung 1920]]
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=== Familiengeschichten ===
  
 
''(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf)''
 
''(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf)''
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Doch das Leben meinte es nicht gut mit Ernst. Der 1.Weltkrieg war entbrannt und er mußte ins Feld.
 
Doch das Leben meinte es nicht gut mit Ernst. Der 1.Weltkrieg war entbrannt und er mußte ins Feld.
 
<br/>Am 1.Oktober 1916 fiel er in Transloy/Frankreich in der Schlacht  an der Somme und hinterließ seine Witwe mit dem Sohn Günter.
 
<br/>Am 1.Oktober 1916 fiel er in Transloy/Frankreich in der Schlacht  an der Somme und hinterließ seine Witwe mit dem Sohn Günter.
<br/>Das auf dem Vorplatz der 1915 fertiggestellten Pauluskirche ist sein Name auf dem Ehrenmal verewigt (s.Foto).
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<br/>Das Ehrenmal auf dem Vorplatz der 1915 fertiggestellten Pauluskirche trägt seinen Namen (s.Foto).
  
 
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Bild:1916.10.10-Todesanzeige.jpg|Todesanzeige Ernst Fürböter vom 10.10.1916
 
Bild:1916.10.10-Todesanzeige.jpg|Todesanzeige Ernst Fürböter vom 10.10.1916
 
Bild:1916.10.25-Fuerboeter.jpg|Anzeige vom 25.10.1916
 
Bild:1916.10.25-Fuerboeter.jpg|Anzeige vom 25.10.1916
Bild:Ehrenmal-1914-1918.jpg|Ehrenmal 1914-18 bei der Pauluskirche (Foto Uwe Möller)
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Bild:Ehrenmal-1914-1918.jpg|Ehrenmal 1914-18 bei der Pauluskirche
  
 
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Christiane Fürböter überlebte ihren Sohn Günter (gestorben am 10.05.1976) und starb 88-jährig am 21.02.1979.
 
Christiane Fürböter überlebte ihren Sohn Günter (gestorben am 10.05.1976) und starb 88-jährig am 21.02.1979.
  
== Erinnerungen an Fürböter ==
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=== Erinnerungen an Fürböter ===
  
 
''(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf)''
 
''(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf)''
 
<br/>Eine Brunsbüttelkoogerin erinnert sich:
 
<br/>Eine Brunsbüttelkoogerin erinnert sich:
 
<br/>''Meine Erinnerungen an "Fürböter" reichen bis ins 1. Schuljahr zurück. Es war im Jahr 1929, als wir hier den härtesten Eiswinter des Jahrhunderts hatten. Der Kanal war so zugefroren, daß wir zu Fuß übers Eis von der Südseite nach der Nordseite laufen und die eingefrorenen Schiffe bestaunen konnten. Vor der Haustür und auch sonst auf allen Gräben war Hochsaison im Schlittschuhlaufen. Da erklärte meine Mutter: „Heute müssen wir ‚rüber’ zu Fürböter und deine Schulbücher kaufen.“''
 
<br/>''Meine Erinnerungen an "Fürböter" reichen bis ins 1. Schuljahr zurück. Es war im Jahr 1929, als wir hier den härtesten Eiswinter des Jahrhunderts hatten. Der Kanal war so zugefroren, daß wir zu Fuß übers Eis von der Südseite nach der Nordseite laufen und die eingefrorenen Schiffe bestaunen konnten. Vor der Haustür und auch sonst auf allen Gräben war Hochsaison im Schlittschuhlaufen. Da erklärte meine Mutter: „Heute müssen wir ‚rüber’ zu Fürböter und deine Schulbücher kaufen.“''
<br/>''Der Laden von Fürböter war in der Koogstraße neben dem Fischgeschäft Schloo. Ich erinnere mich an einen braunen, holzvertäfelten Laden voller Bücher bis unter die Decke. Herr Fürböter war groß und schlank mit Bärtchen und ‚Pinksnee.’ Seine Schwester, Fräulein Fürböter, war klein, lebhaft und freundlich. Die war auch mit im Geschäft. Und dann war da noch Frau Labuhn, ein weiteres Familienmitglied. Die betätigte sich hauptsächlich als Laienlehrkraft in Handarbeit an den Volksschulen. Im Laden half sie nur in ihrer Freizeit. Wir wurden dort im Laden, in einer freundlichen fast fröhlichen Atmosphäre in ein Gespräch verwickelt, und fachkundig beraten. In den dann folgenden Schuljahren war Fürböter immer zuständig für unsere Bücher. Aber auch Schreibzeug und Malutensilien holten wir uns dort, und auch für unsere Lehrer war Fürböter so manches Mal der Helfer in der Not.''
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<br/>''Der Laden von Fürböter war in der Koogstraße neben dem Fischgeschäft Schloo. Ich erinnere mich an einen braunen, holzvertäfelten Laden voller Bücher bis unter die Decke. Herr Fürböter war groß und schlank mit Bärtchen und ‚Pinksnee.’ Seine Schwester, Fräulein Fürböter, war klein, lebhaft und freundlich. Die war auch mit im Geschäft. Und dann war da noch Frau Labuhn, ein weiteres Familienmitglied. Die betätigte sich hauptsächlich als Laienlehrkraft in Handarbeit an den Volksschulen. Im Laden half sie nur in ihrer Freizeit. Wir wurden dort im Laden in einer freundlichen, fast fröhlichen, Atmosphäre in ein Gespräch verwickelt und fachkundig beraten. In den dann folgenden Schuljahren war Fürböter immer zuständig für unsere Bücher. Aber auch Schreibzeug und Malutensilien holten wir uns dort. Auch für unsere Lehrer war Fürböter so manches Mal der Helfer in der Not.''
 
<br/>''Als wir später bei Fips im Physiksaal nachsitzen mußten, hatten wir absichtlich unser Schreibzeug nicht mit. Wir glaubten, wir sollten Messingschalen putzen. Fips ließ von Fürböter Papier und Bleistift holen und uns in schriftlicher Arbeit schmoren.''
 
<br/>''Als wir später bei Fips im Physiksaal nachsitzen mußten, hatten wir absichtlich unser Schreibzeug nicht mit. Wir glaubten, wir sollten Messingschalen putzen. Fips ließ von Fürböter Papier und Bleistift holen und uns in schriftlicher Arbeit schmoren.''
 
<br/>''Irene Kruse''
 
<br/>''Irene Kruse''
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[[Bild:Fuerboeter-innen.jpg|thumb|370px|Der dunkle Innenraum]]
 
[[Bild:Fuerboeter-innen.jpg|thumb|370px|Der dunkle Innenraum]]
  
So, wie auf dem oberen Foto kennen die älteren Brunsbüttelkooger aus ihrer Kindheit noch die Geschwister Karl und Frieda. Die Seele des Geschäfts war, zumindest in den 50er-Jahren, Frau Labuhn. Sie hatte ein freundliches Wesen und gefiel uns Kindern mit ihrer etwas rauchigen Stimme.
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So, wie auf dem oberen Foto kennen die älteren Brunsbüttelkooger aus ihrer Kindheit noch die Geschwister Karl und Frieda. Die Seele des Geschäfts war, zumindest in den 50er-Jahren, Frau Labuhn. Sie hatte ein freundliches Wesen und gefiel uns Kindern mit ihrer etwas rauchigen Stimme (Frieda Labuhn wurde am 10. Juni 1928 in den Elternbeirat der Boje-Mittelschule gewählt).
 
<br/>Damit die Schulkinder vor dem Gang zur Schule noch die letzten Besorgungen machen konnten, war der Laden morgens bereits um sieben Uhr geöffnet.
 
<br/>Damit die Schulkinder vor dem Gang zur Schule noch die letzten Besorgungen machen konnten, war der Laden morgens bereits um sieben Uhr geöffnet.
  
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== Werbung Ernst Fürböter 1930-1946 ==
 
== Werbung Ernst Fürböter 1930-1946 ==
  
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Bild:KS056-1912.12.14-Fürböter.jpg|Werbung 1912
 
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Bild:Fuerboeter-1930.jpg|Werbung Fürböter 1930
 
Bild:Fuerboeter-1930.jpg|Werbung Fürböter 1930
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Bild:Übersetzungen-Fuerboeter-13.09.1946.jpg| Werbung Fürböter 1946 [[Anzeigenblätter Brunsbüttelkoog 1946]]
 
Bild:Übersetzungen-Fuerboeter-13.09.1946.jpg| Werbung Fürböter 1946 [[Anzeigenblätter Brunsbüttelkoog 1946]]
 
Bild:Übersetzungen-Fuerboeter-18.10.1946.jpg| Werbung Fürböter 1946 [[Anzeigenblätter Brunsbüttelkoog 1946]]
 
Bild:Übersetzungen-Fuerboeter-18.10.1946.jpg| Werbung Fürböter 1946 [[Anzeigenblätter Brunsbüttelkoog 1946]]
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Bild:Stempel_Fürböter.jpg|Stempel Buchhandlung Fürböter
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Bild:Umschlag_Ernst_Fürböter.jpg|Umschlag Ernst Fürböter
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Bild:Umschlag_Karl_Fürböter.jpg|Umschlag Karl Fürböter
  
 
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[[Bild:1959.04.31-Erdmann-Koog56.jpg|thumb|350px|Anzeige Erdmann 31.12.1959]]
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[[Bild:KS056-1959-Erdmann.jpg|thumb|Genehmigungsersuchen 1959]]
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[[Bild:1959.04.31-Erdmann-Koog56.jpg|thumb|Anzeige Erdmann 31.12.1959]]
 
Am 21. Juni 1959 schrieb er an seinen Nachfolger nach Berlin: ''Wer diese Inflation erlebt hat, -wird wissen, was das heißt: Ich mußte ein privates Wohnhaus verkaufen und dadurch das Geschäft lebendig machen. Waren mußten vielfach herangeschafft werden. Bald 40 Jahre haben meine Schwestern und ich nun das Geschäft betrieben. Krieg und Nachkrieg haben dafür gesorgt, daß wir nicht reich wurden; wir haben davon leben können - nun zwingt uns das Alter, das Geschäft in andere Hände zu legen."''
 
Am 21. Juni 1959 schrieb er an seinen Nachfolger nach Berlin: ''Wer diese Inflation erlebt hat, -wird wissen, was das heißt: Ich mußte ein privates Wohnhaus verkaufen und dadurch das Geschäft lebendig machen. Waren mußten vielfach herangeschafft werden. Bald 40 Jahre haben meine Schwestern und ich nun das Geschäft betrieben. Krieg und Nachkrieg haben dafür gesorgt, daß wir nicht reich wurden; wir haben davon leben können - nun zwingt uns das Alter, das Geschäft in andere Hände zu legen."''
  
Im September 1959 verkaufte Karl Fürböter die Buchhandlung an Fritz Karl Erdmann, Inhaber eines Geschäfts für Bürobedarf in Berlin.
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Im September 1959 verkaufte '''Karl Fürböter''' die Buchhandlung an '''Fritz Karl Erdmann''', Inhaber eines Geschäfts für Bürobedarf in Berlin.
 
<br/>Aber schon nach Jahresfrist inseriert er in der Brunsbüttelkooger Zeitung:
 
<br/>Aber schon nach Jahresfrist inseriert er in der Brunsbüttelkooger Zeitung:
 
„Buchhandlung sofort zu verkaufen“
 
„Buchhandlung sofort zu verkaufen“
  
Am 15. Mai 1961 übernahm - mit 21 Jahren damals - die jüngste selbständige Buchhändlerin der damaligen BRD (Bundesrepublik Deutschland), Traute Schöpf, die Fürböter´sche Buchhandlung.
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Am '''15. Mai 1961''' übernahm - mit 21 Jahren damals - die jüngste selbständige Buchhändlerin der damaligen BRD (Bundesrepublik Deutschland), '''Traute Schopf''', die Fürböter´sche Buchhandlung.
 
<br/>Mit Mut zum Risiko und Spaß am Beruf machten die neue Inhaberin und die nachfolgenden Besitzer die Buchhandlung Schopf zu dem, was sie heute ist: eine leistungsfähige, lebendige Kleinstadtbuchhandlung.
 
<br/>Mit Mut zum Risiko und Spaß am Beruf machten die neue Inhaberin und die nachfolgenden Besitzer die Buchhandlung Schopf zu dem, was sie heute ist: eine leistungsfähige, lebendige Kleinstadtbuchhandlung.
<br/>Der jetzige Besitzer, Dietrich Wienecke, betreibt seit nunmehr 10 Jahren das Unternehmen sehr erfolgreich.
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<br/>Der jetzige Besitzer, '''Dietrich Wienecke''', betreibt '''seit 2003''' das Unternehmen sehr erfolgreich.
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<br/>(Siehe auch [[Läden im Koog-Koogstraße 56-63]], [[Läden im Koog-Koogstraße 37-46]], [[Läden im Koog-Koogstraße 64-67]])
  
 
== Die Koogstraße 56 in späteren Jahren ==
 
== Die Koogstraße 56 in späteren Jahren ==
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[[Bild:Zeitung-2009.jpg|thumb|center|800px|Zeitungsannonce zum 100-jährigen Bestehen der Buchhandlung-2009]]
 
[[Bild:Zeitung-2009.jpg|thumb|center|800px|Zeitungsannonce zum 100-jährigen Bestehen der Buchhandlung-2009]]
In diesem Teil des Gebäudes befand sich früher „Biggi´s Fotomarkt“, danach „Silke´s Tattoo-Studio“ und heute „Steffies Kinderkiste“.
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In diesem Teil des Gebäudes befand sich früher „Biggi´s Fotomarkt“, danach „Silke´s Tattoo-Studio“, „Steffies Kinderkiste“ und heute (2016) das Nagelstudio "USA-Nails" .
  
 
== Verwandte Themen ==
 
== Verwandte Themen ==
  
 
*[[Sammlung Uwe Möller]]
 
*[[Sammlung Uwe Möller]]
*[[Läden im Koog – Fundgrube]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 1-8]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 9-16]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 17-23]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 24-36]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 37-46]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 47-55]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 56-63]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 64-67]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 68-73]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 74-80]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße 81-84]]
 +
*[[Läden im Koog-Koogstraße 85-91]]
 +
*[[Läden im Koog-Koogstraße 92-95]]
 +
*[[Läden im Koog-Koogstraße 96-108]]
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*[[Läden im Koog-Koogstraße-Abschluß]]
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*[[Läden im Koog-Friedhofskippe]]
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*[[Läden im Koog-Konsum]]
 
*[[Läden im Koog - Kaufhaus Luth]]
 
*[[Läden im Koog - Kaufhaus Luth]]
 +
*[[Läden im Koog – Fundgrube]]
 +
*[[Läden im Koog-Fürböter]]
 
*[[Läden im Koog-Breiholz]]
 
*[[Läden im Koog-Breiholz]]
 +
*[[Läden im Koog-Ladenreihe Koogstrasse 32]]
 +
*[[Läden im Koog-Fährstraße bis 8]]
 +
*[[Läden im Koog-Fährstraße 9-146]]
 +
*[[Läden im Koog-Lütt Dörp]]
 +
*[[Läden im Koog-Hermann von Borstel]]
 +
*[[Läden im Koog-Schoof- und Festgestraße]]
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*[[Läden im Koog-Benzinsiedlung und Koogsweg]]
 +
*[[Läden im Koog-Brunsbütteler Straße]]
 +
*[[Kinos in Brunsbüttel]]
 +
*[[Postämter in Brunsbüttel]]
 +
*[[Seltener Flaschenfund]]
 +
*[[Der Pavillon in der Koogstraße 45]]
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[[Kategorie: Gewerbe]]
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[[Kategorie: Brunsbüttelkoog]]
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[[Kategorie: Brunsbüttel]]

Aktuelle Version vom 11. Juni 2019, 15:48 Uhr

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Otto Fürböter, Sattler und Tapezier

Otto Fürböter und Tochter Ilse vor dem Haus Koogstraße 56 (Quelle:Rainer Dürr)

Der Name Fürböter steht für die meisten älteren Einwohner Brunsbüttels sicherlich nur in Verbindung mit dem Buchladen in der Koogstraße 56 auf der linken Seite. Den wenigsten dürfte bekannt sein, daß der Bruder des Buchladen-Gründers, Otto Fürböter, der Eigentümer dieses Hauses war und auf der rechten Seite einen Möbelladen betrieb.
Otto Fürböter hatte bereits 1904 einen Laden in der Koogstraße 84 und wechselte dann 1906 in die Koogstraße 87 (Läden im Koog-Koogstraße 85-91). Dort übernahm er den Möbelladen von Fritz Buhtz (siehe auch Läden im Koog-Koogstraße 64-67), bevor er endgültig sein Haus Koogstraße 56 bezog.

Dokumente von Rainer Dürr (Enkel des Otto Fürböter)

[Bearbeiten] Ernst Fürböter, Buchhandlung

Am 7. August 1909 gründete Ernst Fürböter, geb. 14.02.1883 in Berlinerau Kreis Segeberg, im Alter von 26 Jahren eine Buchhandlung im Hause seines Bruders Otto in der Koogstraße 56 in Brunsbüttelkoog.
Siehe auch Läden im Koog-Koogstraße 56-63

[Bearbeiten] Aus der Literatur-Welt 1909

  • Selma Lagerlöf erhält den Literatur-Nobelpreis
  • ein Reclam-Heft kostet 0,40 Mark
  • in Brunsbüttelkoog wird die Buchhandlung Fürböter gegründet


wichtige Neuerscheinungen:

  • Thomas Mann - „Königliche Hoheit“
  • Heinrich Mann - „Die kleine Stadt“
  • Hermann Löns – „Mümmelmann“ , „Mein blaues Buch“


(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf)

[Bearbeiten] Werbung Ernst Fürböter 1909-1914

Werbung 1920

[Bearbeiten] Familiengeschichten

(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf)
Ernst hatte bei Wilhelm Jansen in Itzehoe das Buchbinderhandwerk gelernt und war nach der Lehre im kaufmännischen Bereich des Jansenschen Betriebes tätig. Nach eigenen Angaben führte Ernst Fürböter in seiner Buchhandlung Geschäfts-, Schul- und Schreibwaren, auch Bücher und einschlägige Artikel.
Man erzählte sich, daß besonders die unverheirateten Lotsentöchter zu seinen ständigen Kundinnen gehörten. Ernst, zunächst noch Junggeselle, war ein schneidiger, gutaussehender junger Mann, außerdem gebildet und womöglich eine „gute Partie“.
Der tüchtige Gründer fand aus dem aufblühenden Ort und der Umgebung solchen Zulauf, daß er bald die Einlage seines ehemaligen Chefs zurückzahlen und die Ladengröße verdoppeln konnte.
Er heiratete am 15.02.1913 die am 2.8.1891 in Sude geborene Christiane Anna Wilhelmine Bellin.

Die Familie Fürböter ca. 1910

Erläuterungen zum obigen Foto:
obere Reihe v.links - Karl Fürböter, Otto Fürböter, Ernst Fürböter
vorne v.links – Luise Fürböter, Großmutter Fürböter, Ilse Fürböter, Margarethe Fürböter (geb. Witthöft), Frieda Fürböter (Labuhn).
Karl und Luise Fürböter blieben unverheiratet
Margarethe war die Frau von Otto Fürböter, dem damaligen Eigentümer des Hauses Koogstraße 56 und Ilse war deren gemeinsame Tochter.
Der Ehemann von Frieda wurde früh Opfer eines tragischen Unglücks.

Am 22.09.1914 wurde Sohn Günter geboren.

Buchladenbetreiber Ernst Fürböter war ein leidenschaftlicher Skatspieler. Bei einem Spaziergang zur Mole 1 (man nutzte die bereits 1911 eingesetzten Dampffähren) und späterer Einkehr ins Elblotsenhaus geschah dann folgendes:
An einem Tisch im Gaststubenbereich fehlte der dritte Mann beim Skat. Man fragte Ernst, ob er einspringen würde; er war sofort bereit.
Seine junge Frau Christiane mußte auf ihn warten.

Doch das Leben meinte es nicht gut mit Ernst. Der 1.Weltkrieg war entbrannt und er mußte ins Feld.
Am 1.Oktober 1916 fiel er in Transloy/Frankreich in der Schlacht an der Somme und hinterließ seine Witwe mit dem Sohn Günter.
Das Ehrenmal auf dem Vorplatz der 1915 fertiggestellten Pauluskirche trägt seinen Namen (s.Foto).

Eine Zeitlang betrieb die Witwe Christiane das Geschäft alleine weiter, bis es dann nicht mehr ging. Sie übertrug am 1.April 1920 das Geschäft fast ohne Waren an den ältesten Bruder Karl.

Christiane Fürböter überlebte ihren Sohn Günter (gestorben am 10.05.1976) und starb 88-jährig am 21.02.1979.

[Bearbeiten] Erinnerungen an Fürböter

(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf)
Eine Brunsbüttelkoogerin erinnert sich:
Meine Erinnerungen an "Fürböter" reichen bis ins 1. Schuljahr zurück. Es war im Jahr 1929, als wir hier den härtesten Eiswinter des Jahrhunderts hatten. Der Kanal war so zugefroren, daß wir zu Fuß übers Eis von der Südseite nach der Nordseite laufen und die eingefrorenen Schiffe bestaunen konnten. Vor der Haustür und auch sonst auf allen Gräben war Hochsaison im Schlittschuhlaufen. Da erklärte meine Mutter: „Heute müssen wir ‚rüber’ zu Fürböter und deine Schulbücher kaufen.“
Der Laden von Fürböter war in der Koogstraße neben dem Fischgeschäft Schloo. Ich erinnere mich an einen braunen, holzvertäfelten Laden voller Bücher bis unter die Decke. Herr Fürböter war groß und schlank mit Bärtchen und ‚Pinksnee.’ Seine Schwester, Fräulein Fürböter, war klein, lebhaft und freundlich. Die war auch mit im Geschäft. Und dann war da noch Frau Labuhn, ein weiteres Familienmitglied. Die betätigte sich hauptsächlich als Laienlehrkraft in Handarbeit an den Volksschulen. Im Laden half sie nur in ihrer Freizeit. Wir wurden dort im Laden in einer freundlichen, fast fröhlichen, Atmosphäre in ein Gespräch verwickelt und fachkundig beraten. In den dann folgenden Schuljahren war Fürböter immer zuständig für unsere Bücher. Aber auch Schreibzeug und Malutensilien holten wir uns dort. Auch für unsere Lehrer war Fürböter so manches Mal der Helfer in der Not.
Als wir später bei Fips im Physiksaal nachsitzen mußten, hatten wir absichtlich unser Schreibzeug nicht mit. Wir glaubten, wir sollten Messingschalen putzen. Fips ließ von Fürböter Papier und Bleistift holen und uns in schriftlicher Arbeit schmoren.
Irene Kruse

Koogstraße 56 in den 20er-Jahren (Sammlung Uwe Borchers)
Karl Fürböter und seine Schwester, Frieda Labuhn 1958
Der dunkle Innenraum

So, wie auf dem oberen Foto kennen die älteren Brunsbüttelkooger aus ihrer Kindheit noch die Geschwister Karl und Frieda. Die Seele des Geschäfts war, zumindest in den 50er-Jahren, Frau Labuhn. Sie hatte ein freundliches Wesen und gefiel uns Kindern mit ihrer etwas rauchigen Stimme (Frieda Labuhn wurde am 10. Juni 1928 in den Elternbeirat der Boje-Mittelschule gewählt).
Damit die Schulkinder vor dem Gang zur Schule noch die letzten Besorgungen machen konnten, war der Laden morgens bereits um sieben Uhr geöffnet.

(Quelle:Jubiläumszeitung Schopf) Bis 1959 führte Karl Fürböter zusammen mit seinen Schwestern Frieda und Luise die Buchhandlung. Im ganzen Dithmarscher Raum genoß er einen ausgezeichneten Ruf, bis ihn das Alter und seine angegriffene Gesundheit (er litt unter starken, migräneartigen Kopfschmerzen) zwangen, sein Geschäft aufzugeben.

[Bearbeiten] Werbung Ernst Fürböter 1930-1946

Genehmigungsersuchen 1959
Anzeige Erdmann 31.12.1959

Am 21. Juni 1959 schrieb er an seinen Nachfolger nach Berlin: Wer diese Inflation erlebt hat, -wird wissen, was das heißt: Ich mußte ein privates Wohnhaus verkaufen und dadurch das Geschäft lebendig machen. Waren mußten vielfach herangeschafft werden. Bald 40 Jahre haben meine Schwestern und ich nun das Geschäft betrieben. Krieg und Nachkrieg haben dafür gesorgt, daß wir nicht reich wurden; wir haben davon leben können - nun zwingt uns das Alter, das Geschäft in andere Hände zu legen."

Im September 1959 verkaufte Karl Fürböter die Buchhandlung an Fritz Karl Erdmann, Inhaber eines Geschäfts für Bürobedarf in Berlin.
Aber schon nach Jahresfrist inseriert er in der Brunsbüttelkooger Zeitung: „Buchhandlung sofort zu verkaufen“

Am 15. Mai 1961 übernahm - mit 21 Jahren damals - die jüngste selbständige Buchhändlerin der damaligen BRD (Bundesrepublik Deutschland), Traute Schopf, die Fürböter´sche Buchhandlung.
Mit Mut zum Risiko und Spaß am Beruf machten die neue Inhaberin und die nachfolgenden Besitzer die Buchhandlung Schopf zu dem, was sie heute ist: eine leistungsfähige, lebendige Kleinstadtbuchhandlung.
Der jetzige Besitzer, Dietrich Wienecke, betreibt seit 2003 das Unternehmen sehr erfolgreich.
(Siehe auch Läden im Koog-Koogstraße 56-63, Läden im Koog-Koogstraße 37-46, Läden im Koog-Koogstraße 64-67)

[Bearbeiten] Die Koogstraße 56 in späteren Jahren

[Bearbeiten] Jubiläum – 100 Jahre Buchhandlung

Zeitungsannonce zum 100-jährigen Bestehen der Buchhandlung-2009

In diesem Teil des Gebäudes befand sich früher „Biggi´s Fotomarkt“, danach „Silke´s Tattoo-Studio“, „Steffies Kinderkiste“ und heute (2016) das Nagelstudio "USA-Nails" .

[Bearbeiten] Verwandte Themen