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Speyer, Eugen

(Weitergeleitet von Wind der Freiheit)

Eugen Speyer † ist ein deutscher Schriftsteller und freiberuflicher Journalist. Er hat mehrere Romane zur Dithmarscher Bauernrepublik geschrieben


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Inhaltsverzeichnis

Biographie

Eugen Speyer, geboren 23. Dezember 1930 in Essen. 1950 bis 1966: Freiberuflich tätiger Journalist und Lokalreporter mehrerer Zeitungen in Essen und Hamburg. Dann Volontär und Lokalredakteur bei der „Norddeutschen Rundschau“ in Itzehoe, danach politischer Redakteur an Zeitungen in Hannover und Braunschweig, anschließend Chefreporter der „Norddeutschen Rundschau“. Ab 1967 Lokalredakteur der „Dithmarscher Landeszeitung/Brunsbütteler Zeitung“ (DLZ/BZ) in Heide, von 1970 bis 1992 Chefredakteur der Zeitung. In dieser Position prägte Eugen Speyer 22 Jahre lang maßgeblich das Gesicht eines modernen, lesernahen und heimatverbundenen Mediums.

Durch gezielte Anstöße trug er zur Aufwärtsentwicklung der in Dithmarschen führenden Heimatzeitung bei. Er wurde nie müde, die Freiheit der Meinung – auch die des Lesers, sowie die journalistische Sorgfaltspflicht als Grundelemente des Zeitungsmachens in die redaktionelle Alltagsarbeit einzubinden. Die in vielen Teilen der Welt herrschende Not machte sich Eugen Speyer oft zum eigenen Anliegen. Zu den von ihm initiierten humanitären Aktionen zählen: 1980 für vietnamesische Boat People (70.000 D-Mark Spenden) und 1990 für die Russlandhilfe (250.000 D-Mark Spenden). Auch zählte er zu den Wegbereitern für die Aktion "Dithmarscher Seniorenparlament" und die Senioren-Ausstellungen, die viele tausend Menschen besuchten. Besondere Pflege ließ er dem Zeitungsinterview zuteil werden. Bedeutende Politiker standen ihm dabei Rede und Antwort – von dem unter Konrad Adenauer amtierenden Bundesaußenminister Schröder bis hin zu weiteren prominenten Politgrößen wie Kurt Georg Kiesinger, Franz Josef Strauß, Helmut Kohl. Willi Brandt und Hans Dietrich Genscher, ferner alle schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten von Helmut Lemcke über Gerhard Stoltenberg und Kai Uwe von Hassel bis Björn Engholm.

Gesundheitliche Gründe veranlassten Speyer, 1992 die Leitung der Redaktion abzugeben. Dieser Schritt bedeutete für den damals Einundsechzigjährigen keinesfalls die Abkehr vom Journalismus. Er widmete sich über viele Jahre weiterhin dem Schreiben, als Journalist für die DLZ/BZ, die „Norddeutsche Rundschau“ und Zeitschriften im norddeutschen Raum. Außerdem hat er sich als Autor mehrerer historischer Romane aus der Bauernrepublik Dithmarschen einen Namen gemacht. Eugen Speyer starb am 22. März 2013.



Bibliographie

Dithmarscher Trilogie: Wind der Freiheit - Der Himmel stirbt nie – Das Ende der Freiheit

Ein spannendes Leseerlebnis für heimatgeschichtlich interessierte Romanliebhaber bietet der Boyens Buchverlag in Heide zusammen mit dem Autor Eugen Speyer. Es geht dabei um die Folge von drei eine innere Einheit bildenden historischen Werken über die Dithmarscher Bauernrepublik – eine Trilogie.

Die ersten erfolgreichen Romane dazu erschienen 1999 unter dem Titel „Wind der Freiheit“ und 2005 unter dem Titel „Der Himmel stirbt nie.“ In beiden geht es um die große Zeit der Bauernrepublik mit ihrem Sieg in der Freiheitsschlacht bei Hemmingstedt 1500, dann um die folgenden Jahre der Reformation mit der Zerreißprobe durch den lutherischen Glauben von 1524 bis 1537. Oktober 2009 erscheint der dritte Band. Sein Titel: „Das Ende der Freiheit.“ Dieser Roman ist das Eckstück der Trilogie. In ihm schildert Speyer den barbarischen Krieg der Dänen gegen Dithmarschen im Jahre 1559. In dieser militärischen Auseinandersetzung, die als Letzte Fehde in die Geschichte eingegangen ist, verlieren die Dithmarscher ihre Freiheit, behalten aber durch Weitsicht und geschickte Diplomatie ihr Eigentum und ihre Eigenständigkeit. Speyer zieht den Leser mitten ins Geschehen der dramatischsten und schicksalhaftesten Epoche einer 350 Jahre dauernden freien Bauernrepublik, die damals einzigartig in Europa war. Alle drei tiefen Einschnitte in eine überschaubare Zeit werden vor dem Hintergrund historischer Authentizität mit Hilfe menschlicher Leidenschaften lebendig und spannend erzählt. Dabei sind Liebe und Hass, Verlangen und Verrat, Mord und Vergeltung sowie Schuld und Sühne die Themen der drei Romane.


Wind der Freiheit

„Wind der Freiheit“ erzählt spannend und in lebendiger Sprache die Geschiche der berühmten Schlacht bei Hemmingstedt im Jahre 1500, in der das kleine Volk der Dithmarscher seine Freiheit gegen einen übermächtigen Feind siegreich verteidigt. Vor dem Hintergrund der Abwehrschlacht gegen das gewaltige Heer des Dänenkönigs Johann I. sinnt die schöne Anna Holm nach Rache an Bauernführer Wulf Isebrand, ihrem früheren Geliebten. Ihre wohlbehütete Tochter Telse verliebt sich in Isebrand, worauf Anna einen teuflischen Plan schmiedet – auch wenn sie sich noch immer nach Isebrand sehnt. (22.- €) ISBN 978-3-8042-0850-6; ISBN (alt) 3-8042-0850-9


Der Himmel stirbt nie

In der „Der Himmel stirbt nie“ wird die Reformationszeit hautnah lebendig. Hier geht es vor der blutigen Kulisse der religiösen Reformbewegung ebenfalls um folgenschwere menschliche Schicksale. Die streitbare Lutheranerin Wibe Junge führt die religiöse Reformbewegung im Lande an; Peter Swyn, reicher Großbauer und angesehener Regent des Landes, zählt als eifernder Katholik zu ihren erbitterten Gegnern. Beide stehen sich wegen ihrer verfeindeten Glaubensrichtungen unversöhnlich gegenüber. Als Mann und Frau fühlen Swyn und Wibe Junge sich jedoch schicksalhaft zueinander hingezogen. Beide sind der Dramatik des unerbittlichen Glaubensstreits ausgeliefert. (22 €.-) ISBN 978-3-8042-1172-8 ; ISBN (alt) 3-8042-1172-0


Das Ende der Freiheit

Im dritten Band „Das Ende der Freiheit“ wollen der junge Dänenkönig Friedrich II. und seine Herzöge Adolf I. und Johann II. mit einem riesigen, hochgerüsteten Heer das wohlhabende und freie Dithmarscher Bauernvolk unterwerfen. Doch das wehrt sich verbissen und unter großen Opfern. Der Weg in den Untergang und die Leibeigenschaft scheint unausweichlich. Da bringt die Klugheit und Besonnenheit des Großbauern und führenden Achtundvierzigers Markus Swyn die Wende. Vor diesem historischen Hintergrund verliebt sich die schöne Dithmarscherin Sigbritt Peters unsterblich in einen Lübecker Großkaufmann, der in Wirklichkeit Herzog Adolf ist – der schlimmste Kriegstreiber gegen Dithmarschen. Die schicksalhafte Begegnung ist der Anfang einer tragischen Liebe im Strudel menschlicher Leidenschaften und Verwirrungen. Sigbritt verfällt ihrem Geliebten und spioniert für ihn sogar militärische Geheimnisse der Dithmarscher Heeresführung aus. Da geschieht etwas, was Sigbritt zutiefst verletzt. Wild entschlossen sinnt sie nach Rache an ihrem Geliebten. Auch Markus Swyn, den Mann ihrer besten Freundin, will sie vernichten. Er soll schuld sein an ihrem Niedergang von der angesehenen und reichen Großbäuerin zur geächteten und verarmten Landesverräterin. Getrieben von dem Verlangen nach Vergeltung gerät sie in eine menschliche Katastrophe.

Veröffentlichungen / Artikel

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"Der Himmel stirbt nie"


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