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Wöhrden

Aus Dithmarschen-Wiki

Wöhrden ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Rapsblüte bei Wöhrden

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 2 m ü. NHN
  • Fläche: 21,77 km²
  • Wie viele Einwohner hat Wöhrden?
Wöhrden hat 1.291 Einwohner. (Stand: 30. September 2018)

Bevölkerungsstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 1.385
2001 1.358
2002 1.361
2003 1.348
2004 1.339
2005 1.339
2006 1.326
2007 1.319
2008 1.328
2009 1.325
2010 1.325
2011 1.308
2012 1.290
2013 1.259
2014 1.262
2015 1.247
2016 1.239
2017 1.247
  • Postleitzahl (PLZ): 25797
  • Vorwahl: 04839
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Peter Schoof (CDU)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Wöhrden

  • Gemeindeschlüssel: 01051113
  • Regionalschlüssel: 010515172113

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: 360
  • Grundsteuer B: 380
  • Gewerbesteuer: 380
  • Breitengrad: 54,165463° N
  • Längengrad: 8,994508° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:35:59

Wappen

Wappen von Wöhrden
  • Wappengenehmigung/ -annahme: 05.09.2005
  • Flaggengenehmigung/ -annahme: 05.09.2005
  • Entwurfsautoren:
* Rüthlein, Manfred, Rendsburg
  • Wappenfiguren:
* Hügel
* Kirche
* Schwert
* Wellenbalken

Wappenbeschreibung

In Silber ein grüner Hügel, darauf eine rote Kirche mit silbernem Sockel, zwei schmale blaue Wellenbalken überdeckend. Oben links zwei gekreuzte grüne Schwerter.

Historische Begründung

Der grüne Hügel soll auf den Namen der Gemeinde hinweisen, der von Wurt - Aufschüttung von Erdreich in Feuchtgebieten zum Zweck der Besiedlung - abgeleitet wird. Die rote Kirche soll auf die wichtige Funktion des Ortes als Zentrum eines Kirchspiels und die wichtige Rolle der Kirche im Freiheitskampf der Dithmarscher Bevölkerung im Jahre 1319 hinweisen. Die blauen Wellenbalken stehen für die frühere Lage der Gemeinde am Wasser und den ehemaligen Hafen, sowie die Nähe der Gemeinde zur Nordsee in der jetzigen Zeit. Die grünen, gekreuzten Schwerter sollen die Bedeutung der Gemeinde während des Freiheitskampfes der Dithmarscher 1319 und 1500 symbolisieren. Für das Gemeindewappen wurden die Farben Silber und Grün festgelegt. Während Silber aus ästhetischen Gründen gewählt wurde, steht die Farbe Grün für die in der Gemeinde vorwiegend betriebene Landwirtschaft und weist außerdem auf die Marschlandschaft hin, in der die Gemeinde liegt. Die Farben Rot und Blau stehen für die gewählten Figuren.

Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Wetter in Wöhrden

Aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geografie

Wo liegt Wöhrden?

Wöhrden befindet sich auf halber Strecke zwischen der Kreishauptstadt Heide und Büsum.

Ortsteile

Die Gemeinde besteht aus folgenden Wohnplätzen:

  • Böddinghusen
  • Brunsdorf
  • Büttlerdeich
  • Großbüttel
  • Hochwöhrden
  • Hornsweg
  • Ketelsbüttel
  • Neuenkrug
  • Neuenwisch
  • Nixdorf
  • Wackenhusen
  • Walle
  • Wöhrden

Nachbargemeinden


Angemessene Miete in Wöhrden

Da die Gemeinde Wöhrden zum Amt Kirchspielslandgemeinde Heider Umland gehört beträgt die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) für

1 Person 310.50 €
2 Personen 355,80 €
3 Personen 411,75 €
4 Personen 468,35 €
5 Personen 489,25 €
jede weitere Person 51,50 €

Stand: 2019

Quelle


Politik

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 sechs Sitze, die Wählergemeinschaft WGW vier Sitze und die SPD hat drei.


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • CDU 44,87% (5 Sitze)
  • SPD 15,34% (2 Sitze)
  • WGW 39,19% (4 Sitze)

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Wöhrden ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Partnerschaften

Die Gemeinde Wöhrden unterhält seit dem 09.06.2001 eine Partnerschaft zum polnischen Sianow. Der Partnerschaftsvertrag zwischen der Gemeinde Wöhrden und Sianów hat folgenden Wortlaut:

„Die Gemeinden vereinbaren eine Partnerschaft zur gegenseitigen Förderung insbesondere folgender Bereiche:

* Allgemeine Verwaltung,
* Feuerlöschwesen,
* Schule und Kultur,
* Sport,
* Wirtschaft,
* Tourismus,
* Sprache,
* Ökologie,
* Landwirtschaft.

Die Gemeinden verpflichten sich, vorgenannte Punkte mit dem nötigen Druck voranzutreiben.“

Durch gegenseitige Besuche wird diese Partnerschaft auch gepflegt.


Vereine und Organisationen


Geschichte

  • 150 n. Chr.: der griechische Geograph Ptolemäus nennt drei Sachseninseln vor der Elbmündung, wahrscheinlich Fahrstedt, Wöhrden und Büsum.
  • um 800 n. Chr.: Besiedelung der Wurt
  • um 1000: Siddeldeich, ca. l ,50 m hoch, zwischen Geest - Wurth (Siddeldeich = Siedeldiek = Seitendeich). Später genutzt als erste wegbare Landverbindung, genannt Persenweg.
  • um 1100: Erster Seedeich von Hochwöhrden über Wackenhusen, Wöhrden, Großbüttel, Reinsbüttel, Wesselburen usw., bis hinter Hemme wieder an den Geestrand.
  • 1265: Es wurde ein selbständiger Staatsvertrag zwischen Wöhrden und der Hansestadt Hamburg geschlossen.
  • 07.05.1281: Wöhrden erstmals urkundlich erwähnt. Zusammen mit 12 weiteren Kirchspielen auf dem Friedhof in Meldorf Vertrag mit Hamburg.
Am 07. Mai 1281 versammeln sich Vertreter aus 13 Dithmarscher Kirchspielen in Meldorf auf dem Friedhof. Mit einer Abordnung des Hamburger Rates wird nachfolgender Vertrag geschlossen und besiegelt:
„Allen, die Gegenwärtiges sehen werden, entbieten die Geschworenen und die ganze Pfarrgemeinde Wöhrden ihren Gruß und ihre Liebe. Da vormals ein Vertrag zwischen der Stadt Hamburg einerseits und unserem Lande andererseits geschlossen und beiden Seiten durch Vorrechte bestätigt, dieser Vertrag aber von einigen unserer Leute gebrochen worden ist, so haben wir uns endlich auf den Rat erfahrener Männer, nämlich des Vorstehers und Bruders Heinrich und seiner Brüder vom Franziskanerorden zu Hamburg mit dem Rat der ganzen Gemeinde Hamburg in folgender Weise versöhnt. Wenn Hamburger und Lübecker Bürger oder deren Gastfreunde von irgend welcher Seite des Meeres, der Elbe oder Eider oder des Landes durch die Not gezwungen oder aus eigenem Antrieb in unser Land kommen, so sollen sie an Schiffen und an ihrer Person vollständig geschützt werden. Und auch wir werden im umgekehrten Falle dieselbe Gunst und gleichen Frieden in der Stadt Hamburg haben. Wenn jemand aus irgendeinem Geschlecht diese Bestimmung und Übereinkunft verletzt und ein Kläger deswegen Klage erhoben hat, so soll ihm die Gemeinde, in der der Schuldige wohnt, zur Wiedererlangung seiner Güter und zur gerechten Entscheidung behilflich sein. Und wenn der Schuldige entflohen ist, soll er künftig nicht in unser Land zurückkehren und aus seinen von ihm zurückgelassenen Gütern der Kläger vollständig entschädigt werden. Wenn aber eine Gemeinde nicht stark genug ist, dem Übeltäter zu widerstehen, so sind wir gehalten, sie einmütig mit starker Hand zu schützen. Wenn dies versäumt, so gilt damit dieser Friede und Vertrag als von uns gebrochen. Außerdem sollen wir alle Punkte des alten zwischen der Stadt und uns errichteten Privilegs auf immer von beiden Seiten unverletzt erhalten. Damit aber dies alles die Kraft dauernder Festigkeit erhalte, haben wir diese Urkunde durch unser Siegel bestätigen lassen."
Geschehen und gegeben zu Meldorf im Jahre des Herrn 1281 den 7. Mai
Quelle:Wöhrden-Online
  • 1319: ein riesiger Kirchen-Neubau entsteht, (doppelschiffig 51 m bzw. 34 m lang, insgesamt 23 m breit, mit einem separaten hölzernem Glockenturm vielleicht 5 x 5 m). Die heutige Kirche ist im Vergleich 30 m lang und 13 m breit.
  • 1373: Wöhrden erhält das Recht einen Markt abzuhalten (Markgerechtigkeit).
  • 1378: Es wurde ein Handelsvertrag zwischen Wöhrden und der Hansestadt Lübeck geschlossen.
Die Verträge mit Hamburg und Lübeck hängen mit der Bedeutung des damaligen Wöhrdener Hafens zusammen.
  • 1519: Materialienhauses, (Eichefachwerkspeicher, später verschiedene Funktionen, jetzt Wohnhaus) = heute ältestes Haus Dithmarschens.
  • 1559: Die letzte Fehde. (König Friedrich II, DK. Herzog Joh. v. Hardersleben und Herzog Adolf v Holstein schlagen die Dithmarscher, Dithmarschen wird dreigeteilt.
  • 1580 stirbt Herzog Johann.
  • 1581: einklassige Kirchspielschule vorhanden, wahrscheinlich schon viel früher.
  • 1582: Dithmarschen wird nach dem Tod von Herzog Johann in zwei Teile geteilt. Die willkürliche Grenze trennt das Kirchspiel Wöhrden in Süder- und Norderwöhrden.
  • 1593: Neubau der Kirchenorgel von Antonius Wilde, mit 32 Registern, eine der größten Landesorgeln damaliger Zeit. (Heute umfasst die Antonius-Wilde-Orgel 33 Register, 2252 Pfeifen + Zimbelstern)
  • 1786: Abriss der Kirche wegen Baufälligkeit
  • 1788: Einweihung des Kirchen-Neubaues.
  • 1807: Beginn mit der Pflasterung der Ortsstraßen.
  • 1843: Gründung der Spar- und Leicasse Norder- und Süderwöhrden.
  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung festgestellt, dass es 765 Einwohner in Wöhrden gab. Der Ort hatte 3 Schule (die Knabenklasse mit einem Rector; 40 Kinder, die Mädchenschule; 50 Kinder, die Elementarschule (80 Kinder). Es gab mehrere Handwerker und Gewerbetreibende, sowie 2 Mühlen.
  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung in Großbüttel festgestellt, dass dort 77 Einwohner lebten und 38 Kinder die Schule besuchten. In katholischer Zeit stand hier auf dem Sankt Peterswarf eine kleine dem Sankt Peter geweihte Kapelle. Südwestlich vom Ort lag das Dorf Schokenbüttel, welches durch Überflutung verschwand; es war zur Zeit der

letzten Fehde noch vorhanden.

  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung in Ketelsbüttel festgestellt, dass dort (gemeinsam mit Böddinghusen) 245 Einwohner lebten und 40 Kinder die Schule besuchten. Als Gewerbe sind aufgeführt:
* 3 Wirtshäuser,
* 1 Krämerei,
* 1 Schmiede und einige Handwerker, sowie
* 1 Mühle
  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung in Neuenkrug festgestellt, dass dort 58 Einwohner lebten.
  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung in Neuenwisch festgestellt, dass dort 103 Einwohner lebten.
  • 1846: Neuer Friedhof angelegt.
  • 1855 wurde im Rahmen einer Volkszählung festgestellt, dass es 2.039 Einwohner im gesamten Kirchspiel Wöhrden gab. Eingepfarrt waren die Gemeinden und Bauerschaften:
* Bruhnsdorf,
* Bütteler-Außendeich,
* Butendiek,
* Deichstrich,
* Edemannswisch,
* Edemannswurth,
* Ellernhaus,
* Friedrichsgabekoog (Wasmerskoog),
* Großbüttel,
* Hohenwöhrden,
* Nannemannhusen (Almenhusen),
* Neuenkrug,
* Neuenwisch (Süderwisch),
* Oeverwisch,
* Poppenhusen,
* Sachsenbande,
* Süder- und Norder-Wall,
* Wackenhusen,
* Wellinghusen,
* Wennemannswisch,
* Wöhrden,
* Wöhrdener-Hafen.
  • 1858: Bau der Chaussee Heide – Wöhrden - Wöhrdener Hafen.
  • 1867: Bau der Ringstraße, südlich um die Kirche.
  • 1868: Bau der Chaussee Meldorf-Wöhrden,
  • 1872: Bau der Chaussee Wöhrden-Büsum.
  • 1875: Neubau der jetzigen Schule "School op de Wurth".
  • 1877: Postdienststelle und Telegraphenstelle in Wöhrden.
  • 1878: Straßenbeleuchtung durch 12 Petroleumlampen.
  • 1882: Ausbau der Chaussee Wesselburen - Wöhrden. (auf dem Gebiet von Wöhrden als Klinkerstraße).
  • 1906: Arogengasanstalt. 18 Gas-Straßenlaternen, 40 Haushaltungen mit Gasversorgung.
  • 1922: Elektrifizierung Wöhrdens. Straßenbeleuchtung elektrisch.
  • 07.03.1929: Blutnacht von Wöhrden
*Blutnacht von Wöhrden bei Wikipedia
*Blutnacht von Wöhrden auf der Homepage der Gemeinde.
*Blutnacht von Wöhrden Wikipedia für Dein Handy
*Blutnacht von Wöhrden Geest-Verlag
*Blutnacht von Wöhrden Text von Horst Ploog
Heute erinnert in Wöhrden nichts mehr daran. Das Denkmal wurde mit Genehmigung der Gemeindevertretung im April 1950 von einem Wöhrdener Bürger aus Wackenhusen kostenlos abgebrochen. An dieser Stelle steht jetzt in der Meldorfer Straße das Haus Nr. 7.
Quelle: Geschichte der Gemeinde Wöhrden, S. 221 - 224)
  • 1930: Parkanlage mit Kriegerdenkmal.
  • 1933: Pflasterung der letzten Ortsstraße (Steindamm).
  • 1938: Auflösung der Bauernschaften (Wöhrden-Neuenwisch-Neuenkrug Hochwöhrden – Wackenhusen – Großbüttel – Walle)
  • 1938: Zusammenschluss zur Kirchspielslandgemeinde Süderwöhrden
  • 1949: Beginn des sozialen Wohnungsbaues in der Karl-Peters-Straße (5 Baugrundstücke).
  • 1956: Kirchturmneubau
  • Juni 1959: Bau des Lehrerwohnhauses
  • 30.08.1959: Umbau der Schule von zwei auf vier Klassen, es wurde bei zwei Klassen Schicktunterricht in drei Schichten von 7 - 18 Uhr erteilt.
  • 14.12. 1959: offizielle Einweihung des neugebauten Schulgebäudes, Kosten: 92.000 DM
  • 1960: wurde die Schule zu 2/3 mit neuem Gestühl ausgerüstet. Gründung der "Vereinigung der Eltern und Freunde der Volksschule Wöhrden".
  • 1960: Schule Hochwöhrden geht ein, Kinder nach Wöhrden.
  • 1961: lieferte Hannes Rudolph täglich 100 Flaschen Milch zu je 0,10 DM
  • 03.05.1962: Pflanzung von vier Kastatnien auf dem Schulhof, davon stehen noch zwei.
  • 1964: Vollkanalisation, zentrale Wasserversorgung.
  • 01.04.1965: Neugründung des SV Wöhrden, Gerhard Müller wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.
  • 01.04.1966: Schule Großbüttel eingegangen, Kinder nach Wöhrden.
  • 01.12.1966: Schule Ketelsbüttel eingegangen, Kinder nach Wöhrden.
  • 1966: Bau der Turnhalle
  • 01.01.1972: Harry Schwarz trat seinen Dienst als Hausmeister an.
  • 23.08.1971: :Auflösung der Schule in Edemannswisch, 28 Kinder kamen nach Wöhrden
  • 07.01.1971: Bezug des Pavillions auf dem Sportplatz
  • 1972: Wöhrden verliert Gemeindeverwaltung - Bildung der Amtsverwaltung "Amt Kirchspielslandgemeinde Heide-Land".
  • 1972: Auflösung der Schule in Wennemannswisch, 7 Kinder kommen nach Wöhrden
  • 25.03.1972: Kerim und Osman Tsiabli wurden als erste Gastarbeiterkinder eingeschult.
  • 01.01.1974: Eingemeindung Ketelsbüttel in Gemeinde Wöhrden. Wöhrden wächst von 1.600 auf 2151 ha., die Einwohnerzahl von 1058 auf 1217
  • 1974: Hauptschule eingegangen. Jetzt nur noch Grundschule.
  • 1992: Eröffnung des Kindergartens
  • 23.03.1996: Sitzung der Zukunftswerkstatt "Wöhrden im Jahr 2010"
  • 1998: Umgehung Bundesstraße 203 um Wöhrden fertig.
  • Juli 1999: äußert Thomas Thimme erste Gedanken zum Thema "Die Gemeinde Wöhrden im 21. Jahrtausend" (Marketing-Grundsätze der Gemeinde-Identität)
  • 2000: Die Grundschule erhält ihren Namen „School op de Wurth“
  • 2001: Abschluss einer Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Sianów
  • 2002: Die Gemeinde Wöhrden erhält ein Leitbild und ein Marketingkonzept der Fachhochschule Westküste
  • 2004: Die Lindenstraße wird saniert.
  • 2005: Der Rektor, Heinz-Jürgen Templin, der "School op de Wurth" wird pensioniert.
* Es wird ein Kooperationsvertrag mit der Schule in Hemmingstedt geschlossen.
* Die erste Klasse wird in Hemmingstedt eingeschult.
  • 2006: Die Grundschule Wöhrden wird geschlossen. Alle Kinder gehen in Hemmingstedt zur Schule.
  • 2006: Die Ringstraße wird saniert. Die Norderstraße wird geteert.
  • 2007: Die Freie Waldorfschule Wöhrden nimmt im August ihren Schulbetrieb auf.
* Die Ringstraße wird saniert. Ebenso die Norderstraße, der Steindamm, die Greifenberger Straße und die Helgoländer Straße wird fertiggestellt.
  • 2008: Die neue Amtsverwaltung Heider Umland entsteht. Elf Gemeinden werden nun verwaltet.
* Die Kirche bekommt ihr historisch rotes Dach zurück.
  • 2009 Das Gemeindebüro zieht in den ehemaligen Marschkrog um. Die Bücherei wird im Saal untergebracht.
  • 2010: Die von Berbe Peters initiere Zukunftswerkstatt tagt zum zweiten Mal im Gemeindebüro.
  • 2012: Vom Friedhofgraben wird eine neue Kanalisation über den Schwarzen Weg zum Graben beim Doktor gelegt.
  • 2012: Im Hornsweg wird eine neue Regenwasserkanalisation gelegt. Alle Häuser erhalten einen Revisionsschacht.
* Die Kirche und die Gemeinde tauschen Grundstücke, damit die Waldorfschule neu bauen kann.
* Der erste Spatenstich für den Neubau des Waldorfkindergartens (1. Bauabschnitt) wurde getätigt.
* Der Repowering-Windpark mit der Bürgerwindmühle in Hochwöhrden ist fertig.
* 12.12. Spatenstich für den Neubau des Waldorfkindergartens
  • 2013: Eröffnungsfeier für das Biogewächshaus von Rainer Carstens
* Gründung des Zweckverbandes Abwasser für die Region Dithmarschen-Nord
* Richtfest des Waldorfkindergartens
* Einweihung des neuen Spielplatzes in Ketelsbüttel
* Der neue Waldorfkindergarten ist fertig.
* Arbeitsbeginn am Spielplatz Claus-Nissen-Str.
  • 2014: Im Oktober Renovierung/Neubau der Bäcker-, Quer- und Hafenstraße (Lappen)
  • 2015: 2. Mai Feierliche Eröffnung des neues Spielplatzes an der Claus-Nissen- bzw. Theodor-Storm-Straße
* Erweiterungsbau am Waldorf-Kindergarten
* Umsetzen der Container vom Sportgelände auf das zukünftige Waldorfschulgelände
* Die ersten Asylbewerber kommen nach Wöhrden
* Erste Gedanken zum Mehrgenerationenwohnprojekt von Rainer Carstens
* 01.12. Petra Schröder wird als erste Kümmerin für hilfsbedürftige Personen eingestellt.
* Erste Gespräche zur Übernahme der Bewirtschaftung des Friedhofs werden geführt.

Persönlichkeiten

  • Bolten, Johann Adrian (* 11. September 1742 in Süderstapel; † 11. August 1807 in Altona) war ein deutscher lutherischer Theologe, Historiker, Schriftsteller und Bibelübersetzer. War Diakon in Wöhrden.
  • Ehlers, Wolfgang (* 27.1.1921 in Osdorf; + 26.3.2010 in Wöhrden)
  • Isebrand, Wulf (* vermutlich um 1465–1480 in Dithmarschen; † 1506 wahrscheinlich ebenda), der Volksheld Dithmarschens. Lebte vermutlich als Bauer in Wöhrden (Bauerschaft Hochwöhrden).
  • Jessen, P. (* 26.03.1770 in Meldorf), Pastor in Wöhrden und Katharinenherd
  • Johann Adolfi Köster, genannt Neocorus (* um 1550; † 1630) war Chronist des Landes Dithmarschen.
  • Lucht, Nic. Wilh. (* 3.10.1819 in Wöhrden), Oberappellationsgerichtsrat in Glückstadt und Kiel
  • Maassen, Pet. Nicol (* 17.10.1815 in Brunsbüttelkoog), Pastor in Wöhrden
  • Maassen, Waldemar (* 15.09.1857 in Wöhrden; + 1888 in Merau), Dr. phil. Gymnasiallehrer in Wetzlar
  • Erika Matthies, Ehrenbürgerin aufgrund ihres sozialen Engagements.
  • Neithard Bethke, Ehrenbürger, der Wöhrden weltweit bekannt machte aufgrund seiner Werke als Komponist; Kirchenmusikdirektor; lebt in Ratzeburg.
  • Olschewski, Gerhard (* 30.5.1942 in Herzogskirchen)
  • Paulsen, M. P. (* in Wöhrden), Advokat in Meldorf, 1809 Kirchspielvogt, 1843 stellvertretender Landvogt
  • Reimers, Joh. Jac. (* 11.06.1819 in Wöhrden), Pastor in Brunsbüttel
  • Scheidemann, Heinrich , auch: Henricus Scheidemann, (* um 1596 in Wöhrden in Holstein; † 1663 in Hamburg) war ein deutscher Komponist, Organist und Musiklehrer.
  • Schwarz, C. Friedr. Aug. (* in Wöhrden), 1859: Ziegeleibesitzer in Luisenlund
  • Schwarz, Leonh. Nic. (* 16.05.1841 in Wöhrden; + 1902), Erster Staatsanwalt und Geh. Justizrat in Flensburg
  • Schwer, Joh. (* 11.10.1819 in Wollersum), Kirchspielvogt in Wöhrden, seit 1867 am Kreisgericht in Kiel
  • Vester, Gustav (* 28.04.1836 in Wöhrden), Dr. med. Arzt in Altona und Heide, Oberstabsarzt in Strassburg, später Arzt in Swinemünde und Würzburg

Wirtschaft und Infrastruktur

Nachfolgendes Gewerbe hat sich in Wöhrden angemeldet:

  • Alleinunterhalter "Die Orlandos"
  • Andresen "Seifenkocherei"
  • Ingeborg Angermann-Baldauf, ambulanter Imbiß
  • Bagger- und Lohnarbeiten, Kanalreinigung
  • Bauelemente aus Kunststoff
  • Gerhard Bautz, Maurer- und Betonbauer
  • Doris Bert, Mobile Wellness-Massage]
  • Ralph Bert, Elektroarbeiten
  • Bio-Frost
  • Bürgerwindmühle Wöhrden
  • Büsumer Fischerei-Gesellschaft mbh & Co. KG
  • Büttners Landladen
  • Café "Bunte Kuh"
  • Claußen, Ferienwohnungen
  • ComMedia-Service, Medienunternehmen
  • CM Marketing und Vertriebsdienstleistung UG
  • Diabetische und Medizinische Fusspflege
  • Dörpsbackhus, Bäckerei
  • Dörpsloden, Lebensmittel
  • Gartenbau Frahm
  • Holger Greve, Zimmerermeister
  • Fischhandlung Wolly Fisch
  • Thies Haalck, Itzehoer Versicherungen
  • Ferienhof Haase
  • Hof Haase
  • Peter Heckmann, Goldschmied
  • Margret Germann Holighaus, Psychotherapie
  • IPSY, Institut für Psychische Gesundheit
  • Jacobs + Kielholz GmbH + Co. KG, Windkraft
  • Bernd Jasper Steuerberater
  • Marion Kaack, Friseurmeisterin
  • "Kleine Kneipe", Gaststätte
  • Kerstin Knoche, Therapeutisches Reiten
  • Marschland, Media & Arts
  • Meifort, Land- und Gartentechnik
  • Jan Nühse, Metallbau-Montage
  • Reitstall Paulsen
  • [Tim Rode Peters Feinwerkmechanikermeister, Tim Rode Peters, Elektrotechnik]
  • Ferienhaus Peters
  • NL Transhipping GmbH, Spedition
  • Nordseemöhren GmbH
  • Landhotel Oldenwöhrden
  • PEPIX MARINE GmbH, Unternehmensberatung
  • Rotor Rahlff GmbH + Co. KG, Spezialbauunternehmen
  • Rehse, Hausmeister-Service
  • Schäfer, Film
  • Scheer - Heizungssysteme
  • Ron Schirmer, Kraftfahrzeugtechnikermeister
  • Matthias Schmidt, Heizung und Sanitär
  • Rudolf Schmitt, Tierarzt
  • Senator Invest GmbH, Wohnungsverwaltung
  • Antje Siegfried, Medizinische Fusspflege
  • Jens Sönksen, Hausmeister-Service
  • Colortechnik Stamer, Lackierungen
  • Dennis Timm, Zimmerermeister
  • Ferienhof Töwe
  • Karsten Tretow, Facharzt für Allgemeinmedizin
  • Umspannwerk Hemme-Ost GmbH, Elektrizitätsverteilung und Elektrizitätshandel
  • Hengststation Völz
  • Der Wallehof, Hundepension
  • Erhard Weinhold, Landwirtschaftsbetrieb
  • Westformart, Agentur für kommunale & touristische Kommunikation
  • Windkraft Nord GmbH + Co.
  • Windpark Büttler Balje Gmbh & Co 1. BetriebsKG
  • Windpark Schülp West GmbH
  • Windpark Walle
  • Windrose Rahlff
  • Wischmann's Hofladen
  • WKA Dreessen GmbH
  • "Zur alten Meierei", Imbiss

Wöhrden hat eine gute Infrastruktur, die Gesundheitsversorgung ist sicher gestellt, es gibt Café's und Gaststätten.

Schulen

Das schulische Angebot Wöhrdens beschränkt auf eine Waldorfschule, die aber den Kindern die Möglichkeit bietet jeden gängigen Abschluss zu erhalten. Die herkömmlichen Schulen befinden sich in den umliegenden Gemeinden Heide, Büsum, Wesselburen und Meldorf.

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 30 1.959
1998 27 1.914
1999 31 1.954
2000 22 2.342
2001 23 793
2002 23 1.088
2003 21 998
2004 22 1.265
2005 13 576
2006 14 882
2007 20 1.150
2008 17 1.202
2009 14 1.083
2010 19 1.361
2011 23 2.129
2012 24 1.668
2013 25 2.743
2014 18 2.620
2015 22 2.176
2016 24 2.960
2017 16 1.631
2018 24 3.856

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018


Sehenswürdigkeiten

Kulturpfad Wöhrden

St. Nicolai-Kirche

In Wöhrden wurde die erste Kirche zwischen 1140 und 1281 erbaut. Vermutlich war ihr Äußeres mit Blei eingedeckt und die Wände größtenteils aus Holz. Außerdem war sie mit einer 3,00 bis 6,00 m hohen Feldsteinmauer umgeben; schon zu diesem Zeitpunkt trägt sie den Namen Sankt Nicolai, die dem Schutzpatron der Kaufleute und Schiffer, dem Heiligen Nikolaus, geweiht wurde.

Am 7. September 1319 fiel Graf Gerhard von Holstein in Dithmarschen ein, einen Tag später erreichte er Wöhrden. Die Wöhrdener und einige dithmarscher Krieger flüchteten sich daraufhin in die Kirche, die von den Angreifern aber kurzerhand in Brand gesetzt wurde. Die Eingeschlossenen riefen die Jungfrau Maria an und versprachen den Bau einer neuen Kirche, sollten sie mit dem Leben davonkommen. Schließlich stürmten die Dithmarscher in ihrer Verzweiflung aus der Kirche und schlugen den überraschten Feind in die Flucht.

Die daraufhin gebaute zweite Wöhrdener Kirche, die Bedeutung für die ganze Region hatte, war eine spätgotische Hallenkirche.

Am 7. September 1319 fiel Graf Gerhard von Holstein in Dithmarschen ein, einen Tag später erreichte er Wöhrden.

Die Wöhrdener und einige dithmarscher Krieger flüchteten sich daraufhin in die Kirche, die von den Angreifern aber kurzerhand in Brand gesetzt wurde.

Die Eingeschlossenen riefen die Jungfrau Maria an und versprachen den Bau einer neuen Kirche, sollten sie mit dem Leben davokommen.

Schließlich stürmten die Dithmarscher in ihrer Verzweiflung aus der Kirche und schlugen den überraschten Feind in die Flucht.

Die daraufhin gebaute zweite Wöhrdener Kirche, die Bedeutung für die ganze Region hatte, war eine spätgotische Hallenkirche.

Der Boden der Kirche lag jedoch durch das weitere Anwachsen der Wurt schließlich einige Meter unter der Wurt-Oberfläche, so dass ein über Jahrhunderte anhaltendes Problem mit einfließendem Wasser bestand.

Eine Bodenerhöhung 1741 konnte keine Abhilfe schaffen. Letztlich entscheidend für den baulichen Verfall der Kirche dürfte aber die Wand zwischen den beiden Schiffen gewesen sein, durch das regelmäßig Wasser eindrang und das stützende Holz irreparabel beschädigte.

Mit Einführung der Reformation ändert sich die Kircheneinrichtung total. Viele Kostbarkeiten gehen verloren, Die sechs Nebenaltäre verschwinden. Gold- und Silbersachen werden eingeschmolzen oder wie die teuren Altargegenstände und Heiligenbilder verkauft. Erhalten ist ein Alabasterrelief vom 12. Juli 1613, gestiftet von Hinrich und Anna Kruhsen und der 20-flammige Messingkronleuchter von 1643, gestiftet von Henning Jungen Hebke. Zwei der drei erwähnten Glocken (eine wurde im 1. Weltkrieg vom Staat eingezogen) Sind noch vorhanden. Eine, l.200 kg schwer, ist von 1453. Sie trägt die in Niederdeutsch bzw. Latein abgefasste Inschrift:

„Anno Dei MCCCCLIII (1453). Maria bin ich genannt, das Kirchspiel zu Oldenwöhrden ließ mich gießen St. Antonius. Die Verstorbenen beklage ich, die Lebenden rufe ich, die Blitze breche ich. Meine Stimme ist die Stimme des Lebens; ich rufe Euch zum Gottesdienst. Kommt! Gott sorge für meine Seele, Hermen Klinghe, der mich gegossen hat."

Die zweite Glocke, 300 kg schwer, trägt nur das Datum MCCCCXIII (1493).

1777 kommt das, was sich schon seit über zehn Jahren abzeichnet, große durchgängige Risse in der Arkadenwand und den tragenden Bögen erzwingen eine behördliche Schließung der Kirche wegen Einsturzgefahr. Durch die Sandsteinrinne ins Mauerwerk eindringendes Regenwasser ist ursächlich für die enormen Schäden. Die Kirche wurde abgerissen und eine neue erbaut. Von 1777 - 1788 diente das Materialienhaus als Interimskirche.

Dithmarschen, 1559 vom Königreich Dänemark bekriegt und besiegt, zunächst dreigeteilt, wird 1582 in Norder- und Süderdithmarschen aufgeteilt. Die Grenze verläuft mitten durch das Kirchspiel Wöhrden. Es entstehen die Kirchspiele Norder- und Süderwöhrden, mit der Kirche im Wurtdorf Oldenwöhrden. Kirchlich ändert sich nichts. Sie bleibt als Institution zuständig für das gleiche Gebiet wie zuvor. Ein Kuriosum ist jedoch, dass das in Norderdithmarschen liegende Kirchspiel Norderwöhrden und das in Süderdithmarschen befindliche Kirchspiel Süderwöhrden für den Unterhalt und Zustand der Kirche verantwortlich ist. Dieser Umstand stellt sich als sehr nachteilig heraus. Norderwöhrden will die Kirche reparieren, Süderwöhrden möchte einen Neubau. Gutachten, Reparatur- und Neubauberechnungen sind über Jahre Verhandlungsgegenstand beider Kirchspiele.

Endlich, 1785 einigt man sich. Johann August Rothe wird am 12.01.1786 mit einem Neubau beauftragt. (Rothe, aus Altenburg, Thüringen, wohnt seit einigen Jahren in Ahrensburg). Am 21. Sept. 1788 findet die feierliche Einweihung der neuen, im barocken Stil errichteten, St. Nicolai Kirche statt. Das lichtdurchflutete Kircheninnere ist, abgesehen von einigem Zierrat aus echtem Blattgold, von schlichter Schönheit. Die wenigen, von Bildhauer Hans Holtmeyer, Wewelsfleth, stammenden Schnitzarbeiten prägen den Altar mit Kanzel. Der 170 kg schwere Taufkessel war, wie erwähnt, verkauft worden. Statt dessen schwebt, von einer Eisenstange gehalten, ein von H. Holtmeyer geschnitzter Taufengel im Altarraum.

Nachdem die während der Bauzeit in einigen Grabkellern bestatteten Verstorbener wieder herausgenommen worden sind, und ihre endgültige Ruhestätte erhalten und der Friedhof wieder hergerichtet ist, kann man mit Recht stolz auf das Geschaffene sein.

Leider hat man nicht lange Freude am neuen Werk. Insbesondere das hübsche Dach des 42 m hohen Turmes bereitet Sorgen. Die Kupfereindeckung muss ständig repariert werden. Trotz Neueindeckung, 1795, lässt sich 1812 der Abriss des Turmes nicht mehr vermeiden. Der Turm erhält ein so genanntes Zeltdach. Damit nicht genug, der ganze Turm neigt sich im Laufe der Zeit immer mehr nach Westen. Schließlich erfolgt 1950 aus Sicherheitsgründen ein Verbot des Glockenläutens, 1956 wird der Turm abgerissen. Zuvor kommen die Glocken neben der Kirche in einen hölzernen Behelfsglockenstuhl. Nach Fertigstellung des Turmneubaues, 1957, erhalten die Glocken wieder ihren angestammten Platz. Mit der Anschaffung einer 400 kg schweren Glocke und der Stiftung einer 600 kg schweren Glocke von Reimer Winckelmann, Wöhrden, verfügt die. Kirche ab 1957 über ein Vierergeläut. Eine fünfte, kleine Glocke hängt zu Osten in der Turmmauer. Sie soll 1735 in Neuenwisch gegossen worden sein, und wurde früher bei Feuer- und Sturmflutgefahr geläutet. Zu diesem Zweck hing außerhalb des Turmes ein Seil zur Erde herab.

Die Kirchturmuhr stammt aus dem Jahre 1960.

Die Schnitzerei am Altar und der Taufengel wurden von Hans Holtmeyer aus Wewelsfleth gefertigt.

Ursprünglich gab es in Schleswig-Holstein 62 Taufengel; davon befinden sich heute noch 23 in Gebrauch.

Die Kirche verfügt über eine wertvolle historische Orgel, die von dem Orgelbauer Anthonius Wilde aus Otterndorf im Jahre 1593 erbaut wurde.

Rund um die Kirche führte in der Vergangenheit eine Friedhofsmauer, in der sich die geschützte Mauerraute angesiedelt hat.

An der Kirche grenzt der Friedhof in Wöhrden.

Materialienhaus Wöhrden Eichefachwerkspeicher von 1519

Mitten im Dorf, nahe bei der Kirche, befindet sich das älteste Haus Dithmarschens: das Materialienhaus.

Dieses Haus wurde 1519 als fensterloser Speicher aus Eichefachwerk mit Reetdachbedachung erbaut. Es diente zur Aufbewahrung von Hofgut, wie z.B. Kleider, Leinen, Flachs, Hopfen, Honig usw. Hauptsächlich wurde Korn, besonders Saatkorn eingelagert.

1777 erwirbt die Kirchengemeinde das Gebäude von Joh. Karstens. Es wird in Ziegelsteinmauerwerk umgebaut, dabei verlängert und verbreitert. Gleichzeitig erfolgt der Einbau des heutigen Giebels, welcher aus der Kirche von 1319 stammt.

Ab 1778 dient dieses Gebäude dann als Notkirche, bis 1788 eine neue Kirche erbaut ist.

Die Inschrift "Waterbörs" (Wasserbörse) galt als abendliche Begegnungsstätte für Nachbarn und Freunde, wobei Wasser getrunken und geraucht wurde.

Von 1880 - 1928 überlässt die Kirchengemeinde das Haus der Freiwilligen Feuerwehr Wöhrden als Spritzenhaus. 1928 - 1929 wird es als Herberge erwähnt. Danach wird es vollkommen abgebrochen und in alten Maßen wieder aufgebaut. Der alte gotische Giebel aber bleibt erhalten. Das Materialienhaus wird jetzt als Wohnhaus genutzt. 1967 erwirbt der Architekt Gerhard Adler das Gebäude. 1972 ist die Renovierung, die viel Mühe und Geld gekostet hat, geschafft. Seitdem wird es als Wohnhaus genutzt.

School op de Wurth

  • 1875: Einweihung der Volksschule mit zwei Klassenräumen und Wohnungen für Lehrer und Hausmeister
  • 1959: Umbau in vier Klassenräume, die Wohnungen fielen weg
  • 1974: nur noch Grundschule
  • 1997: Ausbau auf sechs Klassenräume

Hof Peters

1778 wurde der Hof neu erbaut mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Haus und Vorderfront sind unverändert erhalten geblieben. Der Hof ist aufgrund der Lage vermutlich eine der ersten Hofstellen auf der Wurth. Das Anwesen ist seit Generationen im Familienbesitz.

Altes Rektorat

  • 1740: Rektorat mit Wohnung und kleiner Schulklasse
  • 1858: Abriss - größerer Neubau mit sehr großer Schulklasse
  • 1968: Verkauf von der Kirchengemeinde Wöhrden als Wohnhaus an Privat

Alte Post

  • 1853: Wohnhaus - Branntweinbrennerei Reimer Rolfs
  • 1877: Wohnhaus - Post- und Telegraphendienststelle Wöhrden
  • 1902: Umwandlung des Morsebetriebes in einen öffentlichen Fernmeldebetrieb
  • 1935: Selbstwählamt Ortsnetz Wöhrden
  • 1963: Bau der Ortsvermittlungsstelle Wöhrden im Garten am Schwarzen Weg
  • 1964: Wohnhaus - Verlegung der Postdienststelle in die Chausseestr. 25
  • 1989: Wohnhaus - Kunstgewerbe-Laden
  • 1996: zusätzlich eine Postagentur
  • 2003: nur noch Wohnhaus

Alte Vogtei

  • 1875 - 1867: Kirchspielvogtei
  • 1869 - 1912: Wohn- und Amtssitz des Kirchspielschreibers Friedrich Kruse
  • bis 1935: Wohnhaus und Arztpraxis
  • seit 1936: privates Wohnhaus

Meierei

  • 1882: Bau der Meierei und Wohnungen von den Gebrüdern Jessen
  • 1983: Auflösung der Meiereigenossenschaft Wöhrden und Schließung des Betriebes; Verkauf an den Meiereimeister Gustav Hartmann
  • 1985: Umbau zum Imbiss "Zur alten Meierei" durch Eggert und Marina Hartmann

Kirchspielsschreiberei

  • 1912 - 1971:
Erdgeschoss: Kirchspielsschreiberei von Süderwöhrden, Kreis Süderdithmarschen und von Norderwöhrden, Kreis Norderdithmarschen
Obergeschoss: Dienstwohnung des Kirchspielsschreibers von Süderwöhrden
  • seit 1975: privates Wohn- und Bürohaus

Altes Pastorat

  • 1732: Das Pastorat in der Norderstrasse brennt ab und wird wieder aufgebaut
  • 1900: Abbruch - Neubau, Chausseestr. 4 im klassizistischem Stil, mit Dienst- und Wohnzimmer und Unterrichtssaal für Konfirmanden
  • 1956 - 1960: Reparatur- und größere Änderungsarbeiten an Dach und Vorderfront
  • 1991: Umbau zum Kindergarten und Jugendpfarramt mit Seminarraum
  • 1999: Auflösung von Jugendpfarramt und Seminarraum
  • 2000: Diakoniestation, Gemeindebüro und Gemeindebücherei

Altes Diakonat

  • 1500: Erster Diakon ist Tilemann
  • 1733: Bau des Diakonat, ob 1500 hier bereits ein Diakonat steht ist nicht bekannt
  • 1906 - 1955: Gemeindeschwesternstation
  • 1950: Johann und Maria Zipperling betreiben im Hinterhaus einen Gemischtwarenladen
  • 1965: Geschäftsaufgabe, das Gebäude steht leer
  • 1968: Gebäudeinstandsetzung, Konfirmandenunterrichtsräume, Anbau des Gemeindehauses
  • 1991: Umbau zum Pastorat - Konfirmandenunterricht ist nun im Gemeindehaus

Park Wöhrden

  • 1926: Detlef Rolfs, Bauer in Nannemannshusen, Gem. Norderwöhrden, erwirbt auf der Wurt in Wöhrden die Vester'sche Hofstelle und stiftete die Liegenschaft der Gemeinde Wöhrden.
  • 1927: Die Gebäude werden abgerissen und an deren Stelle ein Kriegerdenkmal aus Sandstein für die gefallenen und vermissten Soldaten des 1. Weltkrieges errichten. Das gesamte Areal wird zur Grünanlage umgestaltet.
  • 1930: Im Mai 1930 findet die feierliche Einweihung von Parkanlage und Ehrenmal statt. Im selben Jahr vermacht Detlef Rolls der Gem. Wöhrden eine Weide in Tetenbüll, Nordfriesland. Der Pachterlös soll die Unterhaltung und Pflege der gesamten Anlage sichern.
  • 1953: Die Gem. Wöhrden lässt im Ehrenmal schwarze Steinplatten mit den Namen der gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege anbringen.
  • 1979: Nach der Eingemeindung der Gem. Ketelsbüttel erhalten auch jene Soldaten am Ehrenmal ihren Platz.

Das Sandsteinportal

Mitten im dreißigjährigen Krieg geben Claus und Wibbeke Willers ein großes Sandsteinportal in Auftrag. Sie lassen dieses prachtvolle, im Knorpelstil geschaffene Monument in die Hauswand Große Str. 17 einfügen. Hinter den Häusern Nr. 15 und 17 befinden sich die weitaus größten Grundstücke an der Großen Straße. Im Haus Nr. 15 befand sich die Vogtei des Kirchspiels Wöhrden. Es ist gleichsam ein öffentliches Verwaltungsgebäude. Das Haus Nr. 17 dagegen wird bis heute privat genutzt.

Die Meentgenossenschaft Große Bauerschuld Wöhrden führt in ihrer Mitgliederliste das Grundstück Große Straße 17 unter der Nummer 32 auf. Der erste Eintrag lautet: Der Herr Kirchspielvogt Claus Dreeßen . Er bekleidet dieses Amt von 1734-1749. Ab wann und wie lange C. Dreeßen hier wohnt, ist nicht feststellbar, da Jahresangaben fehlen. Ob es zu der Zeit schon eine Gastwirtschaft beherbergt oder erst ab 1858, muss ebenfalls offen bleiben. Ein Sandsteinportal mit einer schweren Holztür als Eingang in eine Gastwirtschaft wäre auch 1634 gut vorstellbar.

1913 brennt der Krug ab. Eigentümer Heinrich Seeck verkauft die Brandruine samt Grundstück an Hugo Jahn Senior. Im Neubau wird das Sandsteinportal wieder übernommen. Das Anwesen befindet sich bis heute im Familienbesitz.

Elsbe Paulsen gestaltet 2009 die Innenräume neu, Dachüberstand und Fenster erhalten ihr altes Gesicht. Die Holztür im Portal wird ausgebaut und mit großem Aufwand restauriert. Nachdem das Türschloss voll funktionsfähig und die Tür mit einen neuen Anstrich versehen ist, wird sie wieder im Sandsteinportal eingebaut. Der Eingang zur Gaststätte wird an seine alte Stelle ins Sandsteinportal von 1634 verlegt.

Die Sandsteinplatte über den Portal trägt die Inschrift:

"Got Help Uns Er Warbe Ein Ehrlich Leben Und Ein Selich Sterbe.
("Gott hilf uns beim Gewerbe, ein ehrliches Leben und ein seliges Sterben.")

Anno 1634 Claus und Wibbeke Willers."

Die Windmühle "Germania

Auffallend am Ortsrand ist die Windmühle Germania. Die Holländermühle stammt von 1847, die Segelflügel drehen sich heute nicht mehr. Bis 1955 mahlte sie mit Wind, bis ein Herbststurm Teile der Flügel zerstörte und es ökonomisch nicht mehr sinnvoll erschien diese zu wechseln. 1962 wechselte der damalige Müller den Innenraum komplett aus, ersetzte das alte Mahlgetriebe durch ein damals modernes Motormahlwerk. Mittlerweile ist der Innenraum der Mühle zu einer Wohnung ausgebaut.


Aus dem neuen Buch Dithmarschen: Weites Land am Meer von Jürgen Rust

Polizeiliche Lagemeldungen


siehe auch:

Nachstehend finden Sie zu folgenden Themen weitere Informationen:


Weblinks


Kontakte

Heinz-Jürgen Templin Claus - Nissen - Straße 6 25797 Wöhrden

Fon: 04839-9135 Fax: 04839-9136 eMail: HJTemplin@gmx.de


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