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Traktat: Stiftungsfest Heider Feuerwehr

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Wir sind Heider!

Bernhard von Oberg

Am 28. September 1434, am Abend des Heiligen Michael, trafen sich auf dem weiten Feld „uppe der Heide“ Vögte, Schlüter und die Männer der acht Kirchspiele Oldenwöhrden, Hemmingstedt, Neuenkirchen, Lunden, Weddingstedt, Tellingstedt, Albersdorf und Nordhastedt mit den ehrsamen Bürgermeistern und Ratsmitgliedern der Stadt Hamburg. Sie schlossen ein Bündnis für den Schutz von Kaufleuten in Krisenzeiten.

Vor 164 Jahren gründeten Eure Väter auf diesem Markt, dem weiten Feld „uppe der Heide“, ein neues Bündnis, in Freiheit geschaffen und im Grundsatz der Freiwilligkeit verankert, das Brandcorps.

Heute nun erwarten wir aus Kiel die Antwort auf eine Frage, ob dieses – nach Stand der Dinge – wohl erste Freiwillige Brandcorps im nördlichsten Bundesland oder die später gegründete Turnerwehr das wahre Fundament der Freiwilligen Feuerwehr Heide ist.

Wir haben uns am historischen Geburtsort der Kreisstadt Heide versammelt, um auch an jene Männer zu erinnern, die hier als erste Gesundheit und Leben freiwillig einzusetzen bereit waren und eingesetzt haben, damit die Einwohnerinnen und Einwohner ihres Fleckens in Sicherheit leben können.

Es ist nur recht und billig, dass wir dies am heutigen Tag tun. Der Sinn eines Stiftungsfestes ist – neben der Geselligkeit - das Erinnern. Die zu allem bereiten Männer, deren Namen für Jahrzehnte in Vergessenheit gerieten, haben den bürgerlichen Boden für dieses Ehrenamt einer Freiwilligen Wehr vorbildlich bestellt. Da muss man Nichts hinzufügen und kann auch Nichts in Abrede stellen.

Die Medien widmen einem gewöhnlichen Stiftungsfest einige Zeilen. Leserinnen und Leser gehen spätestens in der kommenden Woche zur Tagesordnung über, aber ganz Heide, ganz Schleswig-Holstein, ganz Deutschland wird nicht vergessen, was jene ursprünglich 40 jungen Männer vom Bürgerverein Heide unter dem Oberkommando des Heiders Andreas Nicolaus Stammer und mit dem Segen der Obrigkeit in einer Zeit der politischen Umbrüche hier auf den Weg gebracht haben.

Es ist jetzt an Euch, den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Heide, sich bewusst zu werden, in wessen Feuerwehrstiefeln Ihr steht, wessen Arbeit Ihr fortführt und in wessen Geist.

Es ist jetzt an Euch, den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Heide, bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit Stolz auf das gute Vorbild jener mutigen Bürger zu verweisen, die während ihrer freiwilligen Dienstzeit alles gegeben haben.


Das Freiwillige Brandcorps Heide, deren selbst gegebene Statuten auch der damalige Schullehrer Klaus Groth mit unterzeichnete, war – zur Zeit der Monarchie und der politischen Zensur - eine Bewegung aufgeklärter Bürger, von mündigen Bürgern für alle Bürgerinnen und Bürger.


Liebe Freunde! So wie John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten, im Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg das historische Bekenntnis formulierte „Ich bin ein Berliner“, bekannten Andreas Nicolaus Stammer, der erste Obercommandierende des Freiwilligen Brandcorps, der „Drees“ des späteren Quickborn-Dichters Klaus Groth, und seine Kameraden: „Wir sind Heider – und dafür tun wir was!“

Heide, den 24.11.2011


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