Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Thiedemann, Fritz

Aus Dithmarschen-Wiki

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Fritz Thiedemann, Spring- und Dressurreiter, (* 3. März 1918 in Heide und aufgewachsen in Weddinghusen bei Weddingstedt; † 8. Januar 2000 in Weddinghusen) war ein deutscher Springreiter, Landwirt und Unternehmer.

Fritz Thiedemann war einer der bedeutendsten Reiter aller Zeiten und erfolgreichster Sportler Schleswig-Holsteins.


Werdegang

Fritz Thiedemann erhielt auf dem elterlichen Hof zunächst auf den für landwirtschaftliche Zwecke gehaltenen Pferden einfachen Reitunterricht. Es folgten erste Turnierteilnahmen.

Seine weitere reiterliche Ausbildung absolvierte Thiedemann zunächst in der Kavallerieschule Hannover, später mit deren Verlegung dann in der Heeres-Reitschule in Potsdam-Krampnitz.

Thiedemann war Mitglied der SA und erhielt seine Ausbildung maßgeblich auf der SA-Reichsreiterführerschule in Düppel bei Berlin. 1938 gewann er beim Berliner Frühjahrsturnier den Preis der Deutschlandhalle.


Siege

  • Olympische Spiele 1952 in Helsinki
Springreiten: Bronzemedaille Einzel auf Meteor
Dressurreiten: Bronzemedaille Mannschaft, Einzelwertung 12. auf Chronist xx
1956 in Stockholm: Goldmedaille Mannschaft, Einzelwertung 4. auf Meteor
1960 in Rom: Goldmedaille Mannschaft, Einzelwertung 6. auf Meteor
  • Weltmeisterschaft
1953 in Paris: Silbermedaille Einzel auf Diamant
  • Europameisterschaft:
1958 in Aachen: Goldmedaille Einzel auf Meteor
1959 in Paris: Bronzemedaille Einzel auf Goodewind
  • außerdem:
fünfmal Sieger des Deutschen Springderby in Hamburg (1950 (Loretto), 1951 (Meteor), 1954 (Diamant), 1958 (Finale) und 1959 (Retina))

Ehrungen

Der Name Fritz Thiedemann ist eng verbunden mit dem seinerzeit weltweit erfolgreichsten Springpferd Meteor, mit dem er auch die meisten Titel errang. Dem Pferd Meteor wurde vor der Kieler Staatskanzlei im Düsternbrooker Weg ein lebensgroßes Denkmal in Bronze gesetzt. Die Statue schuf der Kieler Bildhauer Hans Kock im Jahr 1959. Seit Dezember 2009 steht am Wegrand eine Informationstafel zum Denkmal.

In seiner Geburtstadt Heide ist eine Straße nach ihm benannt, der Fritz-Thiedemann-Ring, der eine Umgehung des Stadtgebietes ermöglicht. Die Stadt Elmshorn verlieh ihm 1956 die Ehrenbürgerwürde wegen seiner Verdienste um die Stadt und die dortige Reit-und Fahrschule, an der er jahrelang tätig war. Auch die dortige, 2005 neu eröffnete Auktions- und Reithalle des Verbandes der Züchter des Holsteiner Pferdes ist nach Thiedemann benannt. Seine Pferde sind in Elmshorn durch Benennung der Straßen Meteorstraße, Finaleweg, Retinastraße und Diamantstraße auch heute noch präsent.

Als erster Sportler bekam Fritz Thiedemann das Silberne Lorbeerblatt im Juni 1950 von Theodor Heuss überreicht.

1956 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Elmshorn verliehen.

1958 wurde er Sportler des Jahres in der Bundesrepublik.

1961 erhielt er die Sportplakette des Landes Schleswig-Holstein.

1974 folgte die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.

2008 wurde Fritz Thiedemann in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.


Literatur

  • Eckhard F. Schröter: Das Glück dieser Erde. Leben und Karriere deutscher Springreiter.. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt a. M. 1980, ISBN 3-596-23019-5

Links


Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …