Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Seehundstation Friedrichskoog

Aus Dithmarschen-Wiki

Foto: Andreas Montag
Gestalter Reini Götsche
Foto: Andreas Montag
Foto: Andreas Montag
Foto: Andreas Montag
Foto: Andreas Montag
Foto: Andreas Montag
Foto: Andreas Montag

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Heuler?

Heuler sind ein natürliches Phänomen. Sie haben ihr Muttertier durch Verstoßen, Tod oder Stürme verloren, oder die Mutter hat ein krankes oder verletztes Jungtier verlassen. Der Sinn der Seehund-Aufzuchtstationen ist vor allem in jüngerer Zeit heftig diskutiert worden. Zum einen sind auch gesunde Seehundjunge dorthin gebracht worden, deren Mutter auf Nahrungssuche war und zu ihrem Jungen zurückgekehrt wäre - Schätzungen der Kritiker gehen sogar davon aus, dass dies für 90 % aller eingelieferten Heuler zutrifft. Die wirklich kranken und pflegebedürftigen Seehunde hingegen seien durch natürliche Selektion ausgesondert worden, und es sei unnatürlich, diese aufzupäppeln und ihnen zu einem Leben in Freiheit zu verhelfen. In den Aufzuchtstationen kommt es zu Todesfällen durch Stress oder durch die Zwangsfütterung, die notwendig ist, da die Heuler fast immer die Nahrungsaufnahme verweigern. Die letztlich entlassenen Seehunde sind oft halbzahm und meiden ihre Artgenossen.

Die Kritik hat dazu geführt, dass Dänemark bereits seit 1985 keine Heuler mehr auswildert und seit 1993 alle gefundenen Heuler getötet werden. An deutschen Nordseeküsten gab es auch ein Umdenken. Die Station in Friedrichskoog nimmt keine kranken oder verletzten Heuler mehr auf. Viele Seehundbänke liegen heute in den Kernzonen der Nationalparks, damit Touristen keine Heuler mehr aufgreifen können. Die nach Friedrichskoog verbrachten Seehunde werden bis auf Einzelfälle wieder ausgewildert.

Viele „Tierfreunde“ haben für solche Maßnahmen wenig Verständnis. In den Niederlanden suchen sie immer noch die Strände ab und bringen selbst kerngesunde Jungrobben in die Station Pieterburen. Gegen die Methoden der Mitarbeiter der Station Pieterburen, die auch an deutschen Küsten gegen geltendes Recht Heuler aufgegriffen haben und allein im Jahr 2001 über 300 junge Robben aufgezogen haben, wird seit Jahren erfolglos von Naturschützern protestiert. Quelle: Wikipedia

Aufzuchtstation

Die Seehundstation Friedrichskoog e.V. wird von den Gemeinde Friedrichskoog und dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. unterhalten. Auf dem Gelände der Station befindet sich auch die weithin sichtbare 17 m hohe Trischentonne, die jahrzehntelang bis zu ihrer Demontage auf der Insel Trischen aufgestellt war. Die im Jahre 2006 erweiterte Seehundstation wurde zahlreichen Fernsehzuschauern durch die Fernsehserie Hallo Robbie! bekannt, die in der Station ausgiebig drehte.

Die Station wurde 1985 vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein und der Gemeinde Friedrichskoog im Landkreis Dithmarschen gegründet. Zu ihren Aufgaben gehören neben wissenschaftlicher Forschung und Informationen über Seehunde auch die Aufzucht junger Seehund-Babys, die von ihrer Mutter verlassen wurden. Die Seehundstation Friedrichskoog ist die einzig anerkannte Betreuungsstation für Meeressäuger in Schleswig-Holstein. Rund 50 verwaiste Seehunde, aber auch Kegelrobben werden, werden hier jährlich aufgezogen, um in der Nordsee wieder ausgewildert zu werden. Die Tiere werden an der gesamten Nord- und Ostseeküste Schleswig-Holsteins geborgen. Sieben Heuler- und fünf Quarantänebecken stehen den Jungtieren in Friedrichskoog zur Verfügung. Anders als die "Dauergäste" haben junge Heuler in Friedrichskoog keinen Kontakt zu den Besuchern der Station. Sie können jedoch über eine „Life-Kamera“ oder von einem Aussichtsturm aus beobachtet werden.

Erster Stationsleiter in Friedrichskoog war Seehundjäger Werner Rohwedder. Er hatte schon vor der Eröffnung der Einrichtung 1985 Heuler aufgenommen und in seinem Garten und auf einem Kutter aufgepäppelt. Rohwedder leitete die Station mehr als zehn Jahre lang. Heute ist Diplom-Biologin Tanja Rosenberger Leiterin der Seehundstation.

Seit 1996 finanziert sich die Seehundstation Friedrichskoog ohne staatliche Zuschüsse ausschließlich durch Spenden und den Verkauf von Eintrittskarten. Jedes Jahr müssen für die festen Kosten mindestens rund 300 000 Euro eingenommen werden. Quelle: Wikipedia

Touristische Bedeutung

Seehunde an der dithmarscher Küste

Seehunde sind sehr gute Schwimmer, die bis zu 200 m tief und 30 Minuten lang tauchen können. Für gewöhnlich dauert ein Tauchgang aber nur drei Minuten. Ausgewachsene Seehunde fressen ausschließlich Fische und zwar Heringe, Sardinen, Dorsche, Lachse, Stinte und Plattfische. Jüngere Seehunde ernähren sich zu einem Großteil von anderen Meerestieren wie Krebstieren und Mollusken. Im Wasser sind Seehunde einzelgängerisch, auf Sandbänken kommen sie oft zu kleinen Gruppe zusammen. Sie sind jedoch keine sozialen Tiere und reagieren aggressiv auf Berührung durch Artgenossen; vor allem Männchen fügen sich gelegentlich gegenseitig blutige Wunden zu. Auf den Sandbänken findet man sie daher meistens gleichmäßig verteilt, mit eineinhalb Metern Mindestabstand zwischen zwei Tieren.

Die Paarung findet im Wasser statt. Mehrere Männchen sammeln sich dabei um ein Weibchen und versuchen, auf ihren Rücken zu gelangen. Das Weibchen wehrt sich zunächst mit Bissen und Fluchtversuchen gegen die Paarung. Letztlich siegt eines der Männchen, indem es mit einem Biss in den Nacken das Weibchen ruhigstellt. Nach etwa drei Minuten ist der Paarungsakt beendet und beide Partner schwimmen ihrer Wege. Seehundmännchen sind weder monogam noch bewachen sie nach Art mancher anderer Robben einen Harem.

Die Tragzeit beträgt anschließend 11 Monate, es wird in der Regel nur ein Jungtier geboren, das bei der Geburt etwa 10 kg schwer und 85 cm lang ist. Es wird ungefähr fünf Wochen gesäugt und dann allein gelassen.

Seehunde können 30 bis 35 Jahre alt werden. Dabei haben Weibchen in der Regel eine höhere Lebenserwartung als Männchen, die sich bei den Aggressionen gegen Geschlechtsgenossen mehr verausgaben und vielleicht deshalb selten älter als 25 Jahre alt werden.

Links

Bestandsentwicklung

Siehe auch unsere aktuellen Informationen über Zählflüge und Populationsentwicklung: Seehund


Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …