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Süderdithmarschen (Gebietskörperschaft)

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Südteil Dithmarschens als politische Gebietskörperschaft (1581-1970)


Inhaltsverzeichnis

Landesteilung 1581

Nach der endgültigen Landesteilung des 1559 von den schleswig-holsteinischen Landesherren unterworfenen Dithmarschen waren 1581 die beiden dithmarscher Landschaften Süder- und Norderdithmarschen entstanden. Süderdithmarschen mit dem Hauptort Meldorf umfasste die Kirchspiele Süderhastedt, Burg, Eddelak, Brunsbüttel, Marne, Barlt, Meldorf mit Windbergen, Hemmingstedt, Albersdorf, dem Südteil von Wöhrden und dem Kirchspiel Nordhastedt ohne die an den Nordteil gefallenen Dörfer Süderholm und Bennewohld sowie die von norderdithmarscher Gebiet umgebende Exklave Fedderingen.


Nord-Süd-Konflikte als Folge landesherrlicher Auseinandersetzungen

Süderdithmarschen wurde Teil der schleswig-holsteinischen Landesherrenschaft des dänischen Königs. Norderdithmarschen fiel an den Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf. Das im 16. Jahrhundert zunächst vergleichsweise reibungslose Mit- und Nebeneinanderregieren der Gottorfer Herzöge und der dänischen Könige in Schleswig- Holstein und in Dithmarschen wurde Mitte des 17.Jahrhunderts von massiven Konfrontationen beider Herrscherhäuser abgelöst. Im Laufe dieser Konflikte standen sich auch die beiden dithmarscher Landschaften oft feindlich gegenüber, wie beim Gefecht von Ketelsbüttel (1700)).


Zweigeteilt auch nach Vergleich von 1773

Nach der Übertragung der Herrschaftsrechte auf den dänischen König im Vergleich von 1773 waren Norder- und Süderdithmarschen zwar unter einer Dynastie vereint (s.auch Gesamtsstaatszeit), blieben aber weiter zwei voneinander getrennte Gebietskörperschaften. Daran änderte sich auch nach der Annexion durch Preußen nichts. Durch die Einführung der Kreisordnung vom 1867 entstand aus den Kirchspielen der alten süderdithmarscher Landschaft und den vier außerhalb der Landschaft verwalteten eigenständigen Kögen Sophien-, Kronprinzen-, Friedrichs- und Christianskoog der Landkreis Süderdithmarschen, Fedderingen fiel an den Landkreis Norderdithmarschen. Von 1891 bis 1922 war Helgoland dem Landkreis angeschlossen.


Vereinigungen 1932 und 1970

1932 waren beide dithmarscher Landkreise zum Landkreis Dithmarschen (Kreisstadt Meldorf) vereint worden, aber bereits im Folgejahr ist diese Fusion wieder rückgängig gemacht worden. Erst 1970 verschmolzen Norder- und Süderdithmarschen endgültig zum Kreis Dithmarschen, der sowohl die Kreisstadt Heide als auch das KFZ-Kennzeichen (HEI) von Norderdithmarschen übernahm (s. auch Kreisgebietsreformen). Sowohl bei der Einwohnerzahl als auch bei der Fläche hat der Südkreis sein nördliches Gegenstück übertroffen: Mit 775 qkm (1961) war der südliche Kreis mehr als 150 qkm größer als der Norden. Zwischen 1867 und 1961 lebten im Süden zwischen 39.000 und 72.000 Einwohner, im Norden nur 35.000 bis 57.000.


Literaturhinweis:

25 Jahre Kreise in Schleswig-Holstein, (hrsg. vom Schleswig-Holsteinischen Landkreistag, bearbeitet v. Klaus-Dieter Dehn), Neumünster 1992)


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