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Rolandreiten

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Die Figur hält in der rechten Hand die Stoßplatte, die es beim Anreiten zu treffen galt, in der linken eine Stange mit einem Rußbeutel (beides fehlt), der den erfolgreichen Reiter nach der ersten Umdrehung des Figurenoberteils treffen sollte. Inventarnummer: DLM 348 Dithmarscher Landesmuseum

Inhaltsverzeichnis

Aussterbender Reitsport

Das Rolandreiten ist ein dem Ringreiten ähnlicher Pferdesport, bei dem eine menschenähnliche Holzfigur (norddeutsch: Roland), beziehungsweise dessen Holzschild getroffen werden muss. Die Figur beginnt sich bei einem Treffer zu drehen, eine zusätzliche Herausforderung besteht darin, nicht vom Aschesack am anderen "Arm" der Figur getroffen zu werden. Früher war es in weiten Teilen Norddeutschlands verbreitet, wird heute aber fast nur noch im Kreis Dithmarschen betrieben.

Neue Bedeutung

Ebenso ist es ein Bestandteil zahlreicher neu geschaffener Ritterturniere. In vielen anderen Ländern gibt es ähnliche Wettbewerbe, die sich vom Quintana-Reiten ableiten. Quelle: Wikipedia


Ringreiten und Rolandreiten

Sowohl das Ringreiten als auch das Rolandreiten erfreuen sich noch heute in Norddeutschland als sportlicher Wettkampf großer Beliebtheit. Verschiedene Variationen des Wettkampfes, der eine lange Tradition hat, werden den Zuschauern auf dem „Heider Marktfrieden“ vorgeführt.

Das Ringreiten erinnert zu Recht an die Ritterturniere des Mittelalters. Hier hat das Ringreiten auch seinen Ursprung. Ging man früher mit großen Lanzen aufeinander los, so hat sich in den vergangenen Jahrhunderten eine weniger gefährliche Tradition herausgebildet. Beim Ringreiten versucht der Reiter einen kleinen Ring, der zwischen zwei Stangen an einem Seil aufgehängt ist, in vollem Galopp mit einer Lanze oder einem Stechgerät herabzustechen. Wer die meisten Ringe gestochen und zuerst dreimal einen bestimmten Ring bekommen hat, ist König und somit Sieger des Wettkampfes.

Das Rolandreiten verläuft vollkommen anders. Eine Holzfigur mit ausgebreiteten Armen, der Roland, ist drehbar auf einem Holzpfahl angebracht. In seiner rechten Hand hält die Rolandfigur ein Schild als Zielgegenstand und in der linken Hand einen Mehl- Kohlestaub oder Aschenbeutel. Der Reiter zielt mit einem Stab, dem Stöter, auf diesen Schild. Durch den Aufprall des Stabes gerät der Roland in Drehung. Gelingt es dem Reiter nicht, sich schnell genug zu entfernen, so trifft ihn der Beutel im Rücken.

Wem es gelingt, den Schild zu zertrümmern, ist König und darf den Roland bis zum nächsten Wettkampf bei sich zu Hause verwahren.

Um das Ring- und Rolandreiten herum spielt sich aber oft noch mehr ab. Ring- und Rolandreiten sind auch traditionsreiche Feste. Die Feste beginnen mit einem Umzug durch das Dorf. Dabei versammeln sich die Reiter am Haus des vorjährigen Königs, der sie in einer plattdeutschen Rede auffordert, ihm den Titel streitig zu machen. Danach bewegt sich der Zug zum Festplatz, wo dann der Wettkampf beginnt. Nach dessen Ende wird der neue König in einem weiteren Umzug feierlich nach Hause geleitet. Das Fest wird abschließend am Abend mit Tanz und Musik für alle Dorfbewohner beendet. Quelle: Dithmarscher Landeszeitung

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