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Postämter in Brunsbüttel

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Jeder, der etwas zu der Seite beitragen kann (Ergänzungen, Änderungen, Verbesserungen usw.) wird hiermit herzlich gebeten, sich mit mir in Verbindung zu setzen.
Uwe Möller – email:Gabuwe@t-online.de

Textquellen: 125 Jahre Postgeschichte - Herausgeber Briefmarken-Club Brunsbüttelkoog, Kurze Geschichte des Post-und Fernmeldewesens von Brunsbüttelkoog - von Johannes Heeschen, Familienchronik des Postverwalters Alwin Schnack, Artikel aus der Kanal-Zeitung, der Brunsbüttelkooger Zeitung, der Brunsbütteler Zeitung und der Brunsbütteler Rundschau.
Zur Verfügung gestellt vom Stadtarchiv Brunsbüttel, von Uwe Borchers und Heinz Lewerenz.

Postkarten, Unterlagen und Fotos von Uwe Borchers, Bernd Schmidt, dem Stadtarchiv Brunsbüttel, dem WSA-Brunsbüttel, Thomas Schaack, Rainer Dürr und Sammlung Uwe Möller.

Inhaltsverzeichnis

Brunsbüttel

Bereits im Jahre 1739 war im Ortskrug in Brunsbüttel eine Extrapostexpedition untergebracht, die aber nur der Personenbeförderung diente.
(Quelle: Schreiben von 1739 an den Kirchspielschreiber Karstens)
In den Gemeinden Brunsbüttel und Brunsbüttel-Eddelaker-Koog gab es bis 1825 keine ordentliche Post. Erst 1825 erhielt diese Region das erste Postamt.
(Quelle:“Kurze Geschichte des Post-und Fernmeldewesens von Brunsbüttelkoog“ von Johannes Heeschen)
Aus einer Bekanntmachung der General-Postdirektion vom 22.8.1835 ist ersichtlich, daß am 1. September 1835 (wahrscheinlich in demselben Ortskrug) die erste, richtige Extrapoststation in Brunsbüttel eingerichtet wurde (zunächst wohl zu Testzwecken). Nachfolgendes „Placat“ weist darauf hin. Da Schleswig Holstein bis 1864 dänisch war, ist das Plakat auch in dänischer Sprache verfaßt.

Die Eröffnung eines Rechnung führenden Postexpeditions-Comtoirs für die Brief-und Frachtpost in Brunsbüttel erfolgte schließlich am 1.4.1840 durch die Generalpostdirektion. Zum ersten Postexpediteur wurde am 13.4.1840 der damalige Kirchspielsvogt Peter Jacob Hedde ernannt.

Stempel aus der „guten alten Zeit“

1879 befand sich das erste Postgebäude in der Sackstrasse (gegenüber der damaligen Fahrradhandlung Peters).
(Quelle:Aus der Familienchronik des Postverwalters Schnack)

In der Deichstraße 8a war während der Bauzeit die Post


Um 1890 zog das Postamt in das Gebäude Norderstraße 1. Im Jahre 1900 wurde dieses Gebäude abgerissen. An gleicher Stelle wurde von der Gemeinde Brunsbüttel ein großzügiges Gebäude errichtet (Richtfest am 15.5.1900), das dann an die Oberpostdirektion Kiel vermietet wurde.
Während der Bauzeit hat der bauausführende Maurermeister Frauen in seinem Haus Ecke Deichstraße/Mühlenweg Räumlichkeiten für die Post zur Verfügung gestellt.
Durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals entwickelte sich neben Brunsbüttelhafen auch das Kanaldorf im Brunsbütteler Koog (später Brunsbüttelkoog). Am 1.5.1893 erhielt Brunsbüttelkoog auf der Südseite einen Bahnanschluß Richtung St.Margarethen (siehe Absatz Brunsbüttelkoog). Im gleichen Zuge wurde zwecks Unterscheidung das Postamt Brunsbüttel in „Brunsbüttel (Ort) umbenannt.

Am 1.12.1926 übernahm der Kriegsbeschädigte Johannes Buhmann die Postagentur in der Norderstraße 1, das die Inschrift „Kaiserliches Postamt“ trug.

Fotos vom Kaiserlichen Postamt

Stempel Brunsbüttel (Ort)-1907
Stempel Brunsbüttel über Brunsbüttelkoog-1935

1932 wird die Bezeichnung „Brunsbüttel (Ort)“ geändert in „Brunsbüttel über Brunsbüttelkoog“. Johannes Buhmann kauft 1933 das Haus Norderstraße 19 und die Postagentur wurde dorthin verlegt. Am 4. Juni 1946 verstarb Buhmann und seine Witwe vermietete die Diensträume bis zum 30.4.1951 weiter an die Post.
Am 1.5.1951 wird Markt 21 (Brunsbüttel 3) der neue Sitz der Postagentur bis zum 11.07.1985. Danach befand sich dort auch die Galerie Stücker.

Fotos vom Markt 21


Mit dem 12.07.1985 wird das Postamt Markt 21 geschlossen und die neue Postannahmestelle im Gutenbergring 18 eröffnet (siehe Absatz Brunsbüttelkoog-Brunsbüttel)

Brunsbüttelhafen


Artikel aus der Kanal-Zeitung bis 1900

In Brunsbüttelhafen war im Gasthaus Busch eine Posthilfsstelle, deren Geschäfte am 1. Januar 1888 dem Gastwirt und Kaufmann Robert Busch übertragen wurden (aus Vorläufer der Kanal-Zeitung). Am 1.9.1888 wurde aus dieser Posthilfsstelle eine Postzweigstelle (siehe Artikel aus der Kanal-Zeitung).
Ab 31. Oktober 1910 wurde eine solche im Haus des Bauunternehmers Mohr in der Brunsbütteler Str. 13 eingerichtet und damit die Postzweigstelle im Gasthaus Busch aufgelöst.

Brunsbütteler Straße 13

Brunsbüttelkoog-Brunsbüttel

Der Kanalbau hat im Bereich Brunsbüttel – Brunsbüttelhafen erhebliche Veränderungen mit sich gebracht. Zur Heranführung des Baumaterials wurde am 1. Mai 1893 die Eisenbahnlinie St. Margarethen - Brunsbüttel eröffnet, nachdem ein Bahnhof am Südufer des neuen Kanals unweit der Schleusenanlagen und des neuentstandenen Binnenhafens errichtet worden war. Am gleichen Tage nahm das Postamt III. Klasse „Brunsbüttel-Bahnhof" seine Tätigkeit im Bereich der Kanalmündung auf.
Die Räume des Postamtes befanden sich in einem von der Eisenbahnverwaltung errichteten und von der Post angemieteten Gebäude neben dem Bahnhof. Sie bestanden aus dem Schaltervorraum, dem allgemeinen Dienstzimmer, der Packkammer, dem Fernsprech- und Telegraphenzimmer sowie dem Wachzimmer. Der Fernsprech- und Telegraphendienst wurde lange Zeit ununterbrochen abgehalten, was durch den starken Schiffsverkehr im Kaiser-Wilhelm-Kanal (diesen Namen hatte der am 21. Juni 1895 eröffnete Kanal von Kaiser Wilhelm erhalten) bedingt war. Der Amtsbereich des Postamtes Brunsbüttel-Bahnhof erstreckte sich bis zum 1. Weltkrieg nur auf die südliche Kanalseite. Das Postamt erhielt am 1. Mai 1897 die Bezeichnung „Brunsbüttelkoog" (der Name Brunsbüttelkoog für den Ort erfolgte erst am 17. Juli 1907 (siehe auch Brunsbüttelhafen)
Das bisherige Postamt Brunsbüttel erhielt zur Unterscheidung die Bezeichnung „Brunsbüttel (Ort)" (siehe Absatz Brunsbüttel).

Fotos des Postamtes „Brunsbüttel-Bahnhof“

Anmerkung zum Brief an Gilbert 1894: Friedrich Gilbert war als Kanalbauinspektor von 1895 bis 1909 Amtsvorstand des Bauamts I in Brunsbüttelkoog (Die Amtsvorstände des WSA-Brunsbüttel).
Nach ihm wurde die Gilbertstraße benannt (heutige Schleusenstraße).

Infolge des gesteigerten Verkehrs und der damit verbundenen Personalaufstockung wurde das Postamt III.Klasse am 1.4.1902 in eins der II.Klasse umgewandelt.
Die angemieteten Diensträume in dem Nebengebäude der Reichsbahn wurden mit der Zeit für den Postbetrieb zu klein und nachdem der Bauunternehmer Witt auf dem Grundstück des abgebrannten Schoofschen Hofes (1908) ein neues Gebäude errichtet hatte und dieses 1914 fertiggestellt war, hat die Reichspost am 6.4.1915 diese neuen Mieträume bezogen (Postamt Brunsbüttelkoog 1 – Schoofstraße 4).
Das freigewordene Nebengebäude der Bahn wurde ab diesem Zeitpunkt als Seemannshaus genutzt.

Fotos vom Seemannshaus

Zeitungsartikel vom Postgebäude Schoofstraße 4

Fotos vom Postgebäude Schoofstraße 4

Der Geschäftsumfang des Postamtes Brunsbüttelkoog erweiterte sich vom 1. Mai 1916 an dadurch, daß das Zweig-Postamt Brunsbütteler-Hafen zu diesem Zeitpunkt nach dem auf dem Nordufer des Kanals gelegenen Haus Koogstraße 43, verlegt wurde. Es schied aus dem Bereich des Postamtes Brunsbüttel (Ort) aus und gehörte ab jetzt zum Postamt Brunsbüttelkoog, dessen Zustellbereich sich nun auch auf die Nordseite des Kanals erstreckte. Durch Mietvertrag vom 8. September 1915 waren im Hause des Apothekers Dr. Scheel 3 Räume für Dienstzwecke angemietet worden. Das Postamt erhielt die Benennung „Brunsbüttelkoog 2“, während das in der Schoofstraße gelegene mit „Postamt Brunsbüttelkoog 1“ bezeichnet wurde.
Wie das Foto von 20.2.1913 zeigt, befand sich dort, wo die Post einzog vorher ein Geschäft für Singer-Nähmaschinen.

Fotos von der Apotheke Scheel

Stempel Brunsbüttelkoog-1921

1955 baute die Kauffrau Frieda Fegbeitel in der Koogstraße ein großes, rechtwinkliges Haus, deren Räumlichkeiten den Geschäftsleuten zur Pacht angeboten wurde (Koogstraße 68).
Da die Räumlichkeiten im Hause des Apothekers Scheel nicht mehr den gewachsenen Anforderungen des Dienstbetriebs entsprachen, zeigte auch die Post Interesse und bezog am 1.12.1955 Räume im kleinen Flügel.
(Nach Rücksprache mit dem Brunsbütteler Ex-Bürgermeister Ernst Tange und Karl-Hermann Claußen, die langjährig bei der Post beschäftigt waren, ist das Postamt in der Apotheke Scheel nach dem Umzug aufgegeben worden)

Fotos vom Fegbeitel-Block

Zur Erleichterung der Einlieferung von Postsendungen seitens der Schiffsbesatzungen wurde am 1. Januar 1929 eine Poststelle in den Geschäftsräumen der Firma Zerssen und Co. (später Kiosk Fegbeitel)auf der Schleuse eingerichtet. Sie erhielt die Bezeichnung „Brunsbüttelkoog 1A“ und wurde von den Angestellten der genannten Firma Tag und Nacht betreut.
Diese Poststelle mußte am 15. Juli 1945 geschlossen werden, da die Besatzungsmacht den Zutritt von Privatpersonen zu den Schleusenanlagen verboten hatte.
Am 1. September 1953 erfolgte die Wiedereröffnung. Sie trug zunächst bis zum 31.12.1953 weiterhin die Bezeichnung „Brunsbüttelkoog 1A (Stadt), ab 1.4.1953 „Brunsbüttelkoog-Schleuse“, ab 1.11.1963 „Brunsbüttelkoog 3“ und ab 1.1.1970 „Brunsbüttel 4“.
Am 31. August 1983 wurde die Poststelle geschlossen.

Fotos Schleusenkiosk

Mitte der 1960er-Jahre begann die Planung für ein neues Postgebäude in der Kautzstraße 17, das dann am 1. März 1971 bezogen wurde (Brunsbüttel 1).

Zeitungsartikel und Fotos vom Postamt Kautzstraße

Fotos vom Abbruch Schoofstraße 4

Längere Zeit nach der Inbetriebnahme des Hauptpostamtes Kautzstraße 17 wurde das Haus Schoofstraße 4 abgerissen.

Auf der Südseite des Kanals befand sich von 1971 bis 1995 ebenfalls eine Poststelle in der Fährstraße 18.

Fotos von der Fährstraße 18

Gutenbergring und Frauen

In den 1990er-Jahren wurden in den Läden der Firma Frauen Poststellen errichtet. 2018 wurde auch die letzte Poststelle im LF-Zentrum geschlossen und eine im Laden von Heider eröffnet. Nachdem 2018 auch das Postamt in der Kautzstraße für den Personenverkehr geschlossen wurde, hat die Post sich genötigt gefühlt, ein Postamt in der Brunsbütteler Straße zu eröffnen.

Postleitgebiete und Postleitzahlen

Seit dem 19. Oktober 1943 war das Bundesgebiet in Postleitgebiete aufgeteilt. Hamburg und Schleswig-Holstein wurden dem Leitgebiet 24 zugeordnet. Im Oktober 1946 wurde das Gebiet unterteilt in 24a und 24b

Die Postleitgebiete 24a und 24b (Quelle:Thomas Schaack)

Brunsbüttelkoog gehörte zur Oberpostdirektion Kiel und hatte ab diesem Zeitpunkt die Leitzahl 24b.

Auf dem Bild von 1949 ist auch noch eine weitere Nachkriegseigenheit zu sehen:
Die Steuermarke “Notopfer Berlin“ – eine Steuer, die über die Post vom Staat als Berlin-Hilfe eingezogen wurde. Diese Marke war in der Zeit vom 1.12.1948 – 31.3.1956 fast ausnahmslos auf jedem Brief vorhanden.

Die 4-stellige Postleitzahl wurde dann am 1. November 1961 eingeführt. Es war das erste vollständige Postleizahlensystem weltweit. Brunsbüttelkoog (nach der Gebietsreform Brunsbüttel) erhielt die Postleitzahl 2212.
Eine umfangreiche Werbekampagne begann im März 1962 mit dem Slogan "Vergißmeinnicht - die Postleitzahl". Ab 1964 warb der Showmaster Peter Frankenfeld gemeinsam mit dem legendären Postzusteller Walter Spahrbier in der Fernsehsendung "Vergissmeinnicht" für die neuen Nummern.
(Quelle:Deutsche Post)
Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten mußte ein neues Postleitzahlensystem her. Am 1. Juli 1993 war es dann soweit, das 5-stellige Postleitzahlensystem war „geboren“. Ab jetzt hatte Brunsbüttel die Postleitzahl 25541.

Anhang

Ortsverzeichniseinträge 1930 - 1972

Quelle:Thomas Schaack

Sonderstempel Brunsbüttel

Quelle:Sammlung Uwe Borchers

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