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Politik in Dithmarschen

Aus Dithmarschen-Wiki

Ende der Weimarer Republik

in Süderdithmarschen

Im letzten Jahr vor der nationalsozialistischen Machtergreifung setzten in Süderdithmarschen die Nazis in der Bekämpfung ihrer polischen Gegner brutalere Mittel ein....nicht nur die Versammlungen wurden gestört ……

Weit über die Grenzen Dithmarschens erregte der „Zwischenfall“ in Friedrichskoog anlässlich einer geplanten sozialdemokratischen Versammlung im Vorfeld der Reichpräsidentenwahl...80 bis 100 nicht uniformierte Nationalsozialisten versuchten den Saal zu stürmen... Sie zogen mit Drohungen „Hüt wüllt wi Blot sehn!“ durch den Ort... nach Ende der Versammlung fand eine regelrechte Hetzjagd auf die Besucher statt...bei der scharf geschossen wurde und mehrere Personen verletzt wurden… andere Besucher suchten in der Dörrfabrik beim Hafen Schutz, wurden aber bald von den eindringenden Nationalsozialisten misshandelt... die dann in einem wahren Blutrausch und auf bestialische Weise willkürlich einen Jugendlichen ermordeten, der sich keiner Weise politisch exponiert hatte.

Die Volkszeitung (Kiel) vom 28.7.1932 berichtete

Der 17 jährige Schiffer Hermann Jäger aus Neuendeich wurde blutig geschlagen, mit einem Messer quer durchs Gesicht gestochen aus nächster Nähe in den Hals geschossen. Dann packten die vertierten Bestien den beklagenswerten Jungen der vor Schmerz laut schrie und stöhnte, bei den Armen und Beinen und bearbeitet ihn mit Fußtritten. Schließlich stieß einer der SA-Leute ihm von hinten einen Dolch ins Herz der den sofortigen Tod herbei führet. Die blutende Leiche warfen die Nazis aus dem Fabrikfenster auf einen Abfallhaufen

„Es war mehr als tragische Ironie, dass der Bruder des Ermordeten als SA Mann einen Trauerflor trug. Ein Zeichen der für die politische Verwirrung und Kurzsichtigkeit dieser Zeit.“

Quelle: Aus Schleswig Holsteinische Volkszeitung die bis März 1933 in Kiel erschien / und Klaus Schwieger 1970

Kommunist in Dithmarschen

Der Kommunist Adolf Bauer tot aufgefunden

Am gestrigen Dienstagnachmittag wurde der seit Sonntagmorgen vermisste Kommunistenführer Adolf Bauer in einem Graben bei Rösthusen tot aufgefunden. Der Ermordete war am Sonnabend abends zu einer kommunistischen Versammlung in Helse gewesen. Bauer soll gegen 1 ½ Uhr mit einem Mädchen gesehen worden sein. Gegen 2 Uhr ist er dann mit dem Fahrrad fortgefahren und war seit dieser Zeit verschwunden. Am Sonntag war Bauer zu einer Versammlung im Heide geladen, auf der er nicht erschien. Sonntag fand man sein Rad auf der Rösthusener Chaussee. Sodann wurden Recherchen angestellt , die aber ohne Erfolg blieben . Die Polizei wurde davon in Kenntnis gesetzt...im Laufe des Nachmittages fand man Bauer in einem mit Schlamm gefüllten Graben, in unmittelbarer Nähe eines Weizenfeldes. Es wird angenommen das sich ein Kampf in ein Weizenfeld abgespielt hat... Quelle: eine regional Zeitung. Diese traurige Begebenheit wurde noch in den 70er Jahren bei Gesellschaften erzählt.


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