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Brunsbüttel Berühmte...

(Weitergeleitet von Peter Jacob Hedde)

Peter Jacob Hedde

Inhaltsverzeichnis

Familiengeschichte

Über drei Jahrhunderte sind aus den Reihen der Familie Hedde in Dithmarschen Kirchspielsvogte, Vollmachten (lokale Politiker), Pastoren und Gelehrte hervorgegangen. Einer von Ihnen wirkte über 50 Jahre in Brunsbüttel. Die Familie Hedde spielte in Brunsbüttel vor 200 Jahren eine bedeutende Rolle, wie man vielfach auch heute noch feststellen kann. Die Heddes haben ihren Ursprung in Sarzbüttel, Albersdorf in Odderade.

Peter Jacob Hedde

Peter Jacob Hedde geboren am 24.11.1791 im Friedrichsgabekoog, war ein Sohn des Kirchspielvogts Johann Hedde (* 1766 in Schafstedt) und dessen Ehefrau Anna Christiane (* 1769). Die Vorfahren können bis um etwa 1450 in Dithmarschen nachgewiesen werden, wo sie viele Kirchspielvögte stellten.

Peter Jacob Hedde besuchte eine Schule in Tellingstedt und von 1809 - 1812 das Christianeum. Von 1813 - 1814 studierte er an der Universität Kiel. Am 13.09.1815 übernahm er im Alter von 23 Jahren das Amt des Kirchspielvogts in Brunsbüttel und füllte dieses bis an sein Lebensende 1868 aus. Als der kleine „gebückte“ Mann, Vater von sechs Kinder am 6.5.1868 starb und auf dem Jacobus-Friedhof begraben war, setzte man ihm für die Nachwelt ein kleines Denkmal. Aus Grabmalinschrift erfahren wir ein wenig über sein Wesen, mit welchem er 53 Jahre viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in Brunsbüttel beeinflusste. „Seinem Andenken für liebevolles Wirken in den 52 Jahren seines Lebens, weihet dieses Denkmal das Kirchspiel“. Seine Gattin Helen Sophia van der Smissen war 10 Jahre zuvor in die Ewigkeit voraus gegangen. Sie wurde 1858 in Hanerau auf dem Mennoiten- Friedhof beigesetzt.

1823 heiratete Peter Jacob Hedde in Hanerau Helena Sophia von der Smissen. Das Ehepaar bekam drei Söhne und drei Töchter. Der Sohn Johann Hedde (1826 – 1915) kämpfte 1848 als Mitglied des Corps Holsatia im Studentencorps, war später letzter Kirchspielvogt in Dithmarschen und danach Amtsgerichtsrat in Altona. Der Sohn Heinrich Peter Hedde (* 1836) arbeitete als Advokat in Marne. Die Tochter Agnes Dorothea zog bei der Heirat nach Kopenhagen und begründete dort eine große Familie.

Während der Februarflut 1825 gelang es Hedde durch persönlichen Einsatz und Mut, Brunsbüttel als einen der wenigen Orte vor einem Deichbruch zu bewahren. Dafür wurde er ein Jahr später zum Ritter des Dannebrogordens ernannt. Friedrich VI. (Dänemark und Norwegen) bot ihm auch die Stelle des Finanzministers an, die Hedde nicht annahm.

Hedde galt als virtuoser Erzähler, den der König während seiner jährlichen Inspektionen in Kiel einlud und um Erzählungen bat. Hedde schrieb Memoiren zu Kindheit, Schul- und Universitätsbesuchen, die als Dokument zur Zeitgeschichte dieser Jahre angesehen werden können.

Quelle:Familie Hedde Wappentradition und Stammlinien einer Dithmarscher Familie, Selbstverlag Klaus Peter Hedde, 1983 A5 , s/w auf 100 Seiten. Hier wurden von mehr als 1000 Personen die genealogischen Daten zwischen 1480 und 1983 zusammen getragen.

Kirchspielvogt

Über die Wahl von Peter Jacob Hedde zum Kirchspielvogt in Brunsbüttel ist in seinen Lebenserinnerungen folgendes nachzulesen: "Die Präsentationswahl in Brunsbüttel war am 3. Januar 1815. Die Kirchspielvögte Massen und der Emeritus Hedde, dem die Verwaltung während der Vakanz aufgetragen war, nahmen die Wahl auf . Hier wurde ich zu meinem noch größeren Erstaunen zusammen mit zwei Landsleuten, dem Vollmacht Claus Johannssen und dem Hofbesitzer Hinrich Martens präsentiert, und zwar ich einstimmig mit Ausnahme einer einzigen Stimme (gewählt)."


"man en lütten, dicken Kerl" - ... "

Peter Jacob Hedde wohnte in der ersten Zeit seiner Brunsbütteler Tätigkeit als Kirchspielvogt am Markt, östlich des Pastorats auf dem Grundstück des uns heute bekannten Biedermeier-Hauses das damals Johann Hedde gehörte. Allerdings stand hier zu jener Zeit bis etwa 1830 ein anderes Haus mit dem Giebel zur Straßenseite.

Lebenserinnerungen

In seinen Lebenserinnerungen schreibt Peter Jacob Hedde über seinen Einzug in Brunsbüttel am 27. Oktober 1815: "Der alte Herr (gemeint ist der ehemalige Kirchspielvogt und Landesgevollmächtigte Johann Jacob Hedde) hatte mir das ihm gehörige Haus am Markt, wo später Dippe wohnte, zur unentgeltlichen Wohnung eingeräumt. Abends um neun Uhr begab ich mich dahin, wo meine alten, wenigen Mobilien bereits aufgestellt waren. Weder diese noch das Haus konnten auf irgendeine Eleganz Annspruch machen. Meine Fenster, die nicht mit Rouleaux versehen waren, waren von Neugierigen umlagert; - ich ließ mich dann auch alstern: "Is he dat?" - "Dat is he" - "Dar sitt he" - "man en lütten, dicken Kerl" - ... " Am 21. November 1815, einen Tag nach seiner offiziellen Bestallung als Kirchenspielvogt von Brunsbüttel, hielt er seine erste Versammlung in Brunsbüttel ab. Quelle: Kleine-Weischede Brunsbütteler Spuren VIII Beiträge zur Heimatgeschichte

Brunsbütteler Spuren

Brunsbütteler Spuren Beiträge zur Heimatgeschichte ,Boyens Druck Verein für Brunsbütteler Geschichte eV. ,Hefte A5 gebunden zwischen 100 und 120 Seiten zahlreiche s/w Abbildungen, Fotos, Dokumente, Karten zahlreiche Quellenhinweise.

Eine äußerst nachahmenswerte gut gestaltete Arbeit des Verein für Brunsbütteler Geschichte die weiter zu führen der Unterstützung und dem Zuspruch der Bürger der Region Bedarf.

Zu beziehen durch das Heimatmuseum Brunsbüttel und im lokalen Buchhandel,sehr empfehlenswert

Inhalt I / 1986 ISBN 3-8042-0382-5 Verlegung des alten Kirchspielortes Brunsbüttel Die Brunsbütteler Kirchspielvögte Aufgaben des Kirchspielsboten in Süderdithmarschen Das Amt des Nachtwärters in Brunsbüttel Die Anfänge der Post in Brunsbüttel Die 200 jährige Geschichte des Ortes und späteren Stadt Brunsbüttel Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede

Inhalt II / 1988 ISBN 3-8042-0382-5 Die wechselvolle Geschichte Brunsbüttels im Verlaufe von 700 Jahren Ostermoor- der schicksalhafte Niedergang eines Dorfes Ein Spaziergang durch die Vergangenheit und Gegenwart Brunsbüttels Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede

Inhalt III / 1988 ISBN 3-8042-0382-5 Die Schulverhältnisse in Brunsbüttel von 1606-1920 Die Schulverhältnisse in Brunsbüttel-Ort von 1920 bis heute Die Entwicklung des Feuerlöschwesens Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede, Friedrich Wilhelm Claussen,Siegfried Drews, Dr.-Ing. Peter Fischer

Inhalt IV / 1989 ISBN 3-8042-0492-9 Die Kirche in Süderdithmarschen von der Reformation bis zur Preußenzeit Die Geschichte der Boje Realschule Die Feuerwehr in Brunsbüttelhafen/Brunsbüttelkoog Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede, Dr.-Ing. Peter Fischer.

Inhalt V/ 1990 ISBN 3-8042-0543-7 Die Entwicklung von Brunsbüttelkoog bis in die 20er Jahre Brunsbüttel nach dem ersten Weltkrieg Brunsbüttel nach dem zweiten Weltkrieg Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede

Inhalt VI / 1991 ISBN 3-8042-0492-9 Ein Historischer Spaziergang durch Brunsbüttelhafen und zur Mole IV Zur Entwicklung des Gymnasiums Brunsbüttel Das Armenwesen in Brunsbüttel Zur Geschichte der Volksschule Brunsbüttel Nord Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede, Uwe Siemen,Kai H. Tange.

Inhalt VII / 1992 ISBN 3-8042-0603-4 Die evangelische Kirchengemeinde Brunsbüttelkoog und die Paulus Kirche Sturmfluten, Deichbrüche und Landverluste froherer Jahrhunderte im Kirchspiel Brunsbüttel Brunsbüttel Süd gestern und heute Die Prediger der Jacobus Kirche in Brunsbüttel von der Reformation bis zur Gegenwart Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede Friedrich Piehl,Kai H. Tange

Inhalt VIII / 1993 ISBN 3-8042-0641-7 Der Landesgevollmächtigte Peter Hinrich Piehl Aus dem Leben von Peter Jakob Hedde, dem letzten Kirchspielvogt Brunsbüttels Der Heimatdichter Emil Hecker Über das Wirken von Pastor Heinz Heinrich in Brunsbüttel Über das Wirken der Boies aus Brunsbüttel vor 1674 Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede

Inhalt IX / 2000 ISBN 3-8042-1018-X Industrialisierung Brunsbüttel 1900 bis 2000 von Christine Sengebusch

Inhalt X / 2005 ISBN 3-8042-1228-X Die Elbe, der Nord-Ostsee-Kanal und das Lotsenwesen Verfasser. Max Tiedemann


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