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Moor

(Weitergeleitet von Ostroher-Süderholmer Moor)

Moore sind nasse Lebensräume. Der ständige Wasserüberschuss aus Niederschlägen oder Mineralbodenwasser bedeutet einen Sauerstoffmangel und führt zu einem unvollständigen Abbau der pflanzlichen Reste, die als Torf abgelagert werden. Durch die Anhäufung von Torf wächst die Oberfläche von lebenden Mooren in die Höhe. (Quelle: Wikipedia)


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Foto: Peter Rohde


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Inhaltsverzeichnis

Dithmarscher Moore

Ostroher-Süderholmer Moor Das nordöstlich von Heide in einer beckenförmigen Ausprägung des Tals der oberen Broklandsau zwischen Ostrohe und Süderholm gelegene Moor zieht sich ostwärts über die Grenzen des ca. 283 ha großen Landschaftsschutzgebietes in Richtung Bennewohld hinaus. Vermoorung durch Grundwasseranstieg und Verlandung von Seen sind die Ursachen für die Ausbildung eines ausgedehnten Niedermoores. Quelle:Angelverein Heide

Kampf um Schutz und Erhaltung

Das Ostroher/Süderholmer Moor setzt sich aus Teichlandschaften, Röhrichtzonen, Feuchtgebüschen, niedermoorartigen Feuchtwiesen sowie degradierten Bereichen und landwirtschaftlich sowohl intensiv als auch extensiv genutzten Grünlandflächen zusammen. Nachdem kein Torf im Ostroher/Süderholmer Moor mehr abgebaut wurde, wurde vom Angelverein Heide die Schutzwürdigkeit der typischen Niedermoorvegetation und der damit verbundenen Unterstützung der heimischen Tierwelt schon früh erkannt und Maßnahmen ergriffen, damit das Gebiet nicht wie viele andere Feuchtgebiete verschwindet, sondern als eines der noch wenigen intakten Niedermoorgebiete an der Westküste Schleswig-Holsteins erhalten bleibt. Schon in der 1. Satzung hieß es, dass die Mitglieder verpflichtet sind, sich für die Erhaltung der Landschaft einzusetzen. In den sechziger Jahren begann die Gewässerverunreinigung des Moores, da Gemeindeverwaltungen öffentliche Müllplätze im Moor auswiesen. Der Angelverein wehrte sich zunächst erfolglos dagegen. Weder das Landesamt für Wasserwirtschaft in Kiel noch das damalige Marschenbauamt in Heide unterstützten den Verein in seinen Bemühungen zum Erhalt dieser schönen Landschaft.

Erst durch den verstärkten Ankauf von Moorland, gekauft wurden diese Moorgrundstücke damals ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand und unter der Zurückstellung und Einschränkung von eigenen Bedürfnissen der Angler, konnte der Angelverein als Eigentümer für das Verschwinden der Müllkippen und die Wiederherstellung der Moorteiche sorgen. Auf diese Weise hat der Angelverein diese besonders wertvolle Landschaft gerettet und damals erste Schritte zu einem intensiven Umwelt- und Landschaftsschutz vollzogen. Man hatte anschließend angefangen, einen natürlichen Fischbestand von einheimischen Fischen, wie zum Beispiel Karpfen und Schleie und der Raubfische wie Zander, Hechte und Barsche, in das Moor zu bringen. Der natürliche Fischbestand ist im Ostroher/Süderholmer Moor sogar gesundheitsmäßig immer besser geworden. Quelle:Angelverein Heide

Landschaftsschutzgebiet „Ostroher-Süderholmer Moor“

Mit Verordnung vom 6.6.1972 wurde der überwiegende Teil des Moores als Landschaftsschutzgebiet „Ostroher-Süderholmer Moor“ ausgewiesen. Es hat eine Größe von rd. 283 Hektar Gesamtfläche. Von der Gesamtfläche befinden sich rund 89 ha in unserem Eigentum, weitere 82 ha sind zugepachtet. Ca. 40 ha unseres Besitzes sind von uns als Ruhezonen und Rückzugsgebiete für viele Tierarten ausgewiesen. Diese Flächen werden vom Angelverein Heide weder betreten noch beangelt. Es sind von „Früh auf“ Heide wichtige Voraussetzungen geschaffen worden, um geschützte bzw. schützenswerte Pflanzen- und Tierarten ihre Lebensräume zu erhalten. Quelle:Angelverein Heide


Auszeichnung

Im Jahre 1982 wurde aufgrund der langjährigen Bemühungen um das Moor, dem Angelverein „Früh auf“ Heide durch die zuständige untere Landschaftspflegebehörde offiziell die Betreuung des Landschaftsschutzgebietes zugesprochen. Damit ist der Angelverein Heide der einzige Angelverein mit einem Betreuungsauftrag für ein Landschaftsschutzgebiet in Schleswig-Holstein.

1983 erhielt der Angelsportverein den 1. Preis für das schönste Stillgewässer Westdeutschlands.


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Moor infrarot. Foto: Peter Rohde

Flora

Im Ostroher/Süderholmer Moor findet ein Nebeneinander verschiedener Lebensräume statt. Die bestimmende Pflanzenwelt in diesem Moor ist das Sumpfreitgras, in dessen Bestand sich zahlreiche Niedermoorpflanzen wie z.B. Gilbweiderich, Sumpfschwertlilie, Duftendes Mariengras und Sumpffarn einmischen.

Der seltene Königsfarn kommt ebenfalls vor. In den Torfkuhlen reicht die Pflanzenfolge von Wasserpest, Hornblatt, Froschbiss, Laichkräuter über die Teich- bzw. Seerose bis hinzu den Röhricht- und Seggenbeständen. Partiell kommen auch Formen der Übergangs- und Hochmoore, wie Fieberkleesumpf- und Wollgrasbestände und der Gagelstrauch vor.


Fischarten

Fauna

Dem Angelverein ist es gelungen, die Trauerseeschwalbe durch das Aufstellen von Nisthilfen wieder im Ostroher/Süderholmer Moor anzusiedeln. Neben diesen Nisthilfen brütet sie mittlerweile auch auf schwimmenden Trieben oder Rhizomen auf der Gelben Teichrose. Auch der mit dem Gewässer zusammenhängende Insektenreichtum hat etwas damit zu tun, dass sich die Trauerseeschwalbe im Ostroher/Süderholmer Moor angesiedelt hat.

Diverse Amphibienarten, wie zum Beispiel der Moorfrosch findet man ebenfalls bei uns. Auch die ungiftige Ringelnatter hält sich in den dichtbewachsenen Uferbereichen auf. Quelle:Angelverein Heide

Moor-Galerie

Bedeutung

Links

Angelverein Heide

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