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Onshore

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04 Bohrschema D.jpg


Inhaltsverzeichnis

Optimierte Ölförderung

durch Onshore-Betrieb

Eine wichtige neue Phase der Erschließung des größten deutschen Erdölvorkommens begann für das Mittelplate Konsortium im Juni 2000. Nach rund 15-monatiger Bauzeit und kurzer Testförderung wurden in Friedrichskoog die Anlagen zur Ölgewinnung auch von Land aus in Betrieb genommen. Aus sieben technisch aufwändigen High-Tech-Produktionsbohrungen fördern die Konsortialpartner künftig jährlich 1,1 bis 1,2 Millionen Tonnen Öl. Die Onshore-Gesamtfördermenge betrug bis September 2005 über 5,5 Millionen Tonnen Erdöl.

Aus geologischen und technischen Gründen muss der westliche, größere Teil des Ölfeldes auch weiterhin von der künstlichen Insel Mittelplate aus entwickelt werden.

Das geförderte Öl wird in der Landstation Dieksand raffineriefertig aufbereitet und dann über Rohrleitungen nach Brunsbüttel zur dortigen Weiterleitung an die Abnehmer transportiert. Für den Betrieb der Onshore-Anlagen gelten ebenso strenge Sicherheitsvorkehrungen und Umweltschutzmaßnahmen wie im Offshore-Bereich.

Die jährliche Förderkapazität konnte durch die integrierte Offshore- und Onshore-Entwicklung des Ölfeldes mehr als verdoppelt werden.

High-Tech-Bohrungen

optimieren Mittelplate-Ölförderung

7.727, 8.284, 8.367, 8.995, 9.275, 8.450 und 8.672 Meter. Das sind die Bohrlängen der weit abgelenkten Landbohrungen, die vom Bohrplatz Dieksand aus ins Ölvorkommen Mittelplate niedergebracht wurden. Damit lassen sich die östlichen Teile der Lagerstätte erreichen und für eine Förderung nutzbar machen. Mit den Bohrungen wurde die Grenze des technisch Machbaren erreicht.

Den Durchbruch zur ergänzenden Onshore-Entwicklung der Erdöllagerstätte Mittelplate ermöglichten rasante Fortschritte in der Extended-Reach-Bohrtechnik. Hinter dem international üblichen Fachbegriff verbergen sich extrem abgelenkte Bohrungen mit großen horizontalen Entfernungen.

Die Bohrarbeiten stellten Geologen und Bohrtechniker vor große technische Herausforderungen. Weit abgelenkt mussten die Bohrungen über Strecken von 8.000 bis über 9.000 Metern abgeteuft werden – davon auf einer Länge von vier Kilometern durch den Büsumer Salzstock. Das Vorhaben gelang – die erfolgreiche Abwicklung von sieben Produktionsbohrungen, die neue Maßstäbe gesetzt haben und zu den weltweit am weitesten abgelenkten Bohrungen gehören, ermöglicht dem Konsortium auch eine Onshore-Produktion.

Landstation Dieksand

Dieksand in Friedrichskoog

Eine wichtige neue Phase der Erschließung des größten deutschen Erdölvorkommens Mittelplate begann für das Mittelplate Konsortium im Juni 2000. Nach rund 15-monatiger Bauzeit und kurzer Testförderung wurden in Friedrichskoog die Anlagen zur Ölgewinnung auch von Land aus in Betrieb genommen. Damit lässt sich die Ölförderung aus dem Feld Mittelplate optimieren und zeitlich weiter verkürzen. Zur Erschließung der Lagerstätte von Land aus entwickelten RWE Dea/Wintershall ein in Deutschland bisher einmaliges Bohrkonzept. Um den östlichen Teil des Ölfeldes in rund 2.000 Meter Tiefe erreichen und für eine Förderung nutzbar machen zu können, waren Bohrungen von Land aus weit abgelenkt über Bohrstrecken von 8.000 bis über 9.000 Metern erforderlich. Mit sieben dieser High-Tech-Produktionsbohrungen ist die Bohrkampagne inzwischen abgeschlossen. Der Betrieb auf der Landstation Dieksand verläuft reibungslos. Aus der Onshore-Förderung erwarten die Konsortialpartner künftig eine Jahresproduktion von 1,1 bis 1,2 Millionen Tonnen Öl.

Förderkonzept

Zuverlässiger Förderbetrieb und sichere Ölaufbereitung Öl fördern. Die Umwelt bewahren. Beides mit Sicherheit. An diesem Leitgedanken orientiert sich die Mittelplate-Ölförderung von Beginn an. Das Konsortium realisierte ein höchst anspruchsvolles Förderkonzept, das eine sichere und umweltverträgliche Ölgewinnung im sensiblen Mittelplate-Fördergebiet seit inzwischen über 18 Jahren unter allen Naturbedingungen gewährleistet. Viele Einrichtungen des Förderbetriebs und der Ölaufbereitung sind speziell für die Bedingungen der Region entwickelt worden. Damit lässt sich auch der Grundsatz des Nationalparkgesetzes, Nutzen und Schutz des Wattenmeeres aufeinander abzustimmen, zu jeder Zeit erfüllen.


Sicherheit

Onshore-Bohrbetrieb erfolgreich abgeschlossen

Die Bohrarbeiten in Friedrichskoog erfolgten mit einer elektrisch angetriebenen Tiefbohranlage der beauftragten Deutsche Tiefbohr-AG (DEUTAG) mit einem elektrischen Top-Drive und einer Antriebsleistung von über 6.300 Kilowatt (rund 8.500 PS). Die hoch qualifizierten Bohrmannschaften arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Da die Antriebsaggregate schallisoliert waren, ließen sich während der Bohrungen Lärmbelästigungen minimieren. Schallschutzwände reduzierten die Geräuschpegel zusätzlich.

Ein lückenloses Entsorgungssystem stellte sicher, dass der Bohrbetrieb die Umwelt nicht belastete. Das anfallende Bohrklein und die überschüssige Bohrspülung wurden gesammelt, abtransportiert und fachgerecht entsorgt. Anlagen zum Gewässerschutz auf dem Bohrplatz verhinderten Verunreinigungen von Boden und Grundwasser.

Mit einer Testbohrung und sieben abgeteuften High-Tech-Produktionbohrungen konnte das Konsortium die Onshore-Bohrkampagne inzwischen erfolgreich abschließen und eine Feldeserschließung auch von Land aus über Jahre sicherstellen.

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