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Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen

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Inhaltsverzeichnis

Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen

Das Museum bestand bis 2003 als Museum für Dithmarscher Vorgeschichte in Heide und ist nun in das 16 km entfernte Albersdorf in das ehemalige Bahnhofshotel umgezogen. Hier ist es unter dem neuen Namen "Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen" seit Juli 2005 eröffnet. Eine thematisch neu ausgerichtete Ausstellung zeigt Archäologie und Umweltgeschichte in einer Zusammenschau. Gemeinsam mit dem bereits existierenden und ständig weiter entwickelten Archäologisch-Ökologischen Zentrum Albersdorf ("Steinzeitdorf" AÖZA) bietet es umfassende Einblicke in die Welt urgeschichtlicher Jäger und Bauern.

Schalensteine

Quell: Dr. Volker Arnold / Museum Albersdorf

Schalensteine.jpgBronzezeitliche Sonnensymbolik – auf Stein und in Gold Sonnenscheibe von Glüsing (um 1300 v. Chr., stark vergrößertes Modell). Vom Original war nur ein zerknitterter Goldblechrest übrig. Die Scheibe maß etwa 19 cm und war wohl auf einer Trägerscheibe aus Holz oder Bronze montiert. Das Holzmodell zierte als Lampe die Decke des "bronzezeitlichen Raumes" von 1941 im Museum für Dithmarscher Vorgeschichte in Heide als Teil einer Ausstattung, die dem nationalsozialistischen Germanenkult entsprach. Ein zweiter Schalenstein von Bunsoh mit Sonnenzeichen aus konzentrischen Ritzungen und einigen wenigen großen und tiefen Schalen. In Material und Machart ähnelt er dem großen Schalenstein. Originaler Rest der Sonnenscheibe von Glüsing, seit Kriegsende verschollen. Bronzezeitlicher Wagen mit Sonnenscheibe, Trundholm, Dänemark Prozession mit Träger einer Sonnenscheibe und Booten auf einem bronzezeitlichen Felsbild von Ekenberg. Sonnenkreise mit Schalen, Schwert und Booten auf bronzezeitlichen Felsbildern von Ekenberg und Herrebro, Östergötland, Schweden. Felszeichnungen nach Nordén, Sonnenwagen nach Müller-Karpe, Goldblech nach Aner/Kersten Quelle: Museum Albersdorf Das Untergeschoss des Museums, von dem aus man auch ebenerdig in den Hof gelangen kann, ist vor allem dem Thema Grab und Kult in der Urgeschichte gewidmet.

Riesewohld

Ringwallburgen

Quelle: Dr. Volker Arnold / Museum Albersdorf

Wegsperre bei Weddingstedt: die Stellerburg

Der Innenraum der Burg wurde 1932-1939 ausgegraben. Durch stetige Nässe waren dort Bauhölzer der frühen Benutzungszeit besonders gut erhalten. Bei einigen dieser Eichenhölzer ergab die Untersuchung der Abfolge von Jahresringen, dass eines schon Ende des 8. Jahrhunderts nach Christi Geb., andere im 9. Jahrhundert verarbeitet wurden. Die um 1000 aufgegebene Burg kontrollierte den festen Landweg von der Eidermündung zur Dithmarscher Geest an einem Engpass zwischen versumpfter und unpassierbarer, noch unbedeichter Marsch im Westen und Niedermoor im Osten. Nach den – im Vergleich zum gleichzeitigen Haithabu – wenigen Funden wurden die vielen kleinen Gebäude innerhalb des Ringwalls nur bei Bedarf aufgesucht. Dithmarschen galt damals als einer der drei sächsischen Gaue nördlich der Elbe und stand seit 804 unter fränkischer Oberhoheit. Der Weg durch die Burg war vom Nordtor bis zum Osttor als einmal erneuerter Bohlenweg weitgehend erhalten (oben). Auch die unteren Lagen der Häuser zeichneten sich ab (unten), inmitten von Auffüllschichten mit eingebrachten Hölzern abgebrochener Bauten. Neben Stabbau (aufrecht gestellte Nut-Feder-Bohlen) ist Bohlenbau nachgewiesen (liegende Nut-Feder-Bohlen). Auch Flechtwände (oben) wurden verwendet. Der mehrfach erhöhte Wall (unten) wurde aus Heidesoden errichtet und birgt Spuren eines Großbrandes. Er hatte zwei hölzerne Tore.

Die Bökelnburg in Burg/Dithmarschen ist der gewaltigste sächsische Ringwall Westholsteins. Der nur eintorige Wall mag die Geest vor Kriegszügen auf dem Wasserweg (Elbe > Stör > Wilsterau > Burger Au) geschützt haben, diente aber beim Slaweneinfall 1032 als Fluchtburg. Mehr Fragen als Lösungen ergaben Untersuchungen des Halbkreiswalls der Westburg bei Kuden. Sie lag auf einer Insel im damals noch größeren Kudensee und war von Kuden aus über eine Brücke erreichbar, die auf noch erhaltenen Pfählen stand. Spuren von Gebäuden fehlen.

Kontakt

Bahnhofstr. 29, D-25767 Albersdorf
Tel.: 04835-971974 Fax: 972390
Museum Albersdorf

Virtueller Rundgang


Vollständiger Rundgang durch die Anlage:
Virtuelle Museumslandschaft Dithmarschen

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