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Mittelplate

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Bohrinsel Mittelplate Schema Foto:RWE
Bohrinsel Foto:RWE
Bohrinsel Foto:98fahrenheit
Mittelplate Foto:98fahrenheit
Bohrinsel Foto:98fahrenheit


Inhaltsverzeichnis

Mittelplate

Erdölvorkommen Mittelplate

Deutschlands größtes Erdölvorkommen liegt vor der deutschen Nordseeküste am südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Über 15 Millionen Tonnen Öl hat das Mittelplate Konsortium - RWE Dea AG als Betriebsführerin und Wintershall AG mit jeweils 50 % Anteil - bis Ende September 2005 aus der Lagerstätte gefördert.

Alle Aktivitäten seit Förderbeginn 1987 verliefen störungsfrei. Das von den Betreibern mit zahlreichen Innovationen entwickelte und in den vergangenen 18 Jahren immer wieder optimierte und erweiterte Bohr-, Förder- und Transportkonzept hat sich zu jeder Zeit bewährt. Die anfänglichen jährlichen Förderraten von rund 200.000 Tonnen Erdöl haben sich inzwischen mehr als verzehnfacht. Die Gesamtfördermenge aus der Lagerstätte Mittelplate beträgt derzeit über 2 Millionen Tonnen Erdöl pro Jahr. Die Projektdurchführung, die vor allem den Bedingungen des ökologisch sensiblen Fördergebietes Rechnung zu tragen hat, gilt weltweit als vorbildlich.

Bedeutung

Größte Erdöllagerstätte, förderstärkstes Ölfeld

Die Ölvorkommen im Gebiet der Mittelplate vor der Küste Dithmarschens sind bedeutend. In mehreren ölführenden Schichten zwischen 2.000 und 3.000 Metern Tiefe lagern nach bisherigen Erkenntnissen des Mittelplate Konsortiums weit über 100 Millionen Tonnen Erdöl. Damit ist Mittelplate nicht nur das größte, sondern auch das mit Abstand förderstärkste Ölfeld in Deutschland. Als wirtschaftlich gewinnbar gelten insgesamt noch etwa 40 Millionen Tonnen Erdöl. Da die übrigen inländischen Lagerstätten weitgehend ausgefördert und erschöpft sind, ist Mittelplate mit knapp 65 Prozent der nationalen Rohölreserven das einzige deutsche Ölfeld mit Zukunft. Es leistet weiter einen herausragenden Beitrag zur inländischen Ölförderung und trägt somit zur Sicherheit der Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland bei. Der volkswirtschaftliche Wert beträgt mehrere Milliarden Euro.

Die Rohstoffgewinnung erfolgt im Offshore- und Onshore-Verbund. Die großen, westlich gelegenen Teile des Vorkommens erschließen RWE Dea/Wintershall seit Projektbeginn von der sieben Kilometer vor der Küste gelegenen künstlichen Bohr- und Förderinsel Mittelplate. Die Förderung von Land aus erfolgt seit Frühsommer 2000 mit weit abgelenkten High-Tech-Produktionsbohrungen aus dem östlichen Teil des Ölfeldes in rund 2.000 Meter Tiefe. Die Investitionssumme bis Ende 2005 beträgt 615 Millionen Euro.

Leistung

Die Rohstoffgewinnung erfolgt im Offshore- und Onshore-Verbund. Die großen, westlich gelegenen Teile des Vorkommens erschließen RWE Dea/Wintershall seit Projektbeginn von der sieben Kilometer vor der Küste gelegenen künstlichen Bohr- und Förderinsel Mittelplate. Die Förderung von Land aus erfolgt seit Frühsommer 2000 mit weit abgelenkten High-Tech-Produktionsbohrungen aus dem östlichen Teil des Ölfeldes in rund 2.000 Meter Tiefe. Die Investitionssumme bis Ende 2005 beträgt 615 Millionen Euro.

Umwelt

Umweltmonitoring

Im Zuge der Entwicklung des Erdölfeldes Mittelplate hat das Förderkonsortium wissenschaftliche Begleituntersuchungen bei unabhängigen Forschungsinstituten in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen der Ölförderung auf die sensible Umwelt zu untersuchen und zu bewerten. Dazu gehören neben biologischen Untersuchungen, bezogen auf Kleinlebewesen, Fische und Vögel, auch meeresgeomorphologische und sedimentologische Untersuchungen in festgelegten Gebieten. Quelle: RWE

Öl-Lagertank Ein doppelwandiger Öl-Lagertank mit 2.000 Kubikmeter Fassungsvermögen zur Zwischenlagerung des aufbereiteten Öls bis zum Abtransport befindet sich auf der Bohrinsel. Selbst bei einer Beschädigung beider Stahlwände würde sich auslaufendes Öl nur auf der abgeschotteten Inseloberfläche ausbreiten und nicht zu Umweltbelastungen führen.


Dieksand

Landstation Dieksand in Friedrichskoog 20050913 landstation.jpg

Bohrkonzept

Modernste Bohrtechnik erschließt Mittelplate-Ölvorkommen

Seit den 50er Jahren wird im Wattenmeer Öl vermutet. Doch erst die Ölkrisen der 70er Jahre und verbesserte Bohr- und Fördertechniken ließen die Erschließung inländischer Ölvorkommen vor der Küste sinnvoll erscheinen. Seit 1980 planten die Konsortialpartner die Erdölförderung Mittelplate, im Oktober 1987 begann die Testförderung Seitdem wird in der Region ohne besondere Vorkommnisse nach Öl gebohrt und Öl gefördert.

Von der sieben Kilometer vor der Küste im Wattenmeer künstlich errichteten Bohr- und Förderinsel erschließen seit Förderbeginn bisher 18 Bohrungen die westlichen, größeren Teile des Ölfeldes Mittelplate. Die erfolgreiche Weiterentwicklung und Anwendung der so genannten Extended-Reach-Bohrtechnologie ermöglicht dem Konsortium seit Frühsommer 2000 eine zusätzliche Feldeserschließung auch von Land aus. Die sicher und umweltverträglich abgewickelte Onshore-Bohrkampagne umfasst eine Testbohrung sowie sieben weit abgelenkte High-Tech-Produktionsbohrungen, mit denen sich in den nächsten Jahren der östliche Teil der Lagerstätte ausfördern lässt.

Die integrierte Offshore- und Onshore-Entwicklung bewährt sich und trägt bereits zu einer schnelleren Ausförderung des Ölvorkommens bei. Die Jahresförderung beträgt derzeit über 2 Millionen Tonnen Öl.

Links

Kontakt

Förderbetrieb Holstein

Betrieb Dieksand Schwienskopp 2 25718 Friedrichskoog T +49(0)4854/905-0 F +49(0)4854/905-128

Sicherheit

Schutz und Sicherheit durch vollkommene Abschottung

Für die besonderen Bedingungen des Wattenmeeres mit Ebbe und Flut ist eine ölförderplattform, wie man sie üblicherweise kennt, nicht tauglich. Sie würde auch nicht die Sicherheitsmaßstäbe erfüllen, die für eine Förderung im Wattenmeer zwingend sind. Deshalb wurde die Bohr- und Förderinsel wie eine kompakte, flüssigkeitsdichte Stahl- und Betonwanne gebaut, mit 11 Meter hohen Spundwänden zum offenen Meer hin. Von außen kann nichts eindringen, abgesehen von Regen- und Spritzwasser. Von innen kann nichts unkontrolliert nach draußen gelangen, auch kein Regenwasser. Nicht einmal ein Versickern ist möglich. Im Außenbereich dient eine etwa 50 Meter breite Sohlenbefestigung (Kolkschutz) dem Schutz gegen Erosion.

Die nach gründlichen hydrografischen, strömungstechnischen und meteorologischen Untersuchungen gewählte Konstruktion bietet eine optimale Standfestigkeit. Sturmfluten und Eisgang haben der Insel in den vergangenen Jahren nichts anhaben können.

Die massive, auf Extrembelastungen ausgelegte Wannenkonstruktion hat noch einen weiteren Vorzug. Die durch Spezialbeton abgedichtete und durch die Spundwände flüssigkeitsdicht eingegrenzte Inseloberfläche könnte im Schadensfall weit mehr Öl auffangen, als auf der Insel überhaupt vorhanden ist. Auch die ausgedehnten Rohr- und Kabelkanäle sind öldicht ausgeführt, ebenso die großen Bohrkeller.

Diese besondere Bauweise der Insel gibt einen zuverlässigen Schutz vor allen Naturgewalten von außen und eine zuverlässige Abschottung des gesamten Bohr- und Förderbetriebs nach außen. Diese Abschottung dient dem Schutz der Umwelt und ist einmalig.

Das Wattenmeer

Nordsee und Wattenmeer werden nicht belastet

Das Prinzip der Abschottung erstreckt sich auf alles, was die Umwelt gefährden könnte. Nichts verlässt unkontrolliert die Insel.

Das Abwasser aus dem Wohn- und Küchenbereich wird in einer eigenen Kläranlage gereinigt, dann in Tanks gesammelt und wie die festen Abfälle an Land entsorgt.

Das mit dem Öl aus der Lagerstätte geförderte Wasser wird in Separatoren vom Öl abgetrennt und nach Durchlaufen diverser Aufbereitungsschritte mit Hochdruckpumpen über eine Einpressbohrung zurück in die Lagerstätte gepresst. Damit handelt es sich um einen geschlossenen Kreislauf.

Selbst Regen- und Spritzwasser werden auf der Betonoberfläche aufgefangen, in Rückhaltekammern gesammelt, einem Koalisierungsplattenseparator zugeführt und dort von möglichen Ölverschmutzungen gereinigt. Dieses aufbereitete Oberflächenwasser kann nur dann in die See eingeleitet werden, wenn die behördlich vorgegebenen zulässigen Grenzwerte, z.B. für Mengen, Temperatur und Kohlenwasserstoffgehalte, eingehalten werden.

Die Entsorgung

Lückenloses Entsorgungssystem für den Bohrbetrieb

Ein lückenloses Entsorgungssystem sorgt dafür, dass auch bei den Bohrarbeiten die Nordsee und das Wattenmeer nicht belastet werden. Der Bohrkeller mit den Bohrlöchern befindet sich innerhalb der beschriebenen Betonwanne. Damit ist eine zuverlässige Abschottung des gesamten Bohrbetriebs sichergestellt.

Beim Bohren erfüllt die Spülung vielseitige Aufgaben. Sie kühlt den Meißel, befördert das losgebohrte Gestein an die Oberfläche und sichert die Bohrlochwandung. Die Spülung besteht aus Brunnenwasser und natürlichen Zusätzen wie Ton, Zellulose-Produkte, Kreide und Soda. Soweit wie möglich, wird sie im Kreislauf eingesetzt, d.h. sie wird nach dem Abtrennen des losgebohrten Gesteins, des so genannten Bohrkleins, erneut durch das Bohrgestänge in das Bohrloch gepumpt. Bei weit abgelenkten Bohrungen oder Horizontalbohrungen kommt auch Ölspülung zum Einsatz, die im Kreislauf eingesetzt wird und nach Aufbereitung in anderen Bohrungen wieder verwendet werden kann.

Weltweit üblich im Offshore-Bereich ist die Einleitung der überflüssigen Spülung und des Bohrkleins in die See. Das Mittelplate Konsortium dagegen bereitet die Spülung auf. Ein Verfahren flockt dabei die Feststoffe aus, die sich in einer Zentrifuge vom Wasser trennen lassen. Die abgeschiedenen Feststoffe werden wie das Bohrklein in Containern an Land gebracht und dort auf einer geordneten Deponie entsorgt, ebenso die abgeschiedene Flüssigkeit. Quelle: RWE/Mittelplate

Links

Bestellmöglichkeiten

Erdöl von John Fardon


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