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Marsentreue

Aus Dithmarschen-Wiki

Der Druiden-Orden ist ein weltweit tätiges Logen-System. Zum Teil nimmt er Bezug auf Symbole und Traditionen des Druidentums der Kelten. Er wurde im Zeitalter der Aufklärung gegründet und hat das Ziel, Humanität, Toleranz und die Freundschaft unter den Mitgliedern zu fördern. Mit Kult und Glauben der historischen Kelten und ihrer Priester, der Druiden, hat der Orden nichts zu tun.

Inhaltsverzeichnis

Symbole

Der siebenstrahlige Druidenstern ist das Haupt-Symbol des aufklärerisch orientierten Druiden-Ordens . Jeder Strahl symbolisiert eine Tugendregel. Das allzeit gültige Passwort der Druiden ist: Einigkeit, Frieden und Eintracht.

                                      Druidenstern.gif

Rituale sollen dabei helfen, Abstand vom Alltag zu finden, den Gemeinsinn fördern und die Ordensziele in Erinnerung rufen. Was in den einzelnen Druidenorden passiert, unterliegt nicht prinzipiell der Geheimhaltung – das Gebot der Vertraulichkeit im Umgang mit Informationen aus der Loge fördert jedoch das spürbare Vertrauensverhältnis untereinander.

Verbindend wirken auch die Symbole. Sie sind Wahrzeichen, Kennzeichen und Sinnbild. Nach Umberto Eco sind nicht nur die Wortsprache, sondern die Kultur insgesamt, die Riten, die Institutionen, die sozialen Beziehungen, die Bräuche usw. nichts anderes als symbolische Formen, in die der Mensch seine Erfahrungen fasst, um sie austauschbar zu machen.

Die Symbole des Druiden-Ordens nehmen, soweit aus heutiger Sicht noch nachvollziehbar, meist auf die keltische Überlieferung Bezug. Dabei spielen Kult oder Religion der in den Kämpfen mit Rom untergegangenen keltischen Zivilisation jedoch keine Rolle - im Gegensatz zu anderen neuzeitlichen Vereinigungen, die Glauben und Götterlehre der Kelten bewahren oder wiederbeleben wollen (→ Neopaganismus, Neo-Keltismus).

Die Eiche versinnbildlicht dem modernen Druiden Stärke und Kraft. Zur inneren Logensitzung versammelt man sich um den Druidenstein: Auf zwei aufrecht stehenden Steinen ruht waagrecht ein dritter. Er ist Sinnbild der Festigkeit und der Beständigkeit des Bundes. Die auf ihm lodernde Flamme symbolisiert das Licht der Erkenntnis und des Wissens, sie bedeutet zugleich Herzenswärme und Seelenreinheit. Die Mistel steht für ewige Erneuerung und die Jugendkraft, sie ist somit auch das Zeichen der Ovaten, der neu in den Orden Eingetretenen. Mit der Sichel schnitt einst der Druide die Mistel von der heiligen Eiche. Darum steht die Sichel für zielbewusste Arbeit.

Portrait

Portrait Leo Kunkowski von Jens Rusch Öl auf Leinwand
Das Gemälde (rechts) zeigt Szenen aus dem bewegten Leben Leo Kunkowskis. In erster Linie Familienszenen, im Zentrum den Jubilar in seinem Amtsschmuck als Edel-Erz (Vorsitzender) der Heider Druidenloge "Marsentreue".
Links unten auch Symbole aus dem Leben eines Druiden, Sichel und Mistel.

Aber auch Szenen, die für ihn persönlich von unvergesslicher Bedeutung waren, wie die Begegnung mit Max Schmeling in einem Trainingslager während des zweiten Weltkrieges.

Marsentreue

Siehe auch:

Die Loge »Marsentreue« wurde am 29.12.1899 gegründet. Der Name leitet sich von der hiesigen Landschaftsbezeichnung "Dithmarschen" ab: Marsen - Dithmarschen - Marsentreue - Treue zu Dithmarschen. Anfang der dreißiger Jahre, kurz vor der Verbotszeit, konnte die Loge über 100 Mitglieder verzeichnen. Bürger aus allen Berufszweigen waren in der Loge vereint, unter Ihnen so prominente Männer wie Emil Gosch, August Vehrs, Hans Siercks und Adolf Stein oder Wilhelm Tietz, um nur einige zu nennen. Diese Bürger, die auch im kommunalen Leben der Stadt Heide eine große Rolle gespielt haben, wurden dadurch geehrt, daß heute vier Heider Straßen ihre Namen tragen.

Nach dem Krieg, als 1947 die Militärregierungen die Wiederaufnahme der Logenarbeit genehmigten, waren es im wesentlichen wieder diese Männer, die zunächst einmal alle ehemaligen Brüder zur Logenarbeit versammelten. Wilhelm Tietz gehörte dazu. Die Loge Marsentreue wurde am 17. Sept. 1947 wiedergegründet.

Die Heider Druiden-Loge »Marsentreue« hat ein eigenes Logenhaus, welches im Jahre 1975 zusammen mit den Freimaurern gebaut wurde - mit hohen finanziellen Belastungen der Mitglieder.

Heute hat die Loge »Marsentreue« ca. 25 Mitglieder. Das Durchschnittsalter in der Loge beträgt z.Z. über 60 Jahre, die durchschnittliche Mitgliedschaft über 20 Jahre. Die Logenabende werden von über 50 % der Logenbrüder besucht. Aktiv am Logenleben nehmen ca. 15 bis 20 Brüder teil.

Die Loge ist Mitglied der Großloge Schleswig-Holstein im Deutschen Druiden-Orden VAOD e.V.

  • Feldstr. 65

25746 Heide Telefon +49-481-61446

  • Rolf Sothmann

Schillerstraße 12 25746 Heide Tel: +49-481-7877383 Mail: r.sothmann@t-online.de


Logenabend 14-täglich, montags, 20.00 Uhr

Grundsätze

Hauptziele des Ordens sind Toleranz, Humanität, Brüderlichkeit und Wohltätigkeit nicht nur untereinander, sondern gegenüber allen Menschen. Er will zu Frieden und Völkerverständigung beitragen und die geistige Weiterentwicklung seiner Mitglieder durch Vortrag und Diskussion fördern. Diese sollen sich den Sinn für Schönheit und Wahrheit, nicht zuletzt in der Natur, wachhalten. Die Gründer der Gemeinschaft wählten den Namen der Druiden, weil sie in ihnen Gelehrsamkeit und Naturverbundenheit verkörpert sahen. Die Druiden gelten als die „Weisen“ bei den Kelten des Altertums, die stets bestrebt waren, ihr Wissen zu mehren und Verantwortung zu übernehmen. Über das Ritual und weitere Interna haben alle Druiden gegenüber Außenstehenden zu schweigen. Schweigen gilt als hohe Tugend.

Kernpunkte der druidischen Lehren bilden die "Historischen Weisungen" (früher verklärend auch: 'Merlins Lehren' genannt). Sie lauten:


1. Befleißige dich, deine Kenntnis zu mehren, denn Wissen ist Macht.

2. Ist dir Macht verliehen, übe sie mit Vernunft, und sei eingedenk, dass sie wieder aufhören wird.

3. Ertrage des Lebens Übel mit Standhaftigkeit und bedenke, dass irdischer Kummer nicht ewig währt.

4. Übe die Tugend, denn sie gibt Frieden.

5. Verabscheue das Laster, denn es bringt Unglück und Sorge.

6. Handle als guter Bürger deines Landes und der Welt in allen gerechten Dingen.

7. Pflege die geselligen und sozialen Tugenden, so wirst du von vielen Menschen geachtet werden.

Gliederung

Der Druiden-Orden kennt sieben Grade:

  • Ovaten (1. Grad)
  • Barden (2. Grad)
  • Druiden (3. Grad)

Die Erhebung zum Barden und Druiden erfolgen im Regelfall nach 15 Innen-Sitzungen, an welchem der Ovate, bzw. der Barde teilgenommen hat. Das Aktive und passive Wahlrecht erhält das Logenmitglied ab dem 3. Grad.

Ein Hochgrad-System ist vorhanden: Es gliedert sich – entsprechend der innerhalb des Ordens „heiligen“ Zahl 7 (sieben), vgl. Siebenstern, sieben Ordensregeln, sieben Logenbeamte – in folgende weitere Grade:

  • Kapitel-Grad(4. Grad)
  • Ring-Grad (5. Grad)
  • Alterz-Grad (6. Grad)
  • Rittergrad (7. Grad)

Die Verleihung der Grade 4 bis 6 erfolgen durch die Großloge, der 7. Grad wird ausschließlich durch das Präsidium des Deutschen Druiden-Ordens verliehen.

In den Kapitel-Grad kann man erhoben werden, wenn man den Grad eines Druiden fünf Jahre innehat und sein besonderes Engagement als Mitglied der örtlichen Loge unter Beweis gestellt hat (z. B. durch Mitwirkung im Vorstand der Loge, durch das Halten von Vorträgen oder die Mitarbeit in Ausschüssen). Mit der Erhebung in den Kapitel-Grad erhält das Logenmitglied das aktive und passive Wahlrecht in der Großloge.

Der fünfte Grad wird an Logenmitglieder verliehen, welche eine Zugehörigkeit von fünf Jahren im Kapitelgrad sowie ein besonderes Engagement (Ämter) in der örtlichen Loge sowie in der Großloge erreicht haben. Der Ring-Grad berechtigt zum Tragen des Ringes des Deutschen Druiden-Ordens als äußeres Zugehörigkeitszeichen.

Die Erhebung in den sechsten Grad erfolgt nach einer fünfjährigen Zugehörigkeit zum Ring-Grad sowie durch besonderes Engagement (Ämter) in der örtlichen Loge sowie in der Großloge.

Der Rittergrad wird durch das Präsidium des Deutschen Druiden-Ordens an Brüder verliehen, die die Voraussetzungen erfüllen, indem sie mehrere Jahre in Logen-/Großlogen- oder Präsidiumsämtern tätig waren, bzw. dem Präsidium direkt angehören.

Das Hoch-Erz-Kapitel des Deutschen Druiden-Ordens umfasst einen Kreis von Brüdern, die sich - unabhängig von ihrer nationalen Zugehörigkeit - in außerordentlicher und hoch anerkennenswerter Weise um internationale Belange des Ordens und bei der Förderung oder Verbreitung des Druidentums verdient gemacht haben.

Der Vorsitzende der Druiden-Loge heißt Edel-Erz, er hat eine Doppelfunktion: Er ist der Vorsitzende der Loge als Verein und zugleich das wichtigste Glied im Ablauf des Rituals. Ihm zur Seite stehen der stellvertretende Vorsitzende (Unter-Erz), ein Schatzmeister, ein Schriftführer und der Vorgänger des derzeitigen Vorsitzenden (Alt-Edel-Erz). Der zweite Mann des Vorstandes ist der Unter-Erz; er ist Stellvertreter des Edel-Erzes, spielt im Ritual eine wichtige Rolle, und führt im zweiten Teil der Sitzung, in der sog. Außen-Loge, den Vorsitz. Er organisiert auch alle gesellschaftlichen Anlässe und ist für die Schulung der neu Aufgenommenen verantwortlich. Der dritte Mann im Ritualablauf ist der Alt-Edel-Erz. Er überwacht die Einhaltung des Rituals, der Gesetze und der Tradition. Die übrigen Beamten, also Mitglieder des Vorstandes, sind: Schriftführer, Schatzmeister, bei manchen Logen noch der Führer(in etwa: Zeremonienmeister), Innere Wache oder Türhüter und schlussendlich – bei Logen mit einer großen Mitgliederzahl – ein bis zwei Beamte „zur besonderen Verwendung“.

Das Mindestalter für eine Aufnahme in den Druiden-Orden beträgt 25 Jahre; doch sind die meisten Neuaufnahmen in der Altersstufe von 40-50 Jahren. In der Regel wird erwartet, dass der Kandidat an mehreren für Gäste offenen Logensitzungen teilnimmt, bevor er die Aufnahme beantragt. Über diesen Antrag wird in einer nur Mitgliedern zugänglichen, geheimen Wahl mittels weißer und schwarzer Kugeln abgestimmt. Kugelung / Ballotage Fallen mehr als zwei schwarze Kugeln, so wird der Kandidat nicht aufgenommen.

Das brüderliche Du ist weltweit üblich, und man nennt die anderen Logenmitglieder Brüder, auch im Außenraum und in der Öffentlichkeit.

Geschichte

1781 wurde der „Ancient Order of Druids (AOD)“ von einem Freundeskreis um Henry Hurle in der Gaststätte „The King's Arms“ in Londons Poland Street gegründet. In seinen Idealen und damit in der Namensgebung bezog er sich auf die alten Druiden der Kelten. Die damalige Epoche war geprägt vom Gedankengut der Aufklärung einerseits und zum Teil gewalttätigen, politisch oder religiös motivierten Auseinandersetzungen andererseits. Es kam zur Gründung einer Reihe von bürgerlichen Vereinigungen, die sich die Förderung der Menschlichkeit, Toleranz und gegenseitigen Hilfe zum Ziel gesetzt hatten.

Es gibt Hinweise auf eine bereits 1717 ebenfalls in London gegründete Vereinigung mit dem Namen „The Druid Circle of the Universal Bond“ (Gründer: John Toland), aus der später der AOD hervorgegangen sein soll.

Die rasche Ausbreitung des Ordens in England führte 1833 zu einer großen Spaltung, bei der ein Teil der englischen Druiden unter der Bezeichnung „UAOD (United Ancient Order of Druids)“ eine eigene Großloge gründete. Als Friendly Society (Versicherung auf Gegenseitigkeit) widmete sie sich besonders der Hilfe für ihre Mitglieder und deren Angehörige bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod. Diese Vereinigung, auf deutsch „Vereinigter Alter Orden der Druiden (VAOD)“, breitete sich weltweit vor allem in englisch sprechenden Ländern aus. So entstand 1832 die erste Loge in den USA, 1830 in Australien. 1872 wurde in Berlin die erste Loge in Deutschland, bezeichnenderweise von den USA aus, gegründet. Diese Loge besteht heute noch.

In der Schweiz fasste der Druiden-Orden 1912 zum ersten Male Fuß. Die erste Loge wurde in Zürich, vorwiegend durch deutsche Emigranten gegründet. Deren Tätigkeit schlief aber nach dem 1. Weltkrieg ein. 1908 fand die Gründung der Welt-Großloge (IGLD) bei einer Konferenz in München statt. Aber erst seit 1913 sind durch den Welt-Kongress von London alle verschiedenen Ordens-Zweige der Welt einschließlich des in England weiter existierenden AOD vereinigt.

Heute ist der Orden in der westlichen Welt etabliert. Die genaue Mitgliederzahl ist nicht bekannt, sie schwankt, je nach Autor, zwischen 50'000 und 2 Mio. Die Tätigkeit beschränkt sich jedoch auf die englisch sprechenden Länder, auf Skandinavien, Deutschland und die Schweiz. Logen in anderen Ländern, etwa Südafrika oder Österreich, existierten im 20. Jahrhundert, gingen jedoch im Lauf der Zeit unter.

Mit dem Aufkommen der heute üblichen Sozialversicherungssysteme ging die Bedeutung des VAOD als Versicherung auf Gegenseitigkeit stark zurück und spielt in Deutschland kaum mehr eine Rolle (obwohl die Hilfe für Brüder und deren Angehörige nach wie vor als moralische Verpflichtung gesehen wird). Im Gegensatz dazu gibt es in Australien die „Druids Friendly Society“ als Versicherungsträger und Krankenhaus-Vertragspartner. Sie ist ebenfalls Mitglied der IGLD.

Quelle: Wikipedia

Links

Nachdem die Loge Marsentreue im Jahre 1999 ihr hundertjähriges Jubiläum feiern konnte, ist aus den damaligen Recherchen inzwischen eine Broschüre über die Druiden in Dithmarschen entstanden. In akribischer Weise hat der Autor, der langjährige Vorsitzende und jetzige Alt-Erz Br. Erwin Mitschdoerfer, alle vorhandenen Daten zusammengetragen:


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