Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Kohl

Aus Dithmarschen-Wiki

Kohlvignette.jpg


Inhaltsverzeichnis

Kohl - ein kulinarischer Weltbürger

Erntereif. Foto: Jens Rusch
Wirsing auf dem Wochenmarkt in Heide


Dithmarschen (pid). Dithmarscher Kohl ist ein kulinarischer Weltbürger. „Kohl ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich mit regionalen Produkten auch eine zeitgemäße internationale Küche praktizieren lässt, die nicht so fettreich ist wie manch traditionelles Rezept und die alle Generationen anspricht“, so Karin Tharra, Leiterin der Verbraucherberatung in Heide, und Anke Marohn Ernährungsberaterin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. in Heide. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung informiert die Verbraucherzentrale beim offiziellen Kohlanschnitt der 20. Dithmarscher Kohltage in Elpersbüttel, Dienstag, 19. September 2006, über die Vorzüge des gesunden regionalen Gemüses.

Wer ausgewogen und abwechslungsreich essen möchte, der greift zum Kohl, betonen die Fachfrauen. So trägt Kohl zur ausreichenden Versorgung mit zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen wie etwa Folsäure bei. Kohl enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, die eine Vielzahl gesundheitlicher Wirkungen mit sich bringen. Diese natürlichen Stoffe stärken die Abwehrkräfte. Die reichlich enthaltenen Ballaststoffe fördern eine gute Verdauung.

Als saisonales und regionales Gemüse kann Kohl voll ausreifen und braucht keine langen Transportwege, welche die Umwelt belasten. Kohl ist preiswert und entlastet die Haushaltskasse. Damit widerlegt das Dithmarscher Gemüse das Vorurteil, dass gutes Essen viel Geld kostet.

In früheren Jahren war ein hoher Energieanteil im Essen berechtigt, bedingt durch intensive körperliche Tätigkeit. Heute tragen sehr fett- und damit kalorienreiche Mahlzeiten dazu bei, dass Übergewicht und daraus resultierende Stoffwechsel bedingte Störungen, wie zum Beispiel erhöhte Blutfettwerte das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steigen lässt.

So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. heute sehr „fette“ Fleischbeilagen durch magere Varianten auszutauschen. In der Praxis heißt dieses beispielsweise: ein Grünkohleintopf statt mit Schweinebacke (100g = 55g Fett/540 Kcal) und Kohlwurst (100 g = 29 g Fett/400 Kcal) vielleicht einmal mit Kasslerkotlett (100g =7 g Fett/220 Kcal) zuzubereiten und sich somit von traditionellen, sehr fettreichen Zubereitungsarten zu trennen.

Kohl lässt sich ohne großen Zeitaufwand vielfältig und auch international zubereiten, so finden sich nicht nur in der indischen und der japanischen Küche interessante Kohlrezepte, die ein Ausprobieren lohnen. Kohlgemüse als Beilage wie zum Beispiel Blumenkohl und Broccoli mit interessanten Gewürzen wie Curry oder Sojasoße abgeschmeckt ist sehr gesund, schmeckt exotisch und ist kalorienarm.

Einen Warnhinweis gibt die Ernährungsberaterin Anke Marohn jedoch: "Mit Hollandaise (100g = 27g Fett/ 270 Kcal) zubereitet wird der Kohl zur 'Fettbombe' degradiert."

Brachte den Kohl nach Dithmarschen: Eduard Lass (1859-1924)

Links

Info

Informationsbroschüren der Verbraucherzentrale und der Deutschen Gesellschaft der Ernährung e. V. und Tipps zur gesunden Ernährung warten am Informationsstand beim Kohlanschnitt in Elpersbüttel auf Besucherinnen und Besucher. Dazu gibt es Ratschläge der Fachfrauen und pfiffige Rezeptideen rund um den Kohl.

"Kohlstilleben" Aquatinta-Radierung 40 x 50 cm von Jens Rusch

Kohltage

Kohlregentin

Veredelung und Zucht

In Kohls Kinderstube rauchen klugen Köpfe Rijk Zwaan - Know how für die Gemüseküche aller Welt Dithmarscher Zuchtbetrieb einmalig in Deutschland

DITHMARSCHEN (pid). Was macht den Kohl fett? Welcher Kohl entspricht den Anforderungen des Marktes? Was gibt’s Neues für die Anbauer? Fragen über Fragen, mit denen sich der einzelne Kohlbauer bei dem arbeitsintensiven Anbau des Feldgemüses nicht belasten muß. Denn in Marne im Landkreis Dithmarschen an Schleswig-Holsteins Nordseeküste wissen kluge Köpfe, was zu tun ist, damit Kohl nicht ins Kraut schießt: Die Marner GZG-Saaten AG, einziger Betrieb dieser Art in Deutschland, weiß alles über Kohl.

Jedes Jahr im Herbst tischen Dithmarscher Wirte ihren Gästen zu den "Dithmarscher Kohltagen" Kulinarisches auf, das seinen Ursprung meist in Kohls Kinderstube in Marne hat. Der Weg vom Saatgut über den Setzling bis zum Kohlkopf ist den Genetikern und Gartenbaufachleuten des Unternehmens exakt bekannt. Je nach Sorte kaufen Anbauer das Körnchen oder das vorgezogene Pflänzchen, aus dem einmal Schmorkohl, Rotkohlcreme oder Sauerkraut wird.

Saaten und Sorten aus Dithmarschen sind auch Exportschlager. Beispiel "Silvama" oder "Sabrima": Die zarten Wirsingkohl-Sorten sind bei französischen Feinschmeckern gefragt. "Kalorama" (Weißkohl), "Rodima" und "Veroma" (Rotkohl) haben in der eher deftigen nördlichen Küche ihre Liebhaber. "Ma" steht in den klangvollen Namen für "Marne", erläutert Joachim Schmidt, Vorstand der AG.

Was der Anbauer kriegt, kennt die Saaten-AG genau: "Zehn bis 15 Jahre dauert die Entwicklung einer neuen Sorte", erzählt Schmidt. Sie entspricht dann genau der gewünschten Eigenschaft: Soll es Lagerkohl als Wintergemüse werden? Vielleicht Industriekohl, der in die Fabriken wandert und von dort als Sauerkraut oder Rotkohl in Dose und Glas in alle Welt geht? Oder zarter junger Frühkohl für den Frischemarkt?

Die Saaten-AG findet 'raus, wie Kohl zu feiner Blattstruktur mit wenig Strunk, zu viel Aroma und Vitaminen, zu seiner Farbe und Schädlingsresistenz kommt. Drei Jahre wird so ein künftiges Früchtchen im Zuchtversuch getestet, bis es reif für den Anbau ist.

Kohlanbau ist harte und kostentreibende Handarbeit, vom Setzen der zarten Pflänzchen bis zur Ernte. Da macht es keinen Unterschied, ob auf Dithmarscher Feldern große, schwere Köpfe für die industrielle Weiterverarbeitung oder zarter Frühweißer für den Frischemarkt heranwachsen soll.

Die Köpfe des Teams der Marner GZG-Saaten AG rauchen für jeden Fall, um stets am Ball - sprich: am Kohlkopf - und damit auf dem Markt zu bleiben. Denn mit den Saatanbie-tern ist das wie mit der Olympiade, weiß Joachim Schmidt: Die ersten drei sind gefragt, alle anderen sind die Verlierer. Quelle: Kreis Dithmarschen

Rezepte

Hier geht es zu vielen interessanten Rezepten rund um den Kohl und andere Dithmarscher Spezialitäten

Kohl - eine "Vitaminbombe"

DITHMARSCHEN (pid). Er ist rund, appetitlich, urgesund: Kohl. In ihm steckt ebensoviel Vitamin C wie in Zitrusfrüchten. Er ist reich an nervenstärkendem Vitamin B, Kalium, Kalzium, Natrium, blutbildendem Eisen. Seine Ballaststoffe senken auf natürliche Weise den Blut-Cholesterin-Spiegel. Außerdem wächst er im grünen Ferienkreis Dithmarschen an Schleswig-Holsteins Nordseeküste auf 2.800 Hektar in Europas größtem geschlossenen Kohlanbaugebiet.

Das tolle Gemüse erfreut Feinschmeckergaumen mit seiner Vielseitigkeit: Kohl paßt zu Krabben, Fisch, Fleisch, Wild und anderen Dithmarscher Spezialitäten. Und: in 100 Gramm Weißkohl stecken nur 25 Kalorien! Im feuchtmilden Nordseeklima gedeiht Kohl nahezu ohne Pflanzenschutzmittel. Lauter gute Gründe, ihn in den Mittelpunkt der jedes Jahr in der letzten Septemberwoche bei den "Dithmarscher Kohltagen" mit viel Sport, Spiel, Spaß, Infos und gutem Essen zu feiern.


Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …