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Knick

Aus Dithmarschen-Wiki

Knick.jpg

Wertvolle Elemente unserer Kulturlandschaft



Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Knick?

Mit Ausnahme der Marsch wird die Agrarlandschaft Schleswig-Holsteins von einem insgesamt rund 30.000 km langen Knicksystem durchzogen. Wie es die andere Bezeichnung "Wallhecke" zutreffend ausdrückt, besteht ein typischer Knick aus einem ungefähr 0,8 – 1 Meter hohen Erdwall, dessen abgeflachte Oberseite dicht mit strauchartig wachsenden Gehölzen bestanden ist.

Geschichte

Knicks wurden auf der Geest und im östlichen Hügelland meist bereits vor 200 Jahren zur Abgrenzung der landwirtschaftlichen Flurstücke angelegt. Obwohl schmale, lineare Landschaftselemente, nehmen sie doch etwa 1 Prozent der Landesfläche ein und prägen somit das Bild einer gehölzreichen, vielfältig strukturierten Landschaft – im waldarmen Schleswig-Holstein auch touristisch von Belang.

Lebensraum

Weit wichtiger ist jedoch ihre ökologische Bedeutung als Lebensraum für zahlreiche Arten. So wird die Zahl der knickbewohnenden Tierarten Schleswig-Holsteins auf ungefähr 7.000 geschätzt; davon können auf nur 1 km einer Wallhecke etwa 1.600 – 1.800 Arten leben. Zudem stellen die Knicks in manchen intensiv landwirtschaftlich genutzten Gegenden mit die einzige noch verbliebene naturnahe Substanz. Quelle: NABU

Knick-Zerstörung

Vom Rindermaul zum Knickschlegler Die schleichende Knickzerstörung


Schleichende Zerstörung Die Flurbereinigung in ihrer landschaftszerstörerischen Form ist vorbei. Der Schutz dieser bedeutsamen, landschaftsprägenden Elemente ist gesetzlich geregelt. Die Beseitigung von Knicks wird behördlicherseits kaum noch genehmigt – und wenn doch, ist sie dann mit erheblichen Ausgleichsforderungen verbunden.

Dennoch wird durch Nachlässigkeit, manchmal aber auch durch Vorsatz, ein Teil unserer Knicks verbotenerweise nach wie vor in seinem Zustand verschlechtert und damit ökologisch stark beeinträchtigt:

Fehlende oder mangelhafte Abzäunung an Viehweiden - Anpflügen des Walls Das Weidevieh vertritt den Knickwall und verbeißt die Gehölze. Vor allem, wenn die sich nach dem Auf-den-Stock-setzen zeigenden jungen Triebe fortwährend abgefressen werden, gehen die Gehölze ein. Pferde schälen auch ältere Knickgehölze, so dass diese absterben. Allerdings ist nicht jeder verbissene Stockausschlag dem Weidevieh anzulasten; in Gebieten sehr hoher Wilddichte können auch Rehe und Damhirsche die Verursacher sein.

Durch ein Anpflügen des Knickwalls wird nicht nur der Knickwall, sondern auch das Wurzelwerk der Gehölze geschädigt.

Besprühen mit Herbiziden Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hält leider nicht jeder Landwirt den nötigen Abstand bzw. beachtet nicht die Verdriftung durch den Wind. Bedauerlicherweise gibt es auch noch vereinzelte Fälle, in dem frisch geknickte Gehölze mit `Round up´ oder anderen Totalherbiziden „behandelt“ worden sind, um sie zum Absterben zu bringen.

Übermäßiges seitliches Schlegeln Wurden früher weit über den seitlichen Weg oder Acker ragende Zweige mit der Hand abgeschnitten, werden sie heute maschinell gekappt. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, solange scharfe Werkzeuge benutzt und nicht zu weit in den Knick hineingeschnitten wird. Knicks werden jedoch vielfach so stark und so häufig eingekürzt, dass sie zu schmalen, fast schon durchsichtigen Schnitthecken degradieren. Das nimmt Vogelbruten den Schutz, zudem Insekten und Vögeln die Nahrung. Denn die äußeren jungen Triebe werden von Insekten am meisten befressen und tragen die Masse der Beeren. Auch sind die eingesetzten Schneidwerkzeuge oft unscharf oder schlagen die Äste nur ab, statt sie sauber abzutrennen. Das Ergebnis sind zerfetzte Sträucher und Bäume. Quelle: NABU



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