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Horn, Klaus Jürgen

(Weitergeleitet von Klaus Jürgen Horn)

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Inhaltsverzeichnis

Biographie

Klaus Jürgen Horn war Propst des Kirchenkreises Süderdithmarschen 1979 - 2002


1938 geboren in Königsberg / Pr.
ab Februar 1945 Schleswig-Holsteiner,
Jugend in Schacht-Audorf, Hanerau-Hademarschen, Rendsburg
Als Quartaner und Untertertianer auf dem Heider Gymnasium, Rosenstraße
1958 Abitur auf der Herderschule in Rendsburg
1958 bis 1963 Studium der Theologie in Kiel und Heidelberg
1963 bis 1965 Vikariat in Plön (Internatsoberchule Schloss Plön),in Itzehoe  : (Laurentius-Kirche), Predigerseminar Preetz
1965 bis 1979 Pastor in Nordhastedt
1979 bis 2002 Propst in Meldorf
2003 bis 2009 Förderverein für das Alte Pastorat in Meldorf (Vorsitzender)
2009 bis ..... Freundeskreis Dithmarscher Landesmuseum Meldorf (Vorsitzender)

Patientenombudsmannverein

Patientenombudsmann 2008 bis 2013

Verstärkung für das Patientenombudsteam

Sie kümmern sich, wenn die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten gestört ist: Die Patientenombudsleute in Schleswig-Holstein haben in den vergangenen Jahren mit ihrer Arbeit erheblich dazu beigetragen, dass das Verhältnis zwischen Ärzten und Patienten bei Missverständnissen wieder ins Lot kommt. Ihre Hilfe bei Verärgerungen über zu lange Wartezeiten, überzogene Erwartungshaltungen der Patienten oder barsche Abfertigung am Praxistresen wird immer stärker nachgefragt. Um auch künftig alle Anfragen bearbeiten zu können, wurde das Team verstärkt: Klaus Jürgen Horn, Probst im Ruhestand, kümmert sich künftig um die Patientenbelange in Dithmarschen und Steinburg. Klaus Jürgen Horn (Foto: Privat)

Der 69-jährige Meldorfer entlastet Patientenombudsfrau Siegrid Petersen, die weiterhin für die Kreise Flensburg, Schleswig-Flensburg und Nordfriesland zuständig ist. Auf Horn wartet viel Arbeit, wie der aktuelle Bericht des Trägervereins Patientenombudsmann/-frau Schleswig-Holstein e. V. zeigt: Im vergangenen Jahr hatte das damals noch dreiköpfige Ombudsteam insgesamt 1 279 Probleme zu lösen. Die Spanne reichte vom Verdacht auf Behandlungsfehler in einem Krankenhaus über gestörte Kommunikation mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen bis zu Verordnungsfragen in der Arztpraxis. Auch zu grundsätzlichen Fragen des Gesundheitswesens wie etwa die vermeintliche Bevorzugung von Privatpatienten bezieht der Verein Stellung. Der Verein ist aber keine „Patientengewerkschaft“ - die Ombudsleute geben Patienten auch zu verstehen, dass man im Gesundheitswesen nicht alles Wünschenswerte verlangen kann. Der Verein legt deshalb Wert darauf, dass die Ombudsleute aus ihrer beruflichen Tätigkeit die Sicht von Ärzten und Patienten kennen und wissen, dass beide Seiten ein berechtigtes Anliegen haben können - diese gelegentlich in der Praxis aber miteinander kollidieren.

Neulandhalle

1971 erwarben die beiden Dithmarscher Propsteien (heute: Kirchenkreise) Süderdithmarschen und Norderdithmarschen die Neulandhalle als Stätte für ihre Jugendarbeit. Die Pröpste Walter Pareigis, Meldorf, und Uwe Steffen, Heide, unterstützten den damaligen Süderdithmarscher Jugendpastor Klaus Jürgen Horn, Nordhastedt, bei diesem Vorhaben.

Kontakt

Presse

Antisemitismus in der Kirche

Mit freundlicher Genehmigung der Dithmarscher Landeszeitung

11.03.02

Von Stefan Carl Meldorf - „Schalom alechem“ - mit dieser hebräischen Form des „Friede sei mit Euch“ hat Propst Klaus-Jürgen Horn am vergangenen Freitagabend die Ausstellung „Kirche, Christen, Juden in Nordelbien 1933 bis 1945“ (wir berichteten) im Meldorfer Dom eröffnet.Eine Ausstellung, die zum Nachdenken zwingt und Christenmenschen den kritischen Blick auf ihre Kirche abverlangt. Eine Kirche, die verfolgte, eine Kirche, die auch verfolgt wurde.

Die Ausstellungsmacher vom Nordelbischen Kirchenarchiv, Dr. Anette Göhres und Dr. Stephan Linck gaben den zahlreichen Gästen eine Einführung in Entstehung und Zielsetzung der Ausstellung. „Nur die Verbindung der historischen Aufarbeitung mit der theologischen Erneuerung ermöglicht das, was Sie heute hier sehen“, erklärte Dr. Göhres.

Der Historiker Dr. Stephan Linck erklärte, dass in Dithmarschen vor 1933 drei Menschen jüdischen Glaubens in Norder- und weitere fünf in Süderdithmarschen gezählt wurden. „Die Frage der Verfolgung stellt sich hier daher weniger. Aber Antisemitismus braucht den direkten Gegenüber auch nicht“, sagte er. Die Ausstellung sei wertfrei, aber „es ist nicht leicht, sich auf sie einzulassen. Wieviele das aber getan haben, stimmt mich hoffnungsvoll“, so Linck weiter.

Wer die Ausstellung besucht, wird zuerst im Vorraum über verschiedene theologische Strömungen und antisemitische deutsche Kirchen unterrichtet. Im Portal wird der Besucher dann mit einer Grundausstattung von drei Faltblättern versorgt, anhand derer er sich durch die Ausstellung „hangeln“ kann. Gezeigt werden neun evangelische Christen und ihr Verhalten im NS-Staat sowie eine Kirchengemeinde. Das lokale Fenster gibt Aufschluss über Schicksale vor Ort. Gebaut wurde die Ausstellung von Kieler Studenten der Malthesius-Hochschule, Iris Mielke und Holger Stöhrmann (25), der aus Heide stammt. Besonderes Lob galt seitens Linck den beiden Dithmarscher Kirchenkreisen. Sie stellen an jedem Tag der Ausstellung einen Pastor, der Fragen beantwortet und Hilfestellung bei der Bewältigung der Ausstellung gibt. „Das hat es bisher nicht gegeben“, so Linck.

Kirche arbeitet Geschichte auf

Mit freundlicher Genehmigung der Dithmarscher Landeszeitung

2./3. März 2002

Meldorf (ca) Erstmals im ländlichen Raum wird in den Kirchenkreisen Norder- und Süderdithmarschen die Ausstellung „Kirche, Christen und Juden 1939 bis 1945“ gezeigt. Die Nordelbische Kirche (NEK) ist eine der letzten, die sich mit dieser Thematik beschäftigt.

Ein Grund, warum sich Nordelbien als eins der letzten Kirchenländer mit der Frage des Verhaltens von Christen gegenüber Juden während des Nazi-Regimes auseinandersetzt, mag die späte Entstehung der NEK 1977 sein. Anlass zur Ausstellung ist laut Probst Klaus Jürgen Horn eine Schulderklärung der NEK von 1998. Ein Ergebnis dieses Bekenntnisses ist die Ausstellung. Eine weitere Folge ist, dass kürzlich die Präambel der NEK-Verfassung der Passus „von der bleibenden Treue Gottes zu seinem Volk Israel“ zugefügt wurde.

Beauftragte der Kirchenkreise für die Ausstellung, die am Freitag, 8. März, im Dom eröffnet wird, sind die Heider Pastorin im Ruhestand, Lieselotte Wagner, sowie der Superintendent im Ruhestand, Klaus Looft, der in Barlt lebt. Er sowie Wagner hoffen, „dass viele Lehrer die Ausstellung mit ihren Schulklassen besuchen. Wir sind auch bereit, in die Schulen zu gehen, um das Thema im Unterricht zu behandeln“, bietet Looft an.

Besonders interessant dürfte für die Dithmarscher Bevölkerung das so genannte lokale Fenster sein. Darin wird die Thematik, wie sie sich hier vor Ort darstellt, geschildert. Es werden Beispiele der Aufgabe christlicher Werte im Zuge von Obrigkeitsgehorsam ebenso aufgezeigt wie Pastoren und andere Christenmenschen, die sich gegen das Nazi-System und die Judenverfolgung auflehnten. „Ich habe in den Archiven brisante Sachen entdeckt“, sagt Probst Horn. Immer weniger sei ihm es möglich, zu verstehen, dass es nach dem Krieg eine „99-prozentige Gruppe Deutscher gab, die von der Judenverfolgung nichts gewusst haben will“, schildert er seine Eindrücke.

Jeder Ausstellungsbesucher wird wie der Probst seine eigenen Erfahrungen mit der Ausstellung machen. „Es werden sicherlich viele Fragen aufgeworfen“, glaubt Probst Jörn Engler. Umso erfreuter ist er darüber, dass sich die Pastoren aller 32 Kirchengemeinden der beiden Dithmarscher Kirchenkreise bereit erklärt haben, die Ausstellung während ihrer Öffnungszeiten als Ansprechpartner vor Ort zu begleiten.


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