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Karstens, Emil

Aus Dithmarschen-Wiki

Zweimal Emil.jpg

Emil Karstens im Gespräch mit Emil Hecker. Er war einer der letzten völlig autarken Krabbenfischer der Westküste. Mit seinem taubstummen Bruder hatte er sich im Kaiser-Wilhelm-Koog einen eigenen kleinen Naturhafen angelegt.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Emil Karstens Foto: Jörn Lindhorst-Moll

Er lebte von dem, was das Meer ihm gab. Und wenn es das nicht freiwillig tat, dann war ihm das auch egal. In seinem Hühnerstall übernahmen die Hühner die Mutterrolle für Stock- und Krickenten klaglos wie auch für alles übrige Gefieder, das oft wenig Ähnlichkeit mit Hühnern hatte. Die Eier seien "aufgeschwommen" und er habe sie eben aus der Nordsee oder der Elbe "gefischt", was ihm seiner Auffassung nach auch zustand. Frettchen züchtete er, die auf Pfiff auf den Deich eilten, um ihm am Ohr zu knabbern. Die waren irgendwie praktisch. Aber wofür, das wollte er dann doch lieber nicht erzählen. Auf jeden Fall oblag ihnen auch das Töten der Hühner, das brachte er nicht übers Herz, denn Emil Karstens war sehr tierlieb. Umweltämter müssten Berge seiner Petitionen archiviert haben, denn er schrieb häufig Warnungen an sie. Schweinswale in seinen Netzen, verletzte oder kranke Seehunde, oder kranke Aale, die sich in der Bratpfanne stauchten, wie "Präservative, mit Schlick gefüllt", wie er das nannte. Leider gab es den Nationalpark Wattenmeer zu seiner Zeit noch nicht. Man hätte viel von ihm lernen können.

Der Strömumgs-Experte

Viele Jahre wurden angeschwemmte Wasserleichen aus der Elbmündung auf Trischen bestattet. Einige der dort beerdigten Leichen wurden vom Fischer Emil Karstens aus dem Kaiser-Wilhelm-Koog im Fanggeschirr seines Kutters Annemarie aus der Elbmündung gefischt. Karstens war der Fischer, der wie niemand anders die Strömungsverhältnisse vor der Dithmarscher Küste kannte. Er erhielt für seine Bergungen das Bundesverdienstkreuz. Nachdem der Friedhof der Namenlosen auf der Insel Trischen aufgegeben wurde, hat man alle "namenlosen" Wasserleichen zunächst auf Neuwerk bestattet und später dann auf dem Festland.

Ehrungen

Emil Karstens erhielt für seine Bergungen das Bundesverdienstkreuz.

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