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Helmsand

Aus Dithmarschen-Wiki

Foto: Reimer Stecher Brucheis vor Helmsand im Winter 2010








Vorland Helmsand im Wechsel der Gezeiten

Bilder: Reimer Stecher Text: Bernhard von Oberg


Wer den von Jens Rusch illustrierten Schimmelreiter (Deich-Verlag) liest, gelangt – je nach Lesegeschwindigkeit – früher oder später zu jenem Land, das heute noch Vorland genannt wird. Für den Schimmelreiter Hauke Haien war dieses Land das Land seiner Visionen, dem Traum vom Hauke-Haien-Deich.


Kaum dass er es selber wusste, befand er sich oben auf dem Haffdeich, schon eine weite Strecke südwärts nach der Stadt zu; das Dorf, das nach dieser Seite hinaus lag, war ihm zur Linken längst verschwunden; noch immer schritt er weiter, seine Augen unablässig nach der Seeseite auf das breite Vorland gerichtet; wäre jemand neben ihm gegangen, er hätte es sehen müssen, welche eindringliche Geistesarbeit hinter diesen Augen vorging. Endlich blieb er stehen: das Vorland schwand hier zu einem schmalen Streifen an dem Deich zusammen. „Es muss gehen!“, sprach er bei sich selbst. „Sieben Jahre im Amt; sie sollen nicht mehr sagen, dass ich nur Deichgraf bin von meines Weibes wegen!“


Noch immer stand er, und seine Blicke schweiften scharf und bedächtig nach allen Seiten über das grüne Vorland; dann ging er zurück, bis wo auch hier ein schmaler Streifen grünen Weidelands die vor ihm liegende breite Landfläche ablöste. Hart an dem Deiche aber schoss ein starker Meeresstrom durch diese, der fast das ganze Vorland von dem Festlande trennte und zu einer Hallig machte …


Auch in Dithmarschen gibt es Vorländer, die wie in der Stormschen Erzählung vom Schimmelreiter von den Anliegern benutzt wurden. Regelmäßig kam jedoch das unberechenbare Meer und versalzte den Menschen ihr Zusatzgeschäft. So berichtet Neocorus:


Für Neocorus sind Helmsand und Tötel „schöne Eilande“, südlich und südöstlich von Büsum und den Büsumern zuständig. Man weidete nach den Angaben des Dithmarscher Chronisten hier jährlich viel Vieh. Auch spielte die Heugewinnung wirtschaftlich eine Rolle. Neocorus: „Der Genuss an Eiern, Vögeln und Strandgütern war nicht unbedeutend. Das Wasser spülte aber immer mehr Land weg. Nach dem Sturm von 1573 holten die Dithmarscher von Helmsand kein Heu mehr.“


Wie Helmsand heute im Wechsel der Gezeiten aussieht, zeigen die großartigen Aufnahmen von Reimer Stecher

Helmsand

Helmsand ist eine ehemalige, unbewohnte Insel in der Meldorfer Bucht im schleswig-holsteinischen Kreis Dithmarschen. Sie ist inzwischen mit dem Festland verbunden. Sie gehörte um 1900/1920 Hermann Tiessen in Meldorf, der auf der Insel oft seinen Urlaub verbrachte.

Im Rahmen von Küstenschutzarbeiten wurde Helmsand schon vor Jahren durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Durch die Landzuwächse in Verbindung mit dem Dammbau ist der Charakter einer Insel zwischenzeitlich verloren gegangen. Reste einer 600-mm-Schmalspurbahn (Lorenbahn), die vom Amt für Küstenschutz betrieben wurde und vom Festland auf die damalige Insel führte, sind 2008 noch erkennbar.

Helmsand liegt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und darf als Vogelschutzgebiet nur unter Auflagen betreten werden. Quelle: Wikipedia

Foto: Reimer Stecher "Spaziergänger" vor Helmsand im Winter 2010

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