Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Hellschen-Heringsand-Unterschaar

Aus Dithmarschen-Wiki

Hellschen-Heringsand-Unterschar ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde im Kreis Dithmarschen und liegt inmitten der Marsch zwischen der Nordseeküste und Wesselburen.

Aufgrund der Buchstabenanzahl im Namen hat die Gemeinde Hellschen-Heringsand-Unterschaar Deutschlands längsten Gemeindenamen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 2 m ü. NHN
  • Fläche: 7,02 km²
  • Wie viele Einwohner hat Hellschen-Heringsand-Unterschaar?
Hellschen-Heringsand-Unterschaar hat 168 Einwohner. (Stand: 31. Dezember 2018)

Bevölkerungsstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 158
2001 159
2002 159
2003 167
2004 170
2005 167
2006 183
2007 179
2008 175
2009 187
2010 181
2011 173
2012 180
2013 169
2014 169
2015 182
2016 177
2017 170
2018 168
  • Postleitzahl (PLZ): 25764
  • Vorwahl: 04833
  • Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Bernd Blohm (WGHe)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Hellschen-Heringsand-Unterschar

  • Gemeindeschlüssel: 01051045
  • Regionalschlüssel: 010515178045

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: 310
  • Grundsteuer B: 310
  • Gewerbesteuer: 330
  • Breitengrad: 54,194536° N
  • Längengrad: 8,872882° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:35:29

Wetter in Hellschen-Heringsand-Unterschar

Aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geographie

Wo liegt Hellschen-Heringsand-Unterschaar?

Die Gemeinde liegt in der Marsch und grenzt direkt an der Nordseeküste.

Ortsgliederung

Die Gemeinde setzt sich aus den drei Orten:

  • Hellschen,
  • Heringsand und
  • Unterschaar

als Streusiedlung ohne Ortskern zusammen.

Nachbargemeinden


Angemessene Miete in Hellschen-Heringsand-Unterschaar

Die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) beträgt für

1 Person 310.50 €
2 Personen 355,80 €
3 Personen 411,75 €
4 Personen 468,35 €
5 Personen 489,25 €
jede weitere Person 51,50 €

Stand: 2019

Quelle


Politik

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft WGHe alle sieben Sitze in der Gemeindevertretung.[3]


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • WGHe 7 Sitze

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Hellschen-Heringsand-Unterschaar ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Wirtschaft und Infrastruktur

Nachfolgendes Gewerbe hat sich in Hellschen-Heringsand-Unterschaar angesiedelt:

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 2 128
1998 4 309
1999 5 138
2000 4 511
2001 4 410
2002 3 76
2003 6 382
2004 2 225
2005 9 277
2006 3 70
2007 4 273
2008 5 184
2009 2 522
2010 2 377
2011 3 195
2012 2 93
2013 0 0
2014 2 52
2015 4 618
2016 6 863
2017 3 489
2018 6 296

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018


Schule

Bis 1830 besuchten die Kinder von Hellschen, Heringsand und Unterschaar die Schule in Süderdeich. Aufgrund der zunehmenden Schülerzahl und der zu erwwartenden weiteren Zunahme, und weil man den Kindern einen kürzeren Schulweg ermöglichen wollte, wurde 1830 / 31 die „Hellschener und Heringsander Schulkommune“ gegründet, die von der „Süderdeicher Schulkommune“ unabhängig war.

Johann Grundmann, der die Kommune vertrat, erwar in Hellschen einen Bauplatz gegenüber der Gastwirtschaft von Kruse und dazu 1 Morgen 6 Scheffel Land in Heringsand für den Lehrer, damit dieser das Land bewirtschaften könne.

Im Sommer 1831 erfolgte der Bau der Schule, die am 26. November 1831 durch den Hauptpastor Meyn aus Wesselburen eingeweiht wurde. Trotz der vielfältigen Umbauten im Inneren sowie den Instandsetzungen, war der bauliche Zustand der Schule so schlecht, dass die Gemeinde bereits 1933 einen Schulneubau plante, allerdings fehlten die finanziellen Mittel. In den nun folgenden Jahre setzten sich neben dem Ortslehrer und dem Gemeindevorsteher Wilhelm Schuldt, auch der Amtsvorsteher Meister in Süderdeich, der Landrat und der Schulrat für den Neubau so stark ein, dass 1937 mit Maurerarbeiten begonnen werden konnte. Im gleichen Jahr konnte die Schule fertig gestellt werden. 1938 wurden der Lehrergarten und ein Spiel- und Sportplatz angelegt.

In das Mauerwerk wurde auch noch eine Flasche eingemauert, in dem sich ein Bogen Papier befand, der neben der Darstellung des Hellschener Schulwesens die Unterschriften sämtlicher Schulkinder enthielt.

Bei der Wahl des ersten Lehrers hatten die Orte das Recht unter den Bewerbern drei auszusuchen und der Gemeinde zu präsentieren. An einem vorher festgelegten Tag mussten die Bewerber einen Choral singen lassen und eine Lehrprobe ablegen. Dann wurde durch die Gemeinde abgestimmt. Dieses Verfahren wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts beibehalten. Der erste Lehrer wurde dann P. D. Martens aus Heide, der am 26. November 1831 vom Hauptpastor Meyn aus Wesselburen in sein Amt eingeführt wurde.

1835 wechselte Lehrer Meyn dann zu einer Schule nach Heide . Sein Nachfolger, Lehrer Lucht aus Tellingstedt konnte aber erst am 21. Juni 1836 in sein Amt eingeführt werden; dieser blieb bis 1855.

Nach einer kurzen Überbrückungszeit durch den Interim-Lehrer B. Feddersen, der sich autodidaktisch sein Wissen beigebracht hatte, wurde im Herbst 1855 der Lehrer Haas erwählt.

Dieser blieb auch nur 3 Jahre und ihm folgte am 13. Juli 1858 der Lehrer Richard Feddersen. Nach langer und häufiger Erkrankung verstarb dieser im Februar 1860. Er wurde während seiner krankheitsbedingten Abwesenheit durch den Autodidakten Hans Ruge und dem Hilfslehrer Petersen vertreten.

Der Hilfslehrer Holm Bielefeldt wurde am 29. April 1860 zum Lehrer gewählt und am 10. Mai 1860 wurde er durch den Hauptpastor Nehlsen aus Wesselburen in sein Amt eingeführt. Lehrer Bielefeldt war über 41 Jahre als Lehrer tätig und erwarb sich in dieser Zeit die Achtung und Liebe der Gemeinde. Dies kam u. a. auch dadurch zum Ausdruck, dass bei den öffentlichen Schulprüfungen eine große Zahl der Gemeindemitglieder zugegen war, oder es nahmen an der Feier zu seinem 25jährigen Amtsjubiläum am 10. Mai 1885 60 – 70 Einwohner der Gemeinde teil. Am Tage seiner Versetzung in den Ruhestand fanden sich 40 – 50 Gemeindemitglieder ein, um ihn feierlich aus dem Schuldienst zu entlassen.

Nach halbjähriger interimistischer Verwaltung der Schulstelle durch den Lehrer Ehlers wurde am 10. April 1902 der am 30.11.1901 mit 29 gegen 9 und 1 Stimmen zum Lehrer in Hellschen gewählte Lehrer Hans Greve aus Thienbüttel durch den Pastor Detmer in Wesselburen in sein Amt eingeführt. Auch dieser Lehrer konnte 30 Jahre lang als Jugendbildner an der Hellschener Schule wirken, und er würde wohl noch viele Jahre im Amt geblieben sein, wenn nicht die Not der Zeit zu Sparmaßnahmen und zur Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für jüngere Kräfte genötigt und die Regierung veranlaßt hätte, die über 62 Jahre alten Lehrer abzubauen. Infolgedessen mußte Greve am 31. März 1932 in den Ruhestand treten. Die Gemeinde sah ihn ebenso ungern scheiden wie seiner Zeit seinen Vorgänger Bielefeldt und sie dachte voll Dankbarkeit seiner treuen, erfolgreichen Arbeit an ihren Kindern. Von der Anhänglichkeit der Gemeinde zeugt die große Teilnahme der Gemeindemitglieder an dem 25 jährigen Jubiläum Greves als Ortslehrer Anfang April 1927 und an der Abschiedsfeier Ende März 1932. Nach seiner Zurruhesetzung hatte Greve, der sosehr an seiner früheren Schule hing, die Freude, in den Jahren 1936-38 wieder vertetungsweise eine Zeit lang an ihr unterrichten zu können. Als dann 1939 der neue Weltkrieg kam und mit der Zeit die Lehrkräfte immer knapper wurden, griff man im Mai 1943, als der Ortslehrer zum Militärdienst eingezogen wurde, wieder auf ihn zurück.

Nach dem ersten Weltkrieg hob die Staatsverwaltung das Lehrerwahlrecht der Dorfgemeinden auf und die Lehrer wurden vom Landrat und vom Schulrat ernannt. Der Nachfolger von Lehrer Greve war E. Dohrn aus Heide, der zu Ostern 1932 seinen Dienst antrat, war somit der erste Lehrer, der nicht mehr von der Gemeinde gewählt wurde, sondern den der Staat schickte.

Die Anzahl der Schüler bei der Schleröffnung im Jahr 1831 ist nicht bekannt. Im Winterhalbjahr 1879/80 besuchten 66 Kinder (42 Jungen und 24 Mädchen) die Schule. Bis 1881 ist dann die Zahl auf 74 Schüler gestiegen, nahm aber bis 1889/90 bis auf 52 Schulkinder wieder ab. 1905 waren es dann nur noch 47, 1932 noch 40, 1939 noch 32 und 1945 kamen noch 33 Schüler zur Schule, davon jedoch 15 Flüchtlingskinder. Ausschlaggebend für die schrumpfenden Schülerzahlen war nicht die Abwanderung der Familien, sondern in der geringeren Kinderzahl im Verhältnis zu vorhergehenden Generationen.

Die Schulaufsicht lag 1831 bei den Geistlichen, so führte der Hauptpastor die Schulaufsicht über die Schulen des Kirchspiels und der Probst in Heide die Oberaufsicht. Der Pastor kam in seiner Funktion als Schulinspektor einmal jährlich, kurz vor Ostern, zur Schulprüfung und der Probst kam zur Generalvisitation alle 3 Jahre. Waren die Prüfungen vorher bekannt und nicht unerwartet, fanden sich auch immer wieder einige Mitglieder, vornehmlich die Eltern der Schüler, an der Schule ein, um bei den Prüfungen zugegen zu sein. Dies wurde auch noch nach der Regierungsübernahme durch Preußen (1867) so beibehalten, allerdings waren die Pastoren und Pröbste nur noch als Inspektoren im Nebenamt zuständig, aber als Beauftragte des Staates.

1919 wurden zwei vom Staat angestellte Kreisschulinspektoren mit der Aufsicht und Prüfung der Schule beauftragt und somit hörte die Aufsicht der Geistlichkeit über die Schulen auf.

Krankheiten wie Scharlach und Diphterie führten immer wieder dazu, dass die Schule längere Zeit geschlossen werden musste. So war die Schule vom 9. Februar 1882 – 27. März 1882 wegen Ausbruch von Scharlach in Verbindung mit Diphterie geschlossen. Während dieser Epidemie starben 5 Kinder der Gemeinde. 1890 brach dieselbe Epidemie im Frühjahr erneut aus; 2 Kinder starben und die Schule wurde vom 29. April 1890 bis 01. Juni 1890 geschlossen.

In Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Ortes wurden die Schulferien im Sommer und Herbst erteilt. Zu Zeiten, in denen die Arbeit besonders drängte und groß war, gab es bis 1907 im Juni 14 Tage Rübenpflanzferien, nach 1907 gab es dann Kohlpflanzferien, dazu kamen 4 Wochen Ferien zur Hapterntezeit und im Herbst noch einmal eine Woche Ferien für die Kartoffelernte.

Lebten die Familien in ärmeren Verhältnissen und wollten „einen Esser los werden“ konnten die Eltern bereits im Winter ihre größeren Kindern zum Dienen beim Bauern für das Sommerhalbjahr oder für kürze im eigenen oder fremden Haushalt anmelden, die sogenannte „Dispensation“. Am Tag der nächsten Schulprüfung wurde dann über die beantragten Dispensationen „entschieden“. So waren beispielsweise 1895 im Winter 15 Kinder zur Dispensation angemeldet; am Tag der Schulprüfung am 13. März 1896 wurde entschieden, das 5 Kinder für den ganzen Sommer zum Dienen, 3 Kinder für 2 Monate, 1 Kind für 1 ½ Monate und 4 Kinder für 1 Monat dispensiert wurden. 2 weitere beantragte Kindern wurden an das Schulvisitatorium verwiesen.

Weil die Einrichtung der Dispensation für den Lernerfolg bei den Kindern sehr nachteilig war, versuchte die Regierung das Dispensationswesen einzuschränken. Bei der Entscheidung über den Antrag musste die Bedürftigkeit der Eltern berücksichtigt werden und es wurde angeordnet, das die vom Schulbesuch befreiten Schüler im Sommer zweimal wöchentlich vormittags 3 Stunden in die Schule gehen sollte, um das bisher vermittelte Wissen zu wiederholen („Repetierschule“).

Nach 1990 verringerten sich die Anzahl der Beantragungen und hörten nach ein paar Jahre ganz auf.

Im Jahre 1890 wurde in der Schule eine Schüler- und Volksbibliothek mit 300 Bänden eingerichtet, wofür das Schulkollegium einen Zuschuss von 30 Mark bewilligt hatte.

Im Jahre 1919 wurde vom Lehrer Greve ein Gesangsverein gegründet, der nicht nur bei öffentlichen Feiern, sondern auch bei Familienfestlichkeiten mitwirkte.


Freiwillige Feuerwehr

Hellschen-Heringsand-Unterschaar hat seit 1946 eine eigene Frewillige Feuerwehr, zu deren Einsatzbereich noch die Gemeinden Norddeich und Hillgroven gehören. Sie verfügt über 35 Feuerwehrleute und 4 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, sowie 135 passive Mitglieder (Stand: 2009). Weil die Hälfte der Feuerwehrleute sich überwiegend als Selbständige oder Landwirte am Ort aufhalten, verfügt die Freiwillige Feuerwehr über eine hohe Tagesverfügbarkeit.

Um 1999 wurde ein Tragkraftspritzenfahrzeug (W) - TSF-W angeschafft, hinzu kommen noch 8 Atemschutzgeräteträger und 4 Pressluftatmer stehen ebenfalls zur Verfügung, sowie eine Wärmebildkamera.

Das Feuerwehrgerätehaus wird auch als Dorfgemeinschaftsraum genutzt, hier werden auch die Dorgemeinschaftsfeste, die der Dorfverein ("Vogelgilde") ausrichtet, veranstaltet.


Deich- und Sielwesen

Aus der Chronik des Pastors Johannes Adolphie aus Büsum, die er um 1600 unter dem Namen Neocorus niederschrieb: „Anne Elw, anne See un anne Eiderkant hebt de Dithmarscher en groten Wall oder Dik opföhrt, de schall dat Land voer de Flot un de Stormflot wahrn, dat dat solten Water ni infallt un Schaden deiht. Doer den Dik hebbt se hen un wedder Slüsen oder Sile makt. So könt se to Krigstiden de Marschlann vull Water lopen laten, se könt awer ok dat Regen- und Sneewater, wenn ' t ut de Groewen stiggt un vun de hoge Geest gar to mächti dalllöppt, doer de Slüsen und Sile wedder loswarrn. De Flot makt de Slüsen to, de Ebbe awer makt se op, un denn geiht, wat an Water to veel is, inne Elw, inne See oder inne Eider.“


Sehenswertes

In der Dorfstrasse steht ein Einfamilienhaus, das vom Architekten Klaus Sill entworfen und 1994/95 erbaut wurde. 1999 wurde für das Haus der zweite Rang des BDA-Architekturpreises Schleswig-Holsteins vergeben.

Zur Wetterseite nach Nordwesten hat das Haus eine geschlossene Betonfassade aus Aluminium und Blechverkleidung als Schutz gegen die Umwelt. Nach Süden hat es ein windgeschützte Terrasse mit einer Holz- und Glaskonstruktion.

Das Haus soll sowohl die Differenz als auch die Komplexität der Landschaft widerspiegeln. aus der es sich formte. Es erfüllt zwei Grundfunktionen: Schutz bieten und Identität geben. Es ist geprägt durch die Weite der Landschaft, die Kargheit der Natür und die spürbare Präsenz der natürlichen Kräfte Sturm, Regen und Sonne.


Geschichte

Wie alles begann

1601 wurde der Süderdeicher Außendeich fertiggestellt und hierdurch erstand die Feldmarke "Heringsand". Zu diesem Zeitpunkt existierten bereits die Feldmarken "Hellschen" und "Unterschaar" (frühere Bezeichnung "Altefeldt").

Die Feldmarke "Heringsand" wurde anfangs als gemeinschaftliche Viehweide genutzt bzw. für die Heugewinnung der Einwohner von Norddeich und Süderdeich.

Im Sommer 1601 errichtete als einziger Bauer Claves Gock sein Haus in der Feldmarke "Heringsand". Sein Haus wurde jedoch bei der Sturmflut vom 14. Februar 1602 so stark beschädigt, dass das Haus nicht mehr genutzt werden konnte.

Bis Anfang des 18. Jahrhundert gab es dann keine weiteren Versuche der Besiedelung der Gemarkungen. Die Besitzer der Ländereien wohnten überwiegend in Süderdeich bzw. in den umliegenden Ortschaften. Es gab allerdings auch "fremde Interessenten", die weiter weg wohnten, aber die Gemarkungen zur Viehweide nutzten, um dieses zu mästen.

Zu den Naturgewalten, die eine Besiedlung verhinderten, kamen noch die häufigen Kriege (der 30jährige Krieg von 1618 - 1648, die dänisch-schwedischen Kriege von 1657 - 1660 sowie der nordische Krieg von 1701 - 1713). In der Folge der Kriegshandlungen kam es zu häufigen Plünderungen und Brandschatzungen sowie zu Viehseuchen und der Pest.

Die großen Sturmfluten

Die großen Sturmfluten von Weihnachten 1717 und vom 25. Februar 1718 brachten neues Unglück und führten zu langanhaltenden Beschädigungen. Am Süderdeicher Außendach und am Mitteldeich kam es zu mehreren breiten Brüchen in dessen Folge es zu Überflutungen der Äcker und Viehweiden kam. Erst gegen 1730 können die Folgeschäden als überwunden angesehen werden und erst 1762 waren die Deiche vollständig wiederhergestellt.

Die Besiedelung

Nach 1730 begann dann die Besiedlung der drei Feldmarken, indem Höfe mit Wohn- und Wirtschaftsstätten sowie kleinere Wohnhäuser errichtet wurden.

Die Ländereien lagen damals nicht direkt an den Höfen, sondern waren weit zerstreut, beispielsweise besaß Claus Thedens Ländereien in allen drei Feldmarken. Dazu kamen noch die Besitzungen der Eigentümer, die um die drei Feldmarken herum wohnten.

Aufgrund der hohen Schulden, die den Eigentümern durch die Sturmfluten entstanden waren, sowie deren Folgekosten im Rahmen des Deichschutzes und auch Missernten, konnten die Bauern die Steuern und Abgaben nicht mehr leisten. In diesem Fall wurden sie von ihrem Hof entfernt und das Kirchspiel übernahm die Gehöfte um sie dann bald wieder zu verkaufen.

Von den vier großen Höfen kamen so 1786 die Höfe von

  • Hans Jürgens, Nachfolger von Kammerrat Vieth;
  • Claus Heinrich
  • Claus Thedens

in den Besitz des Kirchspiels. Claus Thedens verlor seinen Hof und bekam vom Kirchspiel einen kleinen Platz zugewiesen, an dem er einen Schweinestall errichten durfte. Dort starb er 1792 verarmt im Alter von 75 Jahren.

Der Wohlstand

Die kriegerischen Auseinandersetzungen, zu denen es in der Folge der französischen Revolution kam, führten dazu, das die Warenausfuhren aus den neutralen Ländern gefördert wurden. Von 1790 - 1810 kam die Landwirtschaft in Dithmarschen zu Wohlstand, weil die reichen Kornernten zu guten Preisen nachgefragt wurden.

1786 hatte das Kirchspiel Wesselburen aus den Ortschaften Süderdeich, Unterschaar, Hellschen und Heringsand 200 Morgen land übernommen. Hiervon waren dann im Jahr 1792 nur noch 31 Morgen im Besitz des Kirchspiels.

Im Jahr 1800 gab es

  • auf Heringsand 4 Höfe;
  • auf Hellschen 3 Höfe und auf
  • Unterschaar ebenfalls 3 Höfe.

Die Ländereien hatten unterschiedliche Größen zwischen 8 - 63 Morgen.

Eine Volkszählung im Jahr 1803 ergab, dass in den 3 Ortschaften Hellschen, Heringsand und Unterschaar 18 Familien mit 118 Personen wohnten, davon waren 22 Dienstboten. Von den Familienvätern waren 10 Landmann und 8 Arbeiter, die auch kleinere Ländereien besaßen.

Die schlimmen Jahre

1807 setzte der wirtschaftliche Kampf zwischen England und Frankreich ein, in dessen Folge die Kontinentalsperre eingerichtet wurde. Für Dithmarschen hatte dies zur Folge das die hohen Roggenpreise von 1800 erst um die Hälfte und dann immer weiter fielen.

1813 suchten die Kosakeneinheiten des deutschstämmigen Brigadegenerals Tettenborn Dithmarschen heim („Kosakenwinter"), später wurden weitere russische Truppen in den Landschaften einquartiert. Zu Übergriffen kam es dabei kaum, der wirtschaftliche Schaden war durch die Requisitionen und Kontributionen jedoch extrem hoch.

Dänemark führte im gleichen Jahr eine neue Währung ein und verpflichtete die Besitzer von Ländereien und Gebäuden 6 % vom Eigentumswert in barem Silber an die Bank abzuführen. War eine Zahlung nicht möglich, wurde die Schuldsumme mit 6,5 % solange verzinst, bis die Schuld bezahlt war.

1817 wurde der Roggen nicht nachgefragt und 1824 hatte die Besitzungen die Hälfte ihres Wertes gegenüber 1804 verloren. Es kam zu vielen Konkursen, denn kaum jemand hatte in den guten Jahren gespart.

Im Februar 1825 kam es zu einer Sturmflut, die an zahlreichen Stellen die Deiche durchbracht und große Teile Dithmarschens unter Wasser setzte. In den drei aufeinanderfolgenden Jahren 1828, 1829 und 1830 kam es zu großen Mißernten und viele Bauern gaben Haus und Hof auf. Bauern mit Kapital konnten damals die wirtschaftlich schwächeren Bauern aufkaufen.

Thomas Peter Voigt hatte 1786 von seinem Vater einen Hof mit 85 Morgen Land geerbt. 1823 wurde der Hof mit einem Wohngebäude, Stall, Backhaus, großer Hofstätte, großem Garten mit Lusthaus und 51 Morgen Land öffentlich versteigert und Caspar Detlef Hansen aus Reinsbüttel erhielt den Zuschlag.

1824 erklärten die Gebrüder Paul und Peter Paulsen, die aus Hedwigenkoog stammten und auf Unterschaar einen Hof mit 32 Morgen Land besaßen, ihren Konkurs. Während der Versteigerung erwarb die Ehefrau Anna geb. Paulsen des Napoleon Adolph Speder am 02. September 1825 für 2.000 Reichsbanktaler das Gehöft. Mit der Übernahme des Besitzes übernahm sie allerdings auch die seit vier Jahren rückständigen Schulden an landwirtschaftlichen-, Kirchspiel-, Schul- und weitere Kommunalabgaben. Sieben Jahre später ging Frau Speder ebenfalls in den Konkurs und das Land wurde in kleinen Teilen verkauft.

1828 wurde der damalige "Unterschaarhof" des Hans Steen mit 27 Morgen Land für 300 Reichsbanktaler an Claus Hinrich Dirks versteigert, der selbst 1840 ebenfalls nicht mehr zahlungsfähig war und von seinem 109 Morgen großen Besitz den 98 Morgen großen Hof auf Heringsand an Wiardus Albertz Ohling verkaufen musste. Außer den oben genannten mussten noch mehrere kleine Landbesitzer ihre Höfe verlassen.

Es wird wieder besser

1845 fielen die englischen Kornzölle fort, was zur Folge hatte, dass das Korn aus Dithmarschen zu guten Preisen nach England verkauft werden konnte. Ebenso stiegen die Preise für Vieh auf dem englischen Markt. Die wirtschaftliche Situation besserte sich bis in die 60er Jahre hinein.

Die Gemeinde gründet sich

1831 schlossen sich die drei Siedlungen Hellschen Heringsand und Unterschaar zu einer Schulkommune zusammen, die in Hellschen in einem neuen Schulbau eine Schule einrichtete. Die meisten Kinder hatten bis dahin die Schule in Süderdeich und einige wenige in Norddeich besucht.

1846 schlossen sich die drei Siedlungen dann zu einer Gemeinde zusammen, die von zwei Bauernschaftsvorstehern ("Zweimänner") geleitet und vertreten wurde. Die Bauernschaft bestand aus Vollbauern.

Die neue Gemeinde bestand aus 12 Höfen, die ein eigenes Wohnhaus hatten und so viel Land besaßen, das sie darauf einige Kühe halten konnten. Weiter gab es noch Bauern mit einem eigenen Wohnhaus, die auf den Höfen arbeiteten. Dies waren sogenannte Kätner, die auch an andere Bauern vermieteten. Auf den größten Höfen wohnten in kleine Katen, die wenig oder gar keine Miete zahlten, dafür aber auf den Höfen gemeinsam mit ihrer Familie als Tagelöhner arbeiteten, dies waren die sogenannten Insten.

1848 kam es zu Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark. Junge Männer der Gemeinde wurden als Landessoldaten eingezogen und kehrten alle nach Beendigung des Krieges wieder zurück. Seit dieser Zeit wurde eine 29köpfige Sicherheitswache aufgestellt, die sich mit einer weißen Binde kennzeichnete. Deren Führer war Hinrich August Frahm, ein Hofbesitzer aus Heringsand. Die überwiegende Aufgabe der Sicherheitswache war es, Wachposten zu stellen, die eine Signallinie entlang der Küste des Kirchspiels bildete, um zu benachrichtigen, wenn eventuell ein Feind anlanden sollte.

Johann Friedrich Westhoff ließ sich als erster Schmied 1854 in Hellschen nieder. Sein Nachfolge wurde 1856 Peter Paulus Jensen aus Norddeich; der das Schmiedhandwerk aber nach einigen Jahren aufgab und eine Gastwirtschaft im gleichen Haus bis 1888 betrieb. Von 1862 - 1872 war dann August Friedrich Gottlieb Pagels als Schmied in der Gemeinde tätig.

Die Gemeinde wächst

In der Zeit von 1845 - 1860 wurden in Hellschen und Heringsand 17 Häuser neu gebaut, darunter 3 Wohn- und Wirtschaftsgebäude für neu gegründete kleinere Höfe. Überwiegend erfolgte der Zuzug von außerhalb, das führte zu einer erheblichen Steigerung der Einwohnerzahl. Am 01. 'Februar 1860 ergab eine Volkszählung, daß in der Gemeinde 45 Familien lebten und die Einwohnerzahl 251 Personen betrug. Das waren die bis heute höchsten Einwohnerzahlen.

In den 1860er Jahre kam es zu einer Auswanderung nach Amerika, die bis in die 1890er Jahre andauerte. Nach dem ersten Weltkrieg wanderten dann noch einmal 1924 / 25 einige junge Leute der Gemeinde nach Amerika aus.

1870 wurde durch den Großindustriellen Charles de Voss aus Itzehoe eine Zuckerfabrik bei Wesselburen erbaut. Weil das Unternehmen für den Anbau von Zuckerrüben viel Land brauchte, wurden daher Grundstücke und ganze Bauernhöfe aufgekauft; in der Gemeinde wurden der große Hof von Johannes Meister in Unterschaar und der Hof von Peter Hinrich Brandt in Hellschen aufgekauft.

Die Wege entstehen

Aufgrund der mangehalften Verbindungswege im Kirchspiel Wesselburen konnten in der schlechten Jahreszeit die Kinder mit weiten Schulwegen nicht zu Schule gehen. 1858 stimmte die Kirchspielvertretung dem Antrag der Wegekommission zu, eine Klinkerbahn von Wesselburen bis zur Grenze nach Neuenkirchen zu bauen. Die daraufhin in Bau genommene Nebenlandstrasse Wesselburen / Tiebensee wurfe 1860 fertig gestellt.

In den folgenden Jahren wurden für die Gemeinde Hellschen-Heringsand-Unterschaar auf Drängen der Zuckerfabrik nachfolgende wichtige Strassen gebaut:

  • die Chaussee Wesselburen-Süderdeich-Reinsbüttel; sie wurde in den Jahren 1871/72 bis Süderdeich gebaut und 1873 nach Reinsbüttel weitergeführt;
  • die Chaussee Wesselburen-Norddeich-Hillgroven; ihr Bau wurde am 28.06.1870 beschlossen - sie war 1876 fertig;
  • die von der Chaussee Süderdeich-Reinsbüttel abzweigende Klinker-Chaussee bis zur Gastwirtschaft "zur blauen Taube" ( danach Albrecht) in Unterschaar - ihr Bau wurde 1874 beschlossen und 1881/82 ausgeführt;
  • die Chausse Norddeich-Heringsand bis zum Anfang der Heringsander Feldmark; sie wurde 1896 von der Firma Kasperson & Co. in Kellinghusen gebaut; die Kosten betrugen 37.000,- Mark, wovon das Kirchspiel 40% übernahm. Im Jahre 1909 wurde die Chaussee bis zum Außendeich verlängert;
  • die Chaussee Süderdeich-Hellschen bis zur Gastwirtschaft "Zu den drei Deichen" (danach Kruse); sie wurde 1911 gebaut und 1912 bis zum Nagels-Hof verlängert.

Die Zuckerfabrik benötigte zwecks besserer Anfuhr der Zuckerrüben zur Fabrik feste Landstrassen nach Wsselburen und den umliegenden Ortschaften. Hierzu beteiligte sie sich auch an den Baukosten bei der Erstellung der Strassen.

Der 1. Weltkrieg

Im Anfang des 20. Jahrhunderts zogen die Kornpreise wieder an und es wurden wieder bessere Zeiten für die Landwirtschaft. Hierdurch stiegen auch die Preise für Grund und Boden. Nun begann auch die Zeit des Kohlanbaus und die Bauern bezogen gute Gewinne.

Am 01. August brach der 1. Weltkrieg aus und bereits in den ersten Tagen der Mobilmachung wurden junge Leute aus der Gemeinde einberufen. Die Gemeinde musste auch in den folgenden Jahren noch Männer verschiedenen Alters stellen. Es waren dann so viele, dass sich das Fehlen so vieler männlichen Kräfte auch im wirtschaftlichen Leben auswirkte. Als Ersatz wurden dann französische, belgische und russische Kriegsgefangene als Arbeitskräfte eingesetzt. Weil die Unterstützung durch die Kriegsgefangenen zufriedenstellen war, konnte der landwirtschaftliche Betrieb fortgesetzt werden.

Von den vielen Männern, die in den Krieg zogen, kehrten neun, aufgrund tödlicher Wundung oder weil sie gefallen sind, nicht mehr zurück. In Hellschen sind ihre Namen auf dem errichteten Kriegerdenkmal eingemeisselt. Es handelt sich dabei um:

  • Willi Meyer, Hellschen, gefallen in Mollin am 25.04.1915,
  • Claus Meyer, Hellschen, gefallen in Wolhysen am 02.10.1915
  • Gustav Kohlmorgen, Heringsand, gefallen bei Tirlemont am 18.08.1914
  • Carl Jacobs, Hellschen, gefallen an der Somme am 10.10.1916
  • August Wittmaack, Heringsand, gefallen in Henelictard am 22.09.1917
  • Otto Hinrichs, Heringsand, gestorben in Bonn 24.10.1917
  • Rudolf Jankowsky, Heringsand, gefallen in Lomearzyde am 12.09.1918
  • Heinrich Kröger, Hellschen, gestorben in Carlesville am 18.06.1918
  • Wilhelm Ott, Unterschaar, gestorben am 07.03.1916 in Flensburg.

Die Folgen des 1. Weltkriegs

1916 setzte die Geldinflation ein und steigerte sich in immer kürzeren Zeitabständen, so dass man 1923 erst in Millionen, dann in Milliarden und zuletzt in Billionen rechnete. Durch die Einführung der Rentenmark im Herbst 1923 wurde die Inflation beendet.

Vorausschauende Bauern in der Gemeinde, gaben die Einnahmen aus dem Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten oder Vieh sogleich wieder für den Ankauf von Kunstdünger, landwirtschaftlichen Maschinen, Autos und auch für Klaviere aus. Die Klaviere dienten nicht zum eigenen Gebrauch, sondern wurden später wieder verkauft.

In den Jahren von 1924 – 1933 verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation, weil zu den Schulden aus der Inflationszeit nun noch ungünstige Ernten eintragen und die Viehpreise nach 1930 stark sanken.

Um einen Kredit zu erhalten wurden „Roggenpfandbriefe“ als Schuld auf den Hof eingetragen,. Nach Ausgabe der Pfandbriefe stiegen diese im Kurs und der Bauer, der seine eingetragene Schuldsumme löschen lassen wollte, musste den Wert über den Nennwert der Pfandbriefe zusätzlich zahlen, so dass ein neuer Verlust eintrat. Das hatte zur Folge, das nicht genügend Geldmittel zur Verfügung standen, um die Wirtschaft instand zu halten oder die Handwerker und Arbeiter zu bezahlen. Außerdem konnten die Zins-, Steuer- und Abgaben-Verpflichtungen nicht mehr rechtzeitig nachgekommen werden. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage kam es immer öfter zur Kundgebungen und Protestversammlungen.

Nationalsozialismus

Als 1933 der Nationalsozialismus an die Macht kam, besserte sich die wirtschaftliche Lage und die Arbeitslosigkeit nahm wieder ab.

Am 01. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Wesselburen aufgelöst und alle Dorfschaften, -gemeinden und Bauerschaften wurden in selbständige Gemeinden umgewandelt, so entstand die heutige Gemeinde Hellschen-Heringsand-Unterschaar.

Der Kreis Norder-Dithmarschen hatte sich inzwischen zu einer Hochburg für den Nationalsozialismus entwickelt und auch in der Gemeinde Hellschen-Heringsande-Unterschaar waren die waren die Nationalsozialisten zahlreich vertreten. Bis 1935 kam es nicht nur zwischen ihnen und den Kommunisten zu blutigen Schlägereien, sondern auch Bürger, die der NSDAP nicht beitreten wollten, wurden die Fenster eingeworfen und in einigen Fällen kam es zu unberechtigten Verhaftungen. Erst ab 1935 wurde die Situation wieder besser.

Nachdem am 01. September 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, forderte auch dieser Krieg seine Opfer aus der Gemeinde:

  • Gefreiter Friedrich Grundmann, Hellschen, gefallen am 23.07.1941 bei Franzuskaja Ukraine,
  • Schütze Johannes Zeiske, Hellschen, gestorben am 24.01.1942 in Marne,
  • Schütze Claus Friedrichs, Hellschen, gestorben am 20.09.1942 im Feldlazarett bei Woronesch
  • Schütze Ferdinand Friedrichs, Hellschen, gestorben am 20.03.1943 in Lübeck,
  • Obergefreiter Erich Albrecht, Unterschaar, gefallen am 14.07.1943 bei Orel,
  • Grenadier Karl-Heinz Schulz, Hellschen, gefallen am 25.07.1943 am Kuban-Brückenkopf,
  • Obergefreiter Hermann Schröder, Hellschen, gefallen am 31.08.1943 bei Rositten
  • Obergefreiter Hans Thun, Heringsand, gefallen am 16.09.1943 bei Mocrik,
  • Matrose Karl Jacobs, Hellschen, verunglückt am 27.10.1943 bei Stralsund
  • Gefreiter August Wittmaack, Heringsand, gefallen am 07.02.1944 bei Brody,
  • Obergefreiter Reimer Hansen, Hellschen, gestorben am 22.10.1944 in der Westeifel,
  • Obergefreiter Hermann Voigt, Unterschaar, gestorben am 08.12.1944 im Lazarett Soldau,
  • Soldat Hans Nagel, Heringsand, gefallen am 18.04.1945 in Lahr(Baden).
  • Obergefreiter Friedrich Hinrichs, Heringsand, 1945 gestorben in russischer Gefangenschaft,
  • Obergefreiter Hans Peters, Heringsand, gestorben in russischer Gefangenschaft,
  • Unteroffizier Claus Thun, Hellschen, gefallen am 06.03.1945 in Ungarn,
  • Soldat Paul Thode, Hellschen, Hellschen, gefallen,
  • Obergefreiter Georg Schröder, Hellschen, gestorben am 31.12.1945 in russischer Gefangenschaft,
  • Johannes Kühl, Unterschaar,
  • Johannes Schuldt, Unterschaar, gestorben am 03.03.1945 im Lazarett in Lauban.

Wie bereits im 1. Weltkrieg machte sich das Fehlen der Männer im Wirtschaftsleben negativ bemerkbar. Die zugewiesenen französischen, belgischen und russischen Kriegsgefangenen, sowie die männlichen und weiblichen polnischen Arbeitskräfte reichten jedoch nicht aus, um einen gut geordneten Wirtschaftsbetrieb fortführen zu können.

1942 flohen die ersten aus den bombardierten Städten und suchten eine Bleibe bei Verwandten oder Bekannten auf dem Land. Auf diesen folgten die Ausgebombten und Evakuierten. In den Jahren von 1944 – 1947 kam noch die Flüchtlinge aus dem Osten dazu.

Nach dem 2. Weltkrieg

Nach einer Zählung v. 19./20. Oktober 1946 hielten sich neben den 212 Einheimische noch 201 Flüchtlinge in der Gemeinde auf. Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Unterbringung so vieler Personen, mussten sich einige mit einer kaum noch menschenwürdigen Unterkunft begnügen. Durch die Enge kam es immer häufiger zu Unfireden und Zusammenstößen.

In der Zeit von Mai 1945 – September 1945 wurde der Kreis Norder-Dithmarschen zur Sperrzone erklärt, in der viele deutsche , aber auch ungarische und lettische Kriegsgefangene interniert wurden. Die Gemeinde Hellschen-Heringsand-Unterschaar musste in dieser Zeit 3.000 englische Soldaten aufnehmen, dazu wurden die Flüchtlinge der Gemeinde in anderen Orten des Kreises untergebracht.


Weblinks


Karten


Städte und Gemeinden im Kreis Dithmarschen

Albersdorf ; Arkebek ; Averlak ; Bargenstedt ; Barkenholm ; Barlt ; Bergewöhrden ; Brickeln ; Brunsbüttel ; Buchholz ; Büsum ; Büsumer Deichhausen ; Bunsoh ; Burg ; Busenwurth ; Dellstedt ; Delve ; Diekhusen-Fahrstedt ; Dingen ; Dörpling ; Eddelak ; Eggstedt ; Elpersbüttel ; Epenwöhrden ; Fedderingen ; Frestedt ; Friedrichsgabekoog ; Friedrichskoog ; Gaushorn ; Glüsing ; Großenrade ; Groven ; Gudendorf ; Hedwigenkoog ; Heide ; Hellschen-Heringsand-Unterschaar ; Helse ; Hemme ; Hemmingstedt ; Hennstedt ; Hillgroven ; Hochdonn ; Hövede ; Hollingstedt ; Immenstedt ; Kaiser-Wilhelm-Koog ; Karolinenkoog ; Kleve ; Krempel ; Kronprinzenkoog ; Krumstedt ; Kuden ; Lehe ; Lieth ; Linden ; Lohe-Rickelshof ; Lunden ; Marne ; Marnerdeich ; Meldorf ; Neuenkirchen ; Neufeld ; Neufelderkoog ; Nindorf ; Norddeich ; Norderheistedt ; Nordermeldorf ; Norderwöhrden ; Nordhastedt ; Odderade ; Oesterdeichstrich ; Oesterwurth ; Offenbüttel ; Osterrade ; Ostrohe ; Pahlen ; Quickborn ; Ramhusen ; Rehm-Flehde-Bargen ; Reinsbüttel ; Sankt Annen ; Sankt Michaelisdonn ; Sarzbüttel ; Schafstedt ; Schalkholz ; Schlichting ; Schmedeswurth ; Schrum ; Schülp ; Stelle-Wittenwurth ; Strübbel ; Süderdeich ; Süderdorf ; Süderhastedt ; Süderheistedt ; Tellingstedt ; Tensbüttel-Röst ; Tielenhemme ; Trennewurth ; Volsemenhusen ; Wallen ; Warwerort ; Weddingstedt ; Welmbüttel ; Wennbüttel ; Wesselburen ; Wesselburener Deichhausen ; Wesselburenerkoog ; Wesseln ; Westerborstel ; Westerdeichstrich ; Wiemerstedt ; Windbergen ; Wöhrden ; Wolmersdorf ; Wrohm


Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …