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Hedwigenkoog

Aus Dithmarschen-Wiki

Hedwigenkoog ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 0 m ü. NHN
  • Fläche: 16,36 km²
  • Wie viele Einwohner hat Hedwigenkoog?
Hedwigenkoog hat 215 Einwohner. (Stand: 31. Dezember 2018)

Bevölkerungsstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 248
2001 259
2002 271
2003 269
2004 260
2005 270
2006 280
2007 271
2008 282
2009 274
2010 274
2011 247
2012 238
2013 236
2014 236
2015 212
2016 211
2017 216
2018 215
  • Postleitzahl (PLZ): 25761
  • Vorwahl: 04834 und 04833
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Klaus Nicolay (UBH)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Hedwigenkoog

  • Gemeindeschlüssel: 01051043
  • Regionalschlüssel: 010515178043

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: 210
  • Grundsteuer B: 210
  • Gewerbesteuer: 380
  • Breitengrad: 54,177985° N
  • Längengrad: 8,840953° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:35:22

Wappen

Wappen von Hedwigenkoog
  • Wappengenehmigung/ -annahme: 13.07.1938
  • Entwurfsautoren: Cloß, Gustav Adolf, Berlin; Leissner, Lothar, Itzehoe
  • Wappenfiguren:
* Aal (Fisch)
* Schwan

Wappenbeschreibung

In Rot auf grünem Hügel ein kampfbereiter, schwarz bewehrter silberner Schwan, einen golden bekrönten silbernen Aal im Schnabel haltend.

Historische Begründung

Die Eindeichung des Hedwigenkoogs erfolgte im Jahre 1696. Mit der Verleihung eines eigenen Rechts (Octroi) durch Herzog Friedrich IV. von Schleswig-Holstein-Gottorf erhielt der neue Koog ein eigenes Siegel. Der Koog wurde nach seiner Fertigstellung nach der Gemahlin des Herzogs, Hedwig Sophie, benannt. Das Siegel zeigte ursprünglich wohl einen Storch, der eine Schlange im Schnabel hält. Dieses Bildmotiv ist aus der Emblematik bekannt und drückt die Mahnung aus, daß die Vernunft (Storch) die Leidenschaften (Schlange) im Zaum halten soll. Mit der Zeit wurde aus dem Storch jedoch ein Schwan und aus der Schlange ein Aal. Das stolze, durch den unablässigen Kampf mit der Naturgewalt des Meeres konfliktbereit gewordene Naturell der Koogseingesessenen könnte diese Wandlung des Wappentieres zu einem kämpferischen bewirkt haben. Dabei ging der moralische Sinngehalt des Emblems verloren.

Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Wetter in Hedwigenkoog

Wetter aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geografie

Wo liegt Hedwigenkoog?

Hedwigenkoog befindet sich im Westen Dithmarschens. Es liegt direkt an der Nordsee, sieben Kilometer nördlich von Büsum. Bestimmend für das Landschaftsbild sind die grünen Weiden, die ausgedehnten Felder und die langen Deiche.


Gemeindegliederung

Die Gemeinde hat einzelne Ortsteile:

  • Hedwigenkoog (Gemeindehauptort)
  • Hirtenstall (Westerkoog, an der Küste)
  • Majorshof (Einödhof im Süden des Gemeindegebiets, nähe Westerdeichstrich)
  • Nach Auffassung des Nationalparkamtes Schleswig-Holstein gehören die Hochsände Blauort und Tertius ebenfalls zum Gebiet der Gemeinde Hedwigenkoog. Die Landesregierung Schleswig-Holsteins soll diese These des Nationalparkamtes aber noch nicht offiziell bestätigt und festgeschrieben haben.

Angrenzende Gemeinden


Angemessene Miete in Hedwigenkoog

Die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) beträgt für

1 Person 330.50 €
2 Personen 412,80 €
3 Personen 474,00 €
4 Personen 542,30 €
5 Personen 559,55 €
jede weitere Person 58,90 €

Stand: 2019

Quelle


Vereine und Organisationen

  • Freiwillige Feuerwehr
  • Reservistenkameradschaft Hedwigenkoog

Geschichte

1695 erhielten Johann Ludwig von Pincier (ab 1698: Johann Ludwig Pincier, Freiherr von Königstein) vom Herzog Friedrich IV. eine Generaloctroy (= es wurden gewisse Rechte bewilligt).

Gemeinsam mit Magnus von Wedderkop und Jacob Andreas Graba veranlasste Johann Ludwig von Pincier, das 1696 in Norderdithmarschen ein Koog eingedeicht wurde, so entstand der Hedwigenkoog, der nach der Gemahlin des Herzogs benannt wurde.

Bei der Verleihung einer Spezialoctroy nach der Eindeichung 1696 wurden den Interessenten bedeutende Freiheiten eingeräumt, u. a. der Gebrauch des Eiderstedter Landrechts, das auf dem Dithmarscher Landrecht von 1567 aufbaute. Die Privilegien der Einwohner vom 17. August 1696 waren:

  • a) das Vorland gehört ihnen;
  • b) nach Ablauf von 18 Freijahren musste für jeden Demat (= eine bestimmte Ackergröße) jährlich 1/2 Reichstaler gezahlt werden, alle weiteren Verpflichtungen entfielen;
  • c) Sie haben das Recht, ihr Eigentum zu verkaufen und ohne 10%igen Abzug nach jedem beliebigen Ort zu ziehen;
  • d) sie haben das Recht eine eigene Administration der Polizei und der Justiz einzurichten; bei Streitigkeiten über 400 Taler durften sie aber das Obergericht anrufen;
  • e) freie Jagd und Fischerei innerhalb und außerhalb des Deiches;
  • f) die Gewerbefreiheit;
  • g) sie durften sich zu einer nahe gelegenen Kirche halten, bis sie sich selbst eine bauten.

Der Koog erlitt in den Jahren 1717 (Weihnachten), 1721, 1759 und 1825 schwere Sturmfluten mit beträchlichen Schäden. Nur bei der Sturmflut Weihnachten 1717 kamen 37 Menschen um's Leben und es wurde ein Schaden an Gebäuden, Vieh und Getreide in Höhe von 50.000 Reichstaler verursacht. die Herstellung des Deiches und der Felder nicht eingerechnet.

Die Beschädigungen des Seedeiches waren so umfangreich, dass die Interessenten anfangs keine mehr vornehmen wollten. Der Amtsverwalter Graba hatte dann allerdings den Mut, die Aufsicht über die Wiederbedeichung zu übernehmen und wurde hierin von den Räten Christian Siegfried von Plessen und Magnus von Wedderkop und dessen Söhnen unterstützt. Die Herstellung des Seedeiches kostete 1718 ca. 30.000 Reichstaler, 1721 ca. 21.000 Reichstaler und 1756 ca. 23.000 Reichstaler.

Die Sturmflut 1825 brachte dann erneute schwere Beschädigungen an dem Seedeich und den Feldern.

1845 lebten in Hedwigenkoog 327 Einwohner und es gab eine Schule mit 40 Kindern, weiterhin wurde noch eine große achteckige Windmühle betrieben und es gab jeweils einen Krüger, Höker und Schmied.

Die Watten vor dem Deich führten 1845 besondere Namen:

  • Hedwigenkoogs-Hinnerk
  • Isern-Hinnerk
  • Blauort
  • Kleinblauort

Persönlichkeiten

  • Ewald, Egmont Constantin (* 16.02.1828 in Hedwigenkoog; + 1908), Feldzug 1848, Brauereibesitzer in Waren (Mecklenburg)
  • Grabe, G. W. (* in Hedwigenkoog), Landmann daselbst
  • Merkens, H. S. (* in Hedwigenkoog; + 1808)
  • Merkens, Joh. (* 28.08.1861 in Hedwigenkoog), Amtsrichter in Sonderburg, Landrichter in Kiel, Oberlandesgerichtsrat in Köln
  • Merkens, Wilh. (* 8.11.1869 in Hedwigenkoog), Dr. med. Arzt in Oldenburg (Grossherzogtum)
  • Paulsen, J. C. (* in Hedwigenkoog), 1813 Pastor in Meldorf
  • Peters, Friedr. (* 20.02.1867 in Hedwigenkoog), Pastor in Krempe
  • Peters, Herm. (* 22.01.1873 in Hedwigenkoog), Rechtsanwalt in Kiel

Politik

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft UBH seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die Wählergemeinschaft WGH vier Sitze.


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • UBH 56,2% (5 Sitze)
  • WGH 43,8% (4 Sitze)

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Hedwigenkoog ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Wirtschaft und Tourismus

Die Gemeinde wird von Landwirtschaft und Windenergieanlagen geprägt, setzt in den letzten Jahren aber verstärkt auf Tourismus, insbesondere Ferien auf dem Bauernhof. Auf dem Gemeindegebiet liegt eine Badestelle und eine Boßelstrecke. Quelle: Wikipedia


Infrastruktur

Hedwigenkoog hat im benachbarten Büsum ein Versorgungszentrum, in dem sich Schulen, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten befinden. Hedwigenkoog hat einen Naturkindergarten, der von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird.

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 7 555
1998 4 509
1999 9 327
2000 9 547
2001 4 187
2002 3 555
2003 2 95
2004 2 188
2005 4 259
2006 2 10
2007 14 240
2008 3 271
2009 10 1.054
2010 4 233
2011 5 226
2012 5 362
2013 3 407
2014 5 331
2015 7 755
2016 8 1.109
2017 4 344
2018 2 305

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018


Luftwaffenkoog

Die Bedeichung des Luftwaffenkoogs 1939/40 Die Winterbedeichung von 1939 wurde nicht durch den preußischen Staat, sondern durch eine militärische Planung ausgelöst. In Zeichnungen werden Besonderheiten beschrieben, die ausschließlich zweckbestimmt waren und bei einem Deichbau mit dem Ziel der Landgewinnung nicht üblich sind:

Parallel zum Deich verläuft eine befestigte Straße, von der drei Rampenpaare auf die Deichkrone und umgekehrt von hier wieder auf die Straße führen. Zwischen den Rampen beträgt die Kronenbreite, statt wie üblich 2,50m, 15 m. Diese für schweren Verkehr befestigten Kronen waren die Abschussbasen( Schiessplätze) für die Geschütze . Bei den Übungen wurde in Richtung Nordsee auf ein am vorüberfliegenden Flugzeug mit ausreichendem Abstand angehängtes Ziel (Luftsack) scharf geschossen. Die Verkehrsanbindung dieser militärischen Anlage erfolgte an der Straße aus ( zunächst) Betonblocksteinen, durch eine Doppelstöpe im alten Seedeich und schließlich durch eine neu angelegte Betonstrasse an das Verkehrsnetz des Hedwigenkooges.

Das im Hedwigenkoog selbst erbaute Barackenlager diente als Truppenunterkunft und unterstrich den rein militärischen Charakter des Unternehmens. Dem Zweck entsprechend wurde der neue Koog als "Luftwaffenkoog" bezeichnet, später aber zum Hedwigenwasserkoog umbenannt. Außerhalb des neuen Kooges entstand der sogenannte "kleine Schießplatz" in einer Ausbuchtung des Hedwigensommerkooges.

" Bald schwirrte hier der Übungsflieger und das schiessen der Artillerie begann. Auch Nachtübungen fanden statt, mit dem großartigen Spiel der Scheinwerfer und der Leuchtspurmunition. Anfangs war es der Bevölkerung der ganzen Gegend etwas Neues; die Autos kamen von Wesselburen und Büsum in endloser Kette gefahren und brachten Leute an den Deich, die das Schauspiel sehen wollten."

Diese Anlage war wohl der Grund, warum englische Flieger, die vermehrt über Dithmarschen nach Deutschland einflogen, um Kiel und Hamburg zu bombardieren, ihre Bombenlast oft auch über dem Hedwigenkoog abluden. Quelle: "Hedwigenkoog. Geschichte eines 300jährigen Koogs"


Polizeiliche Lagemeldungen


Weblinks


Karten


Städte und Gemeinden im Kreis Dithmarschen

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