Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Olde, Hans

(Weitergeleitet von Hans Olde)

Hans Olde war ein deutscher Maler. Von ihm stammen einige der großartigsten Darstellungen der Schlacht bei Hemmingstedt. 3 Der Tod des Junker Slenz.JPG Gemälde: Der Tod des Junker Slenz



Inhaltsverzeichnis

Biographie

Hans Olde (* 27. April 1855, Süderau, bei Wilster; † 25. Oktober 1917], Kassel), auch Johannes Wilhelm Olde, war ein deutscher Maler.

Er gehörte mit dem befreundeten Bildhauer Adolf Brütt (1855-1939) zu den Gründungsmitgliedern der Münchner Sezession.


Olde führte seit 1902 die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule Weimar|im Zusammenwirken mit Brütt (Weimarer Bildhauerschule) und Henry van de Velde (Kunstgewerbeschule) in einem der Sezessionsbewegung verbundenen Konzept weiter (Deutscher Künstlerbund) und etablierte sie als Hochschule. Er stand in engem Kontakt mit Alfred Lichtwark in Hamburg. 1911 wurde Olde Direktor der Königlichen Kunstakademie Kassel. Olde legte damit die Grundlage für die Weiterentwicklung dieser beiden Hochschulen zu den heutigen Universitäten.

Sein Sohn, Hans Olde der Jüngere wurde ebenfalls Maler. Quelle: Wikipedia

Klaus Groth-Skizze

Hans Olde der Ältere (genau: Johannes Wilhelm Olde) wurde 1855 noch in Süderau/Wilster Marsch in Holstein geboren. Hans Olde, d.Ä., kam als 13jähriger nach Seekamp, machte sein Abitur am Kieler Realgymnasium und absolvierte Lehrzeit und Tätigkeit in der Landwirtschaft. Von 1879 bis 1884 studierte er an der Kunstakademie in München und - nach Studienaufenthalten in Oberitalien und auf Fanø 1886 - auf einer bedeutenden Privatakademie in Paris. Nach weiteren Studienaufenthalten in München und Paris siedelte er (wieder) über nach Seekamp, wo im Wriedtschen Altenteiler-Haus im Atelier viele seiner berühmten Gemälde, aber auch Zeichnungen, Radierungen u.a. entstanden. 1902 wurde er Professor an der Großherzoglich Sächsischen Kunstschule zu Weimar und 1911 an die Königliche Kunstakademie nach Kassel berufen, wo er 1917 starb. Wie wenig die Arbeit und das Leben in Weimar und wohl auch Kassel Oldes wahren Neigungen entsprachen, zeigt ein Zitat aus einem privaten Schreiben, in dem er von „Sehnsüchten an ein ruhiges Arbeiten auf Seekamp" spricht, wo er seine „besten Sachen gemacht habe". Aber auch die Zeit in Kassel sollte, wenn auch anders als die Zeit auf Seekamp, eine fruchtbare Schaffensperiode Oldes, allerdings seine letzte, sein. Schon zu Lebzeiten, mit 55 Jahren, zählte er zu den führenden Vertretern der Malerei unter freiem Licht, wie sie vor allem in Frankreich z.B. durch Claude Monet oder Vincent van Gogh, propagiert wurde.

Olde war also ein weit über die Grenzen unseres Landes bedeutender und bekannter Maler. Doch muß immer wieder betont werden, daß seine glücklichste und sehr fruchtbare Schaffensperiode die auf Seekamp war. Interessant ist hier anzumerken, daß Hans Olde bereits ein Hilfsmittel nutzte, welches unter Malern einerseits streng verpönt, aber andererseits immer wieder verwendet wurde, wenn auch nicht selten im Geheimen: die Photographie. Von einigen seiner Gemälde gibt es interessante und künstlerisch nicht unbedeutende Photostudien, wie zum Beispiel zum Gemälde „Kühe". Eine ganze Reihe Oldescher Lichtbilder gibt uns einen guten Einblick in das Leben auf dem Hof vor rund 100 Jahren. Eine Aufnahme mit Selbstauslöser zeigt Hans Olde bei der Arbeit am Bild des Dichters Liliencron zusammen mit diesem. Auf Seekamp entstand auch ein Bild, dessen Geschichte den Bogen zum heutigen Schilkseer und Seekamper Kulturleben schlägt: das in der Hamburger Kunsthalle befindliche, aber i.a. leider nicht ausgestellte Gemälde des greisen Klaus Groth. Dieses Bild entstand unmittelbar vor Klaus Groths Tode und ging zurück auf Porträt-Aufträge für die Zeitschrift „Pan". Berühmt ist auch sein Bild von der Erhebung Schleswig-Holsteins: Proklamation der Provisorischen Regierung vor dem alten Rathaus zu Kiel (1848)


Schleswig-Holsteinische Kunstgenossenschaft

Hans Olde gründete zusammen mit den Künstlerkollegen Georg Burmester (1864-1936), Julius Fürst (1861-1938) und Fritz Stoltenberg (1855-1921) im Jahre 1894 die Schleswig-Holsteinische Kunstgenossenschaft, dessen Vorsitz Fritz Stoltenberg bis 1900 wahr nahm. Auf dessen Initiative entstand auch 1896 das Buch ‚„Schleswig-Holstein meerumschlungen in Wort und Bild“ als umfassende Darstellung der Kultur des Landes mit zahlreichen Abbildungen. Mit diesem Werk, das zahlreiche Werke der zuvor genannten Künstler der Kunstgenossenschaft enthält, verschaffte Stoltenberg sich und seinen Kollegen lukrative Aufträge, und schaffte zugleich ein historisches Zeugnis der Zeit des Wilhelminismus in Schleswig Holstein.

Literatur

  • Gabriele Bremer, Heinz Spielmann: Hans Olde und die Freilichtmalerei in Norddeutschland. Bestandskatalog des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums Kloster Cismar. Schleswig 1991.
  • Hildegard Gantner-Schlee: Hans Olde : 1855-1917. Leben und Werk. Dissertation, Tübingen 1970.

Links


Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …