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Glüsing, Hermann

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Hermann Glüsing (* 27. Oktober 1908 in Wrohm; † 25. September 1981 ebenda) war ein dithmarscher Landwirt und Politiker der CDU.


Inhaltsverzeichnis

Biographie

Hermann Glüsing besuchte die Oberrealschule und wurde 1937, nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung, selbständiger Landwirt.

Von 1940 - 1945 nahm er als Soldat am zweiten Weltkrieg teil und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Er wurde nach dem Krieg zum Kreisbauernvorsteher im Kreis Norderdithmarschen ernannt.


Politik

1926 trat Hermann Glüsing dem "Jungstahlhelm" bei, einer Untergliederung des "Stahlhelm - Bund der Frontsoldaten". Dieses war ein Wehrverband zur Zeit des Weimarer Reiches.

Am 01. September 1928 wurde er Mitglied (Mitglieds-Nr. 28921) in der NSDAP, hiermit verbunden war auch gleichzeitig die Mitgliedschaft in der SA.

Hermann Glüsing war ein überzeugter zwanzigjähriger SA-Mann, der jedoch die NSDAP in den folgenden Jahren immer kritischer betrachtete. 1933 kam es dann zum Ausschluss aus der NSDAP und allen ihren Unter-Organisationen.

1945 wurde Hermann Glüsing CDU-Mitglied.

Er war der Begründer der "Wrohmer Runde". So kamen bei gutem Essen und einem "Köm" damals teilweise hochkarätige Politiker auf dem Bauernhof von Hermann Glüsing in Wrohm zu einem Gedankenaustausch zusammen, u. a. waren hierbei auch die Altkanzler Ludwig Erhard, Kurt-Georg Kiesinger und Konrad Adenauer.

Anlässlich des hundertsten Geburtstages von Hermann Glüsing lud der CDU-Bezirksvorsitzende Joachim Ebert zu einer "Wrohmer Runde" nach Lexfähre ehemalige Weggefährten und Politiker ein, um dort bei Dithmarscher Mehlbeutel zu gedenken.


Abgeordneter

Von 1949 - 1972 zog er stets als direkt gewählter Abgeordneter seines Wahlkreises in den Deutschen Bundestag ein. Aufgrund seiner Tätigkeit in der damaligen Hauptstadt erhielt er einen darauf gemünzten Spitznamen (Hermann "Bonn" Glüsing).


Öffentliche Ämter

Von 16. November 1948 - 13. April 1950 war Hermann Glüsing Landrat des damaligen Kreises Norderdithmarschen.

Vom 14. April 1950 - 25. April 1970 war er Kreispräsident des Kreises Norderdithmarschen.

Vom 11. Mai 1970 - 25. September 1981 war er Kreispräsident des Kreises Dithmarschen.


Publikationen

  • Hermann Glüsing: Dor warr ik mi um kümmern, mit einem Vorwort von Gerhard Stoltenberg, Heide, 1976
  • Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949 - 2002, Band 1: A - M. Saur, München 2002, ISBN: 3-598-23781-2, S. 266

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