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Friedrichskoog

Aus Dithmarschen-Wiki

Friedrichskoog ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Kutterragatta im Hafen

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 2 m ü. NHN
  • Fläche: 53,35 km²
  • Wie viele Einwohner hat Friedrichskoog?
Friedrichskoog hat 2.574 Einwohner. (Stand: 31. Dezember 2018)
Bevölkerungsstand in Friedrichskoog:
* 03.12.1867: 1.212
* 01.12.1880: 1.347
* 01.12.1890: 1.381
* 01.12.1900: 1.432
* 01.12.1910: 1.458
* 08.10.1919: 1.648
* 17.05.1939: 2.481
* 13.09.1950: 4.336
* 06.06.1961: 2.938
* 27.05.1970: 2.872

Bevölkerungsstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 2.406
2001 2.440
2002 2.457
2003 2.447
2004 2.515
2005 2.511
2006 2.489
2007 2.469
2008 2.483
2009 2.450
2010 2.452
2011 2.492
2012 2.457
2013 2.475
2014 2.502
2015 2.565
2016 2.541
2017 2.570
2018 2.574
  • Postleitzahl (PLZ): 25718
  • Vorwahlen: 04854, 04856
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Bernd Thaden (SPD)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Friedrichskoog

  • Gemeindeschlüssel: 01051034
  • Regionalschlüssel: 010515166034

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: 370
  • Grundsteuer B: 390
  • Gewerbesteuer: 380
  • Breitengrad: 54,013926° N
  • Längengrad: 8,89741° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:35:35

Wetter in Friedrichskoog

Luftbild Friedrichkoog

Aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geografie

Wo liegt Friedrichskoog?

Die Gemeinde Friedrichskoog liegt im Südwesten des Kreises Dithmarschen und grenzt direkt an der Nordsee. Zu Friedrichskoog gehört auch noch die vorgelagerte Vogelinsel Trischen.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen:

  • Dieksanderkoog,
  • Friedrichskoog (nochmals untergliedert in Friedrichskoog I–III),
  • Friedrichskoog-Spitze,
  • Kaiserin-Auguste-Viktoria-Koog (zudem unterteilt in Auguste-Viktoria-Koog I und II) und
  • Trischen. (Trischen ist eine 180 ha große Insel vor der Dithmarscher Küste, die auch als Vogelinsel gilt. Außer im Sommer durch einen Vogelwart darf die Insel aus Gründen des Naturschutzes nicht betreten werden.)

Nachbargemeinden

Straßen

In Friedrichskoog gibt es 83 Straßen.


Angemessene Miete in Friedrichskoog

Da die Gemeinde Friedrichskoog zum Amt Marne-Nordsee gehört beträgt die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) für

1 Person 314.00 €
2 Personen 372,60 €
3 Personen 429,00 €
4 Personen 501,50 €
5 Personen 551,00 €
jede weitere Person 58,00 €

Stand: 2019

Quelle


Politik

Bei der Kommunalwahl 2013 kam folgende Zusammensetzung der Gemeindevertretung zustande: 5 Sitze für die CDU, 5 Sitze für die KWV und die SPD mit 3 Sitzen.


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • CDU 40% (7 Sitze)
  • KWV 31,4% (5 Sitze)
  • SPD 28,7% (5 Sitze)

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Friedrichskoog ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Vereine und Organisationen


Geschichte

Die Gemeinde, benannt nach dem dänischen König Friedrich VII. (Dänemark), entstand 1853 durch Eindeichungen aus der Nordsee auf der ehemaligen Insel Dieksand. Das Land wurde nach der Eindeichung durch die dänische Krone verkauft.

1853/54 wurde der Hafen direkt an der Schleuse gebaut.

Hochzeitsmühle in Friedrichkoog

1860 wurde die, heute als Hochzeitsmühle genutzte, Mühle gebaut.

1899 wurde der Auguste-Viktoria-Koog eingedeicht.

Am 23.03.1901 wurde der im Jahr 1899 eingedeichte Auguste-Viktoria-Koog eingegliedert.

Vor dem 12. Oktober 1904 trug die Gemeinde den Namen Frederik-VII.-Koog. Aus unbewohnten Teilen der Gemeinden Friedrichskoog, Kronprinzenkoog und Kaiser-Wilhelm-Koog sowie aus katastermäßig noch nicht erfassten Teilen des in den Jahren von 1933 bis 1935 eingedeichten Adolf-Hitler-Kooges (heute Dieksanderkoog, als nationalsozialistische Mustersiedlung geschaffen) wurde am 01.11.1935 eine neue Gemeinde mit dem Namen Adolf-Hitler-Koog gebildet. In diese neue Gemeinde wurde die bestehende Gemeinde Friedrichskoog am 01.04.1939 eingegliedert. Diese Gemeinde wurde wiederum am 25.08.1945 in Dieksanderkoog umbenannt.

Am 01.04.1948 erhielt sie den bis heute gültigen Namen Friedrichskoog.

1985: Bau der Seehundstation.

1985: Bau der Ölbohr- und Förderinsel Mittelplate vor der Küste von Friedrichskoog.

01.06.2015: Schließung des Friedrichskooger Traditionshafens.

Zum Ende der Weimarer Republik in Friedrichskoog

Im letzten Jahr vor der nationalsozialistischen Machtergreifung setzten in Süderdithmarschen die Nazis in der Bekämpfung ihrer polischen Gegner brutalere Mittel ein ...nicht nur die Versammlungen wurden gestört …… Weit über die Grenzen Dithmarschens erregte der „Zwischenfall“ in Friedrichskoog anlässlich einer geplanten sozialdemokratischen Versammlung im Vorfeld der Reichpräsidentenwahl…… 80 bis 100 nicht uniformierte Nationalsozialisten versuchten den Saal zu stürmen... Sie zogen mit Drohungen

„Hüt wüllt wi Blot sehn!“

durch den Ort ... nach Ende der Versammlung fand eine regelrechte Hetzjagd auf die Besucher statt...bei der scharf geschossen wurde und mehrere Personen verletzt wurden...andere Besucher suchten in der Dörrfabrik beim Hafen Schutz, wurden aber bald von den eindringenden Nationalsozialisten misshandelt ... die dann in einem wahren Blutrausch und auf bestialische Weise willkürlich einen Jugendlichen ermordeten, der sich keiner Weise politisch exponiert hatte.

Die Volkszeitung (Kiel)vom 28.7.1932 berichtete

Der 17 jährige Schiffer Hermann Jäger aus Neuendeich wurde blutig geschlagen, mit einem Messer quer durchs Gesicht gestochen aus nächster Nähe in den Hals geschossen. Dann packten die vertierten Bestien den beklagenswerten Jungen der vor Schmerz laut schrie und stöhnte, bei den Armen und Beinen und bearbeitet ihn mit Fußtritten. Schließlich stieß einer der SA-Leute ihm von hinten einen Dolch ins Herz der den sofortigen Tod herbei führet. Die blutende Leiche warfen die Nazis aus dem Fabrikfenster auf einen Abfallhaufen

Klaus Schwieger schreibt 1970 in einem Beitrag ...Es war mehr als tragische Ironie, dass der Bruder des Ermordeten als SA Mann einen Trauerflor trug. Ein Zeichen der für die politische Verwirrung und Kurzsichtigkeit dieser Zeit.“

Quelle: Schleswig Holsteinische Volkszeitung die bis März 1933 in Kiel erschien sowie Klaus Schwieger 1970


Persönlichkeiten

  • Boie, Conrad (* 31.01.1829 in Meldorf; + 1860), verwundet bei Idstedt, Dr. ned. Arzt in Meldorf und Friedrichskoog
  • Hansen, Wilhelm (* 5.03.1826 in Meldorf; + 1899), Feldzug 1848, Landmann in Friedrichskoog, Rentner in Meldorf
  • Hartmann, Peter (* 22. September 1884 in Friedrichskoog; † 8. Dezember 1982 in Cuxhaven) war ein deutscher Seemann. Als Vormann des Seenotrettungsbootes "Hindenburg" rettete er etwa 400 in Seenot geratenen Menschen das Leben. Hierfür erhielt er 1951 als Niedersachsens erfolgreichster Lebensretter das Bundesverdienstkreuz.
  • Lammers, Abel (* 21.01.1856 in Friedrichskoog), Justizrat in Meldorf
  • Mohr, Wilh. Joh. (* 8.10.1834 in Wesselburen), Koogsinspektor im Friedrichskoog 1864, Kirchspielvogt 1867, Amtsrichter in Rendsburg und Flensburg. Jetzt Geh. Justizrat in Flensburg
  • Peters, Heinrich (* 22. August 1890 in Auenbüttel; † 2. Juli 1957 in Friedrichskoog) war SS-Obersturmführer im KZ Ravensbrück.
  • Postel, Otto (* 19.11.1890 in Friedrichskoog), Jura
  • Schröder, Otto (* 29.06.1866 in Friedrichskoog), Dr. med. Arzt in Quern.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der wohl bedeutendste Wirtschaftszweig in Friedrichskoog dürfte der Tourismus sein. Zwar verfügt Friedrichskoog über keinen Sandstrand – weder natürlich noch künstlich – und kann seinen Gästen nur den Deich anbieten, dafür grenzt der Deich aber unmittelbar an das Wattenmeer und ermöglicht ausgedehnte Wattwanderungen.

Vor Friedrichskoog im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer befindet sich das größte deutsche Ölfeld, die Mittelplate. Gefördert wird von einer künstlichen Insel im Watt sowie seit 2000 auch von Friedrichskoog aus. Seit 2005 ist eine Pipeline von der Bohrinsel zum Förderbetrieb Holstein in Friedrichskoog in Betrieb. Nach einer ersten Verarbeitung werden die Produkte über eine Leitung nach Brunsbüttel gepumpt, wo teilweise eine Verarbeitung, teilweise eine Weiterleitung zur Raffinerie nach Heide erfolgt.

In Friedrichskoog gibt es eine Grundschule "Schule am Wattenmeer". Für die weitergehenden Schulen müssen die Kinder nach Marne fahren.


Nachfolgendes Gewerbe hat sich in Friedrichskoog angesiedelt:

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 98 9.096
1998 112 9.048
1999 82 6.852
2000 86 7.003
2001 85 6.911
2002 67 6.702
2003 70 5.394
2004 51 4.142
2005 76 5.038
2006 71 4.974
2007 72 4.872
2008 66 5.274
2009 104 7.381
2010 115 7.063
2011 95 7.672
2012 102 8.221
2013 125 15.347
2014 103 8.298
2015 118 10.774
2016 135 13.623
2017 120 12.488
2018 104 17.538

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018


Sehenswürdigkeiten

Seit 1985 besteht in Friedrichskoog die Seehundstation Friedrichskoog. Sie ist die einzige zur Aufzucht von Heulern autorisierte Stelle an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Ihr Aussehen wurde zahlreichen Fernsehzuschauern durch die Fernsehserie Hallo Robbie! bekannt, die in der Station ausgiebig drehte.

Unweit der Seehundstation verläuft in unmittelbarer Nähe zur Schleuse der 54. Breitengrad. Auf der Deichkrone befindet sich ein Gedenkstein, wobei der tatsächliche Verlauf sich aber einige hundert Meter weiter südlich jenseits der Schleuse befinden dürfte.

An der „Spitze“ befindet sich der 1935 erbaute Trischendamm. Während des Saison finden diverse Veranstaltungen zur Unterhaltung der Gäste statt, meist im oder in der Nähe des „Haus des Kurgastes“ im Ortsteil Spitze.


siehe auch


Weblinks


Karten


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