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Friedrichsgabekoog

Aus Dithmarschen-Wiki

Friedrichsgabekoog ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen und gehört zum Amt Büsum-Wesselburen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 1 m ü. NHN
  • Fläche: 8,62 km²
  • Wie viele Einwohner hat Friedrichsgabekoog?
Friedrichsgabekoog hat 53 Einwohner. (Stand: 31. Dezember 2018)

Bevölkerungsstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 88
2001 84
2002 88
2003 75
2004 75
2005 70
2006 66
2007 65
2008 64
2009 56
2010 55
2011 53
2012 51
2013 49
2014 52
2015 53
2016 54
2017 54
2018 53
  • Postleitzahl (PLZ): 25764
  • Vorwahlen: 04839
  • Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Paul-Heinrich Dörscher (WG)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Friedrichsgabekoog

  • Gemeindeschlüssel: 01051033
  • Regionalschlüssel: 010515178033

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: -
  • Grundsteuer B: -
  • Gewerbesteuer: 310
  • Breitengrad: 54,157516° N
  • Längengrad: 8,941082° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:35:46

Wetter in Friedrichsgabekoog

Aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geographie

Wo liegt Friedrichsgabekoog?

Friedrichsgabekoog ist eine Gemeinde in Dithmarschen und befindet sich westlich von Oesterdeichstrich und östlich von Wöhrden.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen:

  • Friedrichsgabekoog (Streusiedlung)
  • Osthof (Hof)
  • Wasmershof (Hof)
  • Westhof (Hof)

Nachbargemeinden

Straßen

  • Am Kanal
  • Bundesstraße B203
  • Koogstraße K53
  • Koogsweg
  • Zum Deich
  • Zum Osthof
  • Zum Westhof

Angemessene Miete in Friedrichsgabekoog

Die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) beträgt für

1 Person 310.50 €
2 Personen 355,80 €
3 Personen 411,75 €
4 Personen 468,35 €
5 Personen 489,25 €
jede weitere Person 51,50 €

Stand: 2019

Quelle


Geschichte

1559 verlor die "Bauernrepublik Dithmarschen" ihre Unabhängigkeit. Am 08. Juli 1559 wurde das Land unter den drei Siegern aufgeteilt:

  • Der dänische König Friedrich II. erhielt den südlichen Teil mit der Hauptstadt Meldorf;
  • der Herzog Adolf bekam den nördlichen Teil mit dem Hauptort Lunden und
  • Herzog Johann der Ältere erhielt den Mittelteil mit dem Hauptort Heide.

Nach dem Tode Johann des Älteren wurde das Gebiet unter den beiden anderen Siegern aufgeteilt und so entstand:

  • Norderdithmarschen und
  • Süderdithmarschen.

Schon bald nach der Unterwerfung 1559 fand vor der Deichstrecke Meldorf - Barlt - Marne für die neuen Ländereien eine Eindeichung statt.

Die neuen Ländereien wurden von den zugehörigen Bauernschaften bzw. Kirchspielen verwaltet.

1667 änderte sich das, indem der dänische König Friedrich IV. anordnete, dass die Außenflächen zukünftig ihm, dem König, zur Nutzung zu überlassen seien.

Am 30. Dezember 1671 erklärte König Christian V. dass die Außendeichflächen vollständig dem Fürsten als Landesherrn zustehen würden, also ihm als König.

Hierdurch in den Besitz geraten, verkaufte der König die Ländereien an einzelne Personen, allerdings mit der Auflage verbunden, die Ländereien in einer bestimmten Frist einzudeichen (= oktroyierte Köge). Hierfür wurde den Interessenten besondere Privilegien gewährt, wie beispielsweise von gewissen öffentlichen Abgaben befreit zu werdenund sie bekamen das Recht eingeräumt, Verwaltungs- und Gerichtssachen selbst zu regelen.

Räumlich gehörte das Gebiet zu 7/10 zu Süderdithmarschen und zu 3/10 zu Norderdithmarschen.

1714 wurde der Friedrichsgabekoog aus eigenen Mitteln des königlichen Vizekanzlers Johann Jacob von Wasmer und zwei weitere Personen eingedeicht (= 300jähriges Jubiläum war 2014).

Der neu eingedeichte Koog wurde zunächst der Name "Wasermskoog" gegeben, später wurde er dann in Friedrichsgabekoog umbenannt.

Die Einwohner von Friedrichsgabekoog wurden außer gewissen Steuerbefreiungen auch noch Jagd-, Fischerei- und Gewerbefreiheit zugestanden. Sie erhielten zudem die Zusicherung eine eigenständige Gerichtsbarbeit in Zivil- und Kriminalangelegenheiten mit einem Appellationsrecht an der Glückstädter Kanzlei zugesichert. Die Einwohner von Friedrichsgabekoog besaßen ein eigenes Polizeiwesen, eine selbständige Verwaltung und das Recht sich einen Insepktor als Ausfsichtsbeamten über das Justiz-, Deich- Siel- und Wegewesen frei zu wählen. Diese Situation führte damals dazu, daß die Gemeinde ein kommunales Eigenleben führte.

1867 erfolgte die Inkorporation Schleswig und Holstein in das Königreich Preußen. Hieraus entstanden dann die Landkreise und Friedrichsgabekoog verlor seine Eigenständigkeit, allerdings durften sie einen eigenen Vertreter in den nun zuständigen Kreistag Norderdithmarschen entsenden.


Persönlichkeiten

  • Johann Jacob von Wasmer (geb. 17. Februar 1671 in Glückstadt, gest. 27. Februar 1747 in Glückstadt), königlich-dänischer Vizekanzler, der Friedrichsgabekoog eindeichen ließ
  • Cay Dose (geb. um 1700 hier, gest. 27 Juli 1768 in Kopenhagen), Architekt
  • Peter Jacob Hedde (geb. 1791 in Friedrichsgabekoog, gest. 06. Mai 1868 in Brunsbüttel), Justizrat und letzter dänischer Kirchspielvogt in Brunsbüttel
  • Kahlcke, Hermann (geb. 30. April 1838 in Friedrichsgabekoog, gest. 22. November 1913 in Heide), Landwirt und Mitglied des Deutschen Reichstages
  • Paulsen, Paul (* hier), Landmann daselbst
  • Paulsen, Peter (* hier), 1792: Landinspektor in Schleswig
  • Pünjer, Bernhard (* 7.06.1850 in Friedrichsgabekoog; + 1885), Dr. phil. Theol. Univ.-Prof. in Jena

Politik

Die Gemeinde hat aufgrund ihrer geringen Einwohnerzahl eine Gemeindeversammlung und keine Gemeindevertretung. Gemäß § 54 der schzleswig-holsteinischen Gemeindeordnung gilt das für alle Gemeinden, die weniger als 70 Einwohner haben. Dies hat zur Folge, das Friedrichsgabekoog basisdemokratisch regiert wird.

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Friedrichsgabekoog ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Wirtschaft

In Friedrichsgabekoog hat der "Westhof" seinen Sitz, ein Biolandverarbeitungsunternehmen, das auf 1.000 ha Gesamtbetriebsfläche biologische Anbauflächen bewirtschaftet, sowie Produkte von zertifizierten und ökologisch wirtschaftenden Betrieben aufbereitet und vermarktet.

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 0 0
1998 1 0
1999 1 168
2000 3 256
2001 0 0
2002 0 0
2003 2 0
2004 0 0
2005 0 0
2006 1 79
2007 2 21
2008 1 185
2009 3 113
2010 0 0
2011 2 459
2012 2 90
2013 3 455
2014 2 109
2015 0 0
2016 0 0
2017 2 1
2018 3 556

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018


Verkehr

Die Verbindungsstrasse zwischen Heide und Büsum Bundesstraße 203 verläuft direkt durch den Koog.


Polizeiliche Lagemeldung


Weblinks


Karten


Städte und Gemeinden im Kreis Dithmarschen

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