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Emil von der Heide

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EMIL VON DER HEIDE BROSCHÜRE.jpg

Entstanden in der Stille seiner Meldorfer Werkstatt: Bleistiftzeichnung von Emil von der Heide


Emil von der Heide

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Er wurde 1867 in Wesselburen geboren, besuchte dort die Schule und wechselte von Ostern 1882 bis Herbst 1883 auf die Schnitzschule in Schleswig. Sie war von dem in Bredstedt geborenen Maler Christian Karl Magnussen gegründet worden und bestand bis 1885. Von der Heide lernte dort das Zeichnen nach Gipsabgüssen, vor allem antiken Skulpturen, und das Schnitzen in Holz. Obwohl ihm der Unterricht gut gefiel, verließ er auf Wunsch seiner Familie die Schule vorzeitig und absolvierte von 1884-87 eine Malerlehre in Kiel. Im Herbst 1887 ging von der Heide nach Berlin und studierte dort auch zwei Semester an der Königlichen Akademischen Hochschule für die bildenden Künste. Zu dieser Zeit entstanden zwei Kopien nach Gemälden von Rubens und Tizian, die sich im Familienbesitz erhalten haben. Ab 1894 arbeitete von der Heide aus finanziellen Gründen wieder überwiegend als Maler (Handwerker). Schließlich meldete er 1899 einen Malereibetrieb bei der Stadt Meldorf an und ließ sich in der Domstadt nieder. Von da an war er offiziell Handwerker, jegliche Kunstausübung beschränkte sich aufs rein Private. In der Abgeschiedenheit seiner Malerwerkstatt führte er zahlreiche Bildnisse aus, vor allem Portraits seiner Familie, der Kinder, meist als Bleistiftzeichnung angelegt. Kaum je verließ eines dieser Blätter sein Haus, sie waren ausschließlich zum privaten Vergnügen von der Heides gedacht. Bis zu seinem Tod 1945 ist Emil von der Heide nie als Künstler hervorgetreten, lediglich Wilhelm Johnsen würdigte seine künstlerischen Verdienste 1952 in einem Beitrag für die Jahresschrift „Kunst in Schleswig-Holstein“. Eine Ausstellung seiner Werke hat es bisher nie gegeben. Quelle: Dithmarscher Landesmuseum

Schulzeit

22. Juli 1867 Geboren in Wesselburen als Sohn des Schlossers Boje von der Heide und seiner Ehefrau Johanna, geb. Friedrichsen

1874 – 82 Schulzeit in Wesselburen

1882/83 Aufgrund seines künstlerischen Talents Besuch der Schnitzschule von Christian Carl Magnussen in Schleswig; vorzeitiger Abbruch auf Wunsch der Familie

Malerlehre

1884 – 87 Malerlehre in Kiel

1887 Kurzfristige Tätigkeit als Malergeselle in Neuhaldensleben

1887 – 93 Künstlerische Weiterbildung in Berlin, u.a. als Student an der Königlichen Hochschule für die bildenden Künste (ermöglicht durch die Unterstützung wohlhabender Wesselburener Bürger)

Dresden

1893/94 Aufenthalt in Dresden

1894 – 99 Verschiedene Aufenthaltsorte, u.a. Dresden, München (?) und Altona; zeitweise Tätigkeit als Malergeselle

1899 Umzug nach Meldorf, Eröffnung eines Malerbetriebes

1901 Heirat mit Sophie, geb. Hebbel, dadurch entfernte familiäre Beziehung zum Dramatiker Friedrich Hebbel. 3 Söhne: Johann (geb. 1902), Theodor (geb. 1905) und Boje (geb. 1906)

1908 Ankauf des Hauses Süderstraße 8 in Meldorf

Portraits

1913 Porträt des verstorbenen Pastors Diekmann aus Wesselburen

1922 Malerische Ausgestaltung der zur Ehrenhalle umgestalteten Süderhalle des Meldorfer Doms (die Türen des Windfangs sind erhalten)

um 1922 Politisches Engagement in der Schleswig-Holsteinischen Landespartei, einer bürgerlich föderalistischen Vereinigung; zeitweise im Landesvorstand

1931/35 Kauf von zwei Häusern in der Westerstraße und bauliche Veränderung derselben zum Doppelhaus

24. Oktober 1945 Gestorben in Meldorf, kurz zuvor Vollendung des letzten Selbstporträts

Quelle: Landesmuseum Dithmarschen


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