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Eddelak

Aus Dithmarschen-Wiki

Eddelak ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

St. Marien in Eddelak. Foto: Jens Rusch

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 1 m ü. NHN
  • Fläche: 9,22 km²
  • Wie viele Einwohner hat Eddelak?
Eddelak hat 1.327 Einwohner. (Stand: 30. September 2018)

Bevölkerungsstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 1.436
2001 1.447
2002 1.423
2003 1.439
2004 1.459
2005 1.460
2006 1.453
2007 1.409
2008 1.391
2009 1.396
2010 1.367
2011 1.408
2012 1.405
2013 1.349
2014 1.373
2015 1.360
2016 1.363
2017 1.361
  • Postleitzahl (PLZ): 25715
  • Vorwahl: 04855
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Hauke Oeser (EWG)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Eddelak

  • Gemeindeschlüssel: 01051024
  • Regionalschlüssel: 010515163024

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: 295
  • Grundsteuer B: 295
  • Gewerbesteuer: 310
  • Breitengrad: 53,945888° N
  • Längengrad: 9,137433° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:36:33

Wappen

Wappen von Eddelak
  • Wappengenehmigung/ -annahme: 26.10.1993
  • Flaggengenehmigung/ -annahme: 25.10.1993
  • Entwurfsautoren: Nagel, Uwe, Bergenhusen
  • Wappenfiguren:
* Krone
* holländische Windmühle

Wappenbeschreibung

In Grün über einer goldenen heraldischen Krone eine silberne holländische Windmühle mit fast ebenerdiger Galerie.

Historische Begründung

Die Krone im Schildfuß des Gemeindewappens ist ein Bildzitat aus dem mittelalterlichen Kirchspielsiegel von Eddelak. Dieses zeigt die Gottesmutter Maria mit der Krone auf dem Haupt und dem Jesuskind neben sich. Die stellvertretende Darstellung der Krone verweist auf Marias Eigenschaft als Himmelskönigin. Für den Ortsteil Behmhusen steht die über der Krone angeordnete Kornwindmühle, die durch ihre Bedeutung für den Getreideanbau zugleich den bis heute anhaltenden ländlichen Charakter der Gemeinde Eddelak insgesamt andeuten soll. Diese Figur verbindet den Ort außerdem heraldisch mit dem gleichnamigen Amt, das ebenfalls eine Windmühle im Wappen führt.

Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Wetter in Eddelak

Aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geografie

Wo liegt Eddelak?

Die Gemeinde Eddelak befindet sich im Süden Dithmarschens, zwischen den Orten Sankt Michaelisdonn und Brunsbüttel sowie Marne und Burg. Im Westen von Eddelak liegt die Südermarsch mit Getreide-, Raps- und Kohlfeldern, im östlichen Bereich beginnt die hügelige Waldlandschaft der Geest.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen:

  • Eddelak (Kirchdorf)
  • Behmhusen (Ortsteil)
  • Theeberg (Ortsteil)
  • Warferdonn (Ortsteil)

Angrenzende Gemeinden

Straßen

Eddelak verfügt über 21 Straßen. Landscheide ist mit 2.928 Metern die längste Straße. Mit 56 Metern ist Hugo-Gehrts-Straße die kürzeste Straße in Eddelak.

  • Am Wittenfeld
  • Averlaker Straße L276
  • Bahnhofstraße L139
  • Behmhusen K3
  • Behmhusener Weg
  • Behmhusener Straße K3
  • Diekshörn
  • Hugo-Gehrts-Straße
  • Kampweg
  • Klint
  • L139
  • Landscheide
  • Liebesallee
  • Moorweg
  • Norderstraße L138
  • Schulstraße
  • Süderbehmhusen
  • Süderstraße L138
  • Tegelweg
  • Theeberg L139
  • Um de Möhl
  • Warferdonn K5
  • Wiesengrund
  • Wilhelm-Johnsen-Straße

Angemessene Miete in Eddelak

Da die Gemeinde Eddelak zum Amt Burg-Sankt Michaelisdonn gehört beträgt die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) für

1 Person 314.00 €
2 Personen 372,60 €
3 Personen 429,00 €
4 Personen 501,50 €
5 Personen 551,00 €
jede weitere Person 58,00 €

Stand: 2019

Quelle


Politik

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung haben die Wählergemeinschaft EWG seit der Kommunalwahl 2013 acht Sitze und die CDU fünf.


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • EWG 52% (7 Sitze)
  • CDU 41% (6 Sitze)

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Eddelak ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Chronik

Aufgrund der Besiedlungsspuren lässt sich der Ursprung Eddelaks bis in die römische Kaiserzeit zurück verfolgen.

1877 wurden bei archäologischen Arbeiten südwestlich der Gemeinde eine 6 ha große Fläche festgestellt, die eine germanische Flachsiedlungsschicht aufwies. Aufgrund der Spuren geht man davon aus, das die Siedlung der Keramikherstellung oder dem Salzsieden gedient haben muss.

1140 in einer Urkunde des Bremer Erzbischofs wird wird ein Ort Ethelekeswisch genannt, der im Osten des Fleets südlich von Eddelak gelegen haben soll. In dieser Urkunde wurde dem Domkapitel Hamburg aufgrund des erfolgreichen Ackerbaus der Zehnte zugesprochen.

1150 Bau der ersten Sankt-Marien-Kirche in Warfen.

1200 Gründung des Kirchspiels Eddelak mit den Bauerschaften Averlacker Donn, Behmhusen, Dingen, Warfen und Westerbüttel. Das Kirchdorf bildete jedoch keine eigene Bauerschaft, sondern gehörte westlicherseits zu Behmhusen und östlicherseits zu Warfen.

1281 Vertragsabschluss des Kirchspiels mit der Stadt Hamburg, in dem der Frühhanse der Schutz der Kaufleute, den Fahrzeugen und ihrer Waren zugesprochen wurde, weiterhin wurde zugesichert, den traditionellen Strandraub abzuschaffen.

1306 wurden Besitzungen in Warfen durch das Neumünstersche Kloster mit dem Segeberger Kloster getauscht.

1740 wurde das alte Kirchengebäude abgerissen und der heutige Kirchenbau durch den Baumeister Schott, Johann Georg aus Heide gebaut. Altar und Kanzel wurden durch den Wesselburener Tischler und Bildhauer Albert Heinrich Burmeister (Burmester) errichet.

1776 wurde das Pastorat nach einem Brand in der Nähe der Kirche neu erbaut.

1811 spaltete sich die Bauerschaft Blangenmoor-Lehe von Averlak ab, so dass der Kirchspiel Eddelak aus sechs Bauerschaften (Averlak, Behmhusen, Blangenmoor-Lehe, Dingen, Warfen und Westerbüttel bestand).

1832 wurde der Friedhof eingeweiht.

1845 wurden bei einer Volkszählung festgestellt, dass in Warfen 480 Einwohner lebten und 103 Kinder die Schule besuchten. Im Ort gab es nachfolgendes Gewerbe:

1 Holzhändler,
2 Brauer und Brenner,
7 Krüger,
4 Krämer,
2 Bäcker,
1 Schlachter,
3 Schmiede,
1 Böttcher,
1 Radmacher und mehrere andere Handwerker.

Außerdem gab es noch eine Windmühle am Ort.

Eingepfarrt in den Kirchspiel Eddelak waren 1845:

Averlak,
Blangenmoor,
Behmhusen,
Diekshörn,
Dingen,
Dinger-Donn,
Donndeich,
Friedrichshof,
Auf dem Hof,
Josenburg,
Ivershörn,
Kempenberg,
Lehe,
Sandhägen,
Taterpfahl,
Theeberg,
Warfen,
Warfener-Donn,
Westerbüttel,
Wetternwall.

22. September 1867 wurde, aufgrund einer preußischen Verordnung, aus dem Gebiet des Kirchspiels eine politische Gemeinde, die Kirchspielslandgemeinde Eddelak.

1878 wurde der Bahnhof Eddelak eröffnet.

01. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Eddelak aufgelöst und die Gemeinden Averlak, Behmhusen, Blangenmoor-Lehe, Dingen, Warfen und Westerbüttel neu gebildet.

01. Juni 1953 wurde die Gemeinde Warfen in die Gemeinde Eddelak umbenannt.

01. Januar 1966 gab die Gemeinde Behmhusen ihre Eigenständigkeit auf und trat der Gemeinde Eddelak bei.

Ende der 1960er Jahre wurde eine Dörfergemeinschaftsschue gebaut.

1976 beschädigte ein Sturm die Windmühle "Gott mit uns".

27. Mai 1988 wurde die Marschbahn von Sankt Michaelisdonn nach Brunsbüttel-Nord stillgelegt.

1990 wurde die Windmühle renoviert.


Gemeindegeschichte

Eddelak gestern und heute Chronik der Gemeinde Eddelak

  • 1994 Herausgeber Gemeinde Eddelak,
  • 295 Seiten A4 mit unzähligen Abbildungen,
  • teilweise buntfärbig in Leinen gebunden.

Eine beachtliche Sammlung historischer Daten. Streckenweise sehr detaillierte Milieustudien aus dem Alltag. Beachtlich die Abbildungen der einzelnen Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit den Beschreibung der Besitzer bzw. der Bewohner. Sammlung aller relevanter, historischer Informationen die teilweise in den letzten 150 Jahren über Eddelak und der Umgebung anderswo veröffentlicht wurden. Schwerpunkt ist natürlich das Eddelak zur Zeit der Bucherstellung um 1990. Ausführliche Literaturübersicht und Quellenverzeichnisse. Besonders erfreut bin ich darüber das der Geist des rührigen,ehemaligen Lehrers aus Averlak und spätere Kunsthistoriker und Heimatforscher Wilhelm Johnsen (1891-1965) in dieser Chronik weiterlebt.Es ist das besondere Verdienst Johnsen’s zahlreiche volkstümlich überlieferte fehlerhafte Fakten, durch fundierte Forschungen richtig zu stellen. (Siehe Mönchenkarkhoff) Leider hat das Autorenteam der Zeitspanne 1933-1945 nur oberflächlich Beachtung geschenkt, daran ändert auch der Beitrag von Heinrich Martens nichts „Übergang zu Neuzeit“. Eddelak zeigt sich (wie woanders auch) für diese Zeit ausgiebig in der Opferrolle. Da aus den Kirchenbüchern und anderen frühen Aufzeichnungen sehr viel über den Raum Eddelak hinausgehendes erhalten geblieben ist, welche die Chronik ausführlich übernimmt, Kudensee,Brunsbüttelkoog, Friedrichshof, etc (eine Reihe alter Karten), ist dieses Buch nicht nur für Eddelaker von unschätzbarem Wert. Andere Gemeinden möglich sich daran ein Beispiel nehmen . Zu beziehen ist die Chronik, im Eddelaker Bürgermeisteramt.

Fegbeitel-Postkarten-Archiv

Das Fegbeitel-Archiv ist eine der umfangreichsten Dithmarscher Postkartensammlungen. Wir haben die Abbildungsrechte zu treuen Händen erhalten und bitten um geflissentliche Beachtung. Wir bedanken uns bei der Familie Fegbeitel und bei Sabine Both und ihrem Bruder für die digitale Aufarbeitung des Archives. Da die Sammlung sehr umfangreich ist, stellen wir die Themen nach und nach ins Dithmarschen-Wiki und bitten um etwas Geduld.

Bei Verwendungswunsch richten Sie bitte unbedingt eine Anfrage an Herrn Robert Fegbeitel, Brunsbüttel Koogstraße 68, Telefon 2370

Siehe auch: Fegbeitel-Archiv

De Mönkenkarkhoff

Beiträge zur Urgeschichte des Kirchspiels Eddelak und der Geschichte Eddelaker Bauernhöfe von Wilhelm Johnsen aus Dithmarschen Blätter der Heimatgestaltung Jan/Feb. 1937 Die ausführliche und detailverliebte Betrachtungen des Autors bringen viel Licht in dieses Kapitel Eddelaker Geschichte, die nach heutiger Gebietsteilung Brunsbütteler Geschichte ist. Johnsen räumt auf mit den spätmittelalterlichen Vermutungen des ersten Dithmarscher Geschichtsschreibers Neocurus und den romantischen Verklärungen folgender Generationen von Heimatforschern, die in Eddelak ein Kloster vermuteten. Dabei gibt Johnsen alles preis was er dazu in Erfahrung bringen konnte in interessanten Quellenauszügen. Des Rätsel Lösung ist ganz einfach und rückt alle Vemutungen in das Reich der Phantasie. Bezeichnet wurde in der Erinnerung alter Eddelaker, ein Stück Land aus dem Kirchenbesitz , heute nördlich der Liebesallee oder von Brunsbüttel aus an der Grenze des Siedenfeld, zum heutigen Eddelak, das seit 1722 im Besitz, eines Peter Mönck gewesen ist.


Zwei Kriege ein Mahnmal

Am 12. Aug. 1888, zu Süden der Kirche ein beachtliches Monument errichtet zum Gedenken an die Helden der blutigen Auseinandersetzung zwischen Preußen und Frankreich 1870 bis 1871 - dem „Franzosenkrieg“und im Rückblick auf den Erhebungskrieg : Schleswig-Holstein-Dänemark 1848 bis 1852

Einige der Details aus dem Denkmal welches mit einem eisernen Gitter bis Ende der 1940er Jahre umgeben war sehen wir auf den Fotos für die der Verfasser dankbar ist. Sind diese Tafeln doch gehöriges Stück Zeitgeschichte. Aussagen wie sie im vereinten Europa nicht mehr möglich sind.

Andere Details aus der damaligen Zeit befinden sich im Fundament des Ehrenmal berichtet Hugo Gehrts in der Chronik der Gemeinde Eddelak.

Ob wohl das Kirchspiel Eddelak in dm Krieg 1870/1871 keine Opfer zu beklagen hattewar er Anlass für die Errichtung. Im Erhebungskrieg hingegen ließen fünf mutig Eddelakerihr Leben für sie wurde bereits 1865 im inneren der Kirche eine Gedenktafel geweiht. Quelle: Dithmarscher Kurier Eddelak vom 5. 11.1953

Persönlichkeiten

  • Carlau, Otto (* 4.03.1875 hier), Dr. med. Arzt in Kiel
  • Dührssen, Heinrich Christian (* 19. Juni 1799 in Eddelak; † 4. Oktober 1838 in Meldorf) war ein deutscher Arzt.
  • Dührssen, Jacob (* 10.12.1761 in Meldorf), 1792: Eddelaker Kirchspielvogt
  • Dührssen, J. (* hier), 1840: Kirchspielvogt in Heide
  • Carl Emil Hartnack
  • Hinrichs, Süel Jac. (* 23.04.1813 in Lehe bei Eddelak; + 1835 in Berlin), stud. jur.
  • Huesmann, M. N. (* hier), Pastor in Sankt Michaelisdonn und Flensburg
  • Wilhelm Johnsen
  • Jungius, Hermannus (* 20.11.1645 zu Lunden), Diacono zu Eddelak
  • Kracht, Pet. Lau (* hier), Advokat in Elmshorn und Glückstadt
  • Lammers, Heinr. (* 30.11.1838 in Norderdeich bei Wesselburen; + 1870), Kirchspielvogt in Büsum, Amtsrichter in Eddelak
  • Neuber, Aug. (* 29.07.1811 in Meldorf; + 1882), Kirchspielvogt in Eddelak und Meldorf
  • Ohlhues, P. (* hier)
  • Plambeck, Knut (* 30.01.1880 in Marne), Eddelaker Rechtsanwalt
  • Ram, Gerhardus (+ Stade), 1632 Diaconus zu Eddelak, kam 1634 nach Meldorf
  • Röttmer, Nicolaus (* in Brunsbüttel; + 1791), Eddelaker Pastor
  • Schmidt, Joh. E. Ludw. (* hier; + 1864), Pastor in Gelting, von den Dänen 1852 vertrieben, Pastor in Eckernförde
  • Tamm, Traugott (1860 - 1938), Schriftsteller
  • Thiessen, Georg Heinrich
  • Peter Zornig

MühleGottmituns.jpg
Gott mit uns.jpg
Mühlentür.jpg

Mühle "Gott mit uns"

In Eddelak steht noch der aus dem Jahr 1865 stammende Zwickstellholländer Gott mit uns, der Vorbild für das Wappenmotiv war. Die Mühle wurde teilweise aus Resten einer älteren Mühle gebaut, die Christian Harms, der Bruder des Theologen Claus Harms, 1802 aus Meldorf nach Eddelak versetzte und von einer Stampf- in eine Kornmühle umbauen ließ. 1976 beschädigte ein Sturm die Mühle, woraufhin Müller Albert Haalck den Mühlbetrieb einstellte. Die 1986 denkmalgeschützte und 1990 erstmals renovierte Mühle ist theoretisch noch heute voll funktionsfähig, dreht aber nur noch, mahlt jedoch nicht mehr. Heute betreut sie der örtliche Mühlenverein, zudem können hier standesamtliche Trauungen durchgeführt werden. Das Standesamt Sankt Michaelisdonn zählt jährlich etwa 25 bis 30 solcher Hochzeiten. Quelle: Wikipedia


Die Tischler Familie Johannssen

In dem Perodikum mit dem scheusslichen Namen "Die Sippe der Nordmark" veröffentlichte Wilhem Johnsen 1940 auf über 40 Seiten seine Forschungsarbeit über die Familie Johannssen in Eddelak. Eine Familiengeschichte die bis 1683 zurück reicht und die gleichzeitig die Beständigkeit der Familie Johannssen als Baumeisterfamilie aufzeigt, die über Jahrhunderte andauernde. Johnsen seiner Ausbildung nach Kunsthistoriker, weist auf zahlreichen Arbeiten dieser Familie hin die sich auch durch ihre Heiratspolitik mit vielen anderen Handwerkerfamilien auszeichnete. Der Autor zeigt auf das Baumeister „damals“ mehr bedeutete als heute. Die Johannssen als Kunsttischer, Architekten, Designer,Trendgeber für Bauwerke und Einrichtungen Türen, Schränke ganze Zimmer, der Region. Bauernstube von 1792 im Grenzlandmuseum Flensburg (?) aus dem 1782 für Boie Lau in Westerbüttel erbautem Haus . Beispiel die Bauerstube aus dem verschwundenne Haus von Peter Frauen (1782) in Kattrepel heute im Altonaer Museum, der Kleiderschrank aus Süderwisch in der Oberschule(Gymnasium) in Marne. Die noch erhaltene Villa des Bauunternhemers Johann Johannssen erbaut um 1902 in der Bahnhofstrasse zu Eddelak. Ein Bau der in Johnsen einen stengen Kritiker finden, ebenso Bauernhäuser wie jenes von Willi Frahm in Averlak erbaut 1878. Vielmehr schätzt Johnsen die Bauernhöfe aus der Lehe von Hinrichs (1775) oder Johannssen Westerbüttel (1781) deren Baumeister Jürgen Johannssen (1756-1821) war. Dankenserter Weise ist diese Arbeit, wie alles von W. Johnsen detailverliebt und mit Sicherheit bezeugt. (inkl. Quellenfundus und zahlreiche s/w Fotos) Aus "Die Sippe der Nordmark Arbeitsgemeinschaft Sippenforschung und Sippenpflege Schleswig Holstein" -Folge 4/1940.

Wilhelm Johnsen

1891 -1984 Geboren in Ostholstein,in Eutin als Sohn eines Handwerkers, besuchte er die Volksschule in Kiel, sodann die Präparandenanstalt und das Lehrerseminar in Bad Segeberg. Seine Tätigkeit als Lehrer begann 1911 in Ratzbeck. Hier meldete er sich als Kriegsfreiwilliger, geriet schon 1915 in Gefangenschaft und wurde nach Sibirien verbracht. 1920 kehrte er über China aus dem Kreig heim und begann ein Studium für Kunstgeschichte, welches er aus wirtschaftlichen Gründen abbrechen mußte. Johnsen wurde wieder Schulmeister,zunächst in Helserdeich und dann in Averlak im Kirchspiel Eddelak. Erst als zweiter, dann als erster Lehrer. 1927 lies er sich für ein Jahr vom Schuldienst beurlauben um im Altonaer Museum zu arbeiten dort studierte nebenher Volkskunde, Niederdeutsch und Kunstegeschichte. In den Ruhestand versetzt, verzog er nach Eddelak, wo heute eine Straße nach ihm benannt ist. Johnsen fesselte die Dithmarscher Landschaft, und seine Menschen. Als Heimatforscher der mit dem Rüstzeug des vielseitigen und kritischen Wissen­schaftlers ausgestattet war, entstanden so zahlreiche Aufsätze in Druckwerken und einige selbständige Bücher. Er fand die verschiedensten Ansatz­punkte: die kunstgeschichtlichen Fragen um die mittelal­terlichen Erztaufen, um die spätmittelalterliche Plastik, um die Arbeiten der Schnitzer des 17. Jahrhunderts. Es interessierten ihn die Geschichte einzelner Familien, Dörfer und Höfe, schließ­lich volkskundliche Erscheinungen wie die Hausformen. Seine Arbeiten am Material wie an der anschau­lichen Überlieferung führten zu einem kompakten Gesamtbild der Dithmarscher Kulturgeschichte.

Lange Zeit war er -vor dem Krieg und danach - Redakteur der Zeitschrift Dithmarschen Blätter der Heimatgestaltung. Viele seiner Beiträge sind dort auch erschienen Er hat fast nur in Einzelstudien veröffentlicht, die von den Quellen her gut begründet sind und in sehr persönlicher, oft eigenwilliger Weise geformt, ein kleines Kunstwerk darstellen. Johnson, ist ein verlässlicher Quellgeber für Hof,-Familien-und Ahnenforschung in der Region. Er berichtete detailfreudig und stellte in Frage wo andere vor ihm leichtsinnig unbezeugtes veröffentlichten. Alle stehen mit­einander aber vor dem Hintergrund einer sehr vielseitigen Bildung und Kenntnis, einer Vertrautheit mit dem humanistischen Geistesgut des Abendlandes, mit nicht weniger als zehn Sprachen und besonders mit dem Fachgebiet der abendländischen Kunstgeschichte überhaupt. Seine literarischen Arbeiten beschränken sich nicht auf Dithmarschen; sie bezogen viele Themen der überegionalen Kunstgeschichte ein. Seine Arbeiten die in Buchform erschienenen sind haben Bezug zu Dithmarschen:

Führer durch die Stadt Meldorf, Meldorf 1928 (2. Auflage 1932); Gustav Frenssen, Art und Ahnen im Jahrbuch des Vereins für Dithmarscher Landeskunde, Band XIII), Heide 1934 Meister Jürgen Heitmann der Ältere in Wilster, ein Bildschnitzer des 17. Jahrhunderts, Wilster 1938 Das schöne Brunsbüttel, ein Führer Brunsbüttel 1951 Bauern, Handwerker, See­fahrer, Lebensbilder aus dem Kirchspiel Brunsbüttel und aus dem Lande Dithmarschen, Brunsbüttel 1961. Seine zahlreichen Aufsätze verteilen sich den Themen folgend auf eine Vielzahl von Zeitungen und Zeitschriften Beiträge aus der Geschichte Eddelaks erschienen in den Eddelaker und Burger Nachrichten und der Brunsbuttelkooger Zeitung. Bedauerlicherweise wurde sein Nachlass von den Erben, schon 1984 einem damligen Kunststudenten überlassen. Dieser verweigert standhaft eine Herausgabe von Unterlagen. Johnson soll auch einen Stammbaum der Familie Brahms verfasst haben der anlässlich einer Austellung in Hamburg zum Reichsbrahmsfest 1933 veröffentlich wurde und der sogar im Hamburger Tagblatt veröffentlich wurde. Seit dem Jahr 2002 wird nicht nur nach diese Arbeit, sondern auch die Ausgabe des Tagblatt vom 7.Mai 1933 gesucht.

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Georg Heinrich Thiessen

Astrophysiker aus Eddelak

Kaum jemand aus Eddelak und Brunsbüttel wird sich der Tatsache bewußt sein, das auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes ein Mondkrater nach dem Namen eines gebürtigen Eddelakers benannt ist. Der Thiessen Krater wurde von der NASA nach dem Astrophysiker Georg Heinrich Thiessen, geboren 19.1.1914 zu Eddelak, als Sohn des Obergerichtsvollziehers Georg Thiessen und dessen Gattin Alma. Professor Thiessens Messungen des Magnetfeldes der Sonne, ein Gebiet das bis dahin die Domäne einiger amerikanischer Großinstrumente gewesen war, und seine Arbeiten über das allgemeine Magnetfeld der Sonne haben früh Aufsehen in der Internationalen Astronomenwelt gefunden. Seine Aktivtäten führten ihn von der Sternwarte Hamburg , deren wissentschaftlicher Beirat er war an die Mailänder Sternwarte,nach Merato/Como und nach Wien, von wo ihm kurz vor seinem Unfalltot am 3.6.1961. die Leitung der Sternwarte angeboten wurde. Übrigens, Thiessens Gattin Anneliese stammte aus Brunsbüttel. Quelle: Zusammengetragen aus Heckmann,O.; Georg Thiessen, Mitteilungen der Astronomischen Gesellschaft 1961,Sonderdruck

Carl Emil Hartnack

Der hartnäckige Pastor

Die in Dithmarschen weit verbreitete Familie Hartnack geht zurück auf Carl Emil Hartnack (1674 - 1744, von 1705 bis 1744 Pastor in Eddelak, Süderdithmarschen). Man sagt diesem, der sich selbst, wie es damals üblich war, latinisierend Carolus Aemilius nannte, einen wahrhaft "hartnäckigen" Charakter nach. Zum Beispiel gerieten er und der Diacon Eddelaks im Jahre 1724 wegen unterschiedlicher Auslegung eines Teils des Evangeliums derartig aneinander, dass er wegen ungebührlichen Verhaltens für mehrere Monate vom Dienst suspendiert wurde. Schon sein Vater Daniel Hartnack (1642 - 1708) hatte sich als streitbarer Theologe erwiesen. Daniel Hartnack war im Laufe seines Lebens Professor in Frankfurt/Oder und Erfurt, Privatlehrer in Dresden, Rektor der Lateinschulen in Bremen, Altona und Schleswig und schliesslich Pastor in Bramstedt gewesen. Immer wieder hatten ihn seine Auseinandersetzungen mit anderen Gelehrten um den Dienst gebracht. Allerdings fand er auch immer wieder gewichtige Fürsprecher wie etwa Esaias Pufendorf, den Bruder Samuel Pufendorfs. Grund für diese Protektion dürften neben der Persönlichkeit Hartnacks auch seine hervorragenden Fähigkeiten als Schulleiter gewesen sein Zusammengetragen aus der Quelle: Weber, Jürgen: Daniel Hartnack - ein gelehrter Streithahn und Avisenschreiber am Ende des 17. Jahrhunderts. In: Gutenberg-Jahrbuch 1993, S.140 - 158).

Verfolgte Eddelaker

Im Heimatgeschichtlichen Wegweiser wird erwähnt, dass ein KZ- Häftling aus Brunsbüttel bei der Bombardierung der Cap Arcona umgekommen sei. Unsere Recherchen haben aber ergeben, dass es sich hierbei um Walter Karl Thurow aus Eddelak handelte. Er lebte vorher in Averlak.

Seine Leidensgeschichte ist schon relativ gut recherchiert:

Walter Karl Thurow, geb. am 25.02.1905 in Anklam, Mitglied der KPD Hamburg, Beruf Bäcker, verheiratet mit Minna, geb. Sponholz, vier Kinder, 1935 aus Datteln, Krs. Recklinghausen in Averlak zugezogen, am 01.03.1936 erfolgte dann der Umzug nach Warfen, jetzt Eddelak, verurteilt vom Kieler Sondergericht am 11.06.1940 auf Grundlage des "Heimtückegesetzes" zu drei Jahren Gefängnis, ab 28.6.1940 im Gefängnis Lübeck-Lauerhof, im Anschluss an die Haft brachte die Gestapo den Gefangenen in das KZ Neuengamme, am 3. Mai 1945 starb er beim Untergang der Thielbek (Quellen: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Landesarchiv Schleswig-Holstein, Amt Burg – St. Michel) - Akte im Landesarchiv unter der Signatur Abt. 358 Nr. 1562

Vereine in Eddelak



Wirtschaft und Infrastruktur

Ortsansässige Betriebe

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 29 1.713
1998 17 1.052
1999 15 1.382
2000 35 2.022
2001 21 1.237
2002 15 688
2003 27 1.415
2004 20 992
2005 19 1.126
2006 21 1.546
2007 15 733
2008 19 553
2009 21 1.227
2010 20 1.094
2011 24 1.795
2012 13 789
2013 18 872
2014 20 1.357
2015 21 1.897
2016 39 1.842
2017 15 1.167
2018 15 1.877

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018


Polizeiliche Lagemeldungen


Weblinks


Karten


Städte und Gemeinden im Kreis Dithmarschen

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