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Ebbe und Flut

Aus Dithmarschen-Wiki

Inhaltsverzeichnis

Gezeiten

Unter den Gezeiten oder der Tide (niederdeutsch tiet=Zeit) versteht man den durch die Gravitation des Mondes und der Sonne verursachten Zyklus von Ebbe und Flut auf den großen Gewässern der Erde. Allgemein treten Gezeitenkräfte an ausgedehnten Körpern auf, die einander anziehen. Der Himmelskörper reagiert auf die Gravitationskraft mit Beschleunigung. Wenn diese senkrecht zur Bahnrichtung wirkt, beschreibt er eine Kreisbahn, bei Wirkung in Bahnrichtung wird er schneller, bei Wirkung gegen die Bahnrichtung wird er langsamer. In allen 3 Fällen hat nur der Schwerpunkt die „richtige“ Beschleunigung, die der Anziehungskraft zugewandten Partien werden stärker angezogen und müssten eigentlich stärker beschleunigen, die abgewandten umgekehrt. Deshalb wird der Himmelskörper zerrissen (z.B. Shoemaker-Levy 9)oder seine Äquipotentialfläche bildet 2 Bäuche. Das Wasser passt sich schneller dieser neuen Äquipotentialfläche an als die träge Erdkruste. Dadurch entsteht das zeitliche Auf und Ab des Wasserstandes, was dem Phänomen den Namen gibt.
  • Die Wirkung des Mondes auf die Erde ist nicht leicht zu verstehen, weil der Schwerpunkt des Systems noch in der Erde liegt. Vergrößert man die Masse des Mondes, so dass der Schwerpunkt 50 000 km außerhalb der Erde Liegt, ist das Zusammenwirken ebenso leicht zu verstehen wie beim System Erde-Sonne.
Den arithmetischen Mittelwert aus Tidenstieg (TS) und Tidenfall (TF) bezeichnet man als Tidenhub (TH). Tidenstieg und Tidenfall ergeben sich aus der Differenz zwischen Hochwasserhöhe (HWH) und Niedrigwasserhöhe (NWH). Der zeitliche Verlauf des Wasserstandes zwischen Niedrigwasser (NW), Hochwasser (HW) und darauf folgendem Niedrigwasser ergibt die Tidenkurve.

Die Gezeitenwirkung der Sonne ist etwa halb so stark wie die des Mondes, ihre Perioden betragen 12h bzw. 12h25. Der Wasserstand, die Höhe der Gezeit (H), variiert je nach Stellung von Sonne und Mond: Stehen Sonne, Mond und Erde auf einer Geraden wie bei Voll- und Neumond, so addieren sich die Anziehungswirkungen, und es kommt zu einer (höheren) Springtide. Stehen Sonne, Mond und Erde in einem rechten Winkel zueinander wie bei Halbmond, so wird die Anziehungskraft des Mondes von der Sonne abgeschwächt, und es kommt zur (niedrigeren) Nipptide. Bedingt durch den Wechsel des Wasserstandes kommt es insbesondere im küstennahen Bereich zu mehr oder weniger starken Ausgleichsströmungen, sogenannten Gezeitenströmen. Den Zeitpunkt der Strömungsumkehr zwischen auflaufend und ablaufend Wasser und umgekehrt nennt man den Kenterpunkt der Tide. Erreicht die Tide durch eine Flussmündung das Landesinnere, spricht man von Gezeitenwelle. Quelle: Wikipedia

Definition Ebbe und Flut sowie Hoch- und Niedrigwasser

Flut ist der gesamte Zeitraum des Steigens -- „auflaufendes Wasser“.
Ebbe ist der Zeitraum des Sinkens des Wasserspiegels -- „ablaufendes Wasser“.

Den jeweils abschließenden Augenblick des höchsten beziehungsweise niedrigsten Wasserstandes bezeichnet man mit Hoch- beziehungsweise Niedrigwasser (HW, NW). Diese Phasen haben alle eine Bedeutung für die Schifffahrt, z.B. durch die Strömung, die bei kleineren Booten zwangsläufig die Möglichkeit zum Einlaufen oder Auslaufen aus einem Hafen bestimmt, oder durch die jeweilige Wassertiefe, die bestimmt, ob ein Gewässer zu einer bestimmten Zeit ohne die Gefahr, auf Grund zu laufen, befahrbar ist.

Springtide

Eine Springflut (entsprechend: Springtide) ist eine höher auflaufende Flut, verursacht durch die Konjunktion oder Opposition von Sonne und Mond, die durch gemeinsame Gezeitenwirkung bzw. Zentrifugalkraft für eine höher als normal auflaufende Flut sorgen. Dies ist bei Vollmond und Neumond der Fall; allerdings verzögert sich die Auswirkung in der Deutschen Bucht um ein bis drei Tage.

Bei Springtide tritt das Hochwasser auf hoher See in etwa mittags und mitternachts ein, da der entsprechende Punkt auf der Erde dann genau unter der Konjunktion von Sonne und Mond liegt. Je nach Küstengestalt kann es in Schelfmeeren wie der Nordsee, Buchten und insbesondere Ästuaren eine gewisse Verzögerung geben.

Normalerweise ist eine Springflut eine wenig spektakuläre Erscheinung, bei der das Hochwasser nur einige Zentimeter höher aufläuft. Da bei Springtide die Ebbe niedriger als normal ausfällt, kommt es aber insgesamt zu einer stärkeren Gezeitenbewegung. Dies kann sich dann, z.B. an Meerengen, etwa zwischen Insel und Festland, in einer Zunahme des Gezeitenstroms bemerkbar machen. In einigen Buchten oder Flussmündungen kann dabei es sogar zu einer sichtbaren Gezeitenwelle kommen, so dass die Springflut ausnahmsweise als Naturereignis unmittelbar sichtbar wird.

Durch den Umlauf des Mondes kommt es alle 14 Tage zu einer Springflut, die aber durch den Gezeitenlauf z.B. in der Nordsee um einige Tage verzögert ankommt. Quelle: Wikipedia

Sturmflut

Sturmflut 1976 Foto: Jens Uwe Blender

Eine Sturmflut ist ein durch Sturm mit auflandigen Winden erhöhter Tidenstrom. Von einer Sturmflut wird gesprochen, wenn der Tidenhöchststand das mittlere Tidenhochwasser um 1,50 Meter oder mehr übersteigt. Ab 2,50 Meter wird von einer schweren Sturmflut und ab 3,50 Meter wird von einer sehr schweren Sturmflut gesprochen. Sturmfluten treten verstärkt im Frühjahr und im Herbst auf. Die Deutsche Bucht ist nach Ansicht des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie eines der am stärksten von Sturmfluten bedrohte Gebiet weltweit. Bedingt durch die Geographie der Nordseeküste und den Trichtereffekt der Elbmündung tritt dieses Phänomen häufiger auf als anderswo.

Sturmfluten und ihre Wirkungen sind ab dem Jahr 1000 überliefert. Zuverlässige Angaben gibt es dabei — bis in die neuere Zeit hinein — allenfalls für das Ausmaß der jeweiligen Landverluste. Darüber welche Sturmflut im Hinblick auf die Zahl der Toten die bisher verheerendste war, kann man nur mutmaßen. Die früheren Angaben zur Zahl der Toten sind zum Einen sehr widersprüchlich und zum Anderen steht zu vermuten, dass einige Zahlen im Hinblick auf die mittelalterliche Siedlungsdichte an der Nordsee deutlich zu hoch angesetzt sein dürften.

Die Opfer der Sturmfluten von 1953 (vor allem in den Niederlanden) und 1962 (vor allem in Deutschland und Dänemark) waren Anlass für umfangreiche Küstenschutzmaßnahmen, z.B. die Deltawerke. Diese massive Investitionen in den Küstenschutz, insbesondere durch Deichbau und Sperrwerke, haben dafür gesorgt, dass die jüngsten Sturmfluten weitaus weniger Schäden verursachten als frühere, niedrigere Sturmfluten.

Im Zuge der globalen Erwärmung durch den verstärkten Treibhauseffekt wird allerdings mit einer Erhöhung der Sturmflutgefahren durch drei Effekte gerechnet: Erhöhte Sturmwahrscheinlichkeit, Erhöhung der Sturmintensitäten und genereller Anstieg des Meeresspiegels.

Sturmfluten wurden auch Gegenstand literarischer Werke wie beispielsweise in der Novelle Der Schimmelreiter von Theodor Storm, der darin außerdem recht interessant die Entwicklung im Deichbau an der Nordsee im 19. Jahrhundert beschreibt. Die Sturmflut wird dabei in der deutschen Literatur sowie in Liedertexten oft auch als Blanker Hans bezeichnet. Quelle: Wikipedia

eigentlich stärker beschleunigen, die abgewandten umgekehrt. Deshalb wird der Himmelskörper zerrissen (z.B. Shoemaker-Levy 9)oder seine Äquipotentialfläche bildet 2 Bäuche. Das Wasser passt sich schneller dieser neuen Äquipotentialfläche an als die träge Erdkruste. Dadurch entsteht das zeitliche Auf und Ab des Wasserstandes, was dem Phänomen den Namen gibt.

  • Die Wirkung des Mondes auf die Erde ist nicht leicht zu verstehen, weil der Schwerpunkt des Systems noch in der Erde liegt. Vergrößert man die Masse des Mondes, so dass der Schwerpunkt 50 000 km außerhalb der Erde Liegt, ist das Zusammenwirken ebenso leicht zu verstehen wie beim System Erde-Sonne.
Den arithmetischen Mittelwert aus Tidenstieg (TS) und Tidenfall (TF) bezeichnet man als Tidenhub (TH). Tidenstieg und Tidenfall ergeben sich aus der Differenz zwischen Hochwasserhöhe (HWH) und Niedrigwasserhöhe (NWH). Der zeitliche Verlauf des Wasserstandes zwischen Niedrigwasser (NW), Hochwasser (HW) und darauf folgendem Niedrigwasser ergibt die Tidenkurve.

Die Gezeitenwirkung der Sonne ist etwa halb so stark wie die des Mondes, ihre Perioden betragen 12h bzw. 12h25. Der Wasserstand, die Höhe der Gezeit (H), variiert je nach Stellung von Sonne und Mond: Stehen Sonne, Mond und Erde auf einer Geraden wie bei Voll- und Neumond, so addieren sich die Anziehungswirkungen, und es kommt zu einer (höheren) Springtide. Stehen Sonne, Mond und Erde in einem rechten Winkel zueinander wie bei Halbmond, so wird die Anziehungskraft des Mondes von der Sonne abgeschwächt, und es kommt zur (niedrigeren) Nipptide. Bedingt durch den Wechsel des Wasserstandes kommt es insbesondere im küstennahen Bereich zu mehr oder weniger starken Ausgleichsströmungen, sogenannten Gezeitenströmen. Den Zeitpunkt der Strömungsumkehr zwischen auflaufend und ablaufend Wasser und umgekehrt nennt man den Kenterpunkt der Tide. Erreicht die Tide durch eine Flussmündung das Landesinnere, spricht man von Gezeitenwelle. Quelle: Wikipedia

Literatur und Dokumente

SturmflutBrunsbüttel.jpg Weitere Informationen unter "Chronik des Landes Dithmarschen"

Abhängigkeiten und Gefahren

Von besonderer Bedeutung ist die Tidenabhängigkeit für das Baden an der Dithmarscher Küste wie auch allgemein an den Küsten von Tidengewässern. Generell sollte nur bei auflaufendem Wasser gebadet werden, da selbst trainierte Schwimmer gegen den Ebbstrom anschwimmen können und das Ufer so nicht erreichen. Bei Wattwanderungen ist die genaue Kenntnis der Tidenzeiten ebenfalls von größter Wichtigkeit. Unkundige sind meist überrascht, wie schnell die Flut auflaufen kann.

Auch die jährlich stattfindende Wattolümpiade hängt von dem Gezeitenwechsel ab, da die Spiele nur bei Ebbe stattfinden können. In der Regel gibt es nur zwei Sonntage im Sommer, an denen die Ebbe auf den frühen Nachmittag fällt, die Idealzeit für das spektakulärste Touristik-Event der Westküste.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) muß jährlich zu mehreren Einsätzen auslaufen, weil Schwimmer durch die Überschätzung der eigenen Kräfte und Unterschätzung des Gezeitenstroms auf das Meer hinausgetrieben werden oder Urlauber bei Wattwanderungen ohne ortskundige Führer in Not geraten.

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