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Dithmarscher Erklärung

Aus Dithmarschen-Wiki

www.dithmarschen.de Autor: Pressestelle, 06.05.2008 Quelle: Kreis Dithmarschen

Dithmarscher Erklärung

HEIDE (pid). Der Mensch mit seinen Lebensansprüchen ändert seine natürliche Umgebung und hat auch in Dithmarschen zwischenzeitlich eine fast ausschließliche Kulturlandschaft geschaffen.

Mit dem Recht des Menschen, das natürliche Umfeld zu gestalten, obliegt ihm allerdings auch die Pflicht, die Schöpfung und ihre natürliche Vielfalt nachhaltig zu bewahren.

Greifvögel gehören seit Beginn in die belebte Natur und sind äußeres Zeichen für intakte Nahrungsketten und ökologische Systeme. Soweit Greifvögel durch das Wirken der Menschen in ihrem Bestand gefährdet sind oder werden, ist es Pflicht des Menschen, die Greifvögel zu schützen und zu fördern.

Insbesondere in den letzten Jahrzehnten wurden einige Greifvogelarten vom Menschen in ihren Lebensgrundlagen in Existenz bedrohender Weise eingeengt. Dies führte zum gesetzlichen Schutz dieser Greifvögel.

Der Schutz der Greifvögel hat in Schleswig-Holstein eine lange Tradition. Hier sind in erster Linie die langjährigen Bemühungen zur Rettung der letzten Seeadlerbrutpaare der Bundesrepublik Deutschland zu nennen, die bereits 1968 durch den damaligen World Wildlife Fund (WWF) gemeinsam mit der Landesjägerschaft initiiert wurden.

Der Erfolg dieser Bemühungen ist beispielhaft: Während man sich seinerzeit um den Schutz der letzten vier Seeadlerbrutpaare bemühte, beherbergt Schleswig-Holstein heute wieder fast 50 Paare des deutschen Wappenvogels. Schon bald folgten andere Schutzprojekte: So startete der NABU zu Beginn der 1990er Jahre das später durch den Landesjagdverband erneut aufgegriffene und fortgeführte Wiesenweihenprojekt.

Weitere Artenhilfsprogramme zielen auf Rotmilan und Fischadler ab. Darüber hinaus beschäftigen sich zahlreiche Forschungsprojekte im Lande mit dieser Vogelgruppe. Kennzeichnend für alle Greifvogelprojekte des Landes war und ist, dass sie durch eine breite Allianz von Verbänden und Verwaltung gemeinsam getragen werden.

Bedauerlicherweise gibt es dennoch immer wieder nunmehr illegale Handlungen wie die Entnahme von Gelegen und Jungvögeln, das Aufstellen verbotener Fallen, Vergiftungen und auch den Abschuss einzelner Vögel. Mit diesen Aktionen werden der Greifvogelschutz und insbesondere auch die bisherigen Erfolge in Frage gestellt.

Der Kreis Dithmarschen, der Dithmarscher Kreisjägermeister und der Naturschutzbeauftragte des Kreises Dithmarschen werden es nicht dulden, dass die gemeinsamen erfolgreichen Schutzbemühungen der letzten Jahrzehnte durch kriminelle und unbelehrbare Einzeltäter gefährdet oder gar zunichte gemacht werden. Sie vereinbaren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Verfolgung illegaler Taten.

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Die Unterzeichner werden sich nachdrücklich dafür einsetzen, dass der Greifvogelschutz durch aktive Fördermaßnahmen unterstützt und illegale Verfolgung geahndet wird.

Landrat Kreis Dithmarschen

Kreisjägermeister

Naturschutzbeauftragter des Kreises Dithmarschen


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