Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Dithmarscher Bücher

Aus Dithmarschen-Wiki

SCHOPF.jpg

Inhaltsverzeichnis

Lustiges

  • "Die Marschmenschen, wie sie wirklich sind" Autor Axel Marquardt

Geschichte Dithmarschens

Das Dithmarscher Reiterwappen 2004

von Reimer Hansen . Wolf Dieter Könenkamp . Frank Trende herausgegeben vom Verein für Dithmarscher Landeskunde e. V. bei Boyens ISBN 3-8042-1134-8


Chronik des Landes Dithmarschen

von Neocorus (um 1590)„… watt he vun de olen Dithmarscher vertellt…“ ISBN 3-7963-0144-4 Gesamtausgabe ,ISBN 3-7963-0154-2 Band I , ISBN 3-7963-0146-0 Band II je 130/190 mm 1300 Seiten m. s/w.Illustrationen


Geschichte Dithmarschens

Martin Gietzelt, Verein für Dithmarscher Landeskunde e.V.: 560 Seiten mit über 500 Abb. und historischer Faltkarte, ISBN 3-8042-0859-2, Erschienen: 2000 Erstmals seit Jahrzehnten liegt wieder eine umfassende und überhaupt erstmals eine reiche illustrierte Darstellung der Dithmarscher Geschichte vor. Die Autoren werten bisherige Forschungsliteratur kritisch aus und ergänzen sie um die Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen der letzten Jahre.

Nicht immer sind die Darstellungen geglückt, besonders bei lebenden Personen und Persönlichkeiten in der ehmaligen Republik. So im Abschnitt "Kunst und Kunstgewerbe" in Dithmarschen. Die Autorin verleugnet ihren musealen Blickwinkel nicht. Autorin Jutta Müller (Landesmuseum Dithmarschen) wurde in öffentlichen Diskussionen häufig darauf angesprochen, weshalb sie den Dithmarscher Künstler und Kulturpreisträger Jens Rusch in Ihrer Darstellung unerwähnt gelassen hatte. Sie merkte mehrfach an, dass Rusch in ihren Augen kein Künstler sei.

BeiSönke Dwenger von der DLZ lesen wir über die Neuerscheinung aus seinem Hause : „Jeder ist Kaiser auf seinem Trecker“ Literarische Spurensuche: Marne hat mehr zu bieten als Kohl und Dithmarscher Pils “Marne - Traurig, aber sicherlich wahr: Unsere Literaten haben Dithmarschen verlassen müssen, um zu Ruhm zu kommen.“ Das hat Freizeitheimatforscher Frank Trende bei seinen Recherchen für das Buch "Geschichte Dithmarschens" feststellen müssen. Damit gibt es leider auch keine Dithmarscher Literaturgeschichte. Sehr wohl findet man hingegen bedeutendere Literatur aus der Feder gewesener Dithmarscher. Trende nannte auch Beispiele während der Buchvorstellung kürzlich im Marner Skatclubmuseum: Claus Harms aus Fahrstedt verfasste aufmüpfige theologische Schriften, die weiträumig Beachtung fanden; die Arabien-Reportage des Forschungsreisenden und späteren Meldorfer Landschreibers Carsten Niebuhr ist ein Klassiker der Wissenschaft; Friedrich Hebbel aus Wesselburen („Er litt unter der Weltabgeschiedenheit, die ihm armselig und kulturlos vorkommen mochte“) wurde in Wien der bedeutendste Bühnenautor seiner Zeit; Klaus Groth aus Heide wird als epochemachender niederdeutscher Autor gewürdigt; Gustav Frenssen startete als populärer Bestsellerautor (und landete als antisemitischer Propagandist); die vielschichtigen Stücke des Dramatikers Ivo Braak aus Marne und des Heimatdichters, Hörspielautors und Wahl-Brunsbüttelers Emil Hecker stimmten nachdenklich, und die humorigen Lebensweisheiten von Professor Reimer Bull (in Marne geboren) füllen noch heute mühelos jeden Saal. Der Barlter Tischlersohn Gustav Frenssen hatte den Durchbruch als Bestsellerautor der Kaiserzeit bereits geschafft, als er vom feinen Blankenese ins graue Dithmarschen zurückkam. Die hochdekorierte Sarah Kirsch kam 1983 nach Tielenhemme, um sich vom Trubel der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Der Maler Dietrich Molder aus Friedrichskoog bestätigt die Vermutung, dass Künstler heutzutage tatsächlich nach Dithmarschen ziehen, um im Stillen arbeiten zu können. Die Dramen und Romane von Erna Weißenborn (1898 - 1973) hätten sicherlich bundesweit Anerkennung gefunden, wäre die begabte Schriftstellerin nicht in Heide geblieben. „Ihre Förderer und Kritiker hätten gern gesehen, wenn sie in Wien oder Berlin gelebt hätte.“ Im späten Alter hatte Erna Weißenborn sogar mit existenzieller Not zu kämpfen. „Die Karriere von Heiner Egge ist sicherlich noch nicht abgeschlossen“, urteilt Trende. Wird auch er Dithmarschen verlassen müssen? Bei seiner literarischen Spurensuche stellte der gebürtige Dithmarscher (und heute bei Kiel lebende.) Frank Trende schnell fest, dass Marne durchaus ein Schwerpunkt ist, wenn es um die niederdeutsche Sprache geht. Mit dieser Tatsache sollte die Marschenmetropole ihr Image durchaus aufpolieren, mahnt Trende: „Aus Marne kommt mehr als nur Kohl und Dithmarscher Pils! Die Stadt sollte sich auf ihre Tradition besinnen und ihre niederdeutschen Literaten offensiv herausstellen, und zwar nicht nur für die Touristen, sondern als Prozess der Bewusstwerdung. Wenn mein Beitrag in dem Buch dazu dient, habe ich schon genug geleistet.“ Der frühere Landrat von Süderdithmarschen, Christoph Bernhard Schücking aus Brunsbüttel, bekräftigte das Ansinnen des jungen Trende: „Als ich vor fünfzig Jahren aus Westfalen kam, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was in Dithmarschen anders ist. Und ich muss sagen: Man kann stolz sein auf die Literatur, die aus Dithmarschen erwachsen ist!“ Das Schlusswort dieses Kapitels gebührt der Lyrikerin Sarah Kirsch (geb. 1935):

„Der Geist der Bauernrepublik spukt noch, jeder ist Kaiser auf seinem Trecker, und auch mir mit dem Heusack auf der Schulter huldigt der Milchfahrer, wenn er die Stille durchkreuzt. . .“

--Peter Zornig 19:17, 11. Apr. 2008 (CEST)


Historische Orte erzählen

Schleswig-Holsteins Geschichte Frank Trende 116 Seiten, 184 Abbildungen Leinen mit Schutzumschlag,ISBN 3-8042-1151-8 Erschienen: 2004 Haithabu, das Dannewerk und der Oldenburger Wall werden ebenso vorgestellt wie die alten Metropolen Schleswig und Lübeck. Der Heider Marktplatz findet sich in diesem Buch genauso wie die Klosterkirche Bordesholm, das Schloss Eutin und die Herrenhäuser Emkendorf und Schierensee. Die Stadtgründungen von Friedrichstadt und Glückstadt, die alte Festungsstadt Rendsburg als Schauplatz der Erhebung von 1848 und Kiel als Ort der Novemberrevolution 1918 werden hier vorgestellt. Rezension: Dieser Prachtband gehört nach Meinung von Rezensent F.P. als Nachschlagwerk unbedingt ins Bücherregal. Autor Frank Trende erzähle chronologisch die Geschichte Schleswig-Holsteins. Zu diesem Zweck habe er sich fünfzig Orte ausgewählt, die jeweils für einen Abschnitt der Geschichte dieses Bundeslandes stünden. Jeder Ort werde auf zwei Seiten verhandelt. Es beginnt dem Rezensenten zufolge bei Ahrensdorf und den Resten einer sechstausend Jahre alten Siedlung und reiche bis ins heutige Hamburg hinein.


Hausgeographie – Dithmarschen

Prof.Otto Lehmann ist es zu verdanken, dass wir heute im Altonaer Museum zahlreiche Modelle Dithmarscher Bauernhäuser sehen können. 1913 erschien sein Büchlein mit 8 Tafeln und 25 Text Illustrationen 135/225 auf 80 Seiten s/w. Die Arbeit von Lehmann in diesem kleinem Klassiker bewirkte das Dithmarscher Bauernhäuser immer wieder in nachfolgenden Werken zitiert wurden. Wir erfahren Details aus Höfen unser Umgebung Klaus Hansen Ostermenghusen 1750- Vollmacht Schmielau 1775 - und Thies Frauen aus Auenbüttel 1750 und viele anderen.


Ortsnamen und Ortsgeschichten aus Schleswig Holstein

zunebst dem reichhaltigen slawischen Ortsnamenmaterial und den dänischen Einflüssen auf Fehmarn, Lauenburg Helgoland und Nordfriesland sowie einen Streifzug durch die Geschichte. Hans Wilhelm Heafs 2004 ISBN 3-8334-0509-0

Hier finden wir nach einem Ortsnamenregister von Aasbüttel in Rendsburg bis Ziethen bei Ratzeburg im Ortsnamenregister ausführliche Auslegungen und Erklärungen meist unter zur Hilfenahme von Wolfgang Laur der schon 1967 im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft für Landes und Volkstumsforschung ein Ortsnamenlexikon erstellte.

Zum Namen Dithmarschen erfahren wir: Dithmarschen im 6. Jh in Thiatmaresgaho,1059 in pago Thietmaresca, Ende 12.Jh Thetmarsia, 1321 Thitmarcia, 13 Jh Dethmerschen, 14 Jh to Ditmarschen: wohl aus dem asä.thiad=groß, viel (eigentl. „Volk“)+asä.mersc (aus germ.*maresca) =Sumpf(land),also etwa= das große Sumpfland, die große Marsch, das Moorgebiet. (nach Laur) Im folgenden wird die Geschichte des Landes dargestellt.


Kartographie und Topgraphie Schleswig Holsteins 1475-1652

Boyens Heide ISBN 3-8042-0286-1.

Das Büchlein stellt die wichtigsten und ältesten Karten Schleswig Holsteins vor die mittlerweise sehr selten meist an entlegene Orten und häufig nur als einzige Exemplare erhalten geblieben sind . Darunter auch Peter Boeckels Dithmarschen Karte von 1559 Diese Karte zeigt Dithmarschen in der natürlichen Gliederung, auch menschliche Eingriffe sind mit Deichen, Wegen, Ackerfluren, Siedlungen und alten Schanzanlagen festgehalten, die Insel Büsum die erst 1585 landfest gemacht wurden. Vor Brunsbüttel ankern feindliche Kriegsschiffe.


Kurze Geschichte Dithmarschens

Studiendirektor Dr. Beber, Oskar lies 1922 beim Drucker Altmüller seine Kurze Geschichte Dithmarschens drucken. 135/225 mm . Auf 100 Seiten finden wir die bekanntesten Dokumente des Landes aus der Sicht des Gelehrten beschrieben. Beber hielt es für unerlässlich, wenn er im Vorwort meint „dickbändige Werke über Dithmarschen gäbe es genug“. Sei’s drum wir, können wichtige weiterführende Informationen mitnehmen die die Zeit verdeckt hat.


Aus der Geschichte unserer Heimat 1979,

Hinrich Rühmann Dithmarscher Kurier /Burg s/w 145/205 84 Seiten Der Verfasser war erfolgreicher Sammler von Zeitzeugen, vorallem in der niederdeutschen Sprache. Einer der alten Schule, in Burg bis 1963 als Lehrer an der Hauptschule, aus Arkebeck gebürtig. Viele Heimatbücher seiner Gegend schöpfen aus seinen vielen Aufsätzen die in der lokalen Presse bis 1968 Veröffentlichungen fanden. Deshalb finden wir in seinem Buch bekanntes, allerdings in ausführlicher Form. Für Familienforscher eine empfehlenswerte Lektüre, setzt sich der Autor mit der Hochzeitspolitik der Grossfamlien Wiese und Lucht aus Buchholz und Kuden auseinander. „Geld mutt to Geld.“


Flüchtlingsland Schleswig Holstein

Boyens 1998 ISBN 3-8042-0802-9 290 Seiten zahlreiche s/w Bilder Gemeinschaftsprojekt von NDR und Heimatbund . 250 persönliche Erlebnisberichte geben Zeugnis über Ankunft und Aufnahme in der neuen Heimat. Wir erfahren vom Hunger und Kälte in Notunterkünften und durch die heimische Bevölkerung. Immer aus der Sicht der Betroffenen Flüchtlinge im eigenen Land. Wir spüren zwischen den Zeilen die Dankbarkeit aber auch das Zähneknirschen auf beiden Seiten. „Wie hebbt sülm nix.“ Ein eindrucksvolles Zeitdokument, welches deutlich macht, wie notwendig die Aufarbeitung auch in der Generation danach ist.“ dreizehn davon aus Dithmarschen.


Tegetthoffs Marsch in die Nordsee, Oeversee,Düppeler Schanzen

Helgoland im deutsch-dänischen Krieg 1864 Klaus Müller 1991 Verlag Styria Graz ISBN 3-222-12007-2 auf 151 Seiten,170/240 mm zahlreiche historisch Abb.-Fotos (teilweise vom Seegefecht) s/w Aus dem Klappentext: Die Frage um den Besitz von Schleswig Holstein führte 1864 zum deutsch-dänischen Krieg Die Gefechte Oeversee, den Düppeler Schanzen und das Seegefecht bei Helgoland, zwischen einem österreichischen Geschwader mit preußischer Beteiligung und einem dänischen Geschwader stehen im Mittelpunkt dieses historischen Sachbuches. Vorhaben des Autors ist es aber auch, die Rolle Österreichs, seiner Armee und seiner Flotte, zu korrigieren .Anmerkung: Nicht nur für den Militaria - und Marine-Sammler sondern auch der Familienforscher.


Süderdithmarschen

Boyens Heide 1970 ohne ISBN 204 Seiten zahlreiche s/w Abbildungen .Dieses Buch wurde zur Erinnerung an den Kreis Süderdtihtmarschen verfasst, der am 26.4.1970 in den Kreis Dithmarschen aufging.

Fast 400 Jahre bildete der Süderdithmarschen einen eigenen Verwaltungskreis der sich wesentlich von dem der Nordermarsch unterschied. Ausführlich wird der Entwicklung der letzten Jahrzehnte Platz eingeräumt Besonders die Landgewinnung und Bedeichungen wird zahlreichen historischen Karten dokumentiert. Beachtlich für Dithmarschen. Da wird auch 30 Seiten der Vorgeschichte des Nationalsozialismus gewidmet, allerdings im (verschlossenen) Stil des Zeitgeistes von 1960.Es geht halt um Verwaltung in diesem Buch das vom Kreis Süderdithmarschen finanziert wurde. Alles in allem ein Buch dessen Inhalt man woanders viel authentischer vorfindet.


Meister Jürgen Heitmann der Ältere

in Wilster ein Bildschnitzer des siebzehnten Jahrhunderts 61 s/w Fotos aus den 20er Jahren des vorigen Jhdts. Wilhelm Johnsen 1938 - Verlag Johann Schwark Söhne Wilster nur mehr antiquarische erhältlich

Warum nur in die Ferne schweifen denn das gute liegt so nah. Wir besuchen Florenz oder Wien und bewundern dort Künstler alter Zeit. Schau’n wir nach nebenan: Nicht nur der Altar in St. Margarethen, Beidenfleth, Schenefeld und Erfde usw. die Bartler Kanzel, sondern Türen, Schränke und Truhen, Grabsteine und Schnitztafeln aus Brunsbüttel, Helse u.v. m. stammen vom den beiden Heitmännern aus Wilster. Dessen Arbeiten die in vielen Museen im Lande immer noch Beachtung finden und in Kirchen nach wie vor zum Ruhme Gottes dienen, sind allgemein wenig bewusst. Zwei absolute Meister ihrer Kunst aber auch Menschen die der raue Wind der See geprägt haben - mit rüdem Umgangston - von denen relativ viel persönliches aus Gerichtsakten der Nachwelt zu erfahren


Von alten Bäumen Gräbern und Steinen in Dithmarschen, 1964

von Otto G.Meier bei Boyens / Heide

Hier ist von Denkmälern die Rede die Menschen überleben die aus der Natur entstandensind oder/und ein Teil der Landschaft darstellen. Denkmäler mit einer hohen Symbolkraft die den Volksglauben inspirietren und den Sagenerzählern immer wieder nue Geschichte erzählen. Wie weit diese Denkmäler wie sie in diesem Büchlein über den sehr frühen Naturschutz heute noch ihren Bestand in unser Mitte haben kann ich nicht beurteilen. Die geschützen Hühnengräber wird man nicht davon getragen haben. Aber der eine und andere noch 1964 erwähnte Baum könnte verschwunden sein die Fünffingerlinde bei Oderrade,die Prangerlinde zu Süderhastedt,oder die über 300 Jahre Eiche in Schaftstedt.

Dithmarschens Bildbände

Dithmarschen um 1900 - Land und Leute in Fotografien von Thomas Backens 1863-1944 Verlag Boyens 2001 - ISBN 3-8042-1015-5 - 150 Seiten,140 Einzelbilder vorwiegend aus dem Großraum Marne, zahlreiche aus BB und den anderen umliegenden Ortschaften. Ein grossteil der Fotos war bisher noch nie oder nur an schwer zugänglichen Stellen veröffentlicht. Aus dem Vorwort: „Besonders in der Erfassung der Marschenlandschaft an Süderdithmarschens Küsten erwies sich Backens als Pionier. Darüber hinaus ist für kaum eine andere Region Schleswig-Holstein ein derartig dichter, alle Lebensbereiche berührender fotografischer Bestand erhalten geblieben……..“ Dieser ungewöhnliche Bildband mit ausführlicher Bilddokumentation gehört als Zeitdokument in jede gute Dithmarscher Stube. Ein nicht ganz billiges, aber ein beachtliches Buch.

Kaiserzeit auf dem Dorfe Nis R.Nissen Landleben um 1880 auf Fotos von Thomas Backens, Dithmarscher Pressedienst Heide 1979 ISBN 3-88089-027-7 Zahlreiche Abb. aus dem Leben in Brunsbüttel, vor allem die Strandhalle, Neufeld, Kuden…. Glück im Winkel….. Die Bilder haben leider keine ortsbezogenen Untertitel. Die Originalbilder liegen im Marner Museum. So war es damals,d as Leben auf dem Lande, Erinnerungen in Wort und Bild 45 - Moin, Moin ! Emil Hecker, Leander Segebrecht, Eigenverlag 1983 ISBN 923774-07-9 Auf 60 Seite Fotos sw Vorwort und begleitender Text von Kai H. Tange In seiner Absicht ein stimmungsvoller Gedicht und Fotoband. In der Ausführung im Druck missraten. Man kann die Schrift schwer lesenden Aufnahmen die treffend gewählt aus derUmgebung von Brunsbüttel, ist flach ohne Tiefe. Aber es rundet das Bild um Hecker ab. Von den Bildern möchte man gerne mehr sehen. Im Skatclub Museum in Marne liegen einige Fotos von Segebrecht recht lieblos auf

Moin, Moin ! Emil Hecker, Leander Segebrecht, Eigenverlag 1983 ISBN 923774-07-9 Auf 60 Seite Fotos sw Vorwort und begleitender Text von Kai H. Tange . In seiner Absicht ein stimmungsvoller Gedicht und Fotoband.

Brunsbüttel in alten Ansichten H. Lewerenz ISBN 90 288 5989 aus 1995 Der Text wurde mit der Chronikgruppe der Volkshochschule Brunsbüttel erarbeitet. Ich nehme an das dies bekannt ist, aber was ist mit der Chronikgruppe? In dem Buch Brunsbüttel und Umgebung ISBN 3-89702-348-2 wird H. Lewerenz deutlicher was den Fotonachweis anbelangt: Zur Arbeitsgruppe Brünsbütteler Chronik zählen demnach Hans Walter Engelken,Friedrich Hanse,Helmut Kann ,Dr. Fritz Lorenz ,Karl Martin ,Dr. Fritz Pohl, Heinz Wendt ,Norbert Wenn.

Bilder aus der Zeit 1920 -1970 ISBN 3-87550-120-9, Möller Söhne Rendsburg.mit all den Themen von „damals“, nicht direkt aus Dithmarschen aber von nebenan.

Dithmarschens - Sagen

Schleswig Holsteinisches Sagenbuch

Aus der Müllenhoffschen Sammlung von Frank Trende 2004 ISBN: 3-8042-1130-5 Boyens Medien GmbH & Co. Sagen und Legenden aus alter Zeit erfreuen sich auch heute ungebrochener Beliebtheit. Sie lenken den Blick auf vergangene Tage und erzählen von merkwürdigen und rätselhaften Begebenheiten an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Noch heute bringen sie Leserinnen und Leser zum Staunen und manchmal auch zum Gruseln. Dieser schön ausgestattete Band beinhaltet die 80 beliebtesten Stücke aus dem Schatz schleswig-holsteinischer Sagen, die Karl Viktor Müllenhoff zusammen mit Theodor Storm und Theodor Mommsen aus mündlicher Überlieferung zusammentrug, unter anderem "Graf Rudolf auf der Bökelnborg", "Die Schlacht bei Bornhövede" und "Offas Kampf auf der Eiderinsel" sowie Sagen über Seeräuber, Werwölfe, Hexen und Gespenster, Klabautermänner und Unterirdische. In einem informativen Nachwort weist Frank Trende auf das Weiterwirken vieler Sagenmotive bis in unsere Zeit hin. Durch ein Ortsverzeichnis ist die Sammlung, die Stücke aus allen Landschaftsteilen enthält, schnell zu erschließen. Meinung: Die 80 populärsten Stücke aus dem Schatz schleswig-holsteinischer Sagen wurden in diesem Buch zusammengetragen. Sie berichten von merkwürdigen und rätselhaften Geschehnissen und ziehen damit die Leserinnen und Leser in ihren Bann. Erleben Sie Sagen und Legenden aus vergangener Zeit, die Sie zum Staunen, aber auch zum Gruseln bringen.


Deutsches Sagenbuch, "Ludwig Bechstein,Leipzig 1853" und als solche zu lesen - nämlich als Sage.

Auch in Dithmarschen kennt man den wilden Jäger, wie am Rheine, auf dem Harz, in Thüringen, im Vogtlande und sonst. Also wird vom Freischützen zu Marne erzählt, daß er ein ziemlich wilder Bauernbursch gewesen, der die Jagd über alles geliebt, aber, nachdem er sich verheiratet und ein kleines Gütchen bewirtschaftete, dieses über der Jägerei vernachlässigt, mit dem Waldwerk aber gar wenig aufgesteckt habe. Da ging er einstmals ganz mißmutig durch den Wald nach Hause, denn er hatte den ganzen Tag noch keine Krähe und keine Klaue geschossen, siehe, da ging ein fremder Jagdgesell vor ihm her, der trug ein schönes Gewehr und eine bauschende Jagdtasche, und der Bauer mochte ihn gern einholen. Jener aber führte einen tüchtigen Schritt. Endlich tat der Bauer einen hellen grellen Jagdpfiff, jener jedoch kehrte sich gar nicht daran und stand nicht, bis er an einen Kreuzweg kam, da stand er endlich und erwartete den Bauer, und war ein ganz feiner, gutgekleideter Gesell. - Ihr habt wohl besser Glück gehabt als ich, sprach der Bauer zu ihm. Ich seh's Euerm Jagdranzen an, der ist gut gefüllt. - Ja, sprach der Fremde, kannst's auch so haben, kannst Kugeln schießen, die immer treffen, mit deinen Kugeln triffst du freilich nichts. Guten Weg! - Und wollte damit weitergehen, aber der Bauer-Jäger hielt ihn zurück und bat, ihm sein Geheimnis des Stetstreffens und Niefehlens zu lehren, und versprach ihm hohen Lohn. Jener aber sprach: Ich will es dir wohl lehren, du mußt mir aber schwören, keiner lebenden Seele mein Geheimnis zu verraten, denn tätest du das, so würde es dir übel ergehen. - Jener schwur und hob die Hand gen Himmel, da flogen zwei Raben auf und krächzten und schwirrten um die beiden Männer, und der fremde Jäger sagte jenem sein Geheimnis. Sotanes Geheimnis war aber gar entsetzlich, und der Bauer trug schwer daran, und lastete ihm auf dem Gemüte, und probierte es nicht, ging lieber gar nicht mehr hinaus in den Wald, sondern blieb zu Hause, aber auch da still und träumerisch. Die Frau sah ihres Mannes Veränderung, und hatte ihr sein Jagdgehen nicht gefallen, so gefiel ihr sein in sich gekehrtes Wesen noch viel weniger, und sie drang in ihn, ihr zu sagen, was ihm denn fehle. Er aber schwieg, sie aber ließ nicht nach mit Forschen und Fragen, Bitten und Betteln, bis er endlich ihr vertraute und sprach: Ich soll, wenn ich will, daß jede meiner Kugeln treffe, mein Gewehr mit einer geweihten Hostie laden statt mit einer Kugel, dann im Walde auf einen freien Platz gehen zur Mittagsstunde, da ein weißes Tuch ausbreiten, darauf treten und gerade in die Sonne schießen. Von da an soll jeder meiner Schüsse treffen und des Wildes nimmer fehlen. Wohl war das der Frau graulich zu hören, doch allmählich stillte sich ihr Grauen, und da sie mehr und mehr in Not, ihr Hauswesen aber in Verfall kam, so meinte sie, probieren könne er das Kunststück ja doch einmal, so sehr viel könne es doch nicht auf sich haben, es sei ein Jägerstücklein wie viele andere, und wenn es probat sei, wie sie gar nicht glaube, so hülfe es ihnen aus aller Not, und was ihres Zuredens Worte mehr waren. Und da dachte er es endlich zu wagen. Er hatte aber ganz und gar vergessen, daß er seinen Schwur schon gebrochen und das Geheimnis verplaudert hatte und daher schon jenem Argen verfallen war. Nun ging der Jäger zum Abendmahl, empfing die heilige Hostie, behielt sie im Munde und lud sie dann heimlich in seine Büchse. Dann tat er alles übrige nach der Vorschrift, ging noch denselben Sonntag zur Mittagszeit in den nahen Wald. Die Sonne schien hell. Der Jäger zielte, er schoß nach der Sonne. Da verfinsterte sich die Sonne, schwarzes Gewölk fuhr auf, Blitze flammten, Donner krachten, die zwei Raben waren da und krächzten und schlugen mit den Flügeln. Der Entsetzte sprang von seinem Tuche, bückte sich, wollt' es aufraffen, da waren die Fußtapfen, wo er gestanden hatte, voll Blut. Er stürzte aus dem Walde, die Angst brachte ihn fast um - dort stand sein Haus, das brannte lichterloh - das Wetter hatte hineingeschlagen, schreiend und heulend stürzten Weib und Kinder ihm entgegen. Und da war auch der fremde Jäger wieder da, der höhnte ihn, daß er ein schlechter Freischütz sei, der das Geheimnis nicht bewahrt habe. Und nun müsse er bis zum Jüngsten Tage) jagen, Weib und Kinder müßten als Hunde ihn begleiten - am Tage müsse er bei den zwei Raben im Walde wohnen und nachts durch die Lüfte hetzen. Dieses geschah und geschieht noch immer, und die Leute nennen das den wilden Jäger. Wer ihn hört und das Wauwau der Hunde nachmacht, dem wirft er Knochen herab oder Stücke von verfaultem Wild und Pferden. Einem Mann aus Bornhöved ist das geschehen, auch einem aus Meinsdorf, die wurden gezwungen, selbst von dem Braten zu essen. Der wilde Jäger hat insgemein viele Hunde, meistens kleine Dächsel und andere, manchesmal brennt den Hunden auf dem Schwanz ein Licht. Manchesmal zieht er mitten durch die Häuser, und da tut er niemand etwas, wenn nur die Leute sich ruhig verhalten und sich an nichts kehren.

Dithmarscher Kochbücher

Dithmarschen - Landfrauenverein (Hrsg.) Dithmarscher Spezialitäten von gestern und heute heiter serviert; Landfrauenverein, Marne, 1980. 87 S. mit einigen Zeichnungen., kart.

Nicht immer nur Mehlbeutel, nein auch gestobte Kartoffeln und saure Rippen sowie die errötende Jungfrau stehen auf dem Speiseplan der Marner Landfrauen, die ihr Büchlein 1980 zweimal auflegten und auch Kostproben aus Großmutter Janssens Kochbuch von 1780 werden präsentiert.

Wie kommt die Errötende Jungfrau auf den Tisch? 2 Eiweiß mit dem Saft schaumig schlagen. Mit Zucker abschmecken. Die aufgelösete Gelantine tropfenweise unter die Masse geben. Vor dem Erstarren in ein Glas füllen ,Vanillesoße dazu.

Dithmarschen Illustrativ

Der illustrierte Schimmelreiter Jens Rusch ,Jork&Rusch ISBN 3931427005 Verlag Möller Rendsburg, Fotos Norbert Wenn 130 Seiten 360/270 mm mit vielen ganzseitigen 4c und s/w Illustrationen Euro 50,00. Der mehrfach ausgezeichnete Dithmarscher Jens Rusch, Multitalent und Kulturpreisträger von Dithmarschen. 1989 setzte er seinem illustrierten Schimmelreiter folgendes Vorwort: Meinen Eltern in Liebe und Dankbarkeit gewidmet, die mich in der Zuneigung zu diesem Land erzogen haben und „Kunstwerke sind von einer unendlichen Einsamkeit und mit nichts so wenig erreichbar als mit Kritik. Nur Liebe kann sie erfassen und kann gerecht sein gegen sie.“ Rainer Maria Rilke. Damit hat der Meister „der Drucktechniken“ wie ich ihn kennen und schätzen gelernt habe, sein eindeutiges Bekenntnis zu seinen Ursprüngen hergestellt, sich eindeutige geoutet.

Und keiner außer Rusch konnte dieses Wagnis eingehen, die Novelle von Theodor Strom in Bilder umzusetzen, die uns heute fesseln und die die Menschen von einst, an der Küste unserer Heimat so einzigartig zeigen.Eingefangen in der Enge der Landschaft und begehrlich durch die Weite des Meeres. In der eigenwilligen Mystik der Gezeiten. Man kann sagen Rusch weiß wovon er malt.

Doch er malt nicht, er bringt Gefühle zu Papier. Er bearbeitet Charaktere, formt diese und macht sie lebendig durch die Kunst seiner Striche und die Wahl seiner Techniken die er geschickt zu nutzen weiß wenn es für unser heutiges Denken mehrschichtig zu unterstreichen gilt. Persönlich freue ich mich darüber wie sehr es gelungen ist, hier alles das zu vereinen was bei mir von den Menschen meiner Heimat verwahrt geblieben ist. Nachsatz: Das Buch wurde kürzlich auch als Taschenbuch ins koreanische übertragen. Nach meinen persönlichen Erfahrungen mit der der Lesekultur Südkoreas, ist dies ein Bewies für Aussagekraft der Arbeit, die in Brunsbüttel ihre Wurzeln hat.

So funktioniert Dithmarschen

Jens Rusch Forschungsberichte des Wattpsychologischen Institutes Brunsbüttel, Dithmarscher Presse Dienst Verlag, erweiterte Neuauflage von 1984, Heide 92 Seiten A5 , ISBN 3-88089-013-7 Sehr viele gute Illustrationen s/w von Jens Rusch Zehn Seiten Bericht (Fotoreportage) die ersten Wattolümpiade zu Brunsbüttel 1977 . Für alle die es nicht glauben woll(t)en*. Und es gibt sie doch die Wattolympiade vor BRUNSBÜTTEL. Persönlich zählte ich mich zu den Ungläubigen, denn so viel Blödsinn,(Eulenspielereien) hätte ich den Brunsbüttelern nicht zu getraut. Das Büchlein habe ich jüngst aus dem antiquarischen Buchhandel erworben um 10 Euro plus Versandspesen. Offensichtlich ist es vergriffen. Schade, ich zitiere den Klappentext. Wattpsychologie ? Dem verdutzten Leser geht schnell ein Licht auf, wie die „Kieler Nachrichten“ urteilen. Hier treiben geballter Nonsens gewaltige Blüten. Der vorliegende Band enthält neben dem 1. Forschungsbericht.“ So funktioniert Dithmarschen“ von Jens Rusch jetzt neue Forschungsergebnisse des Wattpsychologischen Instituts Brunsbüttel. Fazit: Watt ist nicht brennbar, es eignet sich bestenfalls als Barndschutzmittel. Der Saure Regen hat positive Seiten: Künftig kann Aal in Sauer direkt aus der Nordsee abgefüllt werden. „Das Watt ist weit, und weiter noch das Watt vor den Deichen, die der Mensch vor den Küsten seiner Gedanken aufgebaut hat,“ sinnierte der wattpsychologische Chefideologe Dr. Detlef Dorsch.

„Besonderheiten und Absonderlichkeiten absurd-komisch aufgezeichnet für Freunde des vertrackten Humors. Zeitschrift „Pardon .

Dithmarscher Biographien

Gustav Frenssen in seiner Zeit Kay Dohnke/ Dietrich Stein (Hg.):504 Seiten, 80 Abb. ISBN 3-8042-0750-2 1997 Aus dem Klappentext: "Massenliteratur zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus. Gustav Frenssen (1863 - 1945) ist einer der umstrittensten Schriftsteller Schleswig-Holsteins. In 14 Beiträgen setzen sich die Autoren dieses Buches mit Person, Werk und Wirkungsgeschichte des Autoren auseinander. Beide Herausgeber des Buches haben sich in besonderer Weise mit dem Leben und dem Werk von Frenssen beschäftigt."

Der Schicksalsglaube der Dithmarscher Hebbel, Groth, Frenssen, Gross ; eine religionsgeschichtliche Untersuchung. - Heide : Westholst. Ver.-Dr., 1934. - Mit Bibliogr.. Tübingen, Univ., Diss., 1936 Auch als: Jahrbuch des Vereins für Dithmarscher Landeskunde 14. Religionsgeschichtliche UntersuchungDissertation zur Erlangung der Doktorwürde Universität Tübingen 1934 Christa Marie von Zanthier * 23.12.1898 in Dechowshof bei Dongarten in Pommern.

Das Leben eines Landarbeiters Franz Rehbein Hans Christians Verlag Hamburg 1985 ISBN 3-7672-0892-X Aus dem Klappentext: Der harte Existenzkampf der einfachen Landbevölkerung in Schleswig Holstein am Ende des 19 Jh liegt für uns schon beinahe im Dunkel der Geschichte Mit der Neuherausgabe der Lebenserinnerungen von Franz Rehbein liegt nun ein besonders anschaulicher Bericht über die Lebensumstände der Landarbeiter und ihrer Familien wieder vor. Als aufmerksamer Beobachter versteht Rehbein, der selbst bei den freien Bauern in Dithmarschen in Lohn und Brot stand mit fesselnder Lebendigkeit zu schildern. In den Text geschaut:.. ,ich ging daher über St. Margarethen nach Brunsbüttel zu. Diese Strecke schien mir ganz besonders interessant. Von links her winkte der mächtige Elbdeich, ein eigenartiger Wassergeruch wehte einem entgegen. Wenn man auf dem Deich steht glaubt man sich in eine andere Welt versetzt. Rechts die üppige Marschenlandschaft mit ihren vielen Gehöften, den rotbunten Viehherden ….(Anm. PZ: Rehbein was würdest du heute wohl über diese Strecke ins Tagebuch schreiben?) Jan Gnurr, genannt der Rethbur von Kassenbüttel (Wesselburen) empfing mich mit der kühlen Gelassenheit, die mehr oder minder allen Marschbauern zu eigen ist. Er stand gerade in der „Boos“ dem am Vorderhause gelegenen Teil der Stallungen und „kek in’t Weder“ Rehbein schildert nun detailgetreu sein Alltagsleben auf diesem Hof den erst nach einem Jahr wieder verlassen kann „weil dass Gesindel für ein Jahr festgemacht“ wird. Seine nächste Stelle bei Claus Meier erlebt er den Einzug der Technik in die Landwirtschaft und die damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen. Zahlreiche Bilder aus der Gegend und der Zeit zeigen was Rehbein ohnehin mir seinen Worten sehr verständlich rüberbringt, Persönliche erlebe ich in der Darstellung der Alltagswelt auf dem Dithmarscher Bauernhof, die wenigen Erlebnisse nach, die meine Eltern aus ihrer Jugend zum Besten gaben, als sie beide in Westerbehlmhusen und in Ohlen bei den großen Bauern „in Stellung waren“.

Briefe an den Kaiser 1999/2001 von Kathrin Pabst bei Boyens ISBN 3804210031. Die Brotträgerin Antje Christine Wegner aus Jützbüttel, schreibt zwischen 1905 und 1912 ständig Briefe an Kaiser Wilhelm II. Keine wichtigen Informationen, sondern die alltäglichen Sorgen und Beobachtungen aus ihrem dörflichen Umfeld. teilt sie dem Kaiser in Berlin mit. Autorin Kathrin Pabst hat die noch erhaltenen Briefe ausgewertet und in bezug auf das soziale Umfeld der Schreiberin untersucht. Sie entwirft ein eindrückliches, sehr persönliches Stück Zeitgeschehen. Mit dieser Magisterarbeit an der Christian Albrecht Uni in Kiel skizziert sie das Alltagsleben einer einfachen Frau im 20 Jhdt. in Dithmarschen. zahlreiche Dokumente besonders das Kirchspiel Albersdorf betreffend und zeitgeschichtlicher Natur und Unmengen an Quellenmaterial wie es ich für ein ausgezeichnetes Zeitdokument schickt. Solche Bücher sind viel zu selten zu finden.

De Reis na´n Hamborger Dom einen sozialkritische Biographie der Landschaft und ihrer Menschen von Theodor Piening, slebst Dithmarscher im Schuster Verlag Leer 1973,343 Seiten ,Vorwort von Dieter Bellmann. Frakturschrift. Nachdruck der ersten illustrierten Ausgabe 1883 mit Holzstichen von Christian Förster. In der Regel sind es Bücher/ Aufsätze die einen direkten Bezug zur Familienforschung in unsere Region haben oder dafür ausgewertet werden können, auf die ich hier hinweisen möchte. Im Zusammenhang mit Windbergen ist mir dieses Buch wieder in die Hände gekommen und ich erwähne es hier. Denn die Reise nach dem Hamburger Dom ist auch ein sozialkritisches Buch aus einer Zeit da Bewohner des flachen Landes den exotischen Großstädtern noch Respekt zollten und umgekehrt mit viel Hochmut bedacht wurden. Die längste Reise die mein Vater in seinem Leben unternahm und dabei die Elbe in südlicher Richtung queren musste war seine abenteuerliche Reise nach Wien. Gleich ihm hat die Elbe das Weltbild vieler Generationen begrenzt. Eine Reise nach Hamburg war da schon ein Abenteuer welche Piening trefflich zu zeichen vermag. Es ist der Windberger Bauer Hans Delft und Klaas Thiessen und ihre sechszehnjährige Söhne Fritz und Hinnerk die uns in vielen schrulligen Geschichten durch das plattdeutsche Buch begleiten. „En Reis na en so grote Stadt, as Hamborg ist, bedüd op’n Dörpen ganz väl mehr as en Reis um de ganze Welt“ Es ist in der Umgangsprache geschrieben in die man sich rasch einfindet. Der Autor schlägt mit dem Buch auch eine Brücke in seine Kindheit . Windbergen wurde mit diesem und dem zweiten Buch über „de Reis“ schlagartig bekannt, es wurden neun Auflagen von diesem Buch auf gelegt. Piening veröffentlichte mehrere, meist humoristische Schriften in plattdeutscher Sprache

Das Leben des Tagelöhners Johann Wiese Dr. Dietrich Stein Verlag: Boyens & Co.ISBN: 3 - 8042- 0610 - 7 Geschichte 1761 - 1796 im Roman

Es war schon lange überfällig diese Buch aus unser Heimat mit über 470 Seiten hier zu würdigen. Die Lebensgeschichte des Dithmarscher Tagelöhners Johann Wiese wird erzählt. Er wächst in Armut auf. Nach einer Missetat hat er noch einmal Glück. Er strengt sich an, um voranzukommen. So verdingt er sich für viele Jahre als Soldat, arbeitet während dieser Jahre zeitweilig als Tagelöhner und lernt nebenbei ein Handwerk - sein Wunschtraum - , das des Leinewebers . Er findet auch eine liebe Frau.Trotzdem, später muss er aus Not stehlen und wird schließlich auch des Totschlags angeklagt. Schlagworte: Tagelöhner, Boßeln, der Bürgergehorsam, 1788 Krieg: beginnend mit dem Angriff des schwedischen Königs Gustav III. gegen Russland, Kopfsteuer, Kreditangebot, Mord Orte: Das ehemalige Dänemark: Schleswig-Holstein,Ketelsbüttel, Wöhrden(Hafen), Meldorf, Rendsburg, Preetz, Burg, Dithmarschen, Wilstermarsch, Itzehoe, .. Zahlreiche Namen verschiedener Pastoren, Johann Wiese, sein Großvater, seine Eltern und Bruder Hinrich, Bauer Gravert und Frau, der Bauer Claus Hinrichs und Tochter Wiebe, Justizrat Boie, der Soldatenwerber und Leineweber Bruuns, der Stubenälteste Groth, Christian VII. von Dänemark und seine Frau Caroline Mathilde, Oberstleutnant von Pentz, der Statthalter der Herzogtümer Schleswig-Holsteins: Prinz Karl von Hessen, Johanns spätere Frau Triencke Jochims, .. Am Ende des zweiten Buches, dieses in vieler Hinsicht auch für Familienforscher interessanten Roman, spricht der Autor sicher vielen Ahnenforschern aus dem Herzen: ... Gegenwart und Vergangenheit scheinen sich für mich auf einmal zu vermischen. Oder war das die Erfahrung, die ich machte und die mich begreifen ließ, das die Vergangenheit nichts Totes ist, sondern das sie nur ihre Wege oft fern von unserer Zeit geht, bis sich die Wege kreuzen und wir uns mitten in ihr wiederfinden

Die Biographie einer Stadt "Ausschnitte aus dem Leben" Tieden Ivo Braak Roman in veer Törns ,Husum 1981 ,ISBN 3-88042-144-7 350 Seiten, Diese Buch ist nicht unbedingt Quelle der Familienforschung, obwohl Ort und handelnde Personen das vermuten lassen. Der Lebensroman von Ivo Braack aus Marne in der Sprache unser Kindheit umfasst die Zeitspanne vom Beginn des ersten Krieges bis zum Ende des dritten Reiches vornehmlich aus der Marner Sicht. Die Welt die sich da öffnet ist der Alltag der einfachen Leute in unserer Heimat, in Marne aber auch von Ausflügen nach Wien lesen(!!) wir Alles wird akribisch und in platt gar nicht platt geschildert durch den Hochmeister des Niederdeutschen.

Wem die Sprache fremd ist, der liest sich schnell ein. Ich (Peter Zornig) bin dem Ivo Braack für besinnliches und heiteres dankbar, schon die Namen der handelnden Personen lassen viel Spielraum für Ausflüge in die vergangene Welt von „gar nicht solange her“. Über die Konfirmatschoon in Marne und vom neuen Pastor Horstmann der aus Nordschleswig nach Marne versetzt dem es gar nicht so leicht gemacht wurde …... hier schildert der Bruder des Hauptakteurs wie er die Konfirmation und den Pastor erlebte….

Leseprobe: Liekers kreeg ick dat doch noch hen, dat ick an de Karkendöör Stunn, as ji rutkemen mit den Pastor an de Spitz. He keek ja ok bloots’n Viddelstünnn namedaggs bei un in. Mehr Tied haar he nich. He harr al teihn Tassen Kaffee achter sick un noch foffteihn vör sick. As he’n paar Wöör seggn dee, heff ick knapp henhöört,- wat schall dat, dach ick. Is doch ümmer desülbige Leier. Awer denn muß ick doch tohören. He snack keen Bibelkraam. He snack von uns Stadt, un dat du dor nu bald rutgungst. Un denn sä he een Woord,-Minsch Wille, dat heff ick behooln. He sä, so’n Dichtersmann hett mal von sein Stadt seegt: dat weern man lütte Hüüs, meistendeels Nebel un Wind, dat Watt vör de Döör un dor achter de See- liekers, sä he hung sein Hart an disse Stadt. Un wörum? Weeßt du, wat disse Mann to Antwoord geef: „Der Jugend Zauber für und für ruht lächelnd doch auf Dir, auf Dir

Willi Hansen ehemals Schuldirektor in Brunsbüttelkoog, verfasste seine Biographie in mehreren Abschnitten "Als stellungsloser Junglehrer 5 Jahre in New York" Die erwähnte Lebensgeschichte umfasst Was die Ahnentafel in 200 Jahren von der Familie Willi Hansen erzählt. Kindheitserinnerungen in guten, sorglosen und schicksalsschwere Jahren Kapitel Vom Volksschüler zum Lehrer Examen Kapitel 4 (siehe oben) .Vom Schulamtsbewerber zum Volksschuldirektor.Öffentlichkeitsarbeit im Dienste der Allgemeinheit.Rückschau auf ein langes ereignisreiches Leben .Anhang -

Selten liest man eine persönliche Lebensschilderung wie hier, kaum ein Augenblick wird ausgelassen. Der gute Hansen muss Tagebuch geführt haben ,um sich an die Kleinig- und Nichtigkeiten zu erinnern die er hier beschreibt. Aber Hansen ist damit Zeitzeuge und schildert jenen Typ von Auswanderer die dort drüben nicht Fuss fassen und vor lauter Heimweh das nächste Schiff nehmen, wenn sie es denn können. Hansen konnte es. Er wurde später Direktor an einer Schule auf der Südseite in Brunsbüttel. Willi Hansen ist Gründer der Volkshochschule Brunsbüttel, der Stadtbücherei und war nach der "dunklen Zeit" Neubegründer der Freimaurerloge Ditmarsia in Brunsbüttel.

Dithmarscher Familienchroniken

Familie Hedde

Wappentradition und Stammlinien einer Dithmarscher Familie, Selbstverlag Klaus Peter Hedde, 1983 A5 , s/w auf 100 Seiten Hier wurden von mehr als 1000 Personen die genealogischen Daten zwischen 1480 und 1983 zusammen getragen.

Welche Familie wünscht es sich nicht, so übersichtlich dargestellt zu werden. Über drei Jahrhunderte sind aus den Reihen ger Heddes in Dithmarschen Kirchspielsvogte, Vollmachten lokale Politiker, Pastoren und Gelehrte hervorgegangen. Einer von Ihnen wirkte über 50 Jahre in Brunsbüttel. Die Familie Hedde spielte in Brunsbüttel vor 200 Jahren eine bedeutende Rolle, wie man vielfach auch heute noch feststellen kann. Die Heddes haben ihren Ursprung in Sarzbüttel, Albersdorf in Odderade. Peter Jacob Hedde geboren 1791 im Friedrichsgabekoog, war Justizrat und letzter dänischer Kichspielsvogt in Brunsbüttel (1815-1868) Ritter des Daneborg . Als der kleine „gebückte“ Mann, Vater von sechs Kinder am 6.5.1868 starb und auf dem Jacobus Friedhof begraben war, setzte man ihm für die Nachwelt ein kleines Denkmal. Aus Grabmalinschrift erfahren wir einwenig über sein Wesen, mit welchem er 53 Jahre viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in Brunsbüttel beeinflusste. „Seinem Andenken für liebevolles Wirken in den 52 Jahren seines Lebens, weihet dieses Denkmal das Kirchspiel“. Seine Gattin Helen Sophia van der Smissen war ihm 10 Jahre zuvor in die Ewigkeit voraus gegangen. Sie wurde 1858 in Hanerau auf dem Mennoiten Friedhof beigesetzt.


Die Geschichte der Familie Claus Starck Voß

im Kirchspiel Wesselburen; um 1918. Seiten 147 bis 179 mit einer Stammtafel, Bildern, Flurkarte, 1Hauriß u. 3 Unterschriftentafeln. aus Dithmarscher Jahrbuch, Paul Voß, Helene Höhnk

Beiträge zu einer Chronik der Dithmarscher Bauernfamilie Schröder Linie Arkebek-Fiel

Zusammengestellt von Ludolf Schröder-Hamburg Heider Anzeiger 1927 im Format 16/240 s/w auf224 Seiten Exzellente Familienchronik ausgestattet mit umfangreichen,urkundlichen Material Familiengeschichte wird hier der Orts-und Landesgschichte gegenübergestellt Originell die UnsterschriftenTafeln von 20 Schröder Stammväter zwischen 1661 bis 1926 Ausführliche Kommentare zu den ca. 400 Schröder Personen und ebenso zu den Angehörigen.Schröder waren auch erste Bewohnern des Friedrichskoogs. Ergänzt wird der Stammbaum durch unzählige Personenfotos sowie durch zeitgenössiche Illustrationen von Haus und Hof. Die Ahnenspitze führt bis hin zur großen Dithmarscher Reformatorin Wiebke Nanne und deren Vater Peters Hans Nanne in Hemmerwurth einem 48er., der älteste Ahn ist bezeugt als Peter Gude (* um 1403) welcher um 1564 Bürgermeister von Rendburg war.

Stammbaum der Familie Friccius 1564-1930

zusammengestellt von J.C.Friccius Schülp in Dithmarschen 190/250,auf 86 Seiten .Sehr ausführliche Familiengeschichte die aus Mangel an verfügbaren Quellen sich an zahlreichen Dokumenten orientiert. Das was die Kirchenbücher hergeben wird ausführlich wiedergegeben. Peinlichst genau wird jede Person mit durchleuchtet und daher ist es eine liebenswerte Arbeit einer Familie die breit gestreut in Norddeutschland lebte. Zum Beispiel Casper Theodor Friccius 30.9.1674 in Hamburg , über ihn lesen wir: Nachem er fünftehalb Jahre zu Kiel und einge Jahre zu Königsberg Theologie studiert, wurde er von Ihrer Königlichen Hoheit, der gottseeligen Prinzessin Friedericia Amaila einer geborenen Erbprinzessin von Dänemark, Norwegen und verwittwerte Herzogin zu Schleswig Holstein, zu ihrem Nachmittagsprediger in Kiel berufen.

Beiträge zu einer Chronik der Dithmarscher Bauernfamilie Schröder Linie Arkebek-Fiel

Zusammengestellt von Ludolf Schröder-Hamburg Heider Anzeiger 1927 im Format 16/240 s/w auf224 Seiten Exzellente Familienchronik ausgestattet mit umfangreichen,urkundlichen Material Familiengeschichte wird hier der Orts-und Landesgschichte gegenübergestellt Originell die UnsterschriftenTafeln von 20 Schröder Stammväter zwischen 1661 bis 1926 Ausführliche Kommentare zu den ca. 400 Schröder Personen und ebenso zu den Angehörigen.Schröder waren auch erste Bewohnern des Friedrichskoogs. Ergänzt wird der Stammbaum durch unzählige Personenfotos sowie durch zeitgenössiche Illustrationen von Haus und Hof. Die Ahnenspitze führt bis hin zur großen Dithmarscher Reformatorin Wiebke Nanne und deren Vater Peters Hans Nanne in Hemmerwurth einem 48er., der älteste Ahn ist bezeugt als Peter Gude (* um 1403) welcher um 1564 Bürgermeister von Rendburg war.

Stammtafel der Familie Moenck - Süderhastedt-Burg 1938 von Karl Hansen Die kleine Kronik der Schmielau aus Krummendiek-Lehe ca 1925

Ahnenstämme Thiessen – Nagel 1964

Hans Thiessen, Helse Hier liegen mir die aussagekräftigen Verknüpfungen aller bekannten Dithmarscher Familien untereinander vor. Die Ahnenreihen vor der letzten Fehde sind aus den Arbeiten von Stoob aus „Regentenzeitalter“ eingefügt.

Beiträge zur Geschichte der Familie Hennings 1500 bis 1900

Johann Friedrich Bernhard Hennings und Paul de Coninck Hennings Lübeck 1899 Eine sehr umfangreiche und ausführliche schöngeistige“Familiengschichte mit zahlreichen Abbildungen.

Die Familie Johannssen in Eddelak.

Die Sippe der Nordmark Arbeitsgemeinschaft Sippenforschung und Sippenpflege Schleswig Holstein Folge 4/1940 . In diesem Perodikum mit dem scheusslichen Namen veröffentlicht Wilhem Johnsen über 40 Seiten eine Forschungsarbeit über die Familie Johannssen in Eddelak. Eine Familiengeschichte die bis 1683 zurück reicht und die gleichzeitig die Beständigkeit der Familie Johannssen als Baumeisterfamilie aufzeigt die über Jahrhunderte andauernde. Johnsen seiner Ausbildung nach Kusthistoriker weist auf zahlreichen Arbeiten dieser Familie hin die sich auch durch ihre Heiratpolitik mit vielen anderen Handwerkerfamilien auszeichnete, Der Autor zeigt auf das Baumeister „damals“ mehr bedeutete als heute.Die Johannssen als Kunsttischer, Architekten, Designer,Trendgeber für Bauwerke und Einrichtungen Türen, Schränke ganze Zimmer, der Region. Bauernstube von 1792 im Grenzlandmuseum Flensburg (?) aus dem 1782 für Boie Lau in Westerbüttel erbautem Haus . Beispiel die Bauerstube aus dem verschwundenne Haus von Peter Frauen (1782) in Kattrepel heute im Altonaer Museum, der Kliederschrank aus Süderwisch in der Oberschule (Gymnasium) in Marne. Die noch erhaltene Villa des Bauunternhemers Johann Johannssen erbaut um 1902 in der Bahnhofstrasse. Ein Bau der in Johnsen einen stengen Kritiker finden ebenso Bauernhäuser wie jenes von Willi Frahm in Averlak erbaut 1878. Vielmehr schätzt Johnsen die Bauernhöfe aus der Lehe von Hinrichs (1775) oder Johannssen Westerbüttel (1781) deren Baumeister Jürgen Johannssen (1756-1821) war. Dankenserter Weise ist diese Arbeit, wie alles von W. Johnsen detailverliebt und mit Sicherheit bezeugt.(inkl. Quellenfundus)

Gustav Frenssen - Art und Ahnen

von Wilhelm Johnsen , Heide 1934 180 Seiten 184/240 mm s/w einige Fotos .Es hätte ein gebundenes Buch werden sollen, aber aus Geldmangel wurde die interessante Arbeit von Johnsen als 13 Band des Jahrbuchs der Dithmarschen Blätter der Heimatgestaltung herausgegeben. Was hier an Material zusammengetragen wurde erfreut jedes Forscher Herz, wenn er im Raum Süderdithmarschen nach Ahnen sucht. Immerhin hier geht es um die Ahnen des Blut und Bodendichters Frenssen, dem erfolgreichen deutschen Schriftsteller zwischen 1901 (Jörn Uhl) und 1926 (Otto Babendiek) und drüber hinaus. Frenssens Heimat war Barlt. Wilhelm Johnsen widmet das Buch dem verehrten Meister zum siebzigsten Geburtstag zunächst mit kurzen, klugen und dummen Sätzen aus den Werken des umstrittenen Freund unserer Heimat. Schnell kommen wir in den Bereich der vorkirchlichen Bücher in Dithmarschen und den wertvollen Auswertungen die Johnsen seinerzeit in Archiven vorgenommen hat. Er schildert nicht nur anschaulich sondern untermauert mit Quellen nicht nur die Frenssenahnen sondern auch viele Familienzusammenhänge und er schafft sogleich Verwirrung. Wodurch man angehalten ist einige Details mehrfach zu lesen. Brillanter Jongleur von Daten und Familienzusammenhängen. Und was dem ehemaligen Lehrer Johnsen aus Averlak hoch anrechne, er schmeichelt nicht dem Medien und Macht verwöhnten Frenssen der 30er Jahre wenn es um "schwarze Schafe" geht in dessen Ahnenreihe.

Die Witt-Warstede

Nach den hinterlassenen Aufzeichungen von Gustav J.J.Witt heraugegeben und ergänzt von Dr. W.Jenssen (Pastor in St.Margarethen) im Verlag J.Augustin, Glückstadt 1935 Format170/240 auf 140 Seiten sw/Leinen gebunden . Pastor Jensen der schon mit der grossartigen Chronik von St.Margarethen begeistet hat hier unendliche viel über die Familie Witt-Warstede in den Zusammenhang gestellt. Was Jensen schrieb ist bezeugt und es gibt keine Vermutungen die fehl leiten. So ist das Buch auch die Geschichte der Duchten Uhrendorf und Warstedt in Beidenfleht. Das Reststück einer Gedächtnistafel der Familie aus 1575 finden wir in der Kirche zu Beidenfleth. Bilder und Karten runden die exakte Arbeit des großen Familienforscher Jenssen ab. Wieder ist hier ein Rendburger Bürgermeister die Ahnenspitze aus dem Jahre 1280. Es ist die Zeit der Anfänge aus der Bildung der Familiennamen im Nordelbischen ja er macht uns Familienforschern ein besonders Geschenk, indem er das älteste Einwohnerverzeichnis des Amtes Steinburg von 1499 hier gut leserlich absetzen lässt . Lesebeispiel: To Hakebu (Klienhakeboerducht),Johann Bremer ,Juergen Schel ,Clawes Poppe ,Johann Poppe Marquard Brand ,Johan Herik ,Borchard Willem ,Jacob Bulth ,Johenneke Wenne

Dithmarscher Ortschroniken

Dorfchronik der Gemeinde Elpersbüttel 1991

Auch der Flecken Elpersbüttel zusammen mit Esch erhielt 1991 seine eigene Dorfchronik die bei Boyens erscheinen ist. Immerhin der kleine Ort südlich der Landeshauptstadt erhielt schon 1741 eine eigene Schule und somit erfahren wir durch die Schulchronik einiges über Land und Leute über Südermeldorf. Noch ende April 1945 war der Ort mit über 5000 Soldaten belegt. Waren im 1. Weltkrieg 36 Männer gefallen sind es im zweiten Krieg 60 Männer die Chronik kennt sie alle. Aber auch die „Helden“ aus der Zeit davor werden hier namentlich genannt. Die ersten Einwohner in Elpersbüttel siedelten am Elpersbüttelerdonn schon vor 2000 Jahren, wie Fund aus den 1930er Jahren beweist. Die Nachbildung eines Keramikkruges ist im Gottorf Museum zu bestaunen.


Süderhastedt - Ein Dorf im Wandel der Zeit 1990

Format 175/245 auf 350 Seiten gedruckt in Husum s/w Eine aufwendige Gemeinschaftarbeit dokumentiert ist diese Chronik die sich aber mit der Sammlung des „leicht“ verfügbaren beschränkt und dabei die Bedeutung der Ortschaft die diese über die Jahrhunderte für den Süderteil Dithmarschens hatte außer Acht lässt. Auch die Stellung der Kirche die schon 1140 gegründet wurde wird nur gestreift, immerhin wurden aus dieser Pfarre zunächst Marne (1281) und in der Folge alle anderen Kirchen in der Südermarsch gegründet. Wenige Hinweise für Familienforscher. Über das adlige Gut Lütjemhastedt, eines der wenigen die es je in Dithmarschen gegeben hat, habe ich anderswo schon interessantere Geschichten erfahren. Zum Beispiel. Balster Hans und seine Liebste über Kapitän Johann Hutwalker das Adelsgut Kleinnhastedt, Balster Hans von Buchwald in Dithmarschen Zeitschrift für Landeskunde und Heimatpflege Heft 2 aus 1954 von Wilhem Johnsen. Zum Beispiel: Das dritte Jahrbuch des Vereins für Dithmarscher Landeskunde aus 1919 befasst sich über 50 Seiten mit der Geschichte Kleinhastedts (Gerichtsassessor Dr. Köhler Kiel) Die Familie Köhler sind heute noch (über 300 Jahre) Eigentümer des ehemals adligen Gutes.


Chronik der Gemeinde St.Michaelisdonn 1984 (Wilhelm Stock)

Chronik-Stock.jpg

von Wilhelm Stock
Druck Möller Söhne Rendsburg. 300/225 mm - 320 Seiten.

Im Vorwort schreibt der Verfasser „Außerdem greift der Inhalt der Chronik in angemessener Weise über den Rahmen unserer engeren Heimat hinaus, um die Geschichte von St. Michaelisdonn zur Welt , in der wir leben , ein wenig in Beziehung zu setzten“ Und so ist denn das Buch gespickt mit „fremden Federn“ von Goethe zu Rilke zu Storm und Claudius. Dabei geht trotz der Fülle des hier gesammelten Materials das identische verloren. Wie könnte denn ein Ort wie St. Michael 320 Seiten füllen? Was man in der Chronik zu Büttel so trefflich verstanden hat fehlt hier denn diese Chronik ist die Sicht eines Verfassers und nicht die Sammlung einbezogener Zeit- und Dorfzeugen. Lehrer Stock legt seine Lupe zu sehr auf ein verloren gegangenes Paradies. Zu großzügig in der Darstellung der Gesamtsicht und dabei wenig ergiebig für Familien und Hofforscher. Wenigstens im Bildmaterial finden wir vieles aus dem Archiv von Foto Gilbert.

Von Rehedyk nach St. Michaelisdonn: 400 Jahre Kirchen- und Dorfgeschichte 1611 – 2011

Chronik-Janssen.jpg

von Hans Peter Janssen
Text Karsten Schrum, Zeitschrift Dithmarschen (aus einer Buchbesprechung)
Verlag, Druck und Verarbeitung: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft. DIN A4 – 472 S., 357 Abb.. (ISBN 978-3-89876-581-7)


Der Autor verfasste diese im Juni 2011 erschienene Chronik seiner Heimatgemeinde St. Michaelisdonn aus Anlass des 400 jährigen Kirchen- und Dorfjubiläums.
Karsten Schrum würdigte das Buch in einer Besprechung in Heft 4/2011 der Zeitschrift „Dithmarschen“:
„Zunächst überrascht, dass nach relativ kurzer Zeit bereits eine neue Chronik von St. Michaelisdonn erscheint: Erst 1984 hatte Wilhelm Stock seine Ortsgeschichte veröffentlicht. Recht konventionell aufgebaut, enthielt sie fast alles, wovon ein solches Buch berichten sollte: Vor- und Frühgeschichte, Mittelalter, wobei hier mehr die Dithmarscher als die lokalen Ereignisse abgehandelt wurden, schließlich die Zeit ab dem 30-jährigen Krieg bis in die Gegenwart unter wiederum stärkerer Berücksichtigung des Geschehens in St. Michaelisdonn. Weiterhin gab es Aufzeichnungen zu Wirtschaft, Infrastruktur und Vereinen. Ein Schwachpunkt, nicht nur dieser Ortschronik, sondern auch vieler vergleichbarer Werke, lag sicherlich in einer sehr kurzen, lückenhaften, häufig aus zeitgenössischen Quellen zitierenden Darstellung des Nationalsozialismus. Immerhin: Eine Ortsgeschichte war vorhanden. Woher also kam der Antrieb, eine weitere zu schreiben?
Die neue Chronik von St. Michaelisdonn hat eine ganz eigene Entstehungsgeschichte, die ihre Inhalte wesentlich bestimmte. Hans Peter Janssen, der Verfasser, berichtet im Vorwort davon: Bei der Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte stieß er auf eine kleine Festschrift zum 300-jährigen Bestehen der Kirche. Im Wissen, dass 2011 bereits das 400-jährige Jubiläum zu feiern sein würde, und aus Interesse für das Umfeld und die Lebensbedingungen seiner Vorfahren begann Janssen, das Material zu sammeln, das er nun in seiner Kirchen- und Dorfgeschichte vorstellt.
Im Mittelpunkt steht zunächst die Kirchenhistorie. Janssen kombiniert in diesem Teil recht geschickt die lokalen politischen Ereignisse, die er als geschichtlichen Rahmen voranstellt mit der nachfolgenden Darstellung der einzelnen St. Michaelisdonner Pastoren und ihrer „Leistungsbilanz“. Diese Bilanz wird z. T. stark durch die Weltgeschichte beeinflusst. Ein frühes Beispiel liefert Johannes Bulichius, der 1627, als Ausläufer des 30-jährigen Krieges Dithmarschen erreichten, floh und seine Gemeinde zusammen mit vorbeiziehenden Soldaten verließ, nicht ohne die zur landwirtschaftlichen Ausstattung des Pastorats zählende Kuh, zwei silberne, zu den Abendmahlgeräten gehörende Kelche und einen weiteren Kelch mitzunehmen, also zu stehlen (S. 55). Eine Posse, die den heutigen Leser eher schmunzeln lässt.
Eine wesentlich ernstere Phase beleuchtet Janssen später und wendet deutlich breiteren Raum auf, um das Wirken des Pastors Friedrich Wilheln Slotty nachzuzeichnen, der von 1927 bis 1939 in St. Michaelisdonn tätig war (S. 142 – 153). Pastor Slotty war bei seinem Amtsantritt bereits 50 Jahre alt. Er war vorher u. a. bereits in drei anderen Kirchengemeinden tätig gewesen, also ein lebenserfahrener Mann. Politisch war Pastor Slotty sehr interessiert, aber nicht parteipolitisch aktiv. Wie viele Geistliche seiner Zeit stand er für eine konservative Grundhaltung ein. So trat er im Juni 1929 in einer öffentlichen Kundgebung des Militärvereins gegen die „Kriegsschuldlüge“ als Redner auf. Auch nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten war er noch bei verschiedenen Veranstaltungen als gern gesehener Redner dabei.
Der Bruch mit dem Regime entstand durch die Synodalwahlen vom Juni 1933, als sich in St. Michaelisdonn, u. a. durch Terminmanipulation, die Deutschen Christen als einzige angetretene Liste komplett durchsetzten. Für Slotty war damit klar, dass ab jetzt die Gleichschaltung der Kirche vorbereitet, durchgedrückt und vollendet werden würde. Obwohl er sich von Propst Bünz und Landesbischof Paulsen, die den Deutschen Christen mindestens nahestanden, keinerlei Unterstützung erhoffen durfte, blieb Slotty beharrlich bei seinen Positionen und verweigerte sich der Vereinnahmung der Kirche durch die NSDAP und den neuen Staat, soweit er das konnte. Damit geriet er zunehmend in die Position eines unliebsamen Außenseiters. 1939 musste er nach vielen erbitterten Auseinandersetzungen von seinem Amt zurücktreten. Geschichten wie seine machen den Abschnitt über Zeitereignisse und Pastoren zu einer anregenden Lektüre. Auch Janssen kann und will keine geschlossene Darstellung der NS-Zeit geben, er vermag am Beispiel Slottys aber zu zeigen, welchen totalitären Machtanspruch der Staat und die Partei nach 1933 gegenüber den Bürgern erhoben und welche Konsequenzen das für dem Einzelnen in einem Dorf im ländlichen Raum haben konnte.
Es folgt in Anlehnung an die allgemeine wie die Kirchengeschichte und Ergänzung dazu die Geschichte der Schulen, der kirchlichen Gebäude und Einrichtungen des Armenwesens. Bei der Darstellung der Schulgeschichte(n), die sehr umfang- wie materialreich ausfiel, greift Janssen in Ergänzung zu Stock auch auf kirchliche Archivbestände zurück, womit er gerade zur Frühzeit der Schulen viel bisher Unbekanntes zu Tage fördert. Ein „Dorfrundgang“, vorwiegend mit Bildern aus dem frühen 20. Jahrhundert schließt sich an. Dabei vermittelt der Autor einen plastischen Eindruck von den zahlreichen Veränderungen im Ortsbild. Einen wichtigen Platz nimmt auch die Geschichte der Zuckerfabrik ein, von deren Gründung, Produktion und Stilllegeng der Autor ausführlich berichtet. Eigene Anschauung, der Vater des Verfassers war Wiegemeister und bewohnte auf dem Fabrikgelände mit seiner Familie eine Dienstwohnung, ergänzt das umfangreiche Material zur Firmengeschichte. Weitere Kapitel befassen sich zunächst mit dem Eisenbahnanschluss und die Einführung der öffentlichen Stromversorgung in St. Michaelisdonn. Die beiden abschließenden Darstellungen greifen nur auf die jüngere Vergangenheit zurück und liefern daneben einen Ausblick, in welcher Richtung das Dorf Potentiale für die Zukunft besitzen könnte.


Geschichte der Gemeinde Windbergen 2004

Sabine Drücke – Carstensen Format 210/290 184 Seiten s/w. wenig 4c, gedruckt bei Boyens, Heide 2004 Herausgegeben von der Gemeinde Windbergen erhältlich im Amt Kirchsspielslandgemeinde Meldorf Land Postfach 804-2567 Meldorf Ziemlich kompakt zusammengefasst die Geschichte dieser alten Dithmarscher Gemeinde nach dem Konzept der Frau Drücke – Carstensen unterstützt durch das äüßerst komprimierte Layout ladet das Ganze nicht zum einuntertauchen ein wie am Cover versprochen. Um es kurz zumachen, diese „Geschichte“ ist wenig hilfreich für Familienforscher, obwohl hier alles gesammelt wurde was die kleine Ortschaft hergibt, vor allem an alten Aufnahmen, dennoch kommt wenig Freude auf. Die beauftragte Autorin oder doch nur Konzeptionist in (?) fliegt über Jahrhunderte und Ereignisse wie eine Berichterstatterin aus der Ferne die das Feuer nicht zu entfachen vermag, weil sie zwar Geschichte sammelte aber die Geschichten nicht lebendig werden lässt. Hier fehlt, was woanders oft überreichlich gedruckt wird. und so menschelt es nicht in am Wodansberg. Viel wird dokumentiert mit reichhaltigem Quellenverzeichnis, aber zum Verweilen lädt es nicht ein. Auch wenn sich das Konzept am Buch, „Geschichte Dithmarschens“ das 2000 bei Boyens erschien anlehnt , öffnet es nicht das Tor in die Lebenswelten der Windberger. Dabei wäre die von Hans Beeck 1956 verfasste Chronik von Windbergen eine gute Ausgangssituation gewesen, (die unumgänglich zitiert wird) doch die neuere Geschichtsschreibungen orientiert sich lieber am Auftraggeber und an die Darstellungen dessen was von der dörflichen Kultur bis heute nur mehr bruchstückhaft übrig geblieben ist. Nicht viel für Windbergen. Weil ich mir für meine Arbeit aus Büchern wie diesem verwertbares Material erhoffe bin ich in meiner Beurteilung zu diesem Buch besonders enttäuscht und darf die Verantwortlichen auf vergleichbare Bücher wie die von mir beschriebenen „Büttel an der Elbe“ aber auch „Chronik der Gemeinde Buchholz“ aufmerksam machen. Lobenswerterweise wird die Zeit des Nationalsozialismus nicht ausgelassen. Ein einzigartiges Zeitdokument gibt Einblick in den Alttag. Der Bauer Hein Kloth hatte im Auftrage des Bauernschaftsführers Hans Beeck für die Jahre 1939-1945 ein sehr sorgfälltiges Dorfbuch geführt. Kloth vergrub sein Tagebuch als die Engländer kamen und grub es nach seiner Entnazifizierung wieder aus. … „Ich hatte die Geschäfte und das Geldwesen der Ortsgruppe geführt und war somit belastet. Hinzu kam das ich Träger des goldenen Parteiabzeichens war, somit gehörte ich zu denjenigen, die die Mitgliedsnummer unter 100 000 hatten. Davon waren in Windbergen immerhin sechs."

Chronik von Albersdorf 1985

Otto Nottelmann, Vom Stahlbad zum Luftkurort,Verlag Boyens Co 1985.Auf 130 Seiten gebunden, zahlreiche s/w Fotos und Karten.Diese kurzgefasste Chronik der Gemeinde die viel über deren Bedeutung als Luftkurort erzählt und mehr an ein Mitbringsel nach einem Kuraufenthalt, denn als Chronik angesehen werden kann. Für Familienfoscher wäre die Produktion der Arbeit von Frau Antje Magdalena Harders aus Albersdorf wertvoller weil diese ausführlicher und lebensnaher ist.

100 Jahre Kaiser – Wilhem - Koog 1974

bei Boyens von Willi Krohn 190 Seiten gebunden 150/210 . Einige wenige s/w Bilder (vornehmlich Aufnahmen von Backens) Ein Heimatbuch das sich dadurch abhebt das es auf überflüssige Längen verzichtet indem es die Entstehung der Marschen und Dithmarschens wohltuende, nur kurz streift. Das Buch bringt sehr viel Datenmaterial für Hof-und Familienforscher, lässt erste Siedler zu Wort kommen und zeigt die Besitzverhältnisse vom Anbeginn bis 1974, sehr detailliert.

Kudener Chronik 1992

Husum Druck ,560 Seiten A4 Unmengen von s/w Fotos, einige Farbabbildungen Gefunden im antiquarischen Buchhandel im Internet. Aus dem Vorwort von Bürgermeister Hans Werner Claussen : „...Hoffentlich finden Sie in dier Chronik alles, was Sie über Ihre Gemeinde, Ihren Geburtsort...gern wissen möchten.“ Ungewöhnlich viel Wissenswertes über das idylische Kuden gibt es zu berichten. Das Buch ist dagegen wenig idylisch aufgebaut und gestaltet. Die Bild- wiedergabe ist ungewöhnlich schlecht die redaktionelle Betreuung fehlt ganz, schade für das mühevoll erstellte Werk. Der Fotosatz Husum war wenig hilfreich besonders an den Backensbildern die dieser hier um 1900 macht und die anderswo hervorragend reproduziert wurden, kann man dies besonders festmachen. Natürlich werden in der Chronik alle Wohnstätten, Höfe usw, detailiert mit ihren Besitzern-familien geschildert. 1803 zählte Kuden 204 Einwohner 1990 sind es 586. Das Buch zeichnet sich darin aus, als vergessene Lebensweisen, Arbeitsgeräte und Methoden und Berufe ausführlich geschildert werden. Sehr deutlich wird das Wesen der Geest-bewohner beschrieben als besonders genügsame und arbeitssame Menschen und das macht auch die Chronik trotz aller drucktechnischen und redaktionellen Mängel zu einem liebenswerten Zeitzeugen.

Hedwigenkoog - Geschichte eines 300 jährigen Kooges

Boyens Co 1994 ISBN 3-8042-0651-4 Format 220/290 auf 190 Seiten s/w . Ein freundliches infomatives Buch über den Koog der schon 1696 eingedeicht wurde, ursprünglich sollte er vor allem die frühere Landverbindung zwischen Wesselburen und Büsum schützen. Mit der Verleihung eines eigenen Rechts (Octroi) durch Herzog Friedrich IV. von Schleswig-Holstein-Gottorf erhielt der neue Koog ein eigenes Siegel. Der Koog wurde nach seiner Fertigstellung nach der Gemahlin des Herzogs, Hedwig Sophie, benannt. Das Siegel von Herzog Friedrich IV. zeigte ursprünglich wohl einen Storch, der eine Schlange im Schnabel hält. Dieses Bildmotiv ist aus der Emblematik bekannt und drückt die Mahnung aus, dass die Vernunft (Storch) die Leidenschaften (Schlange) im Zaum halten soll. Mit der Zeit wurde aus dem Storch jedoch ein Schwan und aus der Schlange ein Aal. Das stolze, durch den unablässigen Kampf mit der Naturgewalt des Meeres konfliktbereit gewordene Naturell der Koogseingesessenen könnte diese Wandlung des Wappentieres zu einem kämpferischen bewirkt haben. Dabei ging der moralische Sinngehalt des Emblems verloren. Zwischen dem Koog und einigen großen, alten Familien aus Süderdtihmarschen (Schoof,Paulsen) gibt es starke familiäre Verbindungen. Durch dieses Buch lernte ich auch einen direkten Verwandten nämlich Dr. Hans Hinrich Zornig (1925-2007) kennen, den ehm. Leiter der Landwirtschaftsschule in Heide, der an diesem Buch mitgewirkt hat unsere gemeinsamen Vorfahren sind Wilhelm ZORNIG (1676-1774) und Anna Margretha BÖGEN.(1686-1768).


Bauern-Handwerker-Seefahrer Zeit und Lebensbilder aus dem Kirchspiel Brunsbüttel und aus dem Lande Dithmarschen 1550-1850. Mit 49 Bildern und einer Karte aus Zeichnungen von W.H.Lippert 1961 Verein für Brunsbütteler Geschichte ,Wilhelm Johnsen (1891-1984), 470 Seiten.

Das Buch ist keine Chronik im üblichen Sinn aber es beschäftigt sich mit der langen Geschichte von Brunsbüttel und Eddelak und von Dithmarschen.Eist lange vergriffen wird aber sehr häufig im antiquarischen Buchhandlungen auch im Internet angeboten.Meine Meinung: Auch wenn sich dieses Buch Brunsbüttel widmet sind zahlreiche Passagen der Geschichte Eddelaks vorbehalten, da es von hier ausführlichere Quelle gibt. In 18 unterschiedlichen Themen führt der Autor uns mit absoluter Detailtreue und Sachkenntnis tief in den Alltag der Region Brunsbüttel, Eddelak und weiter auch nach Meldorf. Er stellt dabei glaubwürdig die Abhängigkeit der wohlhabenden und der ärmlichen Bevölkerungsgruppen unter einander in ausgewählten Beispielen von bezeugten Einzelschicksalen. Als Kenner zeichnet Johnsen ein durchaus liebevolles, aber auch sozialkritisches Bilder der Menschen und der Landschaft. Vor dem Hintergrund - und stellenweise aus der Sicht der protestantisch beherrschenden Kirche. So erleben wir eine Volksfrömmigkeit wie sie heute eher aus dem alpenländischen Raum bekannt ist. Die Menschen hier sind der See ungeschützt ausgesetzt, die Kirche ist nicht nur geistige Insel sondern Oft Zufluchtsort. Schutzraum. Johnsen weist auf längst vergessene dramatische Höhepunkte der Vergangenheit hin. Wo die bezeugte Datenlage dünn wird, weicht Johnsen ins fabulieren aus und überbrückt ohne Sensationslust und Sentimentalität Zeiträume, was ich als durchaus spannend immer wieder nachlese. Voll mit Fakten Daten für den Ahnen-Hofforscher und den regionalen Historiker, als der Wilhelm Johnsen ja selbst einer war. Und wichtig bei Johnsen peinlichst belegt mit Quellen, Namen und Sachverzeichnis. Trefflich die Anlage der Hofblätter „eines alten Viertels, Nordhusen, Diekshörn, Mühlenstraßen und Groden,“ mit einer Fülle von genealogischen Daten. (Johnson zeigt uns nur einen Bruchteil dessen, was er in seinem rührigen Schaffen gesammelt hat) Eine Quelle für Leute, die nicht nur nach der schönen alten heilen Welt in der Vorzeit suchen, sondern einen Blick in den Lebenskampf unser Vorfahren werfen wollen und sich dafür Zeit nehmen. Der vom Autor gepflegte Schreibstil ist nicht langweilig, teilweise launig wir die Menschen dort oben selbst, aber der Stil fordert von seinen Lesern Aufmerksamkeit und Zeit. Bedauerlicher Weise ist das Lebenswerk von Johnsen (ebenso jenes von Hugo Gehrds 1874 -1960, vom dem Johnsen viel profitierte) weder im vollem Umfang gesammelt sondern nur in Fragmenten im Meldorfer Museum einsehbar und/oder aus den Veröffentlichungen die in den regionalen Zeitungen erfolgten oder in familienkundlichen Publikationen Norddeutschlands.

Chronik der Gemeinde Buchholz 2005

Mit mehr als 2,5 kg die schwerwiegenste aller Chroniken in meinem Bestand , 730 Seiten stark 210/300 mm gedruckt bei Boyens viele Seiten davon buntfärbig. Herausgegeben von der Gemeinde Buchholz in Dithmarschen. Der Stolz von Bürgermeister Rudolf Wieckhorst kann sich sehen lassen. Das Heimatbuch entstand in 10 jähriger Gemeinschaftsarbeit von Karl Sießenbüttel, Harald Gehrt und anderen und ist dennoch aus einem Guss. Da dürften die Leute von Boyens sachdienlich geholfen haben, es ist einfach perfekt gemacht. Was gibt es soviel zu erzählen über ein Dorf mit ein paar hundert Seelen? Vieles wie man bald merkt - nichts überflüssiges. Hier wird wirklich Heimatkunde erster Klasse betrieben. Nicht übertrieben, sondern immer interessant, auch spannend verfasst. Familienkunde sowieso und zur Hofforschung weiß das Buch alles zu erzählen und zeigt es auch ausgiebig in Gegenüberstellungen von Hofgebäuden früher und heute im schönen Layout. Beim Lesen werden alte Handwerke und Lebensweisen wieder lebendig. In dieser Chronik wird nicht wie woanders streckenweise und stümperhaft abgeschrieben, hier wird die Geschichte einer Siedlung in unserem Raum an Hand den Funde aus der frühen Jungsteinzeit bis heute erzählt. Die Landgewinnung, das urbar machen der moorreichen Gegend entsteht vor dem geistigen Auge. Die Bedeutung des heute unbekannten Brennstoffs Torf wird bis in Detail dokumentiert. Die schöne und schlechten Zeiten kommen zu Wort und es wird durchaus kritisch bei den kritischen Jahren des vergangen Jahrhundterts. Aus der Gemeinde bleiben 52 Männer im zweiten Weltkrieg. Den meist jugendlichen Gesichtern ist genügend Raum gewidmet und diese werden ergänzt durch persönliche Daten. Auch den Toten der Heimatvertriebenen wird ebenso gedacht. Natürlich werden dem gesellschaftlichen Leben und besonders der Schule viele Seiten zu gedacht . Schon um 1695 gab es in Buchholz so etwas wie eine Schule. Und wenn es früher so gesellig gewesen sein mag, gewinnt man schnell den Eindruck auch heute sind die Buchholzer noch feste miteinander. 1914 brannten in Buchholz 3 Bauernhäuser und vier Wohnhäuser ab, dadurch wurde das Ortsbild nachhaltig verändert. Einen Monat nach diesem Ereignis brach der erste Weltkrieg aus und wieder bleiben 37 junge Männer auf dem Schlachtfeld. Mit ihrer Zugehörigkeit zum Kirchspiel Burg halten die Buchholzer nicht hinter dem Berg, sondern zeigen stilvoll ihre traditionelle Beziehung zur Burger Kirche und zu den Verpflichtungen im Kirchspiel . Eine befestigte Strasse nach Eddelak über Kuden gibt es erst seit 1892, vorher musste man den Umweg über Friedrichshof nehmen, denn die Auen - heute unbedeutend, waren unüberwindbare Hindernisse. Am Ende fragt sich der Leser, wieso macht sich eine kleine Gemeinden diese Mühe? Es kann doch nicht nur an den Förderungsmitteln der EU liegen von denen immer wieder die Rede ist im Zusammenhang mit neuesten Chroniken. Bleibt dem freundlichen Bürgermeister und seinen Bürgern nur zu wünschen, das sich viele Buchholzer und Buchholzer Fans die Chronik aufs Nachtkasterl legen. Aber mit 2,5 kg ist die Chronik keine geeignete Nachtlektüre. Um € 50 ,-- bei Bürgermeister Rudolf Wiekhorst Ausgiebige Quellenangaben zu den vorbildlichen Widergaben der zahlreichen frühen Dokumenten unterstreichen die Qualiät der Arbeit der Verfasser und dadurch sind die 2,5 kg für Familienforscher jedes Porto wert.

Heimatbuch Dieksanderkoog 1935-1960 Wilhelm Stock.

Der Herr Oberlehrer Stock aus St, Michaelisdonn, früher auch Lehrer im Dieksanderkoog hätte es besser wissen müßen, hat er doch der Gemeinde ein eher ein Lehrbuch dritte Grundschulklasse, denn ein Geschichtsbuch Immerhin kamen so 320 Seiten zustande wie woanders bemüht Stock genauso Theodor Storm und Helmut von Moltke und zu füllen was nicht zu füllen wäre. Hätte er sich mehr mit den wahren Begleiterschienungen der Entstehung des Kooges bemüht aber die bleiben unerwähnt. Den Nationalsozialismus der hier zur höchsten Blühte gelangte, den gibt es nicht im Heimatbuch Matthias Claudius überbrückt mit *’s ist Krieg“ und der gute Kamerad endet in der Aufzählung der 24 gefallenen Söhne des Kooges. Trotz Weihehalle, trotz Neulandhalle, das Gedankengut bleibt im Dunkel dabei hätte der Koog und seine ersten Siedler hier einiges aufzuarbeiten und Zeitgeschichte beizutragen. Denn das war schon was damals im Dieksanderkoog. Mit diesem Buch hätte Helene Hoenck sicher das Feuer im Kamin entzündet. Sie hat in ihren in der Marner Zeitung veröffentlichten Aufsätzen um 1930 lebensnah die ersten Siedler präsentiert. Einige s/w Fotos und leider keine Quellenangaben Herr Oberlehrer. Verwundert bin ich über die miserable Papierqualität mit der Drucker Altmüller in Marne bei diesem Buch urrasste, war wohl ein Restposten den er der Gemeinde in Rechung stellte.

'Eddelak gestern und heute 1994

Chronik der Gemeinde Eddelak 1994 Herausgeber Gemeinde Eddelak, A4 , 295 Seiten mit unzähligen Abbildungen, teilweise buntfärbig in Leinen gebunden. Eine beachtliche Sammlung historischer Daten. Streckenweise sehr detaillierte Milieustudien aus dem Alltag. Beachtlich die Abbildungen der einzelnen Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit den Beschreibung der Besitzer bzw. der Bewohner. Sammlung aller relevanter, historischer Informationen die teilweise in den letzten 150 Jahren über Eddelak und der Umgebung anderswo veröffentlicht wurden. Schwer- punkt ist natürlich das Eddelak zur Zeit der Bucherstellung um 1990. Ausführliche Literaturübersicht und Quellenverzeichnisse. Besonders erfreut bin ich darüber das der Geist des rührigen,ehemaligen Lehrers aus Averlak und spätere Kunsthistoriker und Heimatforscher Wilhelm Johnsen (1891-1965) in dieser Chronik weiterlebt.es ist das besondere Verdienst Johnsen’s zahlreiche volkstümlich überlieferte fehlerhafte Fakten, durch fundierte Forschungen richtig zu stellen.(Siehe Mönchenkarkhoff) Leider hat das rührige Autorenteam der Zeitspanne 1933-1945 nur oberflächlich Beachtung geschenkt, daran ändert auch der Beitrag von Heinrich Martens nichts „Übergang zu Neuzeit“. Eddelak zeigt sich (wie woanders auch) für diese Zeit ausgiebig in der Opferrolle. Da aus den Kirchenbüchern und anderen frühen Aufzeichnungen sehr viel über den Raum Eddelak hinausgehendes erhalten geblieben ist, welche die Chronik ausführlich übernimmt, Kudensee,Brunsbüttelkoog, Friedrichshof, etc (eine Reihe alter Karten), ist dieses Buch nicht nur für Eddelaker von unschätzbarem Wert. Andere Gemeinden mögen sich daran ein Beispiel nehmen . Zu beziehen ist die Chronik, im Eddelaker Bürgermeisteramt.

Denkschrift zum 50 jährigen Bestehen des Friedrichskoog

Vor mir habe ich dieses hübsch gemachte sehr aufschlussreiche Büchlein mit 70 Seiten 150/230 mm , drei kolorierten Karten (noch ohne den Neufelderkoog), sowie einer persönlichen Widmung des Otto Müllenhoff. Eine reiche Quelle an Namen und Daten, Informationen der ersten Bewohner des Kooges begegnet uns hier fein gegliedert nach preußischer Manier Auch die sonderliche Dichtung des W. Reinhard die sich über 10 Seiten erstreckt.

Dithmarscher Platt

Burger Geschichte - Burger Geschichten

Band 3 von Inge Hurtienne 450 Jahre Burger Schulgeschichte 1998, 230 Seiten 135/200mm s/w Abbildungen erhältlich beim Gemeindeamt Burg Aus der sehr umfangreichen Schulgeschichte eine Leseprobe, die ich mit viel Vergnügen abgeschrieben habe. Als es noch genügend Arbeit gab. 1814 wurde in Schleswig Holstein die obligatorische Schulpflicht sowohl im Winter wie auch im Sommer und für alle Kinder eingeführt. Es dauerte jedoch 100 Jahre, bis die allgemeine Schulpflicht voll durchgesetzt werden konnte. Wie es für Kinder während der Sommermonate aus einer Familie „notorisch sehr armer Leute“ aussah, berichtet Johann Friedrich Stegemann, geb. 1871 in Bucholz, gest. 1949 in Burg. .....dispenseert ut de Sommersschool ..... „Nu harr ick 5 Johr no School gahn; ick wer 11 Johr, dor keem we mit 4 Jungs röver no de 1. Klass.. und glieks dorno wor ick dispenseert ut de Sommersschool und keem na’n Buern, jacob Wehtje in brickeln… De ersteTrennung keem vun mien leev Moder, vun Ader, dat gung eher; over vun Moder, dat weer al beten schwörer, denn ich weer dat lüdde Nestküken, ich weer de Jüngste vun mien Geschwister. Wie weern 9 Stück, 5 Jungs, 3 Dierns und een lüdde Diern Anne dood. Na, dat erste weer denn ook, dat ick düchdi Heimweh kreeg. Leet sick over nie hölpen, ick muß utholn, und wenn ick sünndags nie recht wedder rutschen wull und Moder strakel mie över de Backen, denn keek mien Oln rop no’n Balken ünnern Dösenböhn, dor harr he seien Handstock ophungen und denn kneep ick all von sölben ut. Middeweekens und sünobend mussen wie Deensjungs na School bi Bennewoldt, de harr een Arm und schlog sien Kinner mit’n Streng wo Knüttnens inschlagen weern. He weer nie de Düchtigste… Vörmiddags muß ich Köh höden und nachmiddags Steen sammeln oder Holt schlogen, dat heet in’ne lose Tied. Wenn ick morgens Klock 5 mit de Köh losgung na’t Bröningsholt, denn kreeg ick mien Bodderbrot mit und denn sä Antje: “ So mien Jung, wenn du 3 Tred deist to dien Schatten vun dien Körpergröte, denn its dien Bodderbrod und wenn dien Schatten blots 2 Tred lang is, dann kummst mit de Köh no Huus. Na dat gung los. As ick mit mien Köh no Koppel weer und mi düch, ick weer dor all’n rechte Tied ween, pedd ick mien Schatten mal af. Ja, dat weer Tied, jüst 3 Tred. Ick eet mien Fröstück op. As dat nu recht so’n Tied her wer vun Fröhstücktied, pedd ich mien Schatten mal wedder af. Junge, wat harr ick dat fein dropen, wern jüs 2 Tred. Nu gung dat mit de Köh no Hus, denn de ole Wittbunt muß to Meddag molken warn, As ick in’t Dörp rinkeem, ganz vergnögt, keek Antje ut de Dör und sä “Wat wullt du?“ick sä “Dat is ja Meddag“. Dor fung se to lachen und ok to schimpen. Ick keek ganz verdutzt. Se sä “Weet’s wat de Klock hett, de Klock hett ½ 9,halvi neegen“. Ja so harrn de Schatten vun mien Körper und de Tied sick versehn, mien Tred de harrn na’n Meddag sprungen, na’n Mehlbüdel…. In Loop vun de Sommertied wor dat ümmer beeter gohn. Ick muß fix Törf ringeln und bearbeiden und in’t Foder arbeiten, Kantüffeln opkriegen, bet we den 9 Oktober harrn. Dat wer een Freudendag, dor hol mien Moder mi und uk mien groten Lohn. 6 preußschiche Daler harr ick denn ganzen Sommer kreggen. Ich harr nie over mol ördentlich dörcheten, wenn’ ck uck man ½ Hering kreegen harr, to Hus geef’t noch weniger, dor geef dat gor nichts to de Puhlkantüffeln und den Semp“.“

Dithmarschens Fliegende Blätter

"Das Volkslied in Schleswig Holstein“ 1927 und "De Orgeldreier“ 1938, sowie Ausschnitte aus "Dithmarschen Blätter der Heimatgestaltung“ 1939

Aus dem Fliegenden Blatt Ein Medium aus dem 19. Jahrhundert Die Verbreitung von Neuigkeiten geschah bis Ende des 19.Jhdts. durch Lieder des Leierkastenmannes und dem Fliegenden Blatt. (Welches schon um 15oo in Dithmarschen Verwendung fand) Auf einigen Quardratmeter Leindwand warf ein schnellarbeitender Maler bluttriefende Gemälde, die dann von der Begleiterin des Bänkelsängers mit einem Stock deutende erklärt wurden. Auch die grausige Tat von Gross Campen bei Wilster konnten sich diesem Medium nicht entziehen. Das Geständnis Timm Thode’s des achtfachen Mörders und Brandstifters wurde bei J.Kahlbrock Ww. zu Hamburg gedruckt. Hier ein Teil des damals weitverbreiteten Textes dieser Moritat. Getextet wurde es von einem der zahlreichen Poeten die für das Haus Kahlbrock´arbeiteten. Das Geständnis des Timm Thode’s :

"In Groß-Campen lebte fröhlich Thode und sein Weib; es ward Ihr Glück lange schon vollzählig durch sechs gute Kinder,guter Art. Da in mitternächt’ger Weile Ward ihr Nachbar aufgeweckt Sprang schnell auf in größter Eile vom Feuerruf erschreckt........ moralisierende Schlussvers : "Wenn der Mensch auf dieser Erden rechtlich handelt, geht’s ihm gut; aber Strafe muß ihm werden wenn er nichts als Böses tut.“

Einer der bekannten Sänger in Dithmarschen war die Gestalt des alten "Professor Reimers". Er war Schulkamerad von Claus Groth, welcher sich nicht wenig auf seine Kunst einbildete und dem Dichter erklärte: “Du büst Professor,ik ok. Un ik mook all din Leeder bekannt mit min Duddelkasten“ Es war ein Dithmarscher, Brunsbütteler Abstammung, der angeregt durch Herder, auf den hohen Wert dieser Drucke und er Verbreitung hinwies und der sich selbst im Dichten volkstümlicher Lieder übte. Johann Boje begnet uns in Hamburger Liederblättern mit "Lore am Tore“. So hebt das Moritatenlied an: "Werft,Menschen,einen Trauerblick auf eine große Mordgeschichte (!!); und auf das schreckliche Geschick, was ich im Liede hier berichte.“

Dithmarschens Poesie

Sagen Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig Holstein und Lauenburg in Kiel, Schwerssche Buchhandlung, 1845 von Karl Müllenhoff

Erste Ausgabe der Sammlung mit dem "bewunderungswürdigen" (ADB) Vorwort, in dem Müllenhoff auf 50 Seiten die Grundzüge einer Geschichte norddeutscher volkstümlicher Textüberlieferung entwirft. Die Anregung zu dieser gesuchten Sammlung von über 600 Texten entnahm er dem ersten Jahrgang des Biernatzki'schen Volksbuches, in dem seine Freunde Th. Mommsen und Th. Storm Proben ihrer Sagensammlung veröffentlichten. Eine Zeitlang sammelten die drei Herren aus Oldesloe, Husum und Meldorf gemeinsam, aber schließlich fiel dem Dithmarscher Müllenhoff der "gesammelte Schatz" allein zu.

Ditmarscher* Gedichte Plattdeutsche Poesien In ditmarscher Mundart - von Johann Meyer Erster Band 1858/Zweiter Band 1859 bei Hoffmann & Campe, HamburgÜber 200 Seiten umfangreiches Idiotismen Verzeichnis Damals ohne „t“

Johann Hinrich Otto Meyer 1829 in Wilster geboren, seine Jugend erlebt er bis 1838 Schafstedt, Dithmarschen Bis zu seinem 21.Lebensjahr verdingt er sich als Zimmermann und Müller. Durch besondere Umstände wird er Tertianer am Gymnasium Meldorf, in Kiel studiert er von 1854-57 , kurze Zeit ist er Lehrer in Altona danach ab 1859 Redakteur der Itzehoer Nachrichten,1862 gründet er die psychiatrische 'Idioten-Anstalt' in Kiel, er stirbt am 16. Oktober 1904 als Direktor dieser Einrichtung.

Lesebeispiel An den Vullmach sin Frau

Heerje!wat geist du stramm verbi Un kennst mir gar ni mehr? Lop du man to,-wat kümmert mi! Dat bring die doch keen Ehr; Ich weet darum doch, wat ich weet Un seeg dat apen hin, Un wenn din Mann ok Vullmach heet, Un du Frau Vullmachtin.

Du weest wull doch, dat wi as Görn Tohopen jümmers weern? Dat ick de kralle Jung towörn, Un du de kralle Deern? Un weest du noch – dat Hus in’n Wall ? Un weest noch ? Ik un du, Wi wah’n darin un haarn uns all, As weern wi Mann und Frau.

Un weest du noch , als inne Schol Pesepter oppe Bank Di mal gehörig wackeln wull? Dar smeet ick mi damank Un nehm för die de Prügels an; Un weest du noch wa veel?! De Jungs un Diens de seegn sick an Un dachen wull er Deel.

Un weest Du noch, as nößen wi Tohop na’n Prester gingn? Daröwer leet vun di un mi En smuckes Leed sick singn!- Un weest du noch? De Nawers meen’n Dat wer doch Unrech ebn, Dat unsere Oln dat steill ansehn Un leeten uns betemn.

Un west du noch to Jott un Beer, Wer jümmers na di söch? Un wenn to Enn de Hopphei weer, Wer denn na Hus die bröch? Un weest Du noch?wa denn nie sul De Wiver röhrn de Snut Un slepen uns herum int’n Mul As Brüdigam und Brut?

Un weest du noch?ick wurr Suldat, Dar mußs ick fort in’n Krig, Un weest du noch? Da oppe Strat ?- Wa weenst du bitterlich! Dat wer ent Tid in Sus un Brus!- Un as to En de Strir, Un as ik woller keem to Hus, Harrst du--- den Vullmach friet.

--Peter Zornig 14:48, 11. Apr. 2008 (CEST)

Dithmarschens Nachbarn

Rungholt

von Hans Peter Düerr Die Suche nach einer versunkenen Stadt im Insel Verlag Liepzig 2005 ISBN 3458172742. Das sind auf 750 Seiten eine Reise in eine ander Welt und wie es sich für eine wissenschaftliche Arbeit gehört, mit über 200 Seiten Quellen und Querverweisen aus der Familienforscher ihre Nutzen ziehen können. Das Buch ist schwer zu lesen und man hat Mühe den roten Faden zu halten. In Summe taucht aber viel wahres und greifbares auf im Watt.Viele Abb. und auch Farbfotos über die Funde. Kartenausschnitte unser Heimat : Die Weltkarte IDRISIS 1154, der Mediceischen See-Atlas aus 1351. Die Entdeckungsgeschichte der legendären mittelalterlichen Handelsstadt liest sich wie ein Krimi und wie immer sind seine Anmerkungen eine wahre Fundgrube für jeden Interessierten. Es lohnt sich, diesen Teil des Buches genau zu studieren, denn er enthält ganz aktuelle Daten und bemerkenswerte Ideen. Hans Peter Duerr,war bis Ende 1999 Professor für Ethnologie und Kulturgeschichte in Bremen .

Büttel an der Elbe

Erinnerungen an eine Dorf zwischen Brunsbüttel und Brokdorf 1989 - ISBN 3-924896-15-6 -Urbes Verlag München 256 Seiten in Leinen gebunden 30/22cm mit unzähligen s/w aber auch 4c Abb. wird im Internet zwischen 25 und 60 Euro angeboten. Es ist viel mehr wert. Aus dem Vorwort .Diese Buch will Büttels Geschichte erzählen und in Bildern und Worten der Letzten Bewohner die Erinnerung darn wachhalten, wie dieses Dorf ausgesehen hat, wie die Menschen hier gelebt haben, ehe die meisten von ihnen fortziehen mußten und die großen Abrissbagger kamen. Diese Buch ist das schönste Heimatbuch welches mir bisher unterkommen ist, es rührt und ist doch nicht rührseelig wie es Heimatchroniken an sich haben. Es ist Dokumentation pur die leider woanders fehlt ,zum Beispiel für Ostermoor. Ein solches Buch über ein an und für sich so unbedeutendes Dorf herzustellen, das ist beachtlich aber vielleicht konnte es gerade deshalb so rund werden. Die Geschlossenheit, die Grenzsituation her die Elbe, dort der Kanal, dann die ständige Bevormundung durch die Industrie und das damit verbundene Zusammenrücken zeigt, das die Bütteler bis zum Untergang ihres Heimatdorfer zusammenstanden. Es menschelt nur so, auch wer so wie ich nie in Büttel Rast gemacht sondern immer nur durchgefahren ist, möchte jetzt stehen bleiben und die Leute kennen lernen die noch freundlich in die Kamera lachten, als die Bagger sich dem Dorf näherten. Das Buch ist hervorragend gestaltet, die Bilder auch die aus 1880 sind in bester Qualität wiedergegeben. Wir finden hier Fotos die selbst der große Backens und vorenthält. Zum Bispiel die heutige B 5 als staubige Sandstrasse. Für Familienforscher natürlich die Fundgrube. Wir finden hier auch Norbert Wenn wieder, der wohl dort sen Elternhaus hatte und auch redaktionell an dem Buch beteiligt war. Auch Heinrich Rusch den Butterhändler,und viele die sich dank der genauen Beschreibungen mühelos in die Ahnenreihe reihen lassen.

St Margarethen Kirchspielchronik1913

Pastor Dr. Wilhelm Jensen ,430 Seiten 190/280 Die Kirchspielchronik der Gemeinde St Margarethen von Pastor Dr. Wilhelm Jensen wurde noch vor dem ersten Weltkrieg geschrieben und liegt in dieser Anmutung vor mir. Allein die buchbinderische Qualität, Papier und Gestaltung sind ein Vergnügen dieses Buch zu betrachten. Es gibt viel zu lesen aus dieser Geschichte der Ortschaft die zugleich eine Geschichte der südwestlichen Wilstermarsch ist, wie der Autor richtig festhält. Pastor Jensen ist für die Wilstermarsch das was für Brunsbüttel der von mir verehrte Wilhelm Johnsen ist. Hobbyhistoriker, Familienforscher und exellenter Beobachter seiner Zeit dem es gelingt den Menschen der Gegend das Wort zu lassen. Sprache und Lebensumstände werden wieder lebendig. Die Umwälzungen der Zeit, damals der Bau des Kaiser Wilhelm Kanal brachte große Einschnitte für die Bevölkerung. Jahrzehntelang „funktionierte“ durch die Eingriffe in die Natur das Grundwasser nicht, das Wasser war ungenießbar. Der Kampf mit der obersten kaiserlichen Behörde auch. Dr. Jensen, der unzählige Stammbäume seiner Zeit erstellt hat, darunter den so bedeutende der Familien Witt-Warstede, öffnet seinen ganzen gossen Fundus in diesem Buch. Mit Karten, Dokumenten und ausführlichen Fußnoten die so viele Informationen transportieren. Lehrer Hansen aus Kudensee hat dem Buch unterstützend ein Register verpasst, das diesem inhaltsschweren Zeitzeugen noch mehr Gewicht verleiht. Durch die Zeichnungen der Duchten der Gemeinde liegt eine ausserordentlich genauere Beschreibung über Wege, Kanäle, Haus und Hofstätten vor. Zahlreiche frühe Fotos in guter Qualität von Haus Hof und den Menschen, von damals vor 1913 in St. Margarethen.

Das Kirchspiel Brokdorf1920

Wilster 1920 Heimatverein der Wilstermarsch Band 2 Buchdruckerei Johann Schwark. Im Kleinstformat 110/150 mm 74 Seiten s/w Dennoch mit Namensregister zehn Seiten, einigen Urkunden, sowie das ältesteEinwohner Verzeichnis des Kirchspiels. Kleiner Einblick: Zu Beginn des vorigen Jahr-hunderts hatte Schulmeister Vett etwa 30 Jahre lang Dienst. Zu seiner Zeit waren 180 bis 200 Kinder im Kirchspiel schulpflichtig. Aber nur ein recht geringer Teil besuchte die Schule. Auf der Landscheide wurde dem Pastor einmal auf dessen Ermahnung geantwortet: „Min Kind schall ne so veel leer’n Herr Paster. De Geleertesten sünd meist ok de Verkehertesten“. Im Unterricht liebte Vett die plattdeutsche Sprache.Auch war er eifrig auf Reinheit bedacht. Wenn zum Beispiel ein Kind fragte: „Schoolmeister, schall ick mal ut de Stuv“ dann antwortetet er. „Du wult wul en Stadtminsch warn“. Es heißt nicht „Stuv“ sondern „Dönns“. Meine Meinung: Liebenswertes Kleinod auch weil ein Vorfahre der Lehrer Jacob Zornig darin Erwähnung findet, der sehr früh das Talent des Brokdorfer Heimatdichter Paul Trede erkannte und förderte, ist es für mich besonders wertvoll. *)Brochthorp ist das Dorf "im Bruch"


Glückstadt im Wandel der Zeit1968

Augustin Verlag. In Drei Bänden zu je 300 Seiten 165/245. Der politschen Aufgabe Glückstadt’s über die Jahrhunderte gerecht werdend sind die drei Bände keine Heimatbücher der herkömlichen Art. Da auch die Arbeiten von Frau Nicoline Still gestreift werden, sind sie reich an Detailgeschichte und Geschichten. Hervorragende Bildqualität und seltene Darstellungen aus der Geschichte der geheimen Hautstadt machen diese Bücher wertvoll für den Regionalhistoriker.

Chronik von Bramstedt1959

Broschek Verlag Hamburg 1959 von Hans H. Harbeck .Der Autor zählte zu den bekannten Heimatforschern seiner Gegend und hat sich von 1936 bis zu seinem Tode 1950 mit der Materialsammlung für die Chronik beschäftigt. Das Buch mit 500 Seiten (160/230 mm s/w ) hebt sich wohltuend von den Auftragswerken späterer Generationen ab. Harbeck lässt streckenweise, erbarmungslos alte Zeiten auferstehen. Besonders scheint es ihm der streitbare Pastor Daniel Hartnaccius (1642- 1702) angetan zu haben. Dessen Sohn Carl Emil 1674-1744 war später ebenso kämpferisch und halsstariger Prediger zu Eddelak und dessen Sohn Samuel Gottfried 1708-177 war Pastor zu Reinsbüttel. Die Hartnack (oder Hardenack) kamen aus Hameln nach Holstein und begründeten die heute noch lebenden Zweige in Norderdithmarschen die später auch als Müller in zahlreichen Orten zu finden sind. Zurück nach Bramstedt und zur Chronik die viel Einblicke gewährt, aber am Ende dem Forscher doch manches schuldig bleibt. Es fehlen Register, Quellenverweise und das Buch ist fast ohne Abbildungen und sieht man von den spärlichen 21 Bildern ab. Man merkt der Autor hat das Buch nicht persönlich in den Druck bringen können.

Die Chronik von Auufer1987

erstellt von Otto Bunte 1987, auf 112 Seiten 16/230 Besitzer der Höfe in Auufer ,Urkunden ,Ansichten der Höfe und Häuser Den Hinweis zur dieser Chronik fand ich ich in der Österreichischen National Bibliothek. Das kleine Büchlein ist für mich zu einem besonderen Schatz geworden denn es enthält eine Urkunde die die Ankunft der Zornig aus dem fernen Ostpreussen hier in Holstein bezeugt der darin erwähnte Wilhelm Zornig (1676-1774) ist mein Urgroßvater in 6. Generation "Habe Deine Lust an dem Herrn, er wird Dir gegen werden.

Hans und Margretha Zornig – Anno 1756 " ist Text eines Dielenbalken der noch heute in dem Wohnhaus an dergleicher Stelle als Wandschmuck dient. Ganz persönlich zu den Zornigs . die über Genartionen einige (auch bedeutende) Lehrerfamilien hervorbrachten in Steinburg und Dithmarschen. So um 1700 gelangt Wilhelm Zornig (1676-1774) er wurde wirklich 98 Jahre alt, auf Wegen die noch zu klären sind, nach Holstein. Seine erste Erwähnung in Holstein finden wir im Kirchenbuch von Breitenberg im Taufregister 1713 bei der Geburt der wohl der ältesten Tochter, diese überlebt und heiratet später zweimal. Sieben weitere Kinder überleben die Eltern.

Unsere aus Holstein stammenden Ahnfrau Anna Margretha Bolten ca. 1690 - 1768 gebärt noch im biblischen Alter bis 1737 (auch Boldt or Bohlt) die Schreibweisen vor 1700 in diesem Gebiet vor dem seit 1700 eingeführten Festnamen. 1718 wird Johann Zornig 1718-1780 geboren, er ist unser direkter Vorfahre blieb in Kellinghusen wohnen, erst dessen Sohn Claus Zornig 1750-1828 ....Arbeitsmann auf dem Blangenmoor, gebürtig aus dem holsteinischen ,war seit vielen Jahren hier nun ansässig....(1828 Totembuch Eddelak) zieht um 1780 Richtung Elbmündung, heiratet die Silke Ösau 1750-1828 aus Brockdorf , gründet von Büttel und St. Margarethe und dann Blangenmoor die sich dann hier ausbreitende Zornigfamilie, welche im männlichen Stamm heute dort zahlreich weiterlebt. Den noch lebenden Zornigs und Anverwandten würde ich gern einen maßgeschneiderten Stammbaum vorlegen, dazu fehlen mir aber in der Regel die notwendigen Daten zwischen 1920 und heute. Wer diese Lücke auffüllen kann möge es bitte tun. Ein Aufruf und nach persönlichen Briefen mit wenig Erfolg. Für einen Familienforscher ist es eine kleine Sensation dass mir im letzten Sommer der genaue Wohnort des Wilhelm Zornig (1676-1774) bekannt wurde.

Jetzt liegt mir der Abdruck des Kauf-Kontraktes vom 28. Dezember 1757 vor, als Beweis dafür dass die Zornigs zu der Zeit nicht mittellos waren und der gute Wilhelm aus Ostpreußen kommend wahrscheinlich eine Art Ablösung von seiner Herrschaft behalten haben muß. Kann (will) mir vorstellen dass Wilhelm Zornig seine Heimat Groß Schwansdorf an der östlichsten Seite von Ostpreußen nicht ganz freiwillig verlassen hat sondern einer Familie Ranzau, die im Osten aktiv war, nach Holstein gefolgt ist. Oder es ist ganz einfach die Wirren und Nachwirkungen des 30 jährigen Krieges.

Nun Wilhelm ist hier, wird stolze 98 Jahre und als sein Sohn Hans 1755 heiraten will schafft der gute Vater ihm Land und Kate, denn die zukünftige Schwiegertochter Margaretha Thode aus Boostedt ist auch nicht ohne. Schließlich ist zum Zeitpunkt der Eheschließung am 30. Oktober 1755 schon der nächste Zornig unterwegs, der nur zwei Monate später am 7.1.1756 geboren wird und Jochim getauft wird ,nach seinem Großvater Jochim Thode , der Erstgeborene stirbt aber am 3.Marz.1756 Doch 1758 wird Wilhelm Zornig (1758- 1840) geboren, Marx Zornig 1763 – 1824 ist das letzte der 6 Kinder das in dem Haus über dessen Kauf im Kontrakt berichtet ist , geboren wird. Denn nur 7 Jahre leben die Zornigs unter dem eingangs erwähnten Spruch. Am 18.3.1763 verkauft Hans (richtig Johann) Zornig den Hof, Kate und Grundstück an Andreas Bieber, das sein Vater für íhn gekauft hatte, um Dreihundert Silber und Dreißig Marck Lübsch sowie Zwölf Schilling guter gangbarer Müntzen… sämtlich in Pfingstgeldtagen Mark für 1 Morgen und 443 Ruten Land in Auufer bei Breitenberg, zwischen Stör und Hörnerau (wo sich noch Ebbe und Flut auswirkten) Unser Hans (richtig Johann ) hat Glück, denn seine gute Margaretha, geb.Thode, erbt und verbessert die wirtschaftlichen Umstände erheblich, indem die Familie nach Boostedt übersiedelt auf die Landstelle von Opa Thode. Wilhelm Zornig mitgezogen wird mitgezogen sein er stirbt 1774 hochbetagt denn seine beiden Töchtern die hier gut verheiratet waren auf „freie Katenstellen in Auufer“ nämlich Anna Magdalena 1686-1768 verheiratet mit Siem Kühl gestorben 1754 und Malene Zornig die mit Hinrich Sibbern und danach mit Hinrich Fehrs verheiratet war sind um 1763 schon verstorben. Also noch kein Happy End. Bleiben wir dran? Übrigens: diese und andere Informationen habe ich in der Österreichischen National Bibliothek gefunden. Inzwischen ist auch die Chronik von Auufer auf meinem Tisch.O.Bunte hat diese 1987 zusammengestellt und die vielen Informationen konnte ich mit den mir vorliegenden Informationen mühelos verschmelzen. Es sind auch Fotos von dem erwähnten Hof (genannt Hof Bunte. Dorfstrasse 5) in dem Büchlein, das mir Bürgermeister Körner zusandte, der heute in diesem Haus lebt. Das Büchlein kam ohne Beibrief, hätte mich über ein Foto des Türbalken sehr gefreut, doch so sind sie eben die Holsteiner, haben Angst das man ihnen was weg nimmt. Vielleicht fährt ja mal wer vorbei das ist sicher überzeugender.

Grevenkop Geschichte eines Dorfes1982

Klaus Lorenzen Schmidt auf 200 Seiten 170/254 Wenige s/w Bilder in mangelnder Widergabe Es ist die Geschichte dieses Ortes die akribsich aufgerollt wird Wir finden hier Familien und dazugehörige Besitzangaben in Fülle. Viel weiß man über die Kriege um 1650 zu erzählen und die Lasten der Fürsten. Die Zeit vor 1945 wird nur mit der Liste der Vermissten und Gefallenbedacht, sonst gab es keine Zeit …davor.


Heimatbücher des Kreises Steinburg 1924-1926

Drei Bände, im Auftrage des Kreisausschusses der Heimatbuch-Kommission Glückstadt. Verlag von J. Augustin. 1924, 1925 u. 1926 mit über 600 Abbildungen sowie tlw. gefalt. Karten und Plänen 502, 516 und 584 Seiten. Format 27 zu 20cm. Leinenbände mit illustriertem Deckel- und Rückendruck. "Historische Karte der Wilstermarsch" und "Historische Deichkarte des III. holsteinischen Deichbandes Krempermarsch". Mit der Auflistung der Gefallenen des Kreises im Weltkriege 1914 – 1918 .Ausführliches Personen- und Sachregister. Während der Kreis 1920 im Heimatbuch Brockdorf noch feststellt - das es nicht an der Zeit sein – für derartige Dinge großzügig Gelder zu verwenden scheint man wenige Jahre später eine Goldader gefunden zu haben. Derartig aufwendige und umfangreiche Heimatbücher sind selten. Drei an der Zahl dicke schwere Bände die nichts auslassen und einen lückenlosen Bericht inkl umfangreichen statistischen Bericht der Zeit, über jedes Fleckchen Steinburg geben. Der Familienforscher hingegen wird enttäuscht, da es wenige Namenslisten gibt Ausnahme die Listen aller Gefallenen des Krieges 1914-1918 mit Geburt - und Sterbedatum u. Ort. Doch auch der ausführliche Beitrag über die Orts und Flurnamen des Kreises von Franz Michaelsen entschädigen. Die Ortschaften werden ausführlich beschrieben. Wer sich nach der Lektüre noch immer nicht auskennt über die Details hat sich wahrscheinlich nur dem umfangreichen Bildwerk dieser Bände oder die beigefügten Karten gewidmet. Die Bücher sind aufwendig gebunden im teuren Leinen und excelent gedruckt wie es heute kam wer zustande bringt mehr als 600 Aufnahmen die nicht nur wegen ihrer Motive einzigartig sind. Die Bücher sind im antiquarischen Buchhandel zu finden.

'Die Bauernhöfe der Wilstermarsch mit ihren Familien1983

Verein Wilstermarschhöfe e.V. Sitz Wilster gedruckt bei Augustin in Glückstadt 1983 erhältlich nurmehr im antiquarischen Buchhandel ca. Euro 40.-,600 Seiten 165/240mm Diese Buch setzt die Tradition fort die Genealogie der Bauerhöfe einer Region zu erfassen wie es dies aus der Krempermarsch seit 120 Jahren gibt und ist von außerordentlicher Bedeutung für die Familien und Hofforschung kann aber auch gesellschaftspolitisch nicht hoch genug geschätzt werden. Es wurden alle Hofstellen ab 2 ha und deren Besitzerfamilien (Bewohner) der letzten 200 manchmal 300 Jahre bis 1975 mit Geburts, - Sterbe- und Heiratsdaten, inkl. die Angaben zu den Kindern, mit entsprechenden Querverweisen die Hochzeitspolitik der einzelnen Familien betreffend. Es wurden alle Gemeinden der Wilstermarsch erfasst, zu jeder Gemeinde gibt einen geschichtlichen Überblick. Dem Buch vorangestellt ist eine Kurzfassung der Geschichte der Wilster Marsch von Pastor Dr. Wilhelm Jensen aus dem Jahre 1925. Wilhelm Jensen ist das für die Wilstermarsch was Wilhelm Johnsen für Brunsbüttel und die Südermarsch ist. Ein 30 seitiger Anhang informiert über den Wirtschaftsraum Brunsbüttel. Eingeleitet wird dieser Teil mit einem Überblick zur Geschichte der Gemeinde Ostermoor mit dem Altenkoog und Brunsbüttel-Süd. Verfasst von Herbert Ritscher 6.1.1983 Es folgen nun 50 Hofstellen mit den Familien und es wird auch erwähnt an wem die Höfe verkauft wurden und wohin die Familien siedelten (nicht bei allen angegeben) Dem Buch ist eine historische Landkarte beigeben.


Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild1980

Verein Wilstermarschhöfe e.V. Sitz Wilster gedruckt bei Augustin Glückstadt 1980, erhältlich nurmehr im antiquarischen Buchhandel ca. Euro 40.--,500 Seiten 165/240mm . Dieses Buch wäre die logische Ergänzung zu dem vorher genannten, doch es ist vor 1983 erschienen und ist die mühevolle Leistung von Dr. Hellmut Augustin aus Glückstadt. Aufgenommen wurden alle Höfe der Wilstermarsch und durchnummeriert (diese Nummerierung ist mit dem Textband identisch.) Den durchwegs schwarz weißen Abbildungen (85/125mm pro Haus) sind pro Gemeinde 4c Luftbilder vorangestellt. Auch dieses Buch zeigt im Anhang etwa 60 Höfe aus Kuhlen, Ostermoor, Altenkoog und Brunsbüttel. Zwei Landkarten (1:25 000) runden diese bedeutenden Quelle Zeugnis unserer Heimat und dem notwendigenVeränderungsprozess ab.

Denckmahl von den hohen Wasser Fluthenca 1726

wie selbigen insbesonderheit in der Wilster-Marsch eingebrochen in den Jahren 1717-1725" von Pastor Gregorius Culemann (4.8.1661- 6.1.1733) St.Margarethen Weihnachten auf dem First eines Strohdaches im einkalten Wasser ? Für uns nicht zu befürchten. Zu Weihnachten 1717 und in folgenden Jahren war alles anders an der Nordseeküste. Gerade waren die Jahre der großen Pest vorbei die besonders in Averlak aus jeder Hütte ein oder zwei und mehr Leichen forderte Die Weihnachtsflut von 25.11.1717. und andere… „...sie kam an dem genannten ersten Christ Tage des Morgens um 10 Uhr. Denn da der Elbeteich in Dittmarschen nahe Brunsbüttel durchbrochen, ging die Fluth über das Eddelaker Kirchspiele und zerriß den Dundenteich, drang in den Kudensee der dadurch hoch anschwoll, daß wilde und saltzige Meerwasser in Manneshöhe, wie große dicke Tonnen gleichsam geweltzet durch Seedörp nahe dem Kudensee gelegen, über das Eklackermohr mit unbeschreiblicher Geschwindigkeit, gar gewaltigem Brausen und entsetzlichem Geräusche daher in die anderen Theile der Marsch stürzte …“ Den Bewohnern unser Heimat blieb nicht lange Zeit zum ausatmen, denn am 26. Februar 1718 brach abermals das Meer in Land hinein. Pastor Culemann aus Wilster berichtet über viele Einzelschicksale, die zu der damaligen Zeit als Gottes Gnade, als Vorsehung als Wunder lange nachgewirkt haben. Ein Beispiel…"Jener mit namens Peter Feldmann ist mit seiner Frauen und zweyen Kindern, nemlich einer Tochter des Nachbarn und einem Sohne von 6 Jahren, zusammen mit dem Hause, in welchem er auf dem Dunden im Kirchspiel Eddelak, insbesonderheit Avelak-Dunden gewohnet, weggetrieben und zu zweyenmalen wohl behalten in unsere Marsch angetreiben…“ „…diese wunderbare Führung und Erhaltung ist dergestalt geschehen….wodurch sie zuerst mit großer Mühe und Beschwerde auf dem Strohdach kommen wo mit seiner Frau und zweien Kinders liegend bleibet bis die Wohnstelle hinweg getrieben wird… Hier war nun Zeit zu beten und zu singen ...“

Volksleben in holsteinischen Gutsbezirken1979

Karl Wachholtz Verlag 1979, Karl-S. Kramer u. Ulrich WilkensHerausgegeben vom Seminar für Volkskunde der Christian Albrecht Universität Kiel Das 450 Seite umfassende Buch (Format 15/22cm) ist das Ergebnis umfangreicher Forschungsarbeiten und Untersuchungen auf Grund archivarischer Quellen die sich ausschließlich mit dem Gut Schönwiese beschäftigen. Das Gut liegt im Landkreis Plön unweit der Landstrasse von Plön nach Lütjenburg. Zum benachbarten Gut Ranzau zählten 1855 1114 zu Gut Schönwiese nur 834 Einwohner. Anders als in Dithmarschen hat es in diesem Teil Holsteins noch lange Leibeigenschaften gegeben und diese hat das Gesicht der Gutswirtschaft geprägt. Das Buch ist detailliert bei der Auswertung der sozialen Lebensbedingungen in der Zeit zwischen 1750-1866. Die Gerichtsbarkeit und Polizeigewalt die der Gutsherr ausübte so auch über das Recht zur Feststellung des Heimatortes . Die Maßnahmen von damals erinnern an die Fremdenfeindlichkeit unter uns heute, schlimmer noch waren die „Fremden“ vor 200 Jahren oft Personen die nicht in der Lage waren ihr Heimatrecht zu dokumentieren …. so sagt der Bettler Nicolaus Janssen aus “Er habe 48 Jahre und 4 Monate dem König (dem dän. König) als Soldat gedienet“ Dieser Mann ist dann lange Zeit unterwegs gewesen , war dabei auch einige Zeit als Schweine Hirt in Grönitz und Grebin, aber keine vollen drei Jahre, sodass er auch dort kein Heimatrecht erwarb. Über dieses Gut wurden alle Unterlagen fast tagebuchartig aufgezeichnet und so ist es eine authentische Quelle über die Lebenswelt mit viele Namen und weiterführenden Informationen für die Familienfoschung Nachdem ich dieses Buch durchgearbeitet habe, werden die Motive für den Zuzug vieler Menschen aus dem holsteinischen nach Dithmarschen deutlich. Eine bedeutende Anzahl „großer Bauerngeschlechter“ in Dithmarschen wurden aus dieser Gruppe begründet. Das Gut Schönwiese ging 1814 bankrot und wurde von einem Hamburger Kaufmann erworben. Der Einblick den dieses Buch gewährt, lässt uns die Ambitionen einiger Dithmarscher Bauern besser verstehen die um 1800 herum in Ostholstein Grund und Boden kauften, darunter Vollmacht Hansen aus dem Sophienkoog, der 1802 das Gut Ascheberg von der Familie Ranzau/Ratstorf erwarb, das er aber 1814 wieder verkaufen musste als sein Stern im sinken war. Über Vollmacht Hansen an anderer Stelle mehr , es sind zahlreiche Aufsätze über ihn aus der Marner Zeitung 1924 bis 1928 von Helene Höhnk erhalten.

Schlösser und Herrenhäuser1968

im Nördlichen und Westlichen Holstein , ISBN 3803511356 – 1981 auf 320 Seiten , Schlösser und Herrenhäuser im Herzogtum Schleswig ISBN 3803510341 – 1968 auf 460 Seiten und Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein ISBN 38035 11690 – 1973 , auf 460 Seiten alle Verlag Weidlich jeweils mit mehr als Aufnahmen s/w und einigen Farbtafeln von Henning von RumohrGutsherren haben wenige Chancen in Dithmarschen gehabt aber Dithmarschen war für viele kleine Leute aus Holstein und auch Schleswig ein „gelobtes Land“, das mehr persönliche Freiheiten und Aufstiegsmöglichkeiten bot. Kein bedeutenderer als von Rumohr hätte die Entstehung und Entwicklung der adligen Besitzungen in den Nachbarländern Dithmarschens besser beschreiben können, steht die Familie des Autors in vielfältiger Weise mit zahlreichen der einflussreichsten Familien Schleswigs und Holstein im verwandtschaftlichen Verhältnis. Besonders der kulturgeschichtlichen Bedeutung ist Rumohr sehr verbunden.


Bauernhöfe der Kremper und Kollmar Marsch

Ergänzungsband 1 Walter Lötje im Verlag Augustin, Glückstadt 1953 312 Seiten s/w mit Detail Karte Die holsteinische Elbmarsch zwischen Stör und Krückaudurch nummeriert mit allen bei Johann Gravert 1929 angegeben Hofstellen inkl. der Ergänzungen.Diese vorbildliche Veröffentlichung aus der unmittelbaren Nachkriegszeitsteht in direktem Zusammenhang mit dem Gravertschen Buch von 1929. Es sind alle Veränderungen zu den dort erwähnten Hofstellen bis 1953 erfasst.Während Graverts Buch von 1929 wegen der geringen Auflage von 225 Stück bald vergriffen war und nicht mehr erhältlich ist , ist auch dieses vorzügliche Quellenmaterial nunmehr im antiquarischen Buchhandel erhältlich.

Online-Bestellmöglichkeiten


Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …