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Delve

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Delve ist eine Gemeinde im Amt Kirchspielslandgemeinden Eider im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 5 m ü. NHN
  • Fläche: 15,85 km²
  • Wie viele Einwohner hat Delve?
Delve hat 705 Einwohner. (Stand: 30. September 2018)

Bevölkerungsstand am 31. Dezember:

Jahr Einwohner
2000 740
2001 733
2002 709
2003 707
2004 734
2005 729
2006 730
2007 730
2008 726
2009 721
2010 717
2011 711
2012 698
2013 696
2014 676
2015 685
2016 678
2017 696
  • Postleitzahl (PLZ): 25788
  • Vorwahlen: 04803 und 04836 (Ortsteile Delverort und Langenhorn)
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeisterin: Petra Elmenthaler (WGD)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Delve

  • Gemeindeschlüssel: 01051020
  • Regionalschlüssel: 010515169020

Hebesätze der Realsteuern 2017 unter Berücksichtigung der Änderungen vom 1. Halbjahr 2018

  • Grundsteuer A: 260
  • Grundsteuer B: 260
  • Gewerbesteuer: 310
  • Breitengrad: 54,303978° N
  • Längengrad: 9,252365° O
  • wahre Ortszeit: UTC+0:37:01

Wappen

Wappen von Delve
  • Wappengenehmigung/ -annahme: 08.05.1979
  • Flaggengenehmigung/ -annahme: 11.09.1984
  • Entwurfsautoren: Böhrnsen, Hans-Jürgen, Delve
  • Wappenfiguren:
* Segelschiff
* Wellenband

Wappenbeschreibung

In Grün ein einmastiges goldenes Segelschiff mit Großsegel und Wimpel, darunter ein breites silbernes Wellenband, bestehend aus einem halben Wellenberg, einem Wellental und einem halben Wellenberg.

Historische Begründung

Die Gemeinde Delve liegt im Norden Dithmarschens an der Eider. Das Segelschiff soll die Teilhabe des Ortes an der ehemals blühenden Handelsschiffahrt auf der Eider zum Ausdruck bringen, die im 18. und besonders im 19. Jahrhundert durch den Bau des Eiderkanals eine spürbare Belebung erfuhr. In der Hauptsache verfrachteten Delver Schiffe Torf nach Garding und Tönning. Einige Schiffe befuhren sogar die Nordsee. Dies brachte dem Ort einen gewissen Wohlstand ein, den das Gold der Wappenfigur anspricht. Das silberne Band stellt die Eider dar, die in einem weit geschwungenen Bogen an dem Ort vorbeifließt. Das Grün des Schildgrundes symbolisiert den heute noch vorhandenen ländlichen Charakter des Ortes. Die Landwirtschaft wird in Delve nach wie vor hauptsächlich als Weidewirtschaft betrieben.

Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Wetter in Delve

Aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geografie

Wo liegt Delve?

Delve liegt im Nordosten von Dithmarschen direkt an der Eider.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen:

  • Delve (Dorf)
  • Delverort (Hof)
  • Langenhorn (Hof)
  • Lehmkuhl (Haus)
  • Schwienhusen (Dorf)
  • Zur Alten Fähre (Haus)

Nachbargemeinden

Straßen

Delve verfügt über 62 Straßen. Bauernweg ist mit 3.060 Metern die längste Straße. Mit 57 Metern ist Österkamp die kürzeste Straße in Delve.


Angemessene Miete in Delve

Da die Gemeinde Delve zum Amt Kirchspielslandgemeinden Eider gehört beträgt die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) für

1 Person 310.50 €
2 Personen 355,80 €
3 Personen 411,75 €
4 Personen 468,35 €
5 Personen 489,25 €
jede weitere Person 51,50 €

Stand: 2019

Quelle


Politik

Alle neun Gemeindevertreter gehören der Wählergemeinschaft WGD an.


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • WGD 9 Sitze

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Delve ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Vereine und Organisationen


Geschichte

  • 1140 - 1281 Bau der Marienkirche als fester Feldsteinbau und Begründung des Kirchspiels Delve;
  • 1281 wurde Delve erstmals urkundlich bei einem Vertragsabschluß mit der Stadt Hamburg genannt;
  • 1329 wurde der Ortsteil Schwienhusen erstmals urkundlich erwähnt, von hier stammt ursprünglich das Geschlecht der Swinen;
  • 1352 gingen die im Delver Koog gelegenen Marschsiedlungen
* Hemmerfeld
* Langenhorn
* Oesterwisch
* Langendiekstedt und
* Wurthemme
während der "Ersten groten Manndränke" über den Fluten der Eider unter;
  • 1402 soll Ritter Sievert Dosenrode, damals der Vogt der Tielenburg, den Deich bei Delve so beschädigt haben, dass dieser brach und die Ortschaften
* Zebeke
* Oesterwisch
* Langehorn
* Brodershemm
* Gotikenberghen

überschwemmt wurden und nicht mehr aufgebaut werden konnten.

  • Im 15. und 16. Jahrhundert erfolgt der Ausbau der Delver Kirche zu einer Wehrkirche (Festung), als Schutzwehr gegen die von Stapelholm her eindringenden Feinde. Die Wehrkirche hatte damals einen hohen, im Jahre 1500 erbauten, mit Schießlöchern versehenen Turm. Dieser Turm wurde jedoch 1563 abgebrochen und durch einen kleinen spitzen Turm ersetzt;
  • Mitte des 16. Jahrhunderts bildete die Eider die Grenze zwischen Dänemark und dem Herzogtum Schleswig, das damals noch zu Dänemark gehörte. Auf dem Unterlauf der Eider wurde bereits stark als Schifffahrtsweg genutzt;
  • 1559 hat der Kirchspielvogt Hans Löbkens aus Schwienhusen, gemeinsam mit weiteren 10 Männern etwa 200 Friesen, die im Nachbarort Wallen bereits gebrandschatzt hatten und auf dem Weg nach Delve waren, in die Flucht geschlagen.
  • 1617 wütete die Pest, der "Schwarze Tod", in Delve; zahlreiche Einwohner starben dabei;
  • 1676 wurden zu Pfingsten aufgrund einer Feuersbrunst 35 Wohnungen und Wirtschaftsgebäude zerstört;
  • 1712 war die Pest wieder in Delve mit vielen Toten;
  • 1717 wurden bei der "Weihnachtsflut" die Deiche bei Delve größtenteils weggeschwemmt. Die anschließend neu errichteten Deiche sind auch heute noch von Bestand;
  • 1741 wird die "Delver Schiffergilde" erstmals urkundlich erwähnt, vermutlich war sie zu diesem Zeitpunkt bereits 100 Jahre alt;
  • 1784 wurde der Eiderkanal eröffnet und war zum damaligen Zeitpunkt der bedeutendste Seeschiffahrtskanal der Welt; hierdurch gewann auch Delve an Bedeutung;
  • 1825 war wieder ein großer Deichbruch in Delve, so dass das Wasser bis zur Kirch reichte. Ein Schiff ankerte am Friedhof, der damals noch bei der Kirche angelegt war;
  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung festgestellt, dass im Kirchdorf Delve 704 Einwohner und im gesamten Kirchspiel 1 319 Einwohner lebten. Im damaligen Kirchspiel waren die nachfolgenden kleinen Gemeinden und Bauernschaften eingepfarrt:
* Altenkamp
* Bergewöhrden
* Delve
* Delverort
* Hollingstedt
* Krusenbusch
* Langehörn
* Lookshob
* Schwienhusen
Die damaligen Einwohner lebten überwiegend von Ackerbau, Viehzucht und Schiffahrt; zu der Zeit gab es 12 Schffe, von denen vier seewärts fuhren und die übrigen, sogenannten Bojen, nur die Eider befahren und Torf nach Garding und Tönning bringen. Um die Kirche herum waren damals noch die Spuren eines tiefen Burggrabens erkennbar.
Zu der damaligen Zeit gab es
* 6 Wirthshäuser,
* 3 Kaufleute,
* 2 Krämer,
* 4 Schmiede,
* 2 Schlachter,
* 1 Kalkbrennerei
* 1 Korn-Windmühle und mehrere Handwerker.
Es gab eine Schule, die von 124 Kindern besucht wurden sowie eine Industrieschule.
  • 1845 bei der gleichen Volkszählung in Schwienhusen wurde festgestellt, das im Ort 191 Einwohner lebten, von denen 40 Kinder zur Schule gingen. Von her aus führte eine Fähre über die Eider nach Bargen. Im Ort gab es
* 1 Windmühle
* 2 Wirtshäuser
* 1 Höker
* 1 Schmied
* 2 Zimmerleute und einige andere Handwerker
* in Schwienhusen wurden viele Strohhüte angefertigt, die auch außerhalb Dithmarschens verkauft wurden
  • 10/1850 - 12/1850 wurde die Kirche während des Deutsch-Dänischen Krieges als Lazarett genutzt;
  • am 07.02.1867 wurde der Männergesangverein Delve-Schwienhusen gegründet;
  • am 01.10.1886 wurde durch einige Bauern eine Meiereigenossenschaft gegründet;
  • 1889 gab es in Delve 16 Seeschiffe und 4 Binnenschiffe. Außer den Eigner dieser Schiffe hatten weitere 12 Delver das Kapitäns- und Steuermannspatent für Große Fahrt;
  • 1905 wurde Delve an die Kreisbahn Norderdithmarschen angeschlossen;
  • 1926 erhielt Delve elektrischen Strom;
  • 1928/29 wurde die Lösch- und Ladestelle "Delver Höft" komplett erneuert;
  • 1930 wurde die Freiwillige Feuerwehr Delve-Schwienhusen gegründet und übernahm nun für die davor bestehende "Zwangswehr" den Brandschutz in der Gemeinde;
  • am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Delve aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch ihr Hauptort Delve, aber auch Schwienhusen;
  • 1965 wurde die Dörfergemeinschaftsscule eröffnet;
  • 1969 wurde der Campingplatz "Eidertal" in Betrieb genommen;
  • am 01.08.1974 wurde die Hauptschule Delve in eine Grundschule umgewandelt;
  • am 31.08.1974 wurde die Polizeistation Delve aufgelöst und Hennstedt zugeordnet;
  • 07/1981 wurde die öffentliche Abwasseranlage betriebsfertig hergestellt;
  • am 01.01.1982 wurde die selbständige Gemeinde Schwienhusen wieder in Delve eingegliedert;
  • am 26.05.2001 wurde die historische Fährverbindung, nach fast 40jähriger Ruhezeit, durch die neue "Bargener Fähre" (für Fußgänger und Radfahrer) wieder aufgenommen;
  • am 01.01.2008 wurde die Grundschule mit der Grundschule Linden vereinigt und sie tragen nun den Namen "Lütte Geestschool'n Delv un Lin"


Am 7. Mai 1281 schloss Dithmarschen einen Vertrag mit Hamburg über die Sicherheit von Handel und Seefahrt. In dieser Vertragsurkunde wird zum ersten Mal Delve erwähnt, in einer früheren Urkunde aus dem Jahr 1140 noch nicht. Delve gehört damit zur zweiten Generation der Dithmarscher Kirchspiele. Alle Kirchen jener Zeit liegen verkehrsgünstig an einem Gewässer, Delve liegt an der Eider, im Norden Dithmarschens, an der Grenze zum Kreis Schleswig-Flensburg.

Kirche

Die Kirche von Delve wurde im 15. und 16. Jahrhundert als Wehrkirche ausgebaut. 1601 suchte die Pest Dithmarschen heim, Ende 1616 kam die Pest wieder, besonders nach Delve. Der Herzog lies deshalb im folgenden Jahr die zuvor in Vergessenheit geratenen jährlich drei Bußtage wieder halten. Im Jahr 1676 vernichtete ein Großbrand 35 Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Der Große Nordische Krieg (1700-1721) führte zu wirtschaftlichem Niedergang. So wurde 1711 gegen das Kirchspiel Delve ein Konkursverfahren eingeleitet, im folgenden Jahr kam die Pest wieder in den Ort. Nach einer schweren Sturmflut 1717 mussten die Deiche erneuert werden. Im Oktober 1784 wurde der Eiderkanal als Verbindung zwischen Nord- und Ostsee offiziell eröffnet. Dies belebte die Orte an der Eider.

Landwirtschaft

In den 1870 Jahren erschienen leistungsfähige, von Dampfmaschinen angetriebene Zentrifugen. Diese ermöglichten in Meiereien große Mengen von Milch zu verarbeiten. In Schleswig-Holstein allgemein wie in Dithmarschen insbesondere waren es zumeist Genossenschaften, die Meiereien errichteten und betrieben. Die erste genossenschaftliche Meierei in Dithmarschen wurde 1880 in Heide gegründet. Delver Bauern gründeten am 1. Oktober 1886 eine Meiereigenossenschaft, die am 26. Juli 1887 ihre Arbeit aufnahm. 1890 arbeiteten bereits 36 Meiereien in ganz Dithmarschen.

Kreisbahn

In den Jahren 1902 bis 1905 wurde die Kleinbahn HeideHennstedtPahlhudeTellingstedtHeide als Kreis- oder Ringbahn erbaut. Eine Station auf dem „Nordring“ HeideHennstedtPahlhude war Delve, das so einen Eisenbahnanschluss erhielt. Die Kleinbahn erfreute sich direkt nach ihrem Start guten Zuspruchs. In den 1920er Jahren entwickelte sich die Kleinbahn zum Zuschussbetrieb. Zwar kamen der Kleinbahn ab 1933 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu Gute, doch nach einer gründlichen Revision 1934 wurde sie am 1. März 1936 für den Personen- und am 23. September 1937 für den Gütertransport offiziell geschlossen. Möglicherweise wurden Teilstrecken noch später für den Güterverkehr genutzt.

Strukturen

Schwierigkeiten hatten Sparkassen in der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg. Im Protokoll der Vorstandssitzung der Delver Sparkasse vom 3. Dezember 1923 heißt es lakonisch: „Von dem Stand der Geschäfte wurde Kenntnis genommen.“ Und am 27. Januar 1924: „Die satzungsmäßige Sitzung wurde abgehalten.“ Seit 1926 wird Delve mit elektrischem Strom versorgt.

Der Campingplatz „Eidertal“ wurde 1969 eröffnet. Die Raiffeisenbank Tellingstedt übernahm 1980 die Raiffeisenbank Pahlen-Delve. Am 26. Mai 2001 wurde die Fährverbindung zwischen dem Delver Ortsteil Schwienhusen und Bargen am anderen Eiderufer wieder aufgenommen.

Literatur

  • Delve 2009: Internetpräsentation von Delve, www.delve-de.npage.de und angehängte Seiten, zugegriffen am 9. August 2009.
  • Hansen, Nils 2000: Aufbruch in eine neue Zeit. Dithmarschen 1864-1918. In: Verein für Dithmarscher Landeskunde e. V. (Hg.): Gesichte Dithmarschens. Heide (Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co.). Seiten 255 bis 298.
  • Marten, Georg & Mäckelmann, Karl 1927: Dithmarschen. Geschichte und Landeskunde Dithmarschens. Heide i. Holst. (Westholsteinische Verlagsdruckerei Heider Anzeiger, G. m. b. H.).
  • Nissen, Nis R. 1999: Kleine Geschichte Dithmarschens. Heide (Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co.). Zitiert wird die 6. Auflage 1999.
  • Nissen, Nis R. 2000: Am Anfang war das Dorf. Raumordung im Mittelalter. In: Verein für Dithmarscher Landeskunde e. V. (Hg.): Gesichte Dithmarschens. Heide (Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co.). Seiten 93 bis 120.
  • Pfeil, Ulrich 2000: Dithmarschen in der Weimarer Republik 1918-1933. In: Verein für Dithmarscher Landeskunde e. V. (Hg.): Geschichte Dithmarschens. Heide (Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co.). Seiten 299 bis 326.
  • Thomsen, Johann Wilhelm 1989: Landleben in der Weimarer Republik. Heide (West-holsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co.).

Quelle: Wikipedia 2009: Artikel „Delve“, zugegriffen am 9. August 2009


Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Delve ist landwirtschaftlich geprägt und auch der Fremdenverkehr gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Gemeinde hat für den Tourismus auch an die Infrastruktur gedacht und so gibt es einen Campingplatz, Sportboothafen, Kanuverleihstation und ein ausgedehntes Radwandernetz.

Delve hat noch viele historische Gebäude von der Fischerkate in der Nähe der Eider bis zu großen reetgedeckten Gehöften. Insgesamt prägen 40 historische Gebäude und die Marienkirche das Ortsbild.

Nachfolgende Betriebe gibt es in Delve:

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr

Jahr Anzahl Umsatz in 1.000 €
1997 12 490
1998 24 1.179
1999 19 898
2000 9 638
2001 19 827
2002 18 773
2003 25 1.116
2004 6 429
2005 12 463
2006 6 449
2007 12 850
2008 3 641
2009 8 395
2010 16 1.320
2011 10 453
2012 8 232
2013 18 802
2014 9 672
2015 12 1.160
2016 11 770
2017 11 721
2018 20 2.576

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2018

Infrastruktur

In Delve gibt es eine Kinderspielstunde, die nächsten Schulen finden sich ebenso wie die ärztliche Versorung im benachbarten Hennstedt.


Persönlichkeiten

  • Bestmann, Hugo Johannes (1854–1925), evangelisch-lutherischer Theologe, Hochschullehrer und Geistlicher
  • Dethlefs, Christ. Friedr. (* 12.01.1799 in Heide; + 1845), Kirchspielvogt in Delve
  • Fack, Marx Wilhelm (* 4. November 1823 in Delve; † 27. Mai 1911 in Kiel) war ein deutscher Gymnasiallehrer und Naturforscher.
  • Harderi, Iohannes lebte 1479 in Deluis und studierte in Rostock
  • Iohannis, Theobaldus lebte 1483 in Delff und studierte in Rostock
  • Löbkens, Karsten (* in Delve; + 1847), Prediger in Ording (Eiderstedt)
  • Lorenzen, Friedr. Nic. (* 14.10.1822 in Delve; + 1865), 1851 Pastot in Delve und 1862 Barlt, schrieb eine Chronik von Delve
  • Ott, Erhard (* 1953 in Schwienhusen), Gewerkschafter
  • Sass, Friedr. (* 13.04.1846 in Delve; + 1895 in Heide), Dr. phil. Oberlehrer in Flensburg, Plön und Husum
  • Sass, Joh. (* in Delve; + 1863), Hauptprediger in Delve, Koldenbüttel und Hennstedt, 1850 von den Dänen abgesetzt
  • Sass, Ludw. (* 3.02.1840 in Delve), Pastor in Koldenbüttel, jetzt Geh. Regier.- und Schulrat in Schleswig
  • Schlüter, Jürgen (* in Heide; + in Wiesbaden), Kirchspielvogt in Delve, Kreisrichter in Itzehoe, Senatspräs. in Hamm
  • Schneckius, Iohannes lebte 1585 in Delphensis Dithmarsus und studierte in Rostock
  • Thoschesky, Detl. Heinr. (* in Delve), 1844 Redakteur einer Köllner Zeitung
  • Weiss, Peter (* 1949), Jazzmusiker

Sehenswürdigkeiten

* An der Kirche, Kirche St. Marien mit Ausstattung
* An der Kirche, Kirchhof
* An der Kirche, Glockenturm
* An der Kirche, Feldsteinwall
* An der Kirche, Lindenreihe
Um den Bau der St.-Marien-Kirche in Delve rankt sich die Legende, das zu Anfang des 13. Jahrundert die Marsch- und Geestleute beschlossen hatten, eine Kirche zu bauen, aber sie waren uneins über den Ort. Daraufhin nahmen sie ein Marienbildnis, band es auf ein Pferd und beschlossen, wo das Pferd am nächsten Morgen beim Grasen gefunden würde, da sollte die Kirche gebaut werden. Bis heute trägt das Kirchsiegel das Bildnis von Maria mit dem Kind auf einbem Pferd sitzend.
Das Kirchspiel Delve wird 1281 erstmal urkundlich erwähnt.
Der Feldseinbau der Kirch wurde als Saal mit eingezogenem Kastenchor Anfang des 13. Jahrunderts errichtet und immer wieder einmal im Laufe der Zeit ausgebessert, so wurde die Westwand 1898 komplett in Backstein erneuert und seither befindet sich auch der Eingang an dieser Seite.
Der 1559 zerstörte steinerne Rundturm wurde durch einen hölzernen Glockenturm mit zwei gotischen Glocken erneuert.
Die frühgotische Bronzetaufe stammt aus der Mitte des 13. Jahrunderts und ist somit das älteste Inventar, dazu kommt noch die Triumphkreuzgruppe mit Maria und Johannes aus der Zeit nach 1375.
Der Altaraufsatz, über dem mittelalterlichen Unterbau wurde 1652 von Henning Claussen gefertigt.
Die Orgel stammt aus dem Jahr 1976 und wurde von der Firma Paschen in Kiel gebaut; sie hat 660 Pfeiffen und 11 Regist.
Abschließend sei noch der "Delver Bilderstreit" erwähnt:
1904 erhielt die KIrche von einem ehemaligen Delver Bürger, der zu Wohlstand gekommen war, eine Kopie von Rembrandsts Bild "Die Opferung Isaaks".
Der damalige Pastor Lühr wollte das Bild jedoch nicht in der Kirche dulden, weil es seiner Meinung nach, die Bereitschaft zum Menschenopfer zu stark betonte. Vor jedem Gottesdienst entfernte er daher das Bild, bis er von übergeordneter Stelle die Anweisung erhielt, das Bild hängen zu lassen. Dies führte dazu, dass er die Kirche verschloss und keine Gottesdienste mehr hielt und später Delve verließ.
In den 1920er Jahre kam es zu einem versöhnlichen Treffen in Delve mit Pastor Lühr.
Der "Delver Bilderstreit" ging damals deutschlandweite durch die Presse, so dass viele Interessierte sich das Bild in der Kirche selbst ansehen wollten, aus diesem Grunde mnusste die Schmalspurbahn von Heide nach Delve sogar Sonderzüge einsetzen, um den Andrang zu bewältigen.
Eine Besonderheit stellt der „Delver Passionsweg“ dar, ein kurzer Pilgerpfad, der seit Juli 2008 auf 3,2 km Länge mit zehn Sitzbank-Stationen rund um die Kirche führt.
  • Bargener Fähre

Polizeiliche Lagemeldungen


Weblinks


Karten


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