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Brus, Andreas

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Brus: Andreas B. (Bruß), 1500 Vicar an der Kirche zu Büsum in Dithmarschen, war nach Neocorus’ Vermuthung der Dichter des vortrefflichsten aller Volkslieder auf die berühmte Schlacht bei Hemmingstedt, wo die Große Garde mit einer Menge des Adels am 17. Februar 1500 erlag: „der herr heft sik erbarmet“; bei v. Liliencron, Histor. Volkslieder 2. Nr. 217. „Welckes selig her Andreas Bruss gemaket“, sagt geradezu eine dem 16. Jahrhundert angehörige Abschrift der Dithmarscher Lieder im Ms. Meckl. O 55 der Rostocker Universitätsbibl., welche vom Neocorus und Detlev abweicht und für das Lied Nr. 218 bei Liliencron (Detlev in Dahlmann’s Neocor. II. S. 562) eine ältere, einfachere Form bietet. In Büsum durfte man von Glück sagen, denn Hero Omken von Harlingerland kam, im Bunde mit König Johann von Dänemark, schon mit 16 „Hochboten“ heran, um Dithmarschen von der Küste anzugreifen, kam aber zu spät. – Hieron. Grestius, Reimchron. von Harlingerland V. 291 ff. 1532 starb Andreas Brus.

Neocorus und v. Liliencron l. c.

Quelle: Empfohlene Zitierweise: Artikel „Brus, Andreas“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayrischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), ab Seite 453,


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