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Braak, Ivo

Aus Dithmarschen-Wiki

Foto: Kreis Dithmarschen / Landesmuseum Meldorf
In Tosomenarbeed mit dat plattdütsche Nokieksel vun Wikipedia

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Ivo Braak Johannes Edmund „Ivo“ Braak (Schrieversnaam ok Boje Braak; * 12. September 1906 in Marne; † 10. August 1991 in Kiel) weer en plattdüütschen Schriever un Perfesser. Braak is 1906 as Söhn vun en Obergerichtssekretär in Marne boren. He güng in Marne ok na Volks- un Realschool. Vun 1922 af an weer he op de Staatliche Bildungsanstalt in Plön un hett 1926 sien Abitur maakt. He hett düütsche un plattdüütsche Philologie in Kiel, Wien un Hamborg studeert un 1930 bi Otto Mensing in Kiel sien Dokter maakt. Denn het he bet 1932 noch wedder Pädagogik an de Pädagogische Akademie in Kiel studeert un weer 1932 bet 1935 Schoolmeester an’e Volksschool. 1935 hett he as Dozent an de Pädagogische Hoochschool in Kiel anfungen un is 1938 an de Pädagogische Hoochschool na Ollnborg gahn. Vun 1939 bet 1945 weer he Soldaat. In de eersten Johren na’n Krieg bet 1948 weer he bi de Schauspeleree in Itzehoe. Denn is he aver wedder an de Pädagogische Hoochschool in Flensborg anfungen. Dor weer he vun 1949 af an Perfesser un siet 1953 ok Viezdirekter. 1960 keem he na de Pädagogische Hoochschool in Kiel un weer dor vun 1961 bet 1967 Rekter. In Kiel is he bet 1973 bleven, as he in Pension gahn is. He weer ok Mitbegrünner vun dat Institut för nedderdüütsche Spraak in Bremen. Braak hett ok för’n NDR un för Radio Bremen arbeidt un dor Stücken spraken un ok plattdüütsche Dramen schreven un inszeneert. He hett sik dorbi, liekes as Hinrich Kruse in siene Kortgeschichten, ok mit aktuelle Themen so as de Schuld in de NS-Tiet uteneensett, to’n Bispeel in Tein Jahr un dree Daag




(Johannes Edmund Braak geb. 12. September 1906 in Marne, gestorben am 10. August 1991 in Kiel, wo er zuletzt lebte. Mitbegründer des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen, Germanist, lehrte als Professor in Flensburg und Kiel (wo er auch Rektor war) u. a. auch die niederdeutsche Sprache und ihre Vermittlung. Unter dem Namen Ivo Braak war er als plattdeutscher Sprecher beim NDR und bei Radio Bremen tätig. Als Autor niederdeutscher Dramen war er mit Hermann Claudius befreundet, zu dessen hundertstem Geburtstag er eine Schallplatte mit seinen Werken besprach. Ivo Braak besprach zahlreiche weitere Tonträger mit eigenen oder Werken anderer niederdeutschen Autoren. In Kurzgeschichten setzte er sich mit zeitaktuellen Themen wie der Schuld während der NS-Zeit auseinander (Tein Jahr un dree Daag 1954).Er war einer der Letzten der mit der Sprache des Landes anspruchsvoll, ja brilliant umzugehen wußte, ohne dabei ins volksdümmliche zu verfallen.

Weitere Informationen zu Ivo Braak bei der Uni Kiel

Tieden

Roman in veer Törns über und in Marne von Ivo Braak ISBN 3-88042-144-7 350 Seiten, Husum 1981

Der Lebensroman von Ivo Braack aus Marne in Plattdeutsch (Marnerplatt) umfasst die Zeitspanne vom Beginn des ersten Krieges bis zum Ende des dritten Reiches vornehmlich aus der Marner Sicht. Die Welt die sich da öffnet ist der Alltag der einfachen Leute in Dithmarschen. Alles wird akribisch und in Platt gar nicht platt geschildert durch den Hochmeister des Niederdeutschen. Wem die Sprache fremd ist, der liest sich schnell ein. Man ist dem Ivo Braack für Besinnliches und Heiteres dankbar. Schon die Namen der handelnden Personen lassen viel Spielraum für Ausflüge in die vergangene Welt von „gar nicht solange her“. Über die Konfirmatschoon in Marne und vom neuen Pastor Horstmann der aus Nordschleswig nach Marne versetzt dem es gar nicht so leicht gemacht wurde …. Hier schildert der Bruder des Hauptakteurs wie er die Konfirmation und den Pastor erlebte .... eine kleine Leseprobe:

Leseprobe

  • Liekers kreeg ick dat doch noch hen, dat ick an de Karkendöör Stunn, as ji rutkemen mit den Pastor an de Spitz. He keek ja ok bloots’n Viddelstünnn namedaggs bei un in. Mehr Tied haar he nich. He harr al teihn Tassen Kaffee achter sick un noch foffteihn vör sick. As he’n paar Wöör seggn dee, heff ick knapp henhöört,- wat schall dat, dach ick. Is doch ümmer desülbige Leier. Awer denn muß ick doch tohören. He snack keen Bibelkraam. He snack von uns Stadt, un dat du dor nu bald rutgungst. Un denn sä he een Woord,- Minsch Wille, dat heff ick behooln. He sä , so’n Dichtersmann hett mal von sein Stadt seegt: dat weern man lütte Hüüs, meistendeels Nebel un Wind, dat Watt vör de Döör un dor achter de See- liekers, sä he hung sein Hart an disse Stadt. Un wörum? Weeßt du, wat disse Mann to Antwoord geef: „Der Jugend Zauber für und für ruht lächelnd doch auf Dir, auf Dir“

Diese Buch ist nur bedingt eine Quelle der Familienfoschung, auch wenn Ort und handelnde Personen dies vermuten lassen.


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