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Björn Marten Phillips

Aus Dithmarschen-Wiki

Inhaltsverzeichnis

Vogelwart auf Trischen

Björn Marten Phillips 2007 im Speicherkoog Süd. Foto: Reimer Stecher

Biographie

Mit eigenen Worten

Aufgewachsen auf der anderen Seite Schleswig-Holsteins, zwischen Flensburg und Kiel, verschlug es mich im Rahmen meines Zivildienstes erstmals für eine längere Zeit an die Nordsee. Diesen absolvierte ich nach Abschluss meiner Ausbildung zum Fachinformatiker, 2006, nur einen Steinwurf von der Nordsee entfernt, im Meldorfer Speicherkoog zwischen Büsum und Friedrichskoog. Für viele Limikolen (Watvögel) stellt der Speicherkoog ein bedeutendes Rastgebiet bei Hochwasser dar und so verwandte ich im Rahmen meines Zivildienstes viel Zeit für die Erfassung der Vogelwelt. War die Nordsee direkt vor meiner Haustür, lag (und liegt) die Insel Trischen etwa 17 km vom Speicherkoog entfernt. Doch bei guter Sicht gelang es mir hin und wieder, einen Blick auf die sich nur wenige Meter über das Meer erhebende Insel zu werfen, von der mich auch hin und wieder Löffler (Platalea leucorodia) oder der Wanderfalke (Falco peregrinus) besuchten.

Seit dieser Zeit studiere ich nicht nur Biologie und Sonderpädagogik, sondern auch die „Tagebücher“ der verschiedenen Vogelwarte und Vogelwartinnen, eine Vielzahl an Literatur über das Wattenmeer und besuchte, so oft es mir möglich war, diesen einzigartigen Lebensraum. Von der Universität habe ich mich im Übrigen für ein Jahr beurlauben lassen, um die Insel Trischen für die Saison 2011 zu betreuen. Einer Saison, an der ich euch/sie gerne teilhaben lassen möchte und in der zu meinen Aufgaben unter anderem die folgenden Tätigkeiten gehören:

  • die regelmäßige und systematische Erfassung der Rast- und Zugvögel
  • die Erfassung der auf und um Trischen vorkommenden Meeressäuger
  • die Kartierung der Brutvögel und das Erfassen des Bruterfolgs
  • Vegetationsaufnahmen und Messung der Sedimentation / Erosion
  • die Dokumentation der Inselwanderung anhand von GPS-Messungen
  • die Aufnahme (Verhinderung) von schwerwiegenden Störungen
  • und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Zu meiner Arbeit als Vogelwart gehört also nicht nur der direkte Schutz dieses einmaligen Lebensraums, sondern auch die systematische Erfassung und Überwachung anhand verschiedener Parameter. Dieser auch als Monitoring bezeichnete Prozess wird im gesamten Wattenmeer zwischen Den Helder in den Niederlanden und dem dänischen Esbjerg durchgeführt. Ein Prozess, der zum Ziel hat, das einmalige Ökosystem Wattenmeer nicht nur besser verstehen, sondern auch besser schützen zu können. Apropos Schutz, der äußert sich unter anderem darin, dass die Insel Trischen vor mehr als 100 Jahren als "Seevogelfreistätte" unter Schutz gestellt und vor etwa 75 Jahren als Naturschutzgebiet ausgezeichnet wurde, der 1985 auch zur Gründung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und 2009 zum Weltnaturerbe führte.

Nun aber freue ich mich erst einmal auf meine Zeit auf Trischen, der Perle im Nationalpark! Einem kleinen Fleck echter Wildnis.

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