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Archive in Dithmarschen

Aus Dithmarschen-Wiki

Quelle: Landesarchiv Schleswig-Holstein

Dieser Artikel befasst sich mit einigen Eckpunkten der wichtigsten Städte und Gemeinden im Landkreis Dithmarschen. Für weiterführende Recherchen sind die Adressen der jeweiligen Stadt- bzw. Gemeindearchive aufgeführt.


Inhaltsverzeichnis

Brunsbüttel

(14.000 Einwohner), erstmals 1286 urkundlich erwähnt, 1970 durch Eingemeindungsverträge hervorgegangen aus der Stadt Brunsbüttelkoog, der historischen Gemeinde Brunsbüttel und den angrenzenden Dorfgemeinden Blangenmoor-Lehe, Mühlenstraßen, Ohlen, Ostermoor, Osterbelmhusen, Westerbelmhusen und Westerbüttel.

Das Stadtarchiv befindet sich seit Januar 2000 in der Aufbauphase und wird hauptamtlich betreut. Die Erschließung der zur Zeit ca. 120 Regalmeter umfassenden vorsortierten Bestände aus der Provenienz der Gemeinde Brunsbüttel, des Kirchspieles Brunsbüttel, der Stadt Brunsbüttelkoog/Brunsbüttel und den eingemeindeten Gebieten - bis in das Jahr 1892 zurück - ist in Arbeit. Älteres Material wurde noch nicht gesichtet bzw. befindet sich seit der Übernahme 1973 im Landesarchiv Schleswig-Holstein (Abt. 102, Kirchspiel Brunsbüttel). Die Regionalteile der örtlichen Zeitungen liegen für die „Brunsbütteler Zeitung“ seit 1978 und für die „Brunsbütteler Rundschau“ seit 1997 in gebundener Form vor.

  • Stadtarchiv Brunsbüttel, Jahnstr. 3, 25541 Brunsbüttel, Tel. 04852 / 883 122, *eMail: archivbrunsbuettel@gmx.net. Zugangsmöglichkeit nach Vereinbarung.

Satzung über die Nutzung des Brunsbütteler Stadtarchives

Büsum

(rund 6700 Einwohner), um 1140 erstmals erwähnt, wird als Insel durch den Damm über den Wardstrom im Jahre 1585 landfest gemacht, wie es sein bekanntester Küster und Prediger J. A. Köster, gen. Neocorus, in seiner Chronik "Dithmersche Historische Geschichte" aus eigener Anschauung beschreibt. Landwirtschaft und Fischfang bestimmten über Jahrhunderte und die Werftindustrie zeitweilig das Wirtschaftsleben Büsums. Heute wird das Ortsbild überwiegend von dem Charakter als Nordseebad geprägt, das auf eine Tradition von mehr als 150 Jahren zurückblicken kann und in seiner modernen Ausstattung viele Sommergäste anzieht. Neue Impulse gehen von dem Forschungs- und Technologiezentrum Westküste aus, das als Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität, Kiel, aufgebaut worden ist.

Das Kirchspielsarchiv Büsums, das Helene Höhnk geordnet hatte, wird im Landesarchiv verwahrt. Eine im Jahre 1947 von Walter Voigt begonnene Bild- und Zeitungssammlung bildete den Grundstock für das Büsumer Amtsarchiv, das der Schulrektor a.D. Kurt Schulte seit 1982 zielstrebig für die Sammlung von historischen Zeugnissen aus den Gemeinden Büsum, Deichhausen, Warwerort, Österdeichstrich, Westerdeichstrich und Hedwigenkoog aufbaute. Es wird heute in vier Räumen auf dem Dachboden der Grund- und Hauptschule und einem Arbeitsraum im Rathaus gelagert und umfaßt neben dem historischen Archiv des Hedwigenkoogs vor allem Schulchroniken, Karten, Ortspläne, Zeitungsbestände, eine Foto- und Dia-Sammlung und eine Arbeitsbibliothek.

  • Archiv des Amtes Kirchspielslandgemeinde Büsum, Postfach 1155, 25757 Büsum, Telefon 04834/9940;
  • Zugangsmöglichkeit nach Vereinbarung. Der Schriftwechsel ist mit Herrn Dieter Braune, Otto-Johannsen-Straße 24a, 25761 Büsum zu führen.

Heide

(rund 21.000 Einwohner) bildete am 28. September 1434 den zentralen Sammlungspunkt für die acht nördlichen Kirchspiele Albersdorf, Hemmingstedt, Lunden, Neuenkirchen, Nordhastedt, Tellingstedt, Weddingstedt und Wöhrden, die sich in innerdithmarsischen Auseinandersetzungen als Verbündete Hamburgs für den Schutz der Kaufleute in Krisenzeiten einsetzten. Seit der Verabschiedung des Dithmarscher Landrechts von 1447 und der Einsetzung der achtundvierzig Regenten des Landes wurde Heide als Nachfolgerin Meldorfs die politische Metropole der "Bauernrepublik Dithmarschen". Hier fanden die Landesversammlungen statt, tagten die Regenten und wurden die entscheidenden Versammlungs- und Markttage abgehalten.

Heide bildete seit der Mitte des 15. Jahrhunderts den Hauptort der Bauernrepublik Dithmarschen und konnte seine Funktion als Verwaltungsmetropole für den Norden Dithmarschens durch alle Jahrhunderte beibehalten und nach der Kreisreform 1970 wieder auf ganz Dithmarschen ausdehnen. Der mit 4,7 Hektar größte unbebaute Marktplatz Deutschlands signalisiert auch heute noch die Handelsfunktion der Kreisstadt, der im Jahre 1870 Stadtrechte verliehen wurden. In der Stadt befinden sich das Stammhaus der Familie des Johannes Brahms, die Geburtshäuser der Dichterin Sophie Dethleffs und des niederdeutschen Schriftstellers Klaus Groth sowie das Postel-Wohnhaus am Markt. Sie mögen für die kulturelle Bedeutung der Stadt stehen, die sich stets aber mehr als der Handels-, Gewerbe-, Dienstleistungs-, Markt- und seit preußischer Zeit auch als Garnisonsort Dithmarschens verstanden hat.

Der Aufbau des Stadtarchivs (1928) ist insbesondere dem Lehrer und Stadtchronisten Georg Marten zu danken, der in jüngerer Zeit engagierte Nachfolger in der ehrenamtlichen Betreuung der Bestände fand. Die nach historischen Zeitschnitten in einen älteren Teil von 1538 bis 1867 und einen jüngeren von 1868 bis 1945 gegliederten Aktenbestände sind ebenso wie die umfangreiche Bild und Foto-, Karten- und Plansammlung durch Findbücher erschlossen. Das Archiv verfügt darüber hinaus über die Überlieferung der eingemeindeten Orte Rüsdorf (1924) und Süderholm-Bennewohld (1967), die bis in das 18. Jahrhundert zurückreichenden Akten des Tischler- und des Schusteramtes, das Archiv des Heider Ehrenbürgers und Kirchenmusikdirektors Arnold Ebel, einen bedeutenden lokalen Zeitungsbestand und eine auf Heide und Dithmarschen spezialisierte Dienstbibliothek.


  • Stadtarchiv Heide, Neue Anlage 5, 25746 Heide, Telefon 0481/6850-436, Telefax (zentral) 0481/65 211;
  • Öffnungszeiten: Montag 13:00-17:00 Uhr, Mittwoch 08:00-12:00 und 13:00-17:00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung


Lunden

(rund 5300 Einwohner), um 1140 erstmals erwähnt, ist durch den "Geschlechterfriedhof", der die hochgelegene Kirche umgibt, für Einheimische und Gäste sichtbar aufs engste mit der Geschichte der Dithmarscher Bauernrepublik verbunden. Es hat als Sitz der Kirchspiels- und Amtsverwaltung, der seit dem Jahre 1966 auch das alte Kirchspiel Hemme zugeordnet wurde, stets einen administrativen Schwerpunkt im Norden der Landschaft und des Kreises gebildet, verkehrsmäßig wegen der Eiderquerung durch Fähren, Eisenbahn- und Straßenbrücken eine besondere Rolle gespielt und dient auch wirtschaftlich für die umliegenden Gemeinden und Köge als Versorgungszentrum.

Die von Helene Höhnk aufgenommenen Kirchspielsarchive von Hemme und Lunden werden im Landesarchiv verwahrt. In jüngster Zeit hat der Verein für die Heimatgeschichte des Kirchspiels Lunden eine Sammlung von musealen und volkskundlichen Gegenständen, Zeitungen sowie gedruckten und schriftlichen Quellen angelegt.


  • Archiv der Kirchspielslandgemeinde Lunden, Am Gehölz 10, 25774 Lunden; *Telefon 04882/1425; Öffnungszeiten: donnerstags 15-17 Uhr und nach Vereinbarung

Marne

Es sind noch keine Informationen erfasst.

Meldorf

rund 7300 Einwohner), ehemals direkt an der See und an einem alten Fernhandelsweg, der "lübschen Trade" gelegen, wurde durch alle Jahrhunderte geprägt vom "Dom der Dithmarscher", der aus einer der vier ältesten nordelbischen Pfarr- und Taufkirchen zu karolingischer Zeit hervorgegangen ist.

Im Mittelalter bildete Meldorf den Vorort Dithmarschens, bis Heide sich seit 1447 als Versammlungsort der Landesversammlung durchsetzte. Nach der Eingliederung der Landschaft Süderdithmarschen in den schleswig-holsteinischen Fürstenstaat 1559 und nach der Einrichtung der preußischen Kreise von 1867 bis zur Kreisreform 1970 war Meldorf der zentrale Verwaltungssitz für Landvogt, Landschreiber und Landrat. Seither hat sich der Schwerpunkt mit dem einzigen Amtsgericht für Dithmarschen auf die Justiz und mit seinen herausragenden Museen, dem Dithmarscher Landesmuseum, dem Bauernhausmuseum und dem Landwirtschaftsmuseum, mit stattlichen Bürgerhäusern am Markt (z.B. des Arabienforschers und Landschreibers Carsten Niebuhr, gest. 1815), dem Klosterkomplex, den Museumswerkstätten und einer traditionsreichen Gelehrtenschule auf die Kultur verlagert. Doch findet sich hier mit Fenster-, Türen- und Papierfabriken auch ein ausgeprägtes mittelständisches Gewerbe, während die Hafenfunktionen durch den vorgelagerten Speicherkoog zurückgegangen sind.

Das Stadtarchiv wurde in den Jahren nach 1962 von dem Studienrat i. R. Dr. Walter Rietz wieder aufgebaut. Er verzeichnete insbesondere das Fleckensarchiv, das die Zeit von 1559 bis 1867 und etwa 10 Regalmeter Akten umfaßt, während sein Nachfolger Paul Homfeld sich der Bestände von 1870 bis 1925 annahm und sie in sachthematisch gegliederten Mappen ablegte. Der jüngere Bestand der Akten von 1925 bis 1965 befindet sich noch im Keller des Rathauses und ist nur bedingt über den ehrenamtlichen Archivar benutzbar. Hinzu kommen 20 Fotoalben und die in denselben Räumen untergebrachte, mehr als 10.000 Bände und 20 Zeitschriftenreihen umfassende Bibliothek sowie das Archiv des Dithmarscher Landesmuseums, die die Benutzung des Meldorfer Stadtarchivs wesentlich erleichtern und fördern könnten.


  • Stadtarchiv Meldorf, Bütjestraße 2-4, Postfach 1020, 25704 Meldorf, *Telefon 04832/7252; Zugangsmöglichkeit nach Vereinbarung

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