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Am Klev

Aus Dithmarschen-Wiki

Inhaltsverzeichnis

Klev- und Donnlandschaft bei St. Michaelisdonn

Die Landschaft Am Klev ist ein Gebiet im südlichen Dithmarschen und gehört zur Geestlandschaft, Als Klev bezeichnet man das Steilufer, das vor der Landgewinnung durch Eindeichen des Marschlandes die Küste Dithmarschens bildete.

(FFH) 2020-301 Erhaltungsziele: Erhaltung einer großräumigen, naturnahen, weitgehend offenen alten Küstenlandschaft mit vielfältigen, artenreichen Biotopkomplexen und –mosaiken aus u.a. Steilhängen, Heiden, lichten Birken- und Buchen-Eichenwäldern und Kratts, Trocken-, Mager- und Borstgrasrasen, Quellbereichen und Übergangsmooren, in ehemaliger Kliff-, Nehrungs- und Lagunenlage. Zu erhalten sind insbesondere die weitgehend ungestörten, natürlichen hydrologischen Verhältnisse, die Nährstoffarmut und die extensive Nutzung. Eigentumsstruktur: Private Eigentümer, Kreis Dithmarschen, Stiftung Naturschutz


Vorrangiger Handlungsbedarf

  • Natura 2000: Kratt- und Heidepflege, Mahd und Beweidung der Feuchtgrünländer (u.a. Borstgrasrasen)
  • Organisation der Pflege und Entwicklung des Grünlandes
  • Qualifizierung der privaten Nutzer für die Aufgaben des Naturschutzes

Galerie

Geestrand, Kliff, Klev

Geestlandschaften sind generell höher als die Marsch. Sie bestehen aus Endmoränen, Grundmoränen saaleeiszeitlicher Prägung oder weichseleiszeitlichen Sandern. Diese Altmoränenlandschaft wurde im Zuge des Eem-Interglazials von Flugsanden und danach von Sandern der folgenden Weichseleiszeit überprägt. Zusätzliche Erosion schuf relief- und gewässerärmere Gebiete. Sie besitzen eine deutliche Verwandtschaft zu den Platten im Binnenland. Häufig findet man daher sandigen, unfruchtbaren Boden. Hier wird vor allem Kartoffelanbau betrieben. Die Bewaldung besteht überwiegend aus Kiefern. Allerdings wurden die meisten Baumbestände im Zuge der Besiedlung vernichtet. Durch stetiges Verbeißen der Jungtriebe durch Vieh können Zwergstrauchgesellschaften (Heiden) entstehen. Grund- und Endmoränengebiete sind fruchtbarer als Sander und sind von Natur aus mit Laubwald (v.a. Buche) bestanden. Sehr sandige Geestgebiete sind wesentlich weniger fruchtbar als die Marschen oder die weichselkaltzeitlich geprägten Moränen-Landschaften etwa des östlichen Hügellandes in Schleswig-Holstein. Typisch ist diese Landschaftsform für weite Teile Niedersachsens, Mecklenburg-Vorpommerns, Schleswig-Holsteins und Hamburgs.

Kennzeichnend für viele Geestlandschaften der Küstenländer sind die Knicks, eine norddeutsche Sonderform der Wallhecke, die in regelmäßigen Abständen auf den Stock zurückgeschnitten wird und Schutz vor Wind und Sandflucht bietet. Knicks dienten früher auch zur Gewinnung von Weidenruten und von Holz für Zäune und als Brennmaterial.

Dort, wo die Geest direkt an das Meer grenzt, bilden sich Steilküsten, so genannte Kliffe.

In der Besiedlungsgeschichte Norddeutschlands war die Geest früher als die Marsch besiedelt, da sie Schutz vor Sturmfluten bot. Daher findet man sowohl auf dem Festland als auch auf den Geestkernen der Inseln Großsteingräber aus der Steinzeit.

Die Geest-Marsch-Grenze stellt auch Siedlungs- und kulturgeschichtlich eine Grenze dar. So siedelten die Friesen sich bevorzugt in Marschgebieten an. Auch innerhalb der sächsisch besiedelten Gebiete gab es eine Trennung von bäuerlichen Geest- und Marschkulturen, die nicht zuletzt durch die unterschiedliche Fruchtbarkeit der Gebiete bestimmt war. Für Marschbewohner galt es bis in das 20. Jahrhundert hinein als unschicklich, jemanden von der Geest zu heiraten, da auf diese Weise kein fruchtbares Land in die Familie kam. Quelle: Wikipedia


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