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Albersdorf

Aus Dithmarschen-Wiki

Albersdorf ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Ortsschild Albersdorf

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 42 m ü. NHN
  • Fläche: 17,12 km²
  • Wie viele Einwohner hat Albersdorf?
Albersdorf hat 3.721 Einwohner davon sind 1.840 männlich und 1.881 weiblich (Stand: 31. Dezember 2016)
Bevölkerungsstand in Albersdorf am 31.12.
* 2000: 3.594
* 2001: 3.614
* 2002: 3.632
* 2003: 3.572
* 2004: 3.600
* 2005: 3.564
* 2006: 3.517
* 2007: 3.433
* 2008: 3.466
* 2009: 3.445
* 2010: 3.464
* 2011: 3.500
* 2012: 3.523
* 2013: 3.433
* 2014: 3.470
* 2015: 3.482
  • Postleitzahl (PLZ): 25767
  • Vorwahl: 04835
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Heribert Heinecke (CDU)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Albersdorf


Wappen

Wappen von Albersdorf
  • Wappengenehmigung/ -annahme: 30.11.1978
  • Flaggengenehmigung/ -annahme: 24.03.1980
  • Entwurfsautoren: Kühne, Hans Frieder, Barsbüttel
  • Wappenfiguren:
* Ähre
* Schwert
* Steingrab

Wappenbeschreibung

In Grün unter einem aus drei Tragsteinen und einer Deckplatte bestehenden silbernen Steingrab schräg gekreuzt eine goldene Ähre und ein aufrechtes goldenes Schwert.

Historische Begründung

Die Figuren des Wappens von Albersdorf beziehen sich überwiegend auf die Vergangenheit des Ortes. Das silberne Steingrab gibt den "Brutkamp", wieder eine der bedeutendsten vorgeschichtlichen Grabstätten Norddeutschlands. Albersdorf und seine Umgebung waren wegen der günstigen Verkehrslage während der jüngeren Steinzeit und der Bronzezeit dicht besiedelt. Daher sind hier noch heute zahlreiche Grabhügel zu finden. Auch sonst ist das Gebiet reich an vorgeschichtlichen Funden. Das goldene Schwert erinnert an die wehrhafte Vergangenheit der Dithmarscher; sie wird in dem örtlichen Brauchtum des "Schwertertanzes" alljährlich in Albersdorf vor Augen geführt. Die Figur bezieht sich aber auch auf die Rolle des Ortes als Garnison der Bundeswehr (inzwischen abgezogen). Die Ähre belegt die bis in die Gegenwart als Erwerbsgrundlage bedeutend gebliebene Landwirtschaft. Der landschaftliche Reiz Albersdorfs, auch als waldreicher Luftkurort, wird durch das Grün des Wappenschildes ausgedrückt.


Wetter in Albersdorf

Aktuell

Das Wetter in Albersdorf

Wetterarchiv

Das Wetter in Albersdorf seit 1985

Unwetterwarnung

Unwetterwarnungen für Albersdorf


Geografie

Wo liegt Albersdorf?

Albersdorf liegt im Osten von Dithmarschen, nahe am Nord-Ostsee-Kanal und trägt die Bezeichnung Luftkurort. Albersdorf liegt inmitten eines hügeligen Geestgebietes und ist von Wäldern umgeben.

Ortsteile

Nachbargemeinden

Straßen

Albersdorf verfügt über 92 Straßen. Albersdorferfeld ist mit 2.281 Metern die längste Straße. Mit 44 Metern ist Bürgermeister-Golz-Platz die kürzeste Straße in Albersdorf.


Angemessene Miete in Albersdorf

Da die Gemeinde Albersdorf zum Amt Mitteldithmarschen gehört beträgt die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) für

1 Person: 305,00 €
2 Personen: 361,80 €
3 Personen: 417,00 €
4 Personen: 487,05 €
5 Personen: 534,85 €
jede weitere Person: 56,30 €

Quelle


Politik

Von den 20 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 neun Sitze, die SPD vier, die FDP und die Wählergemeinschaft ABB haben je drei Sitze und die Wählergemeinschaft UWA einen Sitz.


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • CDU 47,6% (9 Sitze)
  • SPD 17,5% (3 Sitze)
  • ABB 16,6% (3 Sitze)
  • FDP 11,1% (2 Sitze)
  • UWA 7.2% (1 Sitz)

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Albersdorf ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Energie

Erneuerbare Energie (Stand: 24.08.2015)

Erneuerbare Stromproduktion 22.114 MWh/Jahr

  • Solarstrom 4.996 MWh/Jahr
  • Windkraft 5.610 MWh/Jahr
  • Biomasse 11.508 MWh/Jahr

mehr Details


Vereine und Organisationen

Feuerwehr in Albersdorf

  • Personalstärke:46 Kräfte der Stammwehr
  • Jugendfeuerwehr: 21 Jugendliche
  • Ehrenmitglieder: 6 Ehrenmitglieder
  • Passive Mitglieder: 91 Mitglieder

(Stand: 13.04.16)

Geräte:

  • 1 Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) VW T4
  • 1 Löschfahrzeug 8/6 MAN 8.163 LC (Baujahr 2001)
  • 1 Löschfahrzeug 20/16 MAN TGM 13.280 4x4 BL (Baujahr 2009)
  • 1 Tragkraftspritzenanhänger
  • 12 Atemschutzträger


2015 war die Albersdorfer Feuerwehr überwiegend in der Einrichtung der Erstaufnahme für Flüchtlinge im Dithmarsenpark tätig. Sie verrichteten dort an sieben Tagen rund um die Uhr Dienst und leisteten somit mehr als 700 Stunden ehrenamtlichen Dienst. Weiterhin wurden technische Hilfsleistungen überwiegend auf der A 23 geleistet - Großbrände erfolgten in 2015 keine.


Geschichte

  • Vermutlich haben bereits Jägergruppen nach der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren bereits in der Umgebung von Albersdorf gelagert, hierauf weisen entsprechend gefundene Jagdgeräte und Pfeilspitzen hin.
  • Im weiteren Zeitverlauf erfolgte dann Sesshaftigkeit und die Urbarmachung des Landes. Es wurde Ackerbau und Viehzucht betrieben und die ersten Siedlungen entstanden.
  • Die noch sehr gut erhaltenen Grabdenkmäler in Albersdorf und Umgebung lassen darauf schließen, dass bereits 3.400 - 3.100 v. Chr. eine Besiedlung erfolgt war.
  • Aufgrund der Völkerwanderung in den Süden wie auch die Verlagerung der Besiedlung in die fruchtbareren Marschgebiete kommt es im Albersdorfer Raum zu einer Bevölkerungsabnahme; in der Zeit um 400 n. Chr. nahm die Bewaldung der Region wieder zu.
  • Funde am Brahmkamp deuten erst ab 800 n. Chr. wieder auf eine intensivere Besiedlung hin.
  • 800 n. Chr. gehörte Albersdorf zum sächsischen Gau "Thiatmaresgaho", 1059 n. Chr. wird ein Gau "Thietmaresca" erwähnt. Vermutlich entstand das Wort aus den altsächsischen Wörtern "thiad", das Volk bedeutet und "mare" für Meer.
  • Das damalige Dithmarschen war im Westen begrenzt durch die Nordsee, im Süden durch die Elbe und im Norden durch die Eider. Im Osten war ein schmaler Zugang im Raum von Albersdorf über die Gieselau möglich, ansonsten begrenzten Sümpfe und Moore den Zugang nach Dithmarschen.
Petschaft.Das Siegelfeld zeigt den Heiligen Remigius schreitend von links nach rechts mit Bischofsstab und -hut. Die innere Umschrift lautet: SANCT REMIGIVS ANNO 1632. In der äußeren Umschrift steht: DES+KARSPELS+SEGEL VAN+ALFERSDORPE+. Anstelle des ursprünglichen Griffes ist ein überdimensionierter Ring angelötet worden. Inventarnummer: DLM 1392 - Dithmarscher Landesmuseum
  • 782 begann bereits die Missionierung durch Mönche in Dithmarschen, so daß um 809 die erste Kirche in Meldorf errichtet worden sein soll, die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Meldorf erfolgte erst 1070.
  • Ca. 1140 wird ein Kirchspiel Tellingstedt erwähnt, zu dem auch Albersdorf gehört. 1281 erfolgte die Neu-Aufteilung der Kirchspiele und dabei wurde in diesem Jahr das Kirchspiel Alvesdorpe urkundlich erwähnt. Es ist aber davon auszugehen, dass eine Kirche bereits vorher bestanden haben muss, weil im dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen eine hölzerne Christusfigur vom Ende des 12. Jahrhundert aus Albersdorf ausgestellt ist.
  • 1434 schlossen die damaligen Vorsteher der Gemeinden, die Vögte, Schlüter und die Männer der acht Kirchspiele, hierzu gehörte auch Albersdorf, ein Bündnis für den Schutz von Kaufleuten in Krisenzeiten. Hieraus entstand 1447 der "Rat der Achtundvierziger", dieses waren 48 Bauern, die auf Lebenszeit als Regenten gewählt wurden, die Regentschaft wurde meistens vom Vater auf den Sohn übertragen.
  • Aufgrund seiner Lage als Einfallstor nach Dithmarschen findet Albersdorf in der dithmarsischen Geschichte häufig Erwähnung, wenn es um kriegerische und räuberische Ein- und Überfalle aus dem holsteinischen Gebiet ging. Albersdorf wurde bei diesen Ein- und Überfällen häufig verwüstet und gebrandschatzt, namentlich in den Feldzügen 1319 - 1402, 1404, 1499 und 1559.
  • 1594 zerstörte eine Feuersbrunst 48 Häuser.
  • Im Dreißigjährigen Krieg wurde Albersdorf letztmalig 1644 schwer beschädigt.
  • 1645 hatte im Pastorat der schwedische General Wrangel sein Hauptquartier.
  • 17.06.1755: Die Brandfuhrengilde wurde mit 215 Mitgliedern gegründet; sie hatte den Zweck, ihren Mitgliedern bei einem Brandschaden Baumaterialien umsonst anzuliefern. Die Gilde war wohl die einzige ihrer Art.
  • [top.akvz.de/2929.pdf 1845] wurde im Rahmen einer Volkszählung festgestellt, dass es im Ort Albersdorf 615 Einwohner gab und die Schule von 100 Kindern besucht wurde. Als Gewerbe wurde seinerzeit festgestellt:
* 3 Wirthshäuser,
* 2 Wollspinnereien,
* 1 Färberei,
* 4 Krämereien,
* 2 Schmiede und mehrere Handwerker.
* Die Wassermühle beim Dorf wird von der Gieselau getrieben.
Im Kirchspiel Albersdorf gab es 2.715 Einwohner und zum Kirchspiel gehörte nachfolgende eingepfarrte Orte und Bauerschaften:
* Albersdorf,
* Albersdorfer-Mühle,
* Arkebek,
* Brahmkamp,
* Bunsoh,
* Carstenbrook (Aegypten),
* Christianshütte,
* Dammsknöll,
* Dükerswisch,
* Ehlingstedt,
* Ganzenbek,
* Hanerauerschleuse,
* Heikenstruk,
* Heisterberg,
* Hinrichshörn,
* Hollenborn,
* Immenstedt,
* Jützbüttel,
* Lammsohr,
* Lämmerstedt,
* Lichtenhof,
* Neuacker,
* Neulegan (Lurop),
* Nordheide,
* Oesterrade,
* Offenbüttel,
* Riesewohld (zum Theil),
* Röst,
* Rosenhof,
* Schafstedt,
* Schafstedter-Mühle,
* Schormoor,
* Schrum,
* Strukberg,
* Süderrade,
* Tensbüttel,
* Vierthof,
* Wennbüttel,
* Westerrade,
* Ziegelei.
  • 1867 wurden in der preußischen Provinz Schleswig-Holstein die selbständigen Landgemeinden eingeführt. In Dithmarschen und im Kreis Husum gab es jedoch eine besondere Form der kommunalen Verwaltung, die auch so übernommen wurde. Aus den Gebieten der Kirchspiele wurden die Kirchspielslandgemeinden, so dass aus den bestehenden weltlichen Strukturen eine politische Gemeinde wurde. Am 01. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Albersdorf aufgelöst.

Stahlbad Albersdorf

1881 entdeckte Dr. med. Beuck eine "Stahlquelle" mit stark eisenhaltigem Heilwasser, das als Heilmittel gegen Blutarmut und Bleichsucht helfen sollte.

Ende des 19. Jahrhunderts gehörtes zum guten Ton in mineralischem Wasser zu baden bzw. dieses zu trinken und wer die Möglichkeit legte sich in einem Kurort einen Zweitwohnsitz zu.

Ein Stahlbad in Dithmarschen war nun etwas Besonderes und so entwickelte sich Albersdorf damals zu einem aufstrebenden Ort. Dieses wurde 1877 unterstützt durch die Eröffnung der Bahnstrecke Neumünster - Heide mit Halt in Albersdorf, sowie dem Bau einer Telegrafenleitung und dem Bau des Nord-Ostseekanals.

1887 wurde die Kurbadeanstalt eröffnet, so daß die ersten wohlhabenden "Kurlauber" ihren Lebensabend in Albersdorf genossen. 1906 kam ein Schwimmbad als weitere Attraktion dazu.

1910 füllte der Bierbrauer Johann Thiessen das Heil-Wasser in Flaschen ab:

"Albertus-Sprudel, Tafelwasser I. Ranges,
vornehmstes Tafel-, Erfrischungs- und Gesundheitgetränk
von ärztlichen Autoritäten empfohlen.
Aus natürlicher, radioaktiver Mineral-Quelle"

1912 wurde Albersdorf der Titel "Bad" verliehen.

Nach dem Ersten Weltkrieg blieben dann die Kurenden aus und die Quelle versiegte.

1983 wurde Albersdorf zum Luftkurort ernannt.

NSDAP-Zeit

In der "Blutnacht von Wöhrden" am 07. März 1929 wurden zwei SA-Männer durch Kommunisten getötet. Zur Beerdigung der beiden SA-Männer, an denen rund 5.000 Menschen teilnahmen, reiste auch Adolf Hitler persönlich nach Albersdorf an. Hitler nutzte die Beerdigung und erklärte die getöteten SA-Männer zu christlichen Märtyrern. Die damaligen Patoren Asmussen, Hans und Reinhold Schmidt protestierten in der Gemeinde scharf gegen die propagandistische Darstellung des Ereignisses. Pastor Asmussen, Hans wandte sich auch in einem Brief an Adolf Hitler und verwahrte sich gegen die NSDAP-Darstellung der "Blutnacht von Wöhrden".

Albersdorf war eine frühe Hochburg des Nationalsozialismus und ernannte am 29. März 1933 Adolf Hitler einstimmig zum Ehrenbürger von Albersdorf. Diese Ernennung wurde am 21. September 2009 einstimmig wieder aufgehoben.

Neuzeit

Am 25. Mai 2008 wurde das Amt Kirchspielslandgemeinde Albersdorf mit dem Amt Kirchspielslandgemeinde Meldorf-Land und der Stadt Meldorf zum Amt Mitteldithmarschen zusammengeschlossen.


Albersdorf in Bildern


Persönlichkeiten

  • Asmussen, Hans (* 21.08.1898 in Flensburg; + 30.12.1968 in Speyer) war ein deutscher lutherischer Theologe.
  • Aye, Daniel J. (* 13.4.1814 in Albersdorf; + 1873), Advocat in Meldorf, Kirchspielvogt in Marne, Oberamtsrichter in Altona
  • Böhmke, Gustav (* 22.7.1888 hier), Philologie
  • Drews, Judith (* 1973 in Heide) ist eine deutsche Designerin, Illustratorin und Autorin von Kinderbüchern.
  • Emeis, Hans-Uwe (* 19.1.1931 in Kiel; + 31.7.1996 in Satrup)
  • Hasse, Jacob Friedr. (* 26.6.1769 in Meldorf), Advocat in Meldorf, seit 1809 Kirchspielvogt in Albersdorf
  • Hedde, J. (* in Schafstedt), 1797: Albersdorfer Kirchspielvogt
  • Hedde, Petrus (* 4.11.1700 in Schafstedt)
  • Jürgens, Erwin (* 22.2.1895 in Stelle-Wittenwurth; + 27.8.1974 Grabstein in Albersdorf)
  • Krieg, Heino
  • Looft, Christ. (* 27.5.1863 hier), Pastor in Drelsdorf (Kreis Husum)
  • Mesner, Benedictus (* 23.10.1664 in Alversdorpio-Ditmarsus)
  • Paulsen, Friedr. (* 28.1.1849 in Albersdorf), Feldzug 1870 als Kriegsfreiwilliger, 1873 Hilfsprediger, 1876 Kompastor, 1895 Hauptpastor an St. Joh. in Altona, 1900 Kirchenprobst der Propstei Altona
  • Paulsen, Hans (* 1822 in Albersdorf), stud. theol., gefangen bei Bau. Er ging später nach Amerika und lebte als Farmer bei Devenport. + in den 90er Jahren.
  • Paulsen, Joh. (* in Wellenbüttel; + 1873), Hauptpastor in Albersdorf
  • Paulsen, Martin (* 30.11.1845 hier; + 1908), Feldzug 1870 verwundet bei Metz. Amtsrichter und Universitätssyndik. in Kiel
  • Ploog, Günter-Peter (* 1948 in Albersdorf; + 17.09.2016 in Hamburg) war ein deutscher Sportjournalist und TV-Produzent.
  • Rohwedder, Hans Heinr. (* 22.3.1853 hier), Pastor in Sankt Margarethen, jetzt in Büchen
  • Tiessen, Hermannn (* 9.3.1823 in Albersdorf; + 1882), lebte als Rentner in Meldorf
  • Trube, Manfred
  • Jochim Tietjens (* 4.08.1852 hier; + 11.09.1916 in Berlin) war ein Bildhauer
  • Vester, Heinrich (* 11.6.1886 in Albersdorf), Philologie
  • Vollert, Martin Marcus (* 04.11.1932 in Eggstedt; + 10.07.2016 hier) war sowohl freischaffender Architekt als auch Künstler.

Wirtschaft und Infrastruktur

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr (Anzahl / Umsatz in T €)

  • 1997 (34 / 2.266)
  • 1998 (76 / 5.573)
  • 1999 (91 / 6.412)
  • 2000 (47 / 4.714)
  • 2001 (50 / 6.265)
  • 2002 (72 / 6.338)
  • 2003 (41 / 4.472)
  • 2004 (33 / 2.942)
  • 2005 (44 / 3.209)
  • 2006 (29 / 6.497)
  • 2007 (43 / 4.338)
  • 2008 (47 / 5.528)
  • 2009 (43 / 5.334)
  • 2010 (66 / 7.995)
  • 2011 (49 / 4.841)
  • 2012 (60 / 4.313)
  • 2013 (67 / 12.690)
  • 2014 (43 / 3.746)
  • 2015 (59 / 4.750)
  • 2016 (54 / 6.703)
Quelle: Grundstücksmarktbericht 2016

Gewerbe

Bäckereien

Baugewerbe

Bekleidung

  • "Kinderstübchen" - Second Hand

Bestattungen

  • Ohlsen, Jörg

Blumen und Garten

Computer

Dienstleistungen

Einzelhandel

Finanzen

Fitness

Friseur - Schönheitssalon

Gastronomie

Gesundheit

Kultur

Landwirtschaft

Mobilität

Rechtsanwälte und Notare

Regenerative Energie

Reisen

Supermärkte

Tiere

  • Karsten Kaltofen
  • The Swiss-Coaching Company - Reitstall
  • Wolf, Erik - Tierarzt

Transport

Unterkunft

  • Hotel Bess

Versicherung

Wohnen

  • Todt, Peter-Hermann - Raumausstatter

Schulen

  • Gemeinschaftsschule am Brutkamp
  • Wulf-Isebrand-Schule (Grundschule)
  • Wulf-Isebrand-Schule (Grundschule) Außenstelle Bunsoh
  • Carsten-Niebuhr-Schule (Förderzentrum Meldorf mit Außenstelle Albersdorf)
  • Volkshochschle Albersdorf e. V.
  • Evangelische Kneipp-Kindertagesstätte Morgentau
  • Waldkindergarten Albersdorf
  • Evangelischer Kindergarten Albersdorf
  • Modeschule Albersdorf
  • Hundeschule Bernhard Flinks

Sehenswürdigkeiten

An den Anlagen

Die Denkmale in der Straße "An den Anlagen" wurden zum Gedenken und zur Erinnerung an die Gefallenen der Kriege

  • Erhebung gegen Dänemark, 1848 - 1850
  • Frankreichfeldzug, 1870 - 1871
  • Erster Weltkrieg, 1914 - 1918
  • Zweiter Weltkrieg, 1939 - 1945

errichtet.

1913 wurde das Denkmal mit der Figur eines siegreich voran stürmenden Soldaten eingeweiht. Diese Figur zerfiel jedoch im Laufe der Zeit und musste entfernt werden, lediglich der Kopf der Figur blieb erhalten und kann heute im Bürgerhaus besichtigt werden.

Brahmkampgärten

Park mit verschiedenen Gartenthemen, die in sich abgeschlossene Anlagen bilden. Charakteristische Bäume, Blumen und künstlerische Figuren unterstreichen das jeweilige Thema.

Es werden Führungen, wechselnde Kunstausstellungen, Musikveranstaltungen und Theateraufführungen durchgeführt.

Zu dem Park gehört ein Cafè, "Sophienlust", dass von Mai bis September an Sonn- und Feiertagen geöffnet ist. Das Cafè besteht aus 5 Räumen, die mit antiken Möbeln und Gemälden eingerichtet sind.

Brutkamp

Bei dem Brutkamp handelt es sich um ein Großsteingrab, dessen Fundstelle durch die Analyse aufgefundener verkohlter Pflanzenreste in zwei Phasen untergliedert werden (3.700 - 3.200 v. Chr. und 2.250 - 2.000 v. Chr.) kann.

Aufgrund seiner Größe (Gewicht: 23 Tonnen, Umfang: 9 Meter) gab es viele Sagen und Legenden, die um diesen Stein herum ranken.

Es wird vermutet, daß sich Jungvermählte an diesem Stein trafen, um von der nordischen Göttin Freya einen reichen Kindersegen zu erbitten.

Der Brutkamp ist in Albersdorf so bedeutungsvoll, das er auch einen Platz im Ortswappen gefunden hat.

Bürgerbrunnen

Bürgerbrunnen Albersdorf

Der Bürgerbrunnen befindet sich linkerhand zur Zufahrt zum Marktplatz.

Er wurde durch zahlreiche Spenden ermöglicht und mit der Unterstützung der Bundeswehr aufgebaut. Heute kümmert sich der Albersdorfer Verschönerungsverein um die Pflege der Rabatte um den steinernen Springbrunnen.

Bürgerhaus

Das älteste Haus in Albersdorf stammt aus dem Jahr 1695 - nur die St.-Remigius-Kirche ist noch älter (12. Jahrhundert).

1981 erbte die Gemeinde Albersdorf das Haus von Margarete Bartsch geb. Dammann und hat zum Gedenken ihren Grabstein am Bürgerhaus aufgestellt.

Das Bürgerhaus in der Ortsmitte ist auch zugleich ein kultureller Mittelpunkt in Albersdorf und es finden dort zahlreiche Aktivitäten (musikalische Veranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen) statt.

Durch die Anstrengungen und Bemühungen des Fördervereins Bürgerhaus Albersdorf konnte das reetgedeckte und denkmalgeschützte Bürgerhaus in den Zustand des Beginns des 19. Jahrhunderts zurück gebaut werden.

Es finden im Bürgerhaus nicht nur nur kulturelle Veranstaltungen statt, sondern es verfügt auch über ein Trauzimmer des Standesamtes Albersdorf. Einmalig in Deutschland ist die Ausstattung des Trauzimmers mit einem Alkoven (Bettnisch, plattdeutsch "Butze"). Die Einrichtung des Trauzimmers in der "guten Stube" (plattdeutsch "Pesel") vermittelt einen ländlichen und beschaulich-romantischen Eindruck.

Dithmarschen-Ring

Am 15.10.1978 wurde der "Speedwayclub MSC-Nordhastedt-Nordseeküste e.V. im DMV" (MSC Nordhastedt) gegründet. Am Brahmkampsweg in Albersdorf wurde ein Gelände gefunden, auf dem eine Speedwaybahn erbaut werden konnte, so kam es zum "Dithmarschen-Ring".

Der MSC Nordhastedt veranstaltet dort jährlich zu Himmelfahrt ein internationales Speedway-Rennen, an dem Fahrer verschiedenster Nationen und Altersklassen teilnehmen. Im Herbst folgt dann noch einmal ein nationales Rennen.

Dreebargen

Am Ortsrand von Albersdorf, Richtung Wennbüttel, führt der Ochsenweg zur linken Hand entlang. An diesem Ochsenweg grenzt eine Gruppe von ehemals 8 Hügelgräbern, die heute "Dreebargen" ("Drei Berge") genannt werden.

Inzwischen sind von den 8 verschieden großen Hügelgräbern nicht mehr alle erhalten, weil zwei kleinere Hügel nach den Ausgrabungen von 1947 und 1950 verschwunden sind. Bei den Ausgrabungen wurden runde und ovale Steinkreise gefunden. Innerhalb dieser Steinkreise wurden zwar Steinpackungen eines Grabes gefunden, jedoch keine weiteren Beigaben.

Freizeitbad

Das Freizeitbad Albersdorf verfügt über nachfolgende Attraktionen:

  • 77 m lange Wasserrutsche
  • Wasserpilz
  • Strömungskanal
  • Sprungbrett 1 m
  • Sprungbrett 3 m
  • Beach-Volleyball-Feld
  • Billardtisch
  • Kickertisch
  • Kinder-Spielplatz
  • Kleinkinderbecken
  • Wandelgarten
  • Liegewiesen
  • 25-m-Bahnen
  • 50-m-Bahnen
  • beheiztes Schwimmbecken (25°)
  • beheiztes Erlebnisbecken (30°)
  • kostenfreier großer Parkplatz

Das gesamte Freizeitbad ist behindertengerecht eingerichtet.

Die Wärmeerzeugung für die beheizten Schwimmbecken wird durch die Abwärme einer nahe gelegenen Biogas-Anlage sicher gestellt.

Gieselaurundwanderweg

Das Gieselautal entstand während der Eiszeit und wurde inzwischen als zweiter Naturerlebnisraum in Albersdorf anerkannt.

Die Gieselau wird von mehreren Quellbächen gespeist. Im Raum Albersdorf sind es die Zuflüsse von Bellerbek und Westerau.

Inzwischen ist der Raum unter der Regie des Steinzeitpark Dithmarschen (Archäologisch-Ökologisches Zentrum Albersdorf - AÖZA) mit Wander- und Bohlenwegen erschlossen worden.

Der Rundwanderweg, ca. 1,5 km Länge, führt vom AÖZA-Gelände bis zur Fallohfurt und wieder zurück bis zum AÖZA-Gelände am Breedenhoop. Die Fallohfurt wurde in der Vergangenheit als Übergang über die Gieselau genutzt, als der Ochsenweg noch als Handelsstraße von Hanerau nach Albersdorf führte. Bei den zahlreichen Kuhlen, die am Wanderweg liegen, handelt es sich um alte Bauernsandgruben.

Auf zahlreichen Schautafeln werden am Rundwanderweg Erklärungen zur Tierwelt sowie über die Entstehung des Tals und dessen Nutzung hingewiesen.

Der Gieselaurundwanderweg kann vom Parkplatz am AÖZA oder von der Sackgasse hinter dem Brutkamp gut erreicht werden.

Kaiserberg mit Aussichtsturm

Die Stahlkonstruktion des Albersdorfer Aussichtsturmes steht auf einem bronzezeitlichen Grabhügel, der heute Kaiserberg genannt wird. Im Grabhügel zu dem es keine Grabungserkenntnisse gibt. Am Fuß des Kaiserberges befindet sich jedoch eine Bodengrube, in der die Entwicklungsgeschichte des Bodens und der Landschaft erkennbar ist.

Der Aussichtsturm wurde 1930 errichtet und hat eine Höhe von 21 Meter. Die Stahlkonstruktion wurde 2008 saniert.

Vom Aussichtsturm hat man eine gute Aussicht über den Riesewohld, die Geestlandschaft und den Nord-Ostsee-Kanal. Bei guter Sicht sind auch die Kanalschleusen in Brunsbüttel zu erkennen.

Kurpark

Im Albersdorfer Kurpark "Papenbusch" wurde 1968 Ein Musikpavillon und Eine Freilichtbühne mit 2.500 Sitzplätzen errichtet. Zu Pfingsten und in den Sommermonaten finden dort zahlreiche musikalische und kulturelle Veranstaltungen statt.

Vor dem Kurpark befinden sich im Eingangsbereich zwei Brunnen-Skulpturen, die von Karl Büttner und seinem Sohn Manfred 1963/64 erschaffen wurden. An der Wand befindet sich, über einem Brunnen, ein geschmiedeter Antilopenkopf, davor steht auf einer Säule die symbolisierte Erdkugel mit dem Äquator und vier Längengraden. An der Brunnenkante verläuft der 54. Breitengrad und die Entfernung von diesem Punkt bis zum Äquator beträgt 6.000 Kilometer. Verfolgt man den 54. Breitengrad Richtung Äquator wird man südlich der Hauptstadt von Gabun in Libreville ankommen. Unweit hiervon, in Lambarene, gründete und leitete Dr. Albert Schweitzer seine Lepra-Station.

Der Kurpark "Papenbusch" ist ehemals ein Hochzeitswald gewesen, in dem nach altem Brauch bereits 1737 in der "Holz- und Jagdordnung" festgelegt war:

"Jede Mannsperson, welche zu heirathen gedenkt, sei schuldig und verpflichtet, vor anzutretender Ehe 10 junge Eichen oder 15 junge Buchen zu pflanzen"

Im Laufe der Zeit entstand dann daraus der "Papenbusch".

In den 70er Jahren lebte die Tradition wieder auf, und es fanden seitdem so zahlreiche Pflanzungen statt, dass ein neuer Hochzeitswald zwischen Süderstraße und dem Neubaugebiet "Langer Jarrn" angelegt wurde. Aber nicht nur frisch verheiratete pflanzen dort ihre Bäume, sondern auch die Tradition wurde auch für den 25. und 50. Hochzeitstag eingeführt.

Lisbeth ehr'n Diek

Die Geschwister Elisabeth (geb. 09. Dezember 1861, gest. am 26. März 1928) und Johannes Hinrich Buhmann (geb. am 15. August 1867, gest. am 12. Oktober 1932) waren die Kinder des Landmannes und Bauernschaftsbevollmächtigten Jürgen Hartwig Buhmann (1825 - 1905), im Volksmund wurde dieser auch "De Vullmacht" genannt.

Als ihr Vater verstarb übernahmen die unverheirateten Geschwister den ca. 100 ha großen landwirtschaftlichen Betrieb in Albersdorf. Der Betrieb lag an der Mühlenstraße / Ecke Westerstraße. Es umfaßte 65 ha Ackerland und Dauerwiesen sowie 35 ha Wälder und Forsten.

Nachdem Johannes Buhmann die Gelehrtenschule in Meldorf besuchte wurde er Tierarzt und übte seinen Beruf als Polizeitierarzt in Hamburg aus, so da seine Schwester Elisabeth die Hauswirtschaft leitete und die Feldarbeit und den Hofbetrieb anleitete.

Als seine Schwester am 26. März 1928 starb ließ Johannes Buhmann auf dem Grabstein die Inschrift:

Hier ruht in Gott
Elisabeth Buhmann
geb. d. 09. Dezember 1861
gest. d. 26. März 1928
Die Liebe duldet alles
und sie hoffet alles.
Die Liebe höret nimmer auf

anbringen.

Nach dem Tod seiner Schwester setzte Johannes Buhmann am 14. September 1932 ein Testament auf, in dem er Vermächtnisse für seine langjährigen Mitarbeiter auf dem Hofe festlegte. Außerdem vermachte er der Gemeinde Albersdorf eine 5 ha große Waldparzelle mit der Auflage, auf diesem Grundstück einen Naturschutzpark einzurichten und zu unterhalten. Testamentarisch fügte er hinzu: "Dem in § 7 meines Testaments v. 14. September vorgesehenen Naturschutzpark soll der Name "Lisbeth ehr'n Diek" zugelegt werden."

Der Verkehrsverein Albersdorf, der seinerzeit mit den Mitteln der Gemeinde und durch freiwilligen Arbeitseinsatz die Anlage herrichtete, hat aus Dankbarkeit 1955 einen großen Findling als Gedenkstein errichetet. Auf diesem Findling ist die Aufschrift

1932
De Stifter
Lisbeth und Johannes Buhmann

angebracht.

Einige Tage später erweiterte Johannes Buhmann das Testament zu der noch heute existierenden Johannes-Buhmann-Stiftung.

Zweck dieser Stiftung ist die Fürsorge für würdige ältere und hilfsbedürfte Personen, die aus Albersdorf gebürtig oder hier wohnhaft sind.

Mühlenteich mit Wassermühle

Mühlenteich Albersdorf

Der Albersdorfer Mühlenteich wird von seinen Quellflüssen Westerau und Bellerbek gespeist.

Nach einer umfangreichen Renaturierungsmaßnahme hat sich der Teich zu einem vielfältigen Lebensraum einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt entwickelt.

Der Teich hat Tiefen von ca. 0,5 - 2,5 Metern und wird vom Albersdorfer Angelverein bewirtschaftet. Jährlich werden im Teich Schleie und Karpfen ausgesetzt. Darüber hinaus gibt es noch einen natürlichen Bestand an Weißfischen, Hechten, Barschen und Aalen. Gerade Karpfenangler haben hier die Möglichkeit, Karpfen zu fangen, die ein Gewicht von bis zu 25 Pfund erreichen können. Mit Fördermitteln der EU und aus den Mitteln des Angesportvereins Albersdorf wurde ein Geröllgleite, die als Fischauf- und -abstiegshilfe dient, errichtet. Diese Geröllgleite dient hauptsächlich Meeres- und Fachforellen, die in der Westerau laichen sollen.

Der Mühlenteich wurde seinerzeit angestaut, um die daran gelegene Wassermühle zu betreiben, die es auch heute noch gibt und am "Mühlentag" zu Pfingsten seine Funktionalität beweist.

Der Mühlenteich ist auf einem Spazierpfad gut zu umrunden, hierbei führt der Weg auch an der Wassermühle vorbei. Die Mühle steht zwar auf einem privaten Grundstück, man kann sie jedoch vom Spazierpfad gut anschauen. Auch die Nutzung einer kleinen Treppe ist möglich, um sie sich näher zu betrachten.

Der Aantrieb der Wassermühle erfolgt durch einen verschließbaren Kanal, durch den das angestaute Wasser fließt. Durch den Wasserantrieb auf die Mühlenschaufeln wird ein Motor angetrieben, der in der Vergangenheit dazu diente, eine Säge anzutreiben.

Es gibt erste Hinweise auf das Vorhandensein einer Wassermühle auf einer Landkarte von 1559, erstmalig schriftlich erwähnt wird sie jedoch erst 1639. Sie wechselte 1750 den Besitzer und befindet sich auch heute noch im Eigentum in der Nachfolgegeneration des Eigners. 1984 fand letztmalig eine Sanierung statt und sie bekam damals ein neues Mühlenrad.

Die Wassermühle steht unter Denkmalschutz und wird nur noch am "Mühlentag (Pfingstmontag) in Betrieb genommen.

Museum für Archäologie und Ökologie

und hier der Museum Albersdorf Link

Ochsenweg

Ochsenweg in Albersdorf bei der Fallohfurt

Ursprünglich führte vermutlich bereits in der Bronzezeit ein Ochsenweg von Viborg in Dänemark bis nach Wedel bei Hamburg. Entlang dieses Weges entstanden viele größere Ortschaften wie beispielsweise Flensburg und Schleswig. In der Nähe von Rendsburg teilte sich der Ochsenweg in eine Westroute über Itzehoe und Elmshorn und eine Ostroute über Neumünster und Bad Bramstedt. In Uetersen vereinte sich der Ochsenweg wieder und führt von da aus bis zum Ochsenmarkt nach Wedel.

Von diesen Hauptwegen verzweigte sich der Ochsenweg und führte so zu den abgelegenen Marktplätzen. Bis in das 19. Jahrhundert wurden auf diesem Weg Rinder aus Jütland bis in die Mastgebiete an der schleswig-holsteinischen Westküste getrieben, dort wurden sie bis zur Schlachtung gemästet und zum Verkauf angeboten.

Im Mittelalter diente der Ochsenweg auch als Teil des nach Spanien führenden Jakobsweges, den die Pilger nutzten, um zu dem angeblichen Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien in Nordspanien zu gelangen.

Der östlich von Albersdorf gelegene Ochsenweg ist ein Nebenzweig der Westroute gewesen, der über die Fallohfurt im Gieselautal führte. Die heute noch dort erhaltenen Knicks sind jedoch erst 200 Jahre alt.

Sankt-Remigius-Kirche

In der Zeit zwischen 1140 und 1281 entstand aus 15 Bauernschaften das Kirchspiel Albersdorf.

Die Kirche des Kirchspiels wurde um 1200 herum als Felssteinmauerwerk gebaut, die erste urkundliche Erwähnung fand zwar erst 1281 statt, allerdings befindet sich eine hölzerne Christusfigur im dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen, die vom Ende des 12. Jahrhunderts stammt. Aufgrund der geringen Verwitterung wird davon ausgegangen, dass diese Figur nicht im Freien gestanden haben wird.

Die Kirche wurde Sankt Remigius, ehemaliger Bischof von Reims, geweiht, bei dem es sich um einen großen Heiligen des fränkischen Volkes handelt, der den Merowingerkönig Chlodwig I. taufte.

In der Folgezeit wurde zahlreiche Umbauten an der Kirche vorgenommen, erkennbar an den Materialen und Verarbeitungen des Materials.

Der Sage nach, konnte man sich seinerzeit nicht auf einen Platz einigen, an dem die Kirche erbaut werden sollte. So wurde vereinbart, einen Schimmel abends frei zu lassen und die Kirche an dem Ort er errichten, wo sich das Tier am Tag befinde. Westlich der jetzigen Kirche fand man das Pferd am nächsten Morgen an einem Fliederbusch und baute daraufhin an diesem Ort die Kirche.

In der Kirche befindet sich eine reich verzierte, spätgotische Bronzetaufe aus der Zeit um 1470. Die Bronzetaufe stammte von einer alten Kirche von Pellworm.

Die St.-Remigius-Kirche hatte ursprünglich einen großen und hohen Rundturm, der jedoch bei einem Feuer im Jahr 1594 zerstört wurde. Ein neuer und nun 30 Meter hoher Holzturm wurde auf dem alten Fundament errichtet, der jedoch 1866 einem Raub der Flammen zum Opfer fiel und niederbrannte.

1621 schnitzte der Rendsburger Hans Peper aus Eichenholz die Kanzel.

Der Altar stammt aus Zeit um 1645/47 und wurde von dem Heider Bildschnitzer Jürgen Heitmann gefertigt.

Die drei Glocken der Kirche stammen aus dem Jahr 1869.

Die Orgel, eine Marcussen-Orgel, wurde 1891 gebaut.

In den Jahren 1963 - 1966 wurde im Rahmen einer umfangreichen Baumaßnahme der Innenraum umgestaltet.

1966 wurde der neugotische Turm, der aus dem 19. Jahrhundert stammt, mit Holz ummantelt und bestimmt seitdem das Erscheinungsbild der Kirche. Bei der in diesem Turm befindlichen Uhr handelt es sich um die einzige Kirchenuhr in Schleswig-Holstein, die aus einem Zifferblatt aus Holz besteht.

Am 01. Oktober 1966 fand an dem Namenstag des Heiligen Remigius die neue Einweihung statt.

Zum Abendmahl werden heute noch ein vergoldeter Silberkelch sowie Patene und Oblatendose genutzt. Diese Gegenstände wurden von dem Kirchenvorsteher Johann Jacobs Hedde aus Schafstedt im Jahr 1666 gestiftet.

Steinzeitpark

Archäologisch-Ökologisches Zentrum Albersdorf

Stellwerkmuseum

1998/99 wurde das alte marode Albersdorfer Bahnhofsgebäude abgerissen, allerdings konnte durch die Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Manfred Trube das alte Stellwerk gerettet und erhalten werden.

Das alte Stellwerk begründete dann das Bahnhofsmuseum, in dem heute noch die Stationskasse von 1891, die Klingel, die das Einlaufen eines Zuges ankündigte, historische Postkarten, alte Fahrkarten und vieles mehr besichtigt werden kann.

Als 1877 die Bahnstrecke Heide - Neumünster eröffnet wurde mit einer Haltestelle in Albersdorf begründete dies den damaligen Aufschwung des Ortes, denn mit der Entwicklung des "Stahlbades" Bad Albersdorf kamen auch viele Kurgäste zur Erholung und belebten den Ort. Auch als Warenumschlagplatz für den Viehhandel, Forst- und Landwirtschaftsprodukte, Brennstoffe, Saatgut, Stückgut und Pakete wurde der Bahnhof viel genutzt.

In dem Neubau, der an der Stelle des alten Bahnhofes gebaut wurde, befindet sich heute der Bauhof, der an Werktagen geöffnet ist. Dort befindet sich das Museumszimmer, das für interessierte Besuch geöffnet wird.

Stolpersteine

Am 18. August 2011 verlegte der Künstler Gunter Demnig am Kapellenplatz in Albersdorf einen Stolperstein zum Gedenken an Erwin Rehn. Die Inschrift des Gedenksteins lautet:

    Hier lernte
    Erwin Rehn
    Jg 1927
    verhaftet 1943
    "Landesverrat"
    KZ Moringen
    befreit/überlebt

Windpark

Wer auf Albersdorf zufährt, kann bereits aus weiter Entfernung die Windräder des Bürgerwindparks erkennen. Im Bürgerwindpark wurden mehrere Windräder (Vestas V112-3) mit einer Nennleistung von 3,0 Megawatt bei Vollast errichtet. Im Juni 2014 begann der Betrieb der Mühlen, deren Spitzen 185 Meter hoch sind und nun den elektrischen Strom in das Netz speisen.


Bücher zum Thema

  • "Rund um Albersdorf - Ein Führer zu den archäologischen und ökologischen Sehenswürdigkeiten"

Müllenhoff über Albersdorf

Als der Pastor Moldenhauer in Albersdorf gestorben war, entstand im Pastorate ein entsetzliches Gepolter in jeder Nacht und der unruhige Geist plagte besonders die Dienstboten sehr, so daß zuletzt niemand mehr im Hause dienen wollte. Ein vertriebener Student kam endlich dahin und überwand den Geist, band ihn in ein Schnupftuch und brachte ihn nach dem Hademarscher Gehege. Seit der Zeit sah man das Gespenst lange da in Gestalt eines Ziegenbocks, und oft hat es Reisende, die den Weg durch das Gehölz bei Nacht kamen, irregeführt und geprellt.

Mündlich aus Dithmarschen.

Quelle:Karl Müllenhoff: Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg. Kiel 1845, S. 207. Lizenz: Gemeinfrei


Polizeiliche Lagemeldung



siehe auch:

Weblinks


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