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Abköddeln

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Abköddeln aktuell

Donnerstag 27. August 2009 um 18 Uhr

Am Brunsbütteler Elbdeich am Wattkampfgelände in Soesmenhusen, Deichaufgang "Bi de Wurt"


Heute geht es wieder los, das bereits traditionelle "Abköddeln" des Elbdeiches am Brunsbütteler Wattkampfgelände. Gegen 18 Uhr sammeln Hobbygärtner und Menschen, die einfach nur das Engagement des "Wattikan" für die Krebsbetroffenen Dithmarschens unterstützen wollen, wieder einmal die Hinterlassenschaften der Deichschafe auf.

Darunter dürften auch Menschen sein, die im Laufe des vergangenen Jahres über 1000 Jiaogulan-Pflanzen von Jens Rusch und seinen Mitstreitern geschenkt erhielten. Sie erhielten nämlich unter den Anzuchts-Hinweisen auch den dringenden Ratschlag, ausschließlich Schafsköddel als Dünger zu verwenden.

Jens Rusch: "Tatsächlich hat sich erwiesen, daß mit keinem anderen natürlichen Dünger bessere Zuchterfolge des sogenannten "Unsterblichkeitskrautes" erzielen lassen. Bei mir wächst Jiaogulan bis in die Dachrinne." Mit Jiaogulan verbinden Krebserkrankte in aller Welt derzeit ihre größten Hoffnungen.

Man wird also morgen in Soesmenhusen sehen, wer diesen Ratschlag befolgte und gleichzeitig ein wenig Hilfsbereitschaft zurückgeben möchte. Die Erlöse der Wattolümpiade kommen schließlich den Krebsbetroffenen der Region zugute.

Außerdem ist der Deich danach für die vielen Besucher der Wattolümpiade am kommenden Sonntag einigermaßen "Tretminenfrei".

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Traditionelles Abköddeln

Den allseits beliebten Auftakt jeder Wattolümpiade bildet das traditionelle "Abködeln", einst als Pendant zum medienwirksamen "Anschirmen" der Koogstraße in Brunsbüttel gedacht. Inzwischen hat sich aber herumgesprochen, daß der Soesmenshusener Schafsmist eine düngetechnisch durchschlagendere Relevanz besitzt, als beispielsweise der mühsam von den Galapagos-Inseln in die Baumärkte geschaffte Guano-Dünger (Pinguinscheisse). Seither nehmen sich die ehrenamtlichen Abködler die handlichen Exkremente gern für ihre eigene Kultur mit in den heimischen Garten.

Jiaogulan-Dünger

Die Informationsveranstaltungen über Komplementärmedizin beinhalteten in den vergangenen Jahren auch einen umfassenden Bericht über die segensreiche Heilpflanze JIAOGULAN (wörtl.: "Unsterblichkeitskraut"), die Jens Rusch aus Thailand mitbrachte und in die Dithmarscher Agrikulturwelt einschmuggelte.

Inzwischen hat sich herausgestellt, daß es für diese Pflanze tatsächlich keinen besseren Naturdünger als Schafsködel gibt.


Der doppelte Nutzen

Somit wird mit dem ursprünglich eher ironisch gemeinten "Abködeln" nunmehr ein doppelter Nutzen erzielt: Jiaogulanzüchter und Hobbygärtner erhalten einen Turbodünger kostenlos und der Deich wird für die Veranstaltung von "Tretminen" befreit.


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