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Friedrich Hebbel

Version vom 3. Januar 2012, 19:51 Uhr von Jens Rusch (Diskussion | Beiträge)

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Friedrich Hebbel Gemälde :Carl Rahl (1812-1865)

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Als Sohn eines Tagelöhners wurde Friedrich Hebbel am 18. März 1813 in Wesselburen geboren. Die Armut der Eltern bestimmte seine ersten Lebensjahre, dennoch verlebte der junge Hebbel eine unbeschwerte Kindheit im Hause der Eltern, bis eine vom Vater übernommene Bürgschaft die Familie aus dem Haus trieb. Diese Schmach hat der Vater nie überwunden. Nach dessen frühen Tod kam Hebbel in den Dienst des Kirchspielvogts Mohr, wo er zunächst als Laufbursche, später dann als Schreiber tätig war. Sein Nachtlager musste er mit dem Kutscher in einem Alkoven unter der Bodentreppe teilen.

In der Schreiberstube der Kirchspielsvogtei fand Hebbel Zeit und Muße, Bücher seines studierten Dienstherrn zu lesen. Hier entstanden auch seine ersten Gedichte.


Theatersaal.jpg Hebbels "Theatersaal" im ehemaligen Hotel Stadt Hamburg in Wesselburen. In diesem Stall inszenierte er ca. 1830 Stücke von Iffland, Schiller und Kotzebue.


Die Hamburger Schriftstellerin Amalie Schoppe holte den 22jährigen Hebbel schließlich nach Hamburg und ermöglichte ihm damit den Weg aus dem kleinen Wesselburen in die Welt. Hier lernte er seine Freundin und Gönnerin Elise Lensing kennen.

Nach einem erfolglosen Besuch des Johanneums verließ Hebbel Hamburg, um in Heidelberg ein Jurastudium aufzunehmen. Auch diesen Bildungsgang brach er ab und reiste weiter über Straßburg und Stuttgart nach München, wo er im philosophischen Fach das Doktorexamen anstrebte. Hunger, Krankheit und Geldsorgen ließen ihn nochmals scheitern. Bei Kälte, Schnee und Nässe kehrte Hebbel 1839 nach einem zwanzigtägigen Gewaltmarsch nach Hamburg zurück.

Hier schrieb er seine ersten Dramen "Judith" und "Genoveva" und fand in Julius Campe einen Verleger.

Vom dänischen König Christian VIII. erhielt Hebbel ein Stipendium für eine zweijährige Bildungsreise, die ihn nach Paris, Rom, Neapel und schließlich nach Wien führte. In der Stadt an der Donau blieb Hebbel dann bis zu seinem frühen Tod. Eigentlich wollte er nach Hamburg zurückkehren, wo Elise Lensing ihm einen zweiten Sohn geboren hatte. Vom Tod des ersten Sohnes hatte er in Paris erfahren. Aber Hebbel heiratete 1846 in Wien die Burgschauspielerin Christine Enghaus und fand so frei von materiellen Sorgen und Nöten die Muße, die er brauchte, um der große Dichter des 19. Jahrhunderts zu werden. Hier schrieb er seine Dramen "Agnes Bergnauer", "Gyges und sein Ring" und die "Nibelungen". Die Verleihung des Schillerpreises zeigt, dass Hebbel bereits zu Lebzeiten anerkannt war.

Er starb in Wien am 13. Dezember 1863 an einer Krankheit, deren Ursachen in den entbehrungsreichen Jahren vor der Wiener Zeit zu suchen sind. Quelle: Hebbel-Museum

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Werke

  • Judith (Theaterstück von Hebbel)|Judith, 1840
  • Genoveva, 1841 (siehe auch Genoveva von Brabant)
  • Der Diamant, 1841
  • Maria Magdalena, 1843
  • Anna, 1847
  • Trauerspiel in Sizilien, 1847
  • Julia und König Peter, 1847
  • Der Schneidermeister Nepomuk Schlägel auf der Freudenjagd, 1847
  • Herr Haidvogel und seine Familie, 1848
  • Schnock, 1848
  • Herodes und Mariamne, 1848
  • Moloch |Der Moloch, 1849-1850
  • Agnes Bernauer, 1851
  • Aufzeichnungen aus meinem Leben, 1854
  • Gyges und sein Ring, 1854
  • Mutter und Kind, 1857
  • Die Nibelungen, 1861
  • Demetrius, unvollendetes Drama
  • Requiem Seele vergiß sie nicht
  • Treue Liebe
  • Tagebücher
  • der Heideknabe

Quelle: Wikipedia

Hebbel-Museum

Hebbel-Museum Wesselburen

Geburtshaus

Geheilt wie Lazarus

Norddeutsche Votivtafel bestätigt Heilkraft der Pflanzen

Bernhard von Oberg

Süddeutsche Votivtafeln, so kennen wir sie aus den kleinen Dorfkapellen, sind in der Regel aus Holz. Sie wurden gemalt und aufgehängt als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage. Wer aufmerksam in Hebbels Tagebüchern blättert - oder wie in diesem Fall in einer Quelle (Kisch) über die Quelle (Hebbel) - findet Erstaunliches. Neben dem "Hebbelin" wurde dort ein Testimonial festgehalten, vielleicht ein kleiner Meilenstein in der Jiaogulan-Wirkforschung, eine Votivtafel aus Tinte und Papier.

Der Rasende Reporter Egon Erwin Kisch hat es in seinem Buch "Entdeckungen in Mexiko", Berlin 1947, bestätigt, nachzulesen auf Seite 38.

Zwar kannte Christian Friedrich Hebbel das so genannte Unsterblichkeitskraut Jiaogulan noch nicht, doch mit der wunderbaren Heilwirkung bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe war er vertraut wie mit seinem Eichkater Herzi, Lampi, Schatzi. So setzte der Dithmarscher Dramatiker der Heilwirkung der Kakteen in seinen Tagebüchern ein kleines literarische Denkmal. Eine Art norddeutscher Votivtafel. Das Geheimnis: Sowohl Kakteen als auch Jiagoulan enthalten Saponine.

"In Hamburg auf dem Stadtdeich kommt eines Morgens zu meinen Wirtsleuten, den alten Zieses, ein Bauernweib mit Gemüse. Sie erblickt auf dem Fenstersims eine Pflanze, eine Art Kaktus, setzt ihren Korb beisteite und kniet nieder. Dann sagt sie: 'Das tu' ich jedesmal, sobald ich diesen Baum sehe, denn ihm verdank' ich's, dass ich wieder gehen und stehen kann; ich war gichtbrüchig wie Lazarus, da riet man mir den Saft seiner Blätter auszupressen und zu trinken, und davon wurde ich wieder gesund."

Bestandsliste Bibliothek

Bibliothek des Hebbel-Museums

Hebbel-Preis

Die Friedrich-Hebbel-Stiftung mit Sitz in Kiel wurde 1903 durch die Witwe des Dichters Friedrich Hebbel (1813–1863), Christine Hebbel geb. Engehausen (1817−1910), gegründet. Die Stiftung hat den Zweck, in Norddeutschland geborene oder ansässige Künstler durch die Verleihung des Friedrich-Hebbel-Preises zu fördern.


Kennst Du das Land?

Ein weitgehend unbekannt gebliebenes Gedicht von Hebbel über Dithmarschen

„Kennst Du das Land wo die Zitronen blühn, im dunklen Laub die Goldorangen glühn…“ so fängt ein berühmtes Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe an, mit dem er seine Italiensehnsucht kunstvoll zum Ausdruck brachte. Im Oktober 1833 nahm sich der in Wesselburen lebende Friedrich Hebbel diesen Gedichtanfang zum Ausgangspunkt, um seine Sehnsucht nach dem fernen Griechenland zu artikulieren, allerdings voller ätzender Satire über seine dithmarscher Heimat: Kennst Du das Land wo man die Eicheln frißt? So fing das Gedicht an. Der damals 20jährige hatte seinem Freund Gehlsen dieses Gedicht geschickt in der Hoffnung, ihn und einen weiteren Freund zur Auswanderung nach Griechenland zu bewegen. Griechenland stand damals für Hoffnung und Aufbruch, nachdem es sich erfolgreich in einem blutigen Befreiungskrieg aus dem osmanischen Staatsverband gelöst hatte. Das, was er dabei in spöttischer Absicht über Dithmarschen schrieb, spiegelte die desolate wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage im damaligen Schleswig-Holstein wider. In den vielen Biographien Hebbels und auch in den verschiedenen Gesamtausgaben kommt dieses Gedicht nicht vor. Es passte nicht in das Bild hinein, wonach Hebbel bestimmte kämpferische dithmarscher Tugenden verkörpere. Tatsächlich war Hebbel froh, möglichst bald aus Dithmarschen weg zu kommen, da es ihm zu eng war und er dort für sich keine Zukunft sah. Sein Biograph Paul Bornstein hat das Gedicht in den 20er Jahren des vorherigen Jahrhunderts unter alten Briefen gefunden und veröffentlicht.

Das Gedicht hat sechs Strophen, von denen hier die ersten beiden wiedergegeben sind: <poem> Kennst Du das Land, wo man die Eicheln frißt, Wo trocken Brot ein Sonntagsessen ist, Wo einem Pflug das saure Leben gleicht, Das langsam wie ein solcher vorwärts schleicht, Wo Sorg’ und Arbeit wandern Hand in Hand? Kennst Du es nicht? Es ist Dein Vaterland!

Kennst Du es auch, das schöne Griechenland? Der Himmel selber lieh ihm sein Gewand, Es lacht wie Abendgold aus stiller Flut Dir mädchenschön in zauberischer Glut Entgegen, wenn Du an das Ufer trittst, Fast spröde, daß Du Jüngling es beschrittst. </poem>

Projekt Gutenberg

Seit 1994 stellt das Projekt Gutenberg-DE kostenlos Bücher für alle ins Web. Damals als kleines Projekt begonnen, hat es sich zur größten Volltextliteratursammlung klassischer Texte deutscher Sprache im Internet entwickelt. Tausende Bücher warten auf ihre Leser: wir wünschen Ihnen viel Spaß beim lesen.

10. Friedrich Hebbel: Eine Nacht im Jägerhause (Kapitel 1)

Unter der gleichen Adresse stehen auch diese Titel zum Lesen und zum Download kostenlos zur Verfügung:

11. Friedrich Hebbel: Anna (Kapitel 1)

12. Friedrich Hebbel: Agnes Bernauer (Kapitel 8)

13. Friedrich Hebbel: Demetrius (Kapitel 1)

14. Friedrich Hebbel: Der Diamant (Kapitel 3)

15. Friedrich Hebbel: Die Kuh (Kapitel 2)

16. Friedrich Hebbel: Zwei Wandrer (Kapitel 254)

17. Friedrich Hebbel: Genoveva (Kapitel 1)

18. Friedrich Hebbel: Gyges und sein Ring (Kapitel 1)

19. Friedrich Hebbel: Herr Haidvogel und seine Familie (Kapitel 1)

20. Friedrich Hebbel: Judith (Kapitel 1)

21. Friedrich Hebbel: Julia (Kapitel 2)

22. Friedrich Hebbel: Der Rubin (Kapitel 1)

23. Friedrich Hebbel: Maria Magdalene (Kapitel 12)

24. Friedrich Hebbel: Michel Angelo (Kapitel 1)

25. Friedrich Hebbel: Herodes und Mariamne (Kapitel 1)

26. Friedrich Hebbel: Matteo (Kapitel 1)

27. Friedrich Hebbel: Mutter und Kind (1) (Kapitel 2)

28. Friedrich Hebbel: Die Nibelungen (Kapitel 1)

29. Friedrich Hebbel: Die Obermedizinalrätin (Kapitel 1)

30. Friedrich Hebbel: Pauls merkwürdigste Nacht (Kapitel 1)

31. Friedrich Hebbel: Der Rubin (Kapitel 1)

32. Friedrich Hebbel: Der Schneidermeister Nepomuk Schlägel... (Kapitel 1)

33. Friedrich Hebbel: Schnock / 1 (Kapitel 1)

34. Friedrich Hebbel: Ein Trauerspiel in Sicilien (Kapitel 1)

35. Friedrich Hebbel: Ein Abend in Straßburg (Kapitel 1)

36. Friedrich Hebbel: Barbier Zitterlein (Kapitel 1)

Hebbel-Zitate und Aphorismen

  • "Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht: irgendeinem gefällt er."
  • "Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts."

Nibelungen-Festspiele in Worms

Großartiges Ergebnis der Nibelungen-Festspiele

Worms. Standing Ovations und meist ausverkaufte Vorstellungen. Das ist die hervorragende Bilanz der „Neuen Nibelungen“ 2008. Die Auslastung der Festspiele lag bei knapp 90 Prozent.

Bei den siebten Nibelungen-Festspielen gab es vom 1. bis zum 17. August zum ersten Mal zwei Stücke in einer Saison. Dieter Wedel inszenierte „Siegfrieds Frauen“ und „Die letzten Tage von Burgund“ von Moritz Rinke in einer völlig neuen Fassung unter zusätzlicher Verwendung von Texten von Friedrich Hebbel. Exzellente Schauspieler wie Walter Plathe, Uwe Bohm, Meret Becker, Annett Renneberg, Robert Dölle, André Eisermann, Roland Renner, Ilja Richter, Anouschka Renzi und weitere standen in diesem Jahr auf der Bühne vor der Nordseite des Wormser Doms. Insgesamt wurden die Aufführungen 16 Mal gezeigt, 1480 Plätze gab es pro Abend. Das Publikum, unter ihnen auch viel Prominenz wie der SPD-Vorsitzende und rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, die Schauspieler Marie-Luise Marjan, Joachim Król, Peter Weck und Otto Sander, zeigte sich begeistert.

Festspiel-Intendant und Regisseur Dieter Wedel ist sehr zufrieden: „Das berühmte verflixte siebte Jahr hat sich für die Nibelungen-Festspiele als ein besonders glückliches herausgestellt. Das riskante Vorhaben, Hebbel und Rinke miteinander zu verbinden, ist bei Zuschauern und Kritik sehr gut angekommen. Trotz des schlechtesten August-Wetters seit vielen Jahren, der Wirtschaftsflaute und den Olympischen Spielen haben uns die Zuschauer die Treue gehalten.“

Das Medieninteresse war enorm. Fast 700 Journalisten berichteten über die Nibelungen-Festspiele.

Bestellmöglichkeiten

Amalia Schoppe


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