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Weddingstedt

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 14:51, 20. Sep. 2016 (CEST)

Weddingstedt ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 10 m ü. NHN
  • Fläche: 17,79 km²
  • Einwohner: 2.286 Stand: 30.06.2015
  • Postleitzahl: 25795
  • Vorwahl: 0481
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Dirk Haalck (FWW)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Weddingstedt


Geografie

Lage

Weddingstedt liegt im Norden von Dithmarschen, einige Kilometer nördlich der Kreisstadt Heide. Das Dorf befindet sich im hügeligen Geestgebiet und am Rande des flachen Marschlandes.

Ortsteile

  • Borgholz,
  • Waldstedt,
  • Weddinghusen und
  • Weddingstedt.

Nachbargemeinden

  • Wiemerstedt
  • Norderheistedt
  • Ostrohe
  • Heide
  • Wesseln
  • Neuenkirchen
  • Stelle-Wittenwurth

Politik

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze, die Wählergemeinschaft FWW (Freie Wähler Weddingstedt) und die Wählergemeinschaft KWV (Kommunale Wählervereinigung) haben je vier Sitze.


Vereine und Organisationen


Geschichte

  • Ursprünglich war Dithmarschen ein einziger Kirchspiel, um 1070 kamen dann drei weitere Kirchspiele dazu: Weddingstedt, Tellingstedt und Süderhastedt.
  • Die in Feldsteinmauerwerk errichtete St.-Andreas-Kirche stammt weitgehend aus dem 12. Jahrhundert.
  • 1559 brannte die Kirche während der "Letzten Fehde" ab. Dabei wurden nicht nur die Kirchenschätze vernichtet, sondern auch die Dithmarscher Landeschronik, die sich im Kirchturm befand.
  • 1616 wurde der hölzerne Glockenturm an der Kirche errichtet.
  • 1660 wurden brandenburgische Truppen während des nordischen Krieges in Weddingstedt stationiert, worunter der Ort sehr gelitten hatte.
  • 1678 wurde die Weddingstedter Mühle in alten Dokumenten bereits erwähnt.
  • 1845 wurde während einer Volkszählung festgestellt, dass es in Weddingstedt 547 Einwohner gab (im Kirchspiel waren es 1.885); in die Schule gingen 100 Schüler. Nachfolgendes Gewerbe hatte sich damals angesiedelt:
* 3 Krüger,
* 1 Grützmacher,
* 2 Grobschmiede,
* 1 Schlosser,
* 1 Radmacher,
* 1 Tischler,
* 2 Zimmerleute und mehrere andere Handwerker,
* 1 Windmühle.
Eingepfarrt waren damals nachfolgende Orts- und Bauerschaften:
* Basenwurth,
* Borgholt,
* Concordia,
* Heidekrug,
* Nordfeld,
* Ostrohe,
* Praggerbusch,
* Rüsdorf,
* Sophienhof,
* Spangrund,
* Stelle,
* Weddinghusen,
* Weddingstedt,
* Wesseln,
* Wildpfahl,
* Wittenwurth.
  • 1845 wurde während einer Volkszählung festgestellt, dass es 98 Einwohner in Borgholz gab, in die Schule gingen 40 Kinder.
  • 1845 wurde während einer Volkszählung festgestellt, dass es 83 Einwohner in Weddinghusen gab, die Kinder gingen in Borgholz zur Schule,
  • 1879 - 1880 wurde die heutige Windmühle, die als Hochzeitsmühle dient, aus Abbruchmaterial der "alten" Mühle errichtet.
  • 02.11.1927: Gründung des TSV Weddingstedt e. V.
  • Am 01.04.1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Weddingstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch ihr Hauptort Weddingstedt.
  • Am 01.01.1969 erfolgte die Eingliederung der bis dahin selbstständigen Gemeinden Borgholz und Weddinghusen in die Gemeinde Weddingstedt.
  • Die Gemeinde war bis zur Fusion mit dem Amt Kirchspielslandgemeinde Heide-Land zum 01.01.2008 Verwaltungssitz des Amtes Kirchspielslandgemeinde Weddingstedt.

Persönlichkeiten

  • Thiedemann, Fritz (* 03.03.1918 in Weddinghusen bei Heide; † 08.01.2000 ebenda) war ein deutscher Springreiter, Landwirt und Unternehmer.
  • Haalck, Hans, auch Hans Diedrich Haalck (* 07.10.1894 in Weddingstedt; † 05.04.1969 in Potsdam) war ein deutscher Geophysiker. Er gilt als einer der Pioniere der angewandten Geophysik in Deutschland.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nachfolgendes Gewerbe hat sich in Weddingstedt angesiedelt:

Weddingstedt hat eine gute Infrastruktur und es gibt eine Grundschule und eine Kindertagesstätte; die weiterführenden Schulen befinden sich in Heide.

Die Gesundheitsversorgung ist durch eine allgemeinärztliche Praxis, Heilpraktiker und einem Krankengymnast gesichert.


Sehenswürdigkeiten

  • Aus der "Liste der Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein" (Stand 2015):
* Bundesstr. 9, Windmühle "Aurora"
* Friedhofstraße, Kirche St. Andreas mit Ausstattung
* Friedhofstraße, Kirchhof
* Friedhofstraße, Glockenturm
* Friedhofstraße, Grabmale bis 1870
* Friedhofstraße, Feldsteinwall

Mühle Aurora

Bereits im Jahr 1678 wurde eine Windmühle in Weddingstedt erwähnt, allerdings stand sie an einem anderen Ort als die heutige Windmühle.

Die Windmühle Aurora ist ein zweistöckiger Galerieholländer wurde in der Zeit von 1879 - 1880 aus dem Abbruchmaterial der "alten" Mühle erbaut. Bei der "alten" Windmühle handelte es sich um einen Erdholländer (Unterbau war ein künstlich aufgeschütteter Erdhügel) mit Reeteindeckung. Sie wurde 1832 gegenüber der Schule an der Ostroher Strasse errichtet. Damals befand sich in der Mühle auch noch eine Schankwirtschaft.

Die Korn-Windmühle "Aurora" wurde 1975 still gelegt und 1986 unter Denkmalschutz gestellt. 1987 erfolgte dann auf Betreiben der damaligen Gemeindevertretung neben der Eintragung in das Denkmalbuch als "Kulturdenkmal von besonderer geschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung" auch die Aufnahme in das "Dorferneuerungsprogramm Weddingstedt", so dass die Mühle 1989 in ihrem "alten Glanze" erstrahlen konnte.

Heute wird die Windmühle "Aurora" gerne auch als Hochzeitsmühle genutzt.

St. Andreas-Kirche

In Weddingstedt bildete sich um 1070 ein eigener Kirchspiel und damit gehörte es zu den Ur-Kirchspielen in Dithmarschen.

Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche ist nach dem heiligen Andreas, einem der ersten Jünger Jesu benannt, nach diesem ist auch das Andreas-Kreuz benannt.

Die Kirche brannte 1559, während der "Letzten Fehde" ab und dabei wurden sowohl die Kirchenschätze als auch die Dithmarscher Landeschronik ein Raub der Flammen.

Bis 1599 wurde dann auf den Fundamenten der alten Kirche die neue Kirche erbaut, hierzu wurden teilweise auch die alten Mauerteile wieder verwendet. Der übrige Bauschutt vom Brand liegt auch heute noch nördlich und südlich der Kirche unter einer dünnen Erddecke.

1616 wurde der hölzerne Glockenturm errichtet. In diesem befindet sich unter anderem die älteste Glocke Dithmarschens, die aus dem 13. Jahrundert stammt.

Laut Neocorus soll der alte Rundturmstumpf in der Regentenzeit als Gefängnis genutzt worden sein, um Staatsgefangene bis zur Lösegeldzahlung dort gefangen zu halten.

Zusammen mit dem Pastor, der die sogenannte „Zuchthausgebühr“ für jede Trauung erhielt, wurde an der Stirnseite der Kirche in Weddingstedt ein Gefängnis für Landstreicher o. ä. Verwendung angebaut. Das Wort „Zuchthausgebühr“ war abgeleitet von züchtigen, bestrafen.

1942 wurde die zweite Glocke des Glockenturms eingezogen, weil sie zu Kriegszwecken eingeschmolzen werden sollte, hierzu kam es jedoch nicht, so dass sich die Glocke seit 1947 wieder an ihrem angestammten Platz befindet.

Seit 2008 erfolgten umfangreiche Sanierungsarbeiten im Außen- und Innenbereich der traditionsreichen Kirche, die 2010 zum Abschluss gebracht wurden. Am 3.Oktober wurde die Kirche wieder eröffnet.


Polizeiliche Lagemeldungen


Weblinks


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