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Von Thaden, Nicolaus

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--Ditschie (Diskussion) 18:29, 26. Okt. 2016 (CEST)

Nicolaus von Thaden war Jurist, Königlich dänischer Justizrat, Ritter des Dannebrogordens, Hausvogt in Flensburg und Eigentümer des Sünderuphofes bei Flensburg.

Persönliche Angaben

  • Geburtsdatum: 20.02.1770 in Norderfeld bei Kleve,
  • Todesdatum: 11.01.1848 in Tremsbüttel
  • Er war Vater des am 15.07.1829 in Sünderuphof geborenen Adolf Georg Jakob von Thaden.

Leben

  • 1794 - 1795: Philosophie-Studium in Jena, unter anderem als Schüler Johann Gottlieb Fichtes.
  • 1795 - 1798: studierte er in Kopenhagen und Kiel Philologie und Kameralwissenschaften, wo er 1798 seinen akademischen Abschluss erhält.
  • 1799 wurde er zum Hausvogt des damals zu Dänemark gehörenden Flensburg ernannt, seit 1799 war er Eigentümer des Sünderuphofes, der 1992 unter Denkmalschutz gestellt wurde.
  • 1815 - 1821 stand der Philosoph und Jurist Nicolaus von Thaden in regem Briefwechsel mit dem Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel.
1815 schrieb er dem noch nahezu unbekannten Philosophen „....ihre Logik ist das Buch der Bücher....“, in seiner Rezeption von 1821 des im selben Jahr erschienenen Werkes Grundlinien der Philosophie des Rechts (G.W.F.Hegel, 1821) kritisierte er Hegel jedoch deutlich:
„Von einer Philosophie ohne Beinamen ist nun nicht mehr die Rede, denn sie sind verschrien abwechselnd als royalistischer Philosoph und als philosophischer Royalist, - daher ist ein Teil des wackern Buches eine historisch – philosophische Streitschrift geworden … Der allergrösste, und allerwichtigste Satz: ‚Das Seiende ist das Gute und Vernünftige‘ ist philosophisch wahr, aber politisch ist dieser Satz falsch.“
  • 22.05.1826 Ernennung zum Kamerrat

Nicolaus von Thaden gestaltete einen Teil der Ländereien als „ornamented farm“ (= schöner Bauernhof) im Sinne einer Kulturlandschaft zum Landschaftsgarten.

Der Begriff "ornamentad farm" ist ein Begriff aus der Gartenbaukunst und kennzeichnet die Strömung, landwirtschaftlich genutzte Bereiche eines Anwesens ästhetisch mit den nur dekorativ genutzten Gartenbereichen zu einer Einheit zu verbinden. Die Idee verband sich mit Rousseaus Vorstellung eines Lebens näher an der Ntur zu einer pastoralen Idylle, in der das Leben auf dem Land romantisch verklärt betrachtet wurde.

Bemerkenswert ist der 1835 errichtete Borkenpavillon, der 1997 unter Denkmalschutz gestellt wurde: Über einer Packung aus Feldsteinen erhebt sich ein quadratischer Bau, das sogenannte Borkenhäuschen, aus 4 naturbelassenen und unbehauenen Rundhölzern an den Ecken, dazwischen befinden sich einschalige Bretter, über einem auskragenden Profil sitzt das kegelförmig ausgebildete Reetdach.

Als Urhütte im Sinne Marc-Antoine Laugiers, die im Rousseau’schen Park steht, versinnbildlicht sie die liberale, aufgeklärte Geisteshaltung des Bauherren.


Veröffentlichungen

  • Über die Wegepolizei im Herzogthum Schleswig-Holstein und ihre Anwendung im Amte Flensburg, 1822.
  • In seinen ersten Rezeptionen beschäftigte er sich zwischen 1815 und 1820 mit der „Wissenschaft der Logik“ (G.W.F.Hegel, 1812–1816) und der Phänomenologie des Geistes (G.W.F.Hegel, 1807).

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